Ich bin eine unromantische Frau

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Ignoranz Partnerschaft

Ich (w) bin wohl ein unromantischer Klotz. Mir ist egal ob mir mein Mann was zum Geburtstag kauft. Valentinstag kann ich nur spöttisch kommentieren, weil ich der Meinung bin, dass es ein Armutszeugnis unserer Gesellschaft ist, dass wir so einen besonderen Tag brauchen, um sich Liebe zu beweisen. Meistens auch noch dazu nur mit schnödem Geld. Letztes Jahr mussten mein Mann und ich lachen, weil wir beide unseren Hochzeitstag vergessen hatten. Erinnert hat uns daran meine Mutter, die angerufen hat, um uns alles Gute zu wünschen. Schmalzige Komplimente sind mir ein Gräuel.

Des Weiteren habe ich keinen einzigen Schnulzenfilm im DVD-Regal stehen und schaue mir lieber Stirb langsam oder Irgendwas in der Richtung an. Als mein Mann mal Lust hatte, mir Blumen zu kaufen, hat er mir einen stachelbewehrten Kaktus mitgebracht und grinsend gemeint, der hätte ihn an mich erinnert. Besagter Mann ist übrigens ein haariger, tätowierter Metaler mit Wikingerbart, der den Ruf genießt, der einzige zu sein, der mich je erobern konnte. Es schert mich auch nicht, ob er zu Hause rülpst, furzt und sich am Sack kratzt. Was ich jedoch verlange, ist bedingungslose Treue und Ehrlichkeit - selbst dann, wenn die Wahrheit schmerzt. Und nein, ich bin kein Mannsweib mit Bürstenhaarschnitt. Ich komme meist unsympathisch rüber, kann aber gut damit leben. Ich habe nur wenige Freunde, dafür mögen die mich wirklich, weil niemand sich die Mühe machen würde, mir Zuneigung vorzugaukeln.

Beichthaus.com Beichte #00039203 vom 11.01.2017 um 11:27:24 Uhr (17 Kommentare).

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Der Anfang einer Beziehung

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Maßlosigkeit Morallosigkeit Partnerschaft

Vor drei Jahren habe ich (m/24) meine Freundin kennengelernt, mit der ich auch jetzt noch zusammen bin. Bevor wir allerdings an einem Samstagabend offiziell zusammen gekommen sind, habe ich Nachmittags, also ein paar Stunden zuvor, noch zwei Mal mit einer anderen Freundin geschlafen. Sie kam Mittags bei mir vorbei und wir hatten beide Lust. Zudem hatte ich zu dem damaligen Zeitpunkt in der Vergangenheit schon öfter mit ihr Verkehr, aber ohne dass wir beide eine Beziehung eingehen wollten. Mir war zu dem Zeitpunkt bewusst, dass ich Abends mit meiner Freundin zusammenkommen würde, immerhin entwickelt sich so etwas ja mit der Zeit. Wir hatten schon ein paar Dates und wild rumgeküsst. Es war quasi die letzte Gelegenheit noch einmal mit einer anderen etwas zu haben. Anmerken möchte ich noch, dass ich meiner Freundin seitdem wir offiziell zusammen sind stets treu geblieben bin. Dennoch habe ich ein schlechtes Gewissen, wegen dem Sex ein paar Stunden zuvor.

Beichthaus.com Beichte #00039202 vom 11.01.2017 um 10:15:33 Uhr (23 Kommentare).

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Lange, glatte Zungen

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Fetisch Verzweiflung Neugier

Ich (m/25) habe einen kuriosen Fetisch. Ich finde nichts anturnender und schärfer als die weibliche Zunge. Dabei geht es mir nicht nur um einen Blowjob oder Ähnliches, es ich einfach ein wunderschönes und gefühlvolles Körperteil. Am liebsten ist es mir schön weich, glatt und etwas länger als der Durchschnitt. Naja, so weit, so gut, anfangs hatte ich ja noch meinen Spaß damit, aber mit der Zeit fragt man sich, ob man überhaupt noch normal ist?! Schon die kleinste Sichtung einer Zunge, im Sommer, wenn viele ein Eis lecken, beim Sprechen mit Frauen oder beim Blödeln bringt mich total in Stimmung. Mich würde vor allem interessieren, was speziell Frauen dazu sagen...

Was denkt ihr euch, wenn ein Mann total auf eure Zunge abfährt, sie täglich sehen möchte, er es liebt, wenn ihr ihn im Gesicht ableckt oder den Finger in eurem Mund habt, Rollenspiele mit Bonbons, Lollys und Kaugummis während des Geschlechtsverkehrs und so weiter? Wie gesagt: Ich fühle mich ehrlich gesagt nicht richtig normal. Dieser Fetisch zerdrückt mich innerlich schon fast, da ich das Verlangen nach einer Zunge nicht abschalten kann. Leider.

Beichthaus.com Beichte #00039201 vom 11.01.2017 um 00:29:36 Uhr (13 Kommentare).

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Möchten Sie einen kleinen Löffel?

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Dummheit Engherzigkeit Peinlichkeit

Vor einigen Jahren arbeitete ich (w/25) in einem dieser Softeiswagen, welche man im Sommer in Großstädten sieht. Eines Tages kam ein Herr mit nur einem Arm. Der andere fehlte offensichtlich, was man an dem hochgekrempelten Ärmel seines Baumfällerhemdes erkannte. Ich wollte möglichst taktvoll sein und erfragte also seine gewünschte Sorte, sowie ob er es lieber in einer Waffel, oder doch eher in einem kleinen Pappbecherchen möchte. Er wählte den kleinen Pappbecher. Um ihm das Eisessen nun möglichst einfach zu gestalten, fragte ich: "Darf es auch ein kleiner Löffel sein?"

In diesem Moment realisierte ich, dass er mit diesem Löffel nun herzlich wenig anfangen kann! Ich war so beschämt, dass ich am liebsten im Erdboden versunken wäre. Meine eigentlich gut gemeinte Intention klang wie eine fiese Verarsche! Mein Gesicht wurde ganz heiß und rot, doch der Herr nahm es offenbar ziemlich gelassen und lehnte nur dankend ab. Dann verabschiedete er sich noch höflich. Mir blieb nichts anderes übrig als ihm, einem Heulkrampf nahe, auch noch einen guten Appetit sowie einen schönen Tag zu wünschen.

Beichthaus.com Beichte #00039199 vom 10.01.2017 um 20:59:02 Uhr (12 Kommentare).

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Kann man nur mit einer Beerdigung trauern?

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Verzweiflung Zorn Familie Tod

Mein Opa ist kurz nach Weihnachten verstorben und ich habe mich dazu entschieden, dass ich nicht zur Beerdigung gehen werde. Versteht das nicht falsch, ich habe ihn sehr lieb - aber ich hatte in seinem neuen Leben keinen Platz mehr. Nachdem er sich von meiner Oma trennte, hat er seine Jugendliebe wieder getroffen und sie geheiratet. Er zog um, genau wie ich, und war glücklich mit ihr. Unser Kontakt ist eingeschlafen, wir haben uns Kärtchen zu Ostern und Weihnachten geschickt und ab und an telefoniert. Für mich war das okay, er war endlich glücklich und ich habe mich für ihn gefreut.

Im September hat er eine sehr ungünstige Krebsdiagnose bekommen, er hatte noch ein halbes Jahr. Wir haben telefoniert und ausgemacht, dass ich im Januar zu ihm fahre, damit wir uns verabschieden können. Leider hat er es nicht mehr geschafft. Es tut weh und ich trauere um ihn, aber auf meine eigene Weise - meine Mutter kann das jedoch nicht verstehen und droht mit Enterbung (das ist mir egal, soll sie ihren Kram behalten). Ist es so falsch, nicht hinzugehen? Mein Opa hat nichts mehr davon, seine Frau und den Rest der Familie kenne ich, wenn überhaupt, dann nur oberflächlich. Ich brauche nicht zu sehen, wie eine Urne in der Erde versenkt wird, um mich verabschieden zu können. Wir haben an Weihnachten telefoniert und ich konnte ihm sagen, dass ich ihn liebhabe. Er fehlt mir.

Beichthaus.com Beichte #00039195 vom 10.01.2017 um 10:58:58 Uhr (23 Kommentare).

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