Träumen ohne Vorurteile

16

anhören

Vorurteile Hochmut

Gestern Nacht habe ich geträumt, dass ein kleiner Junge in einem Bus mein Handy geklaut hat. Der Junge war ungefähr neun Jahre alt und saß auf dem Platz neben mir. Als es passierte, bekam ich es zwar nicht mit, aber ich habe ihn sofort verdächtigt und versucht, mein Handy zurückzubekommen. Vor der gesamten Belegschaft des Busses bezichtigte ich ihn des Diebstahls. An seinem Verhalten konnte ich merken, dass er schon einige Übung im Klauen hatte, denn die Szene, die ich ihm machte, ließ ihn relativ kalt. Ich hatte ihn irgendwann trotzdem so weit, dass er mir gesagt hat, wo er mein Handy versteckt hatte und suchte an der Stelle weiter. Leider wachte ich auf, ohne zu erfahren, ob das nur ein fauler Trick von ihm war, um mich abzulenken, oder ob ich das Handy wiederfinden konnte. Ich möchte beichten, dass ich im Nachhinein ziemlich stolz auf mich bin. Der Junge im Traum war nämlich weiß, hatte hellbraune Haare und helle Augen, keinen Akzent. Ich fühle mich also ziemlich gut, weil ich keine rassistischen Vorurteile träume. Andererseits ist es wohl ziemlich überheblich von mir, dass ich mir deswegen etwas auf mich einbilde. Ich hoffe, mir wird vergeben.

Beichthaus.com Beichte #00032282 vom 25.11.2013 um 00:24:34 Uhr (16 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Karma ist Scheiße!

22

anhören

Unreinlichkeit Ekel Peinlichkeit Urlaub

Letztens war ich für einen Urlaub in der Türkei, und da ich das Meer absolut liebe, war ich sehr oft zum Schnorcheln dort oder verbrachte meine Zeit damit, die Sonne zu genießen. Dass ich bei diesen Ausflügen auch mal ein kleines Geschäft ins Meer verrichtete, kann sich wohl jeder denken. Als sich mein Urlaub langsam schon dem Ende näherte, schwamm ich weit aufs Meer hinaus, wo mir dann auch mein Missgeschick passierte. Da ich mich immer reichlich an den Buffets bedient hatte, bekam ich Krämpfe und nahezu schlagartig hatte ich einen furchtbaren Druck auf dem Magen. Ich merkte sofort, dass ich es nicht mehr bis zum Hotel schaffen würde, und gab dem inneren Drängen nach. Ich zog meine Badehose beiseite und ließ Brei und Wurst ins Meer. Allerdings hatte ich die Regeln der Schwerkraft vergessen, meine ganze Notdurft offenbarte sich im Glanz der Sonne und des spiegelnden Wassers und kam mir näher, als mir lieb war, weshalb ich mich dazu entschloss, schnell zu flüchten. Die Wellen schoben die breiige Masse, wie auch das feste Häufchen hinter mir her und machten mir somit einen Strich durch die Rechnung. Also änderte ich meinen Plan und schwamm seitlich zu den Wellen weg. Aus sicherer Entfernung beobachtete ich dann das Treiben und wäre fast ertrunken, als ich sah, wie ein kleiner Junge das Häufchen ergriff und es auf einen Mann warf. Es war unheimlich amüsant, doch als ich eine Stunde später aus dem Wasser stieg hatte ich den Vorfall schon vergessen. Ich machte mich nichts ahnend auf den Weg zu meinem Hotel, als ich in einen dicken Pferdehaufen trat. Da oben hatte sich wohl jemand eine passende Antwort für mein ekelhaftes und gedankenloses Verhalten ausgedacht. Ich bitte deshalb um Absolution - meine Schuld ist durch den Kontakt mit dem Pferdeapfel bestimmt auch beglichen? Und da sage noch einer, er glaube nicht an Karma!

Beichthaus.com Beichte #00032278 vom 22.11.2013 um 20:16:07 Uhr (22 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“35.000

“Folge

Der nervige Nachbarshund

21

anhören

Zwietracht Rache Boshaftigkeit Zorn Tiere Berlin

Ich wohne in einem Haus, dessen Hinterhof recht klein und komplett betoniert ist. Im Erdgeschoss wohnen Leute mit einem großen Hund. Da die asoziale Bande zu faul ist, mit dem Tier Gassi zu gehen, wird der Hund bei Bedarf einfach in den Hof gelassen, um dort zu pissen und sich auszuscheißen. Dabei bleibt es aber nicht, denn das Vieh kläfft auch ständig wie blöd, was bei den Besitzern ja auch kein Wunder ist. Reden hat auch nichts gebracht und irgendwann hat es mir einfach gereicht. Es war im Sommer, ich hatte das Fenster auf und der Köter kläffte wieder am laufenden Band und rannte im Hof rum. Da habe ich einen Eimer mit kaltem Wasser gefüllt und ihn einfach aus dem Fenster auf den Hund gekippt. Der heulte nur kurz auf und Ruhe war! Super! Allerdings kam "Herrchen" dann aus seiner Buchte geschossen - da ging es auf einmal! - und krähte, dass sich die Sau doch melden solle, die das getan hat. Er wolle ihr die Fresse polieren. Na, so blöd bin ich ja nun auch nicht, dass ich mich da melde! Und immerhin kläfft der Köter jetzt nicht mehr, wenn er im Hof ist. Schlimm genug, dass alles vollgeschissen ist! Trotzdem tut es mir für das Tier irgendwie leid.

Beichthaus.com Beichte #00032277 vom 22.11.2013 um 11:57:50 Uhr in 10439 Berlin (Ückermünder Straße) (21 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Mein parasitärer Mitbewohner

9

anhören

Ignoranz Zorn Aggression Zwietracht WG

Ich möchte beichten, dass ich meinem Mitbewohner ab heute eine ganze Menge alltäglicher Gegenstände vorenthalten werde. Wir waren immer recht gut befreundet und am Anfang des Jahres zogen wir zusammen, da wir die gleiche Abendschule besuchten. Es hat sich schnell herausgestellt, dass wir doch nicht gut miteinander auskommen - aber das kann ja mal passieren. Wir haben deshalb beide versucht uns zu bessern, was eine Zeit lang auch geklappt hat. Allerdings ist mein Mitbewohner nicht fähig, meine Grenzen einzuhalten und hat letztens sogar zugegeben, dass er daran gar kein Interesse hat. Ich sollte dazu sagen, dass mir die meisten Dinge in unserer Wohnung gehören - vom Wäscheständer bis zu Kaffeemaschine habe ich alles gekauft und er durfte es natürlich immer mitnutzen. Das war für mich selbstverständlich - genauso wie es für ihn selbstverständlich ist, mir alles zu klauen oder Dinge leer zu machen und nicht zu ersetzen. Inzwischen habe ich ihm mehrmals gesagt, dass er Gewürze oder auch Nahrungsmittel ersetzen soll, wenn er sie leer macht, aber er hört einfach nicht. Gestern hat dann wieder etwas gefehlt und ich bin richtig ausgerastet, weil es mir inzwischen bis oben hin steht! Natürlich sprach ich ihn darauf an, doch als er nur antwortete, dass er das eben so mache, platzte mir der Kragen!


Ich habe Verständnis dafür gezeigt, dass er unser gemeinsames Konto fast leer geräumt hat, ohne darauf zu achten, dass wir die Rechnungen noch zahlen können. Ich kann auch damit leben, dass ich das Geld aufbringen musste, um die Wohnungskosten zu begleichen weil er Schulden hat. Und mit einer ganzen Menge anderer Sachen kann ich ebenso leben, aber das würde jetzt zu weit führen. Aber gestern habe ich mich dazu entschlossen, das nicht mehr mit mir machen zu lassen. Ich habe angefangen diverse Sachen in mein Zimmer zu räumen - sei es der Toaster oder der Heizlüfter für das Bad. Und ich werde ihm sagen, dass er so schnell wie möglich ausziehen soll, da er es mit seinem wenigen Zeug auch viel leichter hat als ich und sämtliche Rechnungen auf meinen Namen laufen. Sollte er das nicht tun, werde ich selbst ausziehen, da passt es auch echt gut, dass er die Schule inzwischen abgebrochen hat. Er kann mich von mir aus den Rest meines Lebens als kleinkariert bezeichnen, aber er hat es verdient und ich bin froh, wenn ich ihn los bin.

Beichthaus.com Beichte #00032275 vom 22.11.2013 um 12:49:23 Uhr (9 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Folge

Die beschmutzte Couch

7

anhören

Feigheit Peinlichkeit Ekel Unreinlichkeit Trunksucht Berlin

Ich (w) war vor ein paar Wochen mit Freunden unterwegs, und wie man das an einem langweiligen Samstagabend so macht, tranken wir ordentlich. Ich trank eigentlich nicht wesentlich mehr als sonst, fühlte mich auch nicht so mies, wie an anderen Abenden zuvor und als ich bei meiner Freundin auf der Klappcouch einschlief, dachte ich mir nichts Böses dabei. Betrunken, wie ich war, schlief ich sofort ein, doch anstatt eine komatöse, traumlose Nacht zu haben, wachte ich um etwa 6 Uhr morgens auf, denn sowohl meine Jogginghose als auch die Couch waren klitschnass. Ich hatte mich eingepinkelt. Als ich verstanden hatte, was passiert war, fing ich leise an zu weinen und versuchte die Stelle irgendwie zu trocknen, was natürlich nicht ging. Und da ich auch nichts weiter dagegen machen konnte, da meine Freundin im gleichen Raum in ihrem Bett schlief, musste ich es dabei belassen und schlief etwa um halb acht erneut ein. Als ich dann wieder aufwachte, war das Problem natürlich nicht gelöst - allerdings wusste ich auch nicht, was ich ihr sagen sollte. Dazu muss ich sagen, dass sie einen ganz eigenwilligen Charakter hat und mich dafür gehasst hätte, weshalb ich mich dazu entschied, es auf ihren Kater zu schieben, sobald sie etwas sagte. Doch sie bemerkte es nicht. Die ganze Woche danach dachte ich sofort: "Sie hat es gesehen!", wenn sie mir schrieb, doch es kam nichts. Ich möchte also beichten, dass ich meiner Freundin auf die Couch gepinkelt und ihr nichts davon gesagt habe. Das tut mir wahnsinnig leid, aber ich könnte ihr einfach nie und nimmer davon erzählen! Etwas Gutes hat das Ganze dennoch - denn ich halte mich inzwischen vom Alkohol fern, damit mir so etwas Peinliches nicht noch einmal passiert.

Beichthaus.com Beichte #00032269 vom 21.11.2013 um 20:24:56 Uhr in 10787 Berlin (Budapester Straße) (7 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000