Der Passwort-Checker

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Neugier Stolz Schule Steinfurt

Der Passwort-Checker
Es war im Jahre 2010, ich (m/21) hatte eines Abends ziemlich Langeweile und versuchte mich in ICQ-Accounts von Mitschülern einzuloggen. Dabei probierte ich sämtliche Geburtsdaten, Spitznamen, Dinge wie "12345678" oder "Passwort" und sonstige gängige Passwörter. Tatsächlich schaffte ich es mit "Passwort" in ein Konto rein und befand mich im Account einer Mitschülerin.

Mein jugendlicher Schelm brachte mich dazu, einen männlichen Mitschüler anzuschreiben und regelrecht anzuflirten. Er sprang direkt darauf an und wir einigten uns darauf, uns am nächsten Schultag mit einer festen Umarmung zu begrüßen. Davon wusste meine Mitschülerin, deren Account ich missbrauchte, natürlich nichts. Am nächsten Morgen dann die Überraschung. Wir warteten alle vor der Schulklasse und die letzten Kollegen kamen angetrudelt und dann ist es passiert. Mein Mitschüler läuft selbstbewusst auf meine Mitschülerin zu und drückt sie von der Seite. Sie wusste überhaupt nicht, was los war. Ihrem Blick zufolge wollte sie dies jedenfalls nicht. Ich möchte beichten, dass ich etwas eigentlich ungefährliches, aber trotzdem falsches getan habe!

Beichthaus.com Beichte #00039079 vom 18.12.2016 um 12:35:14 Uhr in Steinfurt (8 Kommentare).

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Opa liegt im Sterben

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Verzweiflung Ignoranz Tod Familie

Mein Opa ist vor einem Monat gestorben. Ich (w/28) muss beichten, dass ich nie wirklich eine gute Enkelin war. Ich war sehr selten zu Besuch und viel mit mir und meiner Depression und meinem Studium beschäftigt. Ich habe es immer gehasst, auf Geburtstagsfeiern zu gehen, die gemeinsamen Jugendherbergswochenenden, wo ich mal nicht Pokemon spielen oder im Internet surfen konnte. Dann, vor etwa fünf Jahren, habe ich versucht, an unserem Verhältnis zu arbeiten. Ich kam öfters zu Besuch und habe versucht, mit ihm und meiner Stiefoma eine wirkliche Beziehung aufzubauen. Das war eher von einem mittelprächtigen Erfolg gekrönt, da es auch mit seiner Gesundheit stetig bergab ging und natürlich die Stiefenkelkinder viel öfter da waren und ihm Gesellschaft leisteten, als meine Schwester und ich. Ihnen hat er Schnitzen beigebracht und generell haben sie mehr Zeit mit ihm verbracht, als ich in meiner Kindheit. Das ist meine eigene Schuld, das weiß ich. Ich habe dann versucht, über seine Frau einen engeren Kontakt zu ihm aufzubauen. Sie war eigentlich ganz in Ordnung. Sie hat versucht, mir Kochen, Nähen, Häkeln und Stricken beizubringen. Von all den Sachen habe ich nur behalten, wie man eine gescheite Reispfanne macht und wie man einen Knopf annäht. Das war es.

Dann haben vor vier Jahren seine Nieren schlappgemacht und ich habe das erste Mal die Nachricht von meinem Vater bekommen "Der Opa liegt im Sterben." Mir wurde heiß und kalt. Ich habe sofort meine sieben Sachen gepackt, den Job links liegen lassen und bin schnell ins Krankenhaus gefahren, wo er wirklich erstaunt war, mich zu sehen. Das hat mir schon einen Schock verpasst, weil ich eigentlich dachte, dass er weiß, dass er mir viel bedeutet. Naja, das Ganze wiederholte sich... Ich bekam zwei Mal pro Jahr die Meldung, dass Opa im Sterben lag, und stumpfte immer mehr ab. Ich besuchte ihn vier Mal im Krankenhaus, mal zu seinem Geburtstag und das war es.

Dann zogen sie um in eine behindertengerechte Wohnung. Mein Freund half beim Umzug, ich musste arbeiten und wollte deswegen nicht extra Urlaub einreichen. Vor zwei Monaten hatte er Geburtstag und ich habe vergessen, ihm zu gratulieren, obwohl mich meine Mutter immer wieder daran erinnert hat. Gratuliert habe ich fünf Tage später und zurück kam nur ein kurzes Danke für die Glückwünsche, mehr nicht. Ich habe mir nichts weiter dabei gedacht. Dann, zwei Wochen später, die Nachricht meines Vaters: "Ja, Opa liegt im Sterben, wir glauben nicht, dass er morgen noch schafft." Ich wollte wieder alles stehen und liegen lassen und sofort nach Hause fahren, aber meine Eltern waren dagegen und waren der Ansicht, dass das den Kindern überlassen bleiben sollte. Also blieb ich, obwohl es nur eine 4-Stundenfahrt für mich gewesen wäre. Und er starb.

Am nächsten Tag war ich kaum einsatzfähig. Ich machte mir wegen jedem Mist Vorwürfe. Warum hatte ich ihm nicht zum Geburtstag gratuliert? Warum war ich als Kind nicht öfters da? Warum war ich trotz Arbeit nicht öfters zu Besuch? Heute war schließlich die Beerdigung. Ich bin am Grab komplett zusammengebrochen und mein Vater musste mich wegzerren. Die Frau meines Opas hat mir und meiner Schwester dann Vorwürfe gemacht, warum wir die beiden nicht in ihrer neuen Wohnung besucht haben. Meine Schwester hat leichten Autismus, ihr geht es am Allerwertesten vorbei. Mir hat das aber zusätzlich zu meinen Selbstvorwürfen stark zugesetzt, weil ich mir so etwas immer zu Herzen nehme.

Jetzt sitze ich hier, nach der Beerdigung, eine halbe Flasche Wodka intus, mit Selbstvorwürfen und versuche mich dazu aufzuraffen, zu meinem verbliebenen Opa und seiner neuen Frau ein halbwegs vernünftiges Verhältnis aufzubauen, wobei ich beide nicht wirklich leiden kann, immer mit dem Hintergedanken, dass es mir leidtun wird, wenn mein Opa tot ist. Zusammengefasst meine Beichte: Ich bin der schlimmste Enkel, den man haben kann. Ich bin unfähig Gefühle zu zeigen, außer es ist zu spät. Es tat gut, das niederzuschreiben.

Beichthaus.com Beichte #00039075 vom 16.12.2016 um 20:59:12 Uhr (13 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Ich war in der Pause gewesen

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Aggression Boshaftigkeit Dummheit Kollegen Arbeit

Ich kriege jeden Tag aufs Neue die Krise, weil meine Arbeitskollegin einfach kein ordentliches Deutsch sprechen kann. Sie hat keinen Migrationshintergrund, ist auf eine deutsche Schule gegangen und hat eine kaufmännische Berufsausbildung abgeschlossen. Trotzdem kann ich nur immer wieder mit dem Kopf auf den Tisch hauen, wenn ich höre, dass es mal wieder mit ihren Erzählungen losgeht. "Das Essen war kalt gewesen", "Wir waren dann bei Oma Helga gewesen", "Ich war in der Pause gewesen." Dann möchte ich ihr am Liebsten mit einem Duden ins Gesicht schlagen. Ich weiß gar nicht wirklich, ob ich um Absolution bitten möchte, es regt mich nur noch auf.

Beichthaus.com Beichte #00039072 vom 16.12.2016 um 08:55:59 Uhr (12 Kommentare).

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Sex? Nur im Dunklen!

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Eitelkeit Verzweiflung Lügen Partnerschaft

Es gibt da eine Sache, die mich ziemlich belastet. Ich war als Kind sehr dünn. Mit 14 habe ich wegen starker Regelschmerzen die Pille verschrieben bekommen. Die Regelschmerzen waren weg, leider habe ich durch die Pille sehr viel Appetit bekommen, weswegen ich zugenommen habe. Dadurch habe ich Dehnungsstreifen bekommen. Ich wurde zwar nicht übergewichtig, aber meine Haut hat den Wachstumsschub sowohl in die Vertikale als auch in die Horizontale nicht so gut mitgemacht. Ich habe dadurch, dass ich auf zuckerhaltige Getränke verzichtet habe, wieder etwas abgenommen. Aktuell bin ich (22) ziemlich schlank. Die Dehnungsstreifen sind aber noch da und aus welchen Gründen auch immer habe ich seit ein paar Jahren Cellulitis, obwohl ich mich nicht ungesund ernähre.

Ich habe einen Freund, vor dem ich mich sehr dafür schäme. Wir haben nicht wenig oder langweiligen Sex, aber es findet fast nur im Halbdunkeln statt. Wir sind schon fast zwei Jahre zusammen und mich macht es fertig, diese Problemzonen immer verstecken zu müssen. Was Schwimmbad angeht, täusche ich eine Chlorallergie vor. Wir haben manchmal auch draußen Sex, aber nur weil ich dabei ein Kleid anlassen kann. Ich denke, dass er der Mann sein könnte, den ich heirate. Ich weiß nicht, wie lange ich das noch geheim halten kann. Das Ganze macht mich ziemlich fertig, wo man doch überall diese retuschierten Körper ohne Dehnungsstreifen und Orangenhaut sieht. Er sagt mir oft, dass ich gut aussehe und ich tue auch viel dafür, aber ich fühle mich wie eine Lügnerin, wenn er das zu mir sagt.

Beichthaus.com Beichte #00039063 vom 14.12.2016 um 17:56:33 Uhr (16 Kommentare).

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Ich habe den Weihnachtsmann enttarnt!

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Engherzigkeit Trunksucht Waghalsigkeit Weihnachten

So wie jedes Jahr war bei mir am Wochenende Weihnachtsmarkt. Einige Erwachsene und einige Kinder warteten vor der Bühne auf den Weihnachtsmann. Als der Weihnachtsmann endlich da war, trug der örtliche Kindergarten einige Gedichte und Lieder vor. Später sollte jedes Kind den Weihnachtsmann persönlich ein Gedicht oder Lied vortragen. Gelangweilt und angetrunken hatte ich einen saukomischen Einfall. Ich flitzte auf die Bühne und riss dem alten Mann den Bart und die Mütze herunter und machte mich schnell aus dem Staub. Gefasst hat mich zum Glück keiner. Ich hatte einen Heidenspaß und die Reaktionen und offenen Münder waren echt geil anzusehen. Man verzeihe mir meine Aktion, aber ich hasse Weihnachten und kleine Kinder ebenso.

Beichthaus.com Beichte #00039060 vom 13.12.2016 um 22:02:23 Uhr (12 Kommentare).

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