Das Spiel mit den Gefühlen

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Falschheit Betrug Engherzigkeit Bonn

Seit einiger Zeit bin ich in einem sozialen Netzwerk angemeldet. Dort suche ich mir zwei Gesprächspartner, in der Regel männlich und weiblich, und schreibe diese an. Zuerst mal nichts Verwerfliches. Nachdem ich die Chatpartner ausgehorcht, und möglichst viele Infos gesammelt habe, erstelle ich zwei gefälschte Profile mit den Namen und Eigenschaften der Gesprächspartner. Diese hatte ich ja zuvor erfahren. Dann schreibe ich damit jeweils den Echten an. Also zum Beispiel mit dem erfundenen weiblichen Profil den echten männlichen und umgekehrt. Nachdem ich bereits vorher Informationen über die Personen sammeln konnte, täusche ich meine Rolle meist ziemlich überzeugend vor. Dann umgarne ich beide so lange, bis beide Personen zu einem Treffen mit dem Anderen bereit sind. Ich finde einen Zeitpunkt und einen Ort, der beiden passt, und verabrede mich jeweils im Namen des Anderen. Dann lege ich mich auf die Lauer und beobachte das Geschehen. Nach der Aktion lösche ich die gefälschten Profile unter einem Vorwand und verweise auf die realen Profile der Personen. Ich beichte also, dass ich in meiner Freizeit mit den Gefühlen anderer spiele. Und auch wenn es mir zeitweise echt Freude bereitet, überkommen mich mittlerweile doch so meine Zweifel.

Beichthaus.com Beichte #00031579 vom 10.07.2013 um 20:05:55 Uhr in 53111 Bonn (Alexanderstraße) (18 Kommentare).

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Die Zeche geprellt

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Diebstahl Lügen Falschheit Morallosigkeit Trunksucht Berlin

Vor knapp zwei Jahren waren mein Freund und ich (damals 20) mit Freunden in einer Bar etwas trinken. Ich hatte nur 15 Euro dabei und mein Freund gar nichts. Irgendwann nachts, als wir nur noch zu zweit waren, haben wir dann gemerkt, dass wir bereits deutlich über unserem Limit lagen und dachten, dass wir das schon irgendwie geregelt bekommen würden.
Wir haben vorher ziemlich viel über Sex geredet und waren ziemlich alkoholisiert. Als ich dann zur Toilette musste, ist mein Freund mir einfach gefolgt. Nach ungefähr einer halben Stunde und ausgiebigem Sex betraten wir wieder die Bar. Eine Kellnerin hatte bereits angefangen, einige Stühle hochzustellen und merkte zum Glück nicht, dass wir gemeinsam von der Toilette kamen. Wir standen also wieder mitten im Laden und die Kellnerin meinte, sie werden den Laden bald schließen. Deshalb würden keine Gäste mehr bedient. Offenbar dachte sie, wir hätten die Bar gerade erst betreten. Daraufhin sagten wir, dass wir es Schade fänden, und haben den Laden verlassen. Ich möchte hiermit beichten, dass ich mit Vorsatz die Rechnung nicht bezahlt habe, Sex auf einer öffentlichen Toilette hatte und dass ich die Kellnerin belogen habe.

Beichthaus.com Beichte #00031577 vom 10.07.2013 um 09:37:47 Uhr in Berlin (Hackescher Markt) (13 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Meine Couchsurfing-Bekanntschaft

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Vorurteile Falschheit Engherzigkeit Ungerechtigkeit

Vor einiger Zeit bin ich (m/26) für mehrere Monate ins Ausland gegangen. Da ich nicht an jedem Wochenende alleine sein wollte, habe ich versucht, neue Freunde zu finden, indem ich mich bei Couchsurfing (einem großen Internetportal) ganz unverbindlich mit irgendwelchen Leuten verabredet habe. Halt mal auf ein Bierchen und so. Meine erste Verabredung war ein Typ, der zwar superfreundlich war und mir alles Mögliche über sich und sein Land erzählt hat, sich jedoch leider als stockschwul herausstellte. Obwohl er mir keinerlei Avancen machte - ich habe ihm am Anfang klipp und klar gesagt, dass ich an Männern nicht interessiert bin - schrieben wir noch einige Monate lang auf Facebook weiter, wo er mich öfters fragte, wann wir uns denn endlich noch mal treffen würden. Als mir die fadenscheinigen Begründungen für Absagen langsam ausgingen und ich keinen Bock mehr hatte, mich nur noch aus Höflichkeit mit ihm zu beschäftigen, habe ich ihn einfach blockiert - ohne dass ich ihm vorher Bescheid gesagt oder die Grunde genannt hätte.

Hiermit beichte ich, dass ich Vorurteile gegenüber Schwulen habe. Und dass ich zu feige war, meinem "Kumpel" ganz einfach offen und ehrlich zu sagen, dass ich mich nicht mit ihm treffen möchte, weil ich seine Neigungen total eklig finde und es mir peinlich wäre, mit ihm auf der Straße gesehen zu werden. Ich habe nichts dagegen, dass Homosexuelle existieren und so leben, wie sie es möchten, ich finde auch die Homo-Ehe okay, aber in meinem eigenen Umfeld möchte ich nichts mit diesen Leuten zu tun haben. Des Weiteren möchte ich beichten, dass dieser Typ sehr sensibel ist und ich ihn durch mein unaufrichtiges Verhalten wahrscheinlich sehr verletzt habe. Aber vielleicht ist es besser, zu jemandem den Kontakt einfach kommentarlos abzubrechen, anstatt ihm ins Gesicht zu sagen, was man wirklich über ihn denkt. Wahrscheinlich wäre das noch viel Schlimmer gewesen.

Beichthaus.com Beichte #00031574 vom 09.07.2013 um 03:02:18 Uhr (32 Kommentare).

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Der heiße Spendensammler

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Begehrlichkeit Lügen Falschheit Mainz

Ich (w/20) habe mal einen Mann (ungefähr 23), der bei einer Firma arbeitet, die an Haustüren klopft und Spenden eintreiben will, nur in mein Haus gelassen, weil er sehr gut aussieht. Wir haben uns dann unterhalten und ich habe ihm versprochen, jeden Monat einen bestimmten Betrag zu spenden. Er freute sich sehr darüber, ließ alle Unterlagen da und ging nach etwa 45 Minuten wieder. Mann - sah der gut aus! Am nächsten Tag habe ich bei der Firma angerufen und gesagt, dass ich doch nichts spenden möchte.

Beichthaus.com Beichte #00031572 vom 08.07.2013 um 21:58:58 Uhr in Mainz (Welschnonnengasse) (15 Kommentare).

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“Beichte

Meine depressive Ex-Freundin

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Selbstverletzung Falschheit Misstrauen Ex Burgbernheim

Ich (m) beichte, dass ich mich in das Leben meiner Ex-Freundin einmische, obwohl mich das Ganze nichts mehr angeht. Meine Ex-Freundin hat ziemliche Probleme mit sich selbst. Das Ganze reicht von Depressionen bis zur Selbstverletzung und von extremem Selbsthass zu bipolarem Verhalten. Vielleicht kann man schon von Borderline sprechen, da ich mich damit aber selbst nicht so gut auskenne, halte ich den Ball da lieber flach. Schaut man sich mal ihre Schultern an, denkt man, sie wäre in einer Messerstecherei mit schlechten Messerstechern gelandet. Das Schlimme ist, dass sich ihre Ritzerei nun auch auf ihre Beine ausbreitet. Aufgrund der gut gewählten Stelle für ihr selbstverletzendes Verhalten haben ihre Eltern noch nichts davon bemerkt. Und da sie ihren Eltern sonst auch nichts erzählt, wissen sie auch nicht viel von ihren Problemen. Mal davon abgesehen, schiebt sie extremen Selbsthass, den sie auch auf andere Personen projiziert, was dann gerade als Freund nicht sehr schön ist.

Sie fragt sich ständig, wie Leute es mit ihr aushalten, wenn sie selber es nicht mit sich aushält. Ab und zu hörte man dann auch von ihr, dass alle Menschen scheiße seien, wir sowieso alle Lügner sind und sie nur oberflächlich mit Menschen zu tun haben möchte, was sich dann auch in der Beziehung geäußert hat. Sie hat sich im Grunde um nichts bemüht und mal ab und an die Beine breit gemacht. Ich war derjenige, der ständig auf sie zugekommen ist. Da ich nicht an sie rangekommen bin und sie mich mit runtergezogen hat, habe ich die Beziehung schnell beendet, was mir aber sehr schwer fiel, da ich wirklich starke Gefühle für sie hatte und ich auch noch eine Weile daran zu knabbern hatte. Sie ist zwar seit einer Weile schon in Therapie, allerdings lehnt sie diese komplett ab und sitzt nur stillschweigend vor der Therapeutin. Nun habe ich etwas getan, was ich wahrscheinlich bereuen werde: Ich habe einen anonymen Brief an ihre Eltern geschickt, in dem ich ihr Verhalten und das, was sie mit sich selbst macht, erläutert habe. Mit der Anweisung, sie sollen doch mal einen Blick auf die Schultern ihrer Tochter werfen. Auch wenn mich das Ganze nichts mehr angeht, konnte ich sie dennoch nicht komplett fallen lassen, da sie eigentlich ein ziemlich liebenswerter Mensch ist, was man an Tagen, an denen ihre Psyche nicht Amok gelaufen ist, auch gemerkt hat. Ich möchte nicht, dass sie an sich selbst zugrunde geht.

Beichthaus.com Beichte #00031571 vom 08.07.2013 um 13:10:31 Uhr in Burgbernheim (17 Kommentare).

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