Die Lügen über meine Familie

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Lügen Falschheit Engherzigkeit Verzweiflung Familie

Ich (w) beichte, dass ich permanent lüge. Ich muss zuerst erklären, dass mir schon relativ viel Mist passiert ist. Das Ganze ist also ein bisschen kompliziert. Es fing alles an, als ich zwei Jahre alt war und bei meinem Vater Krebs diagnostiziert wurde. Als ich sechs war, starb er. Kurze Zeit später verhaftete man meinen damals 16-jährigen Bruder wegen Drogen und einigen anderen Dingen. In der Schule fingen sie an, über mich zu reden. Daraufhin zogen meine Mutter und ich weg und die Lügen fanden ihren Anfang. Ich behauptete zum Beispiel, keinen Bruder zu haben. Die Sache mit meinem Vater erwähnte ich nur dann, wenn ich nicht mehr ausweichen konnte. Wenn dann alle ihr Mitleid bekundet haben, tat ich so, als wäre ich dankbar dafür und täuschte vor, ich würde meinen Vater vermissen. Doch in Wahrheit vermisse ich ihn nicht. Wie soll man jemanden vermissen, den man nie wirklich kennenlernen konnte? Ich hatte nie viel mit meinem Vater zu tun. Er hat die meiste Zeit nur dagelegen oder war auf Schmerzmitteln.
Als wir wieder umzogen und mein Bruder draußen war, änderte ich meine Strategie. Die ganze Familie behauptet nun, mein Bruder sei zeitweilig im Internat und später bei Verwandten in Amerika gewesen. Über meinen Vater erzähle ich, dass er sich von meiner Mutter getrennt hätte und ich keinen Kontakt mehr mit ihm will. So erspare ich mir das peinliche Schweigen, das auf die klischeehaften Mitleidsbekundungen folgt. Das alles tut mir leid. Dass ich meinen Bruder verleumdet habe, und dass es mir nicht möglich ist, etwas zu fühlen, wenn ich an meinen Vater denke. Auch, dass ich meine Freunde und Bekannten anlüge und sie denken, dass mein Vater ein Mistkerl sei. Er war ein netter Mensch. Das kann ich aus Fotos, Videos und den Erzählungen meiner Verwandten schließen. Manchmal weiß ich selbst nicht mehr so genau, weshalb ich das tue. Am liebsten würde ich einfach alles erzählen, aber ich habe Angst.

Beichthaus.com Beichte #00031580 vom 11.07.2013 um 02:12:26 Uhr (11 Kommentare).

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Das Spiel mit den Gefühlen

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Falschheit Betrug Engherzigkeit Bonn

Seit einiger Zeit bin ich in einem sozialen Netzwerk angemeldet. Dort suche ich mir zwei Gesprächspartner, in der Regel männlich und weiblich, und schreibe diese an. Zuerst mal nichts Verwerfliches. Nachdem ich die Chatpartner ausgehorcht, und möglichst viele Infos gesammelt habe, erstelle ich zwei gefälschte Profile mit den Namen und Eigenschaften der Gesprächspartner. Diese hatte ich ja zuvor erfahren. Dann schreibe ich damit jeweils den Echten an. Also zum Beispiel mit dem erfundenen weiblichen Profil den echten männlichen und umgekehrt. Nachdem ich bereits vorher Informationen über die Personen sammeln konnte, täusche ich meine Rolle meist ziemlich überzeugend vor. Dann umgarne ich beide so lange, bis beide Personen zu einem Treffen mit dem Anderen bereit sind. Ich finde einen Zeitpunkt und einen Ort, der beiden passt, und verabrede mich jeweils im Namen des Anderen. Dann lege ich mich auf die Lauer und beobachte das Geschehen. Nach der Aktion lösche ich die gefälschten Profile unter einem Vorwand und verweise auf die realen Profile der Personen. Ich beichte also, dass ich in meiner Freizeit mit den Gefühlen anderer spiele. Und auch wenn es mir zeitweise echt Freude bereitet, überkommen mich mittlerweile doch so meine Zweifel.

Beichthaus.com Beichte #00031579 vom 10.07.2013 um 20:05:55 Uhr in 53111 Bonn (Alexanderstraße) (18 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Die Zeche geprellt

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Diebstahl Lügen Falschheit Morallosigkeit Trunksucht Berlin

Vor knapp zwei Jahren waren mein Freund und ich (damals 20) mit Freunden in einer Bar etwas trinken. Ich hatte nur 15 Euro dabei und mein Freund gar nichts. Irgendwann nachts, als wir nur noch zu zweit waren, haben wir dann gemerkt, dass wir bereits deutlich über unserem Limit lagen und dachten, dass wir das schon irgendwie geregelt bekommen würden.
Wir haben vorher ziemlich viel über Sex geredet und waren ziemlich alkoholisiert. Als ich dann zur Toilette musste, ist mein Freund mir einfach gefolgt. Nach ungefähr einer halben Stunde und ausgiebigem Sex betraten wir wieder die Bar. Eine Kellnerin hatte bereits angefangen, einige Stühle hochzustellen und merkte zum Glück nicht, dass wir gemeinsam von der Toilette kamen. Wir standen also wieder mitten im Laden und die Kellnerin meinte, sie werden den Laden bald schließen. Deshalb würden keine Gäste mehr bedient. Offenbar dachte sie, wir hätten die Bar gerade erst betreten. Daraufhin sagten wir, dass wir es Schade fänden, und haben den Laden verlassen. Ich möchte hiermit beichten, dass ich mit Vorsatz die Rechnung nicht bezahlt habe, Sex auf einer öffentlichen Toilette hatte und dass ich die Kellnerin belogen habe.

Beichthaus.com Beichte #00031577 vom 10.07.2013 um 09:37:47 Uhr in Berlin (Hackescher Markt) (13 Kommentare).

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Meine Couchsurfing-Bekanntschaft

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Vorurteile Falschheit Engherzigkeit Ungerechtigkeit

Vor einiger Zeit bin ich (m/26) für mehrere Monate ins Ausland gegangen. Da ich nicht an jedem Wochenende alleine sein wollte, habe ich versucht, neue Freunde zu finden, indem ich mich bei Couchsurfing (einem großen Internetportal) ganz unverbindlich mit irgendwelchen Leuten verabredet habe. Halt mal auf ein Bierchen und so. Meine erste Verabredung war ein Typ, der zwar superfreundlich war und mir alles Mögliche über sich und sein Land erzählt hat, sich jedoch leider als stockschwul herausstellte. Obwohl er mir keinerlei Avancen machte - ich habe ihm am Anfang klipp und klar gesagt, dass ich an Männern nicht interessiert bin - schrieben wir noch einige Monate lang auf Facebook weiter, wo er mich öfters fragte, wann wir uns denn endlich noch mal treffen würden. Als mir die fadenscheinigen Begründungen für Absagen langsam ausgingen und ich keinen Bock mehr hatte, mich nur noch aus Höflichkeit mit ihm zu beschäftigen, habe ich ihn einfach blockiert - ohne dass ich ihm vorher Bescheid gesagt oder die Grunde genannt hätte.

Hiermit beichte ich, dass ich Vorurteile gegenüber Schwulen habe. Und dass ich zu feige war, meinem "Kumpel" ganz einfach offen und ehrlich zu sagen, dass ich mich nicht mit ihm treffen möchte, weil ich seine Neigungen total eklig finde und es mir peinlich wäre, mit ihm auf der Straße gesehen zu werden. Ich habe nichts dagegen, dass Homosexuelle existieren und so leben, wie sie es möchten, ich finde auch die Homo-Ehe okay, aber in meinem eigenen Umfeld möchte ich nichts mit diesen Leuten zu tun haben. Des Weiteren möchte ich beichten, dass dieser Typ sehr sensibel ist und ich ihn durch mein unaufrichtiges Verhalten wahrscheinlich sehr verletzt habe. Aber vielleicht ist es besser, zu jemandem den Kontakt einfach kommentarlos abzubrechen, anstatt ihm ins Gesicht zu sagen, was man wirklich über ihn denkt. Wahrscheinlich wäre das noch viel Schlimmer gewesen.

Beichthaus.com Beichte #00031574 vom 09.07.2013 um 03:02:18 Uhr (32 Kommentare).

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Der heiße Spendensammler

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Begehrlichkeit Lügen Falschheit Mainz

Ich (w/20) habe mal einen Mann (ungefähr 23), der bei einer Firma arbeitet, die an Haustüren klopft und Spenden eintreiben will, nur in mein Haus gelassen, weil er sehr gut aussieht. Wir haben uns dann unterhalten und ich habe ihm versprochen, jeden Monat einen bestimmten Betrag zu spenden. Er freute sich sehr darüber, ließ alle Unterlagen da und ging nach etwa 45 Minuten wieder. Mann - sah der gut aus! Am nächsten Tag habe ich bei der Firma angerufen und gesagt, dass ich doch nichts spenden möchte.

Beichthaus.com Beichte #00031572 vom 08.07.2013 um 21:58:58 Uhr in Mainz (Welschnonnengasse) (15 Kommentare).

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