Eine Beziehung mit meinem Spiegelbild

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Eitelkeit Hochmut Selbstsucht

Ich beichte, dass ich niemanden auf der Welt mehr liebe als mich selbst. Versteht das nicht falsch - ich bin kein egoistischer Mensch. Ich achte auf meine Mitmenschen, und dass es diesen gut geht, auf Gerechtigkeit und so weiter. Aber wenn ich mich in meiner Familie oder meinem Freundeskreis umschaue, wird mir immer wieder klar: ich werde sie alle nie so mögen können, wie mich selbst. Es ist, als wäre ich selbst meine beste Freundin. Ich führe ständig Selbstgespräche. Wenn ich die Wahl habe zwischen einem Abend in Gesellschaft oder einem alleine, fällt meine Wahl immer auf den Abend alleine, "zusammen mit mir." Im Bad rede ich mit meinem Spiegelbild, erzähle ihm Witze und schaue zu, wie es darüber lacht. Ich liebe meinen Körper, mein Aussehen, meine Art.


Wenn ich auf etwas stolz bin, dann denke ich darüber lieber stundenlang alleine nach und freue mich, anstatt nur auf eine einzige mir nahestehende Person zuzugehen und meine Freude zu teilen. Genauso ist es, wenn ich traurig bin. Mittlerweile bin ich sehr geübt darin, mich selbst aufzumuntern. Die Hilfe anderer habe ich nicht nötig. Bisher habe ich alles selbst hinbekommen und werde das auch weiterhin tun. Manchmal fühle ich mich etwas arrogant, weil ich mich als einen so tollen und vollkommenen Menschen sehe. Doch wie ich über mich denke, das zeige ich anderen nie. Noch nie hat mich jemand für arrogant gehalten. Eher für schüchtern, weil ich lieber mit mir selbst bin, als zusammen mit anderen. Aber das ist mir egal. Ich bin glücklich so, und solange es mich nicht stört, lebe ich mein Leben weiter wie bisher. Schließlich kommt niemand dabei zu schaden.

Beichthaus.com Beichte #00035350 vom 29.03.2015 um 22:23:00 Uhr (13 Kommentare).

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Braune Tupfer an der Tapete

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Ekel Unreinlichkeit Peinlichkeit Neugier Kinder

Ich möchte beichten, dass ich früher als kleiner Junge öfters eklige Sachen gemacht habe. Einmal hat mein Vater frisch tapeziert. Weiße Raufasertapete. Ich fand das aber langweilig und hatte eine Idee. Ich nahm den Toilettentrainer meiner kleinen Schwester, und habe einen ordentlichen Haufen reingelegt. Danach habe ich mit meinen Fingern schöne braune Tüpfchen an die frische Tapete gemacht. Mein Vater war natürlich nicht begeistert - er musste alles neu machen, und die ganze Wohnung hat gestunken. Als Kind habe ich aber auch immer den Bauern zugeschaut, wie diese ihr Feld mit Gülle düngen. Ich fand das wirklich faszinierend. Wir hatten außerdem einen Rauhaardackel, der sein Geschäft oft im Garten verrichtete. Ich hatte einen kleinen Wagen und ein Fahrrad, also habe ich die ganzen Hundehaufen eingesammelt, in den kleinen Waagen gepackt und hinten an mein Fahrrad gehängt - natürlich mit der Klappe offen. Ich muss gestehen, ich habe auch noch in den Waagen gepinkelt. Danach bin los gefahren, und zwar in Richtung Hauptstraße, und habe mitten auf der Strasse meine Gülle verteilt. Allerdings kam ein Motorradfahrer und ist in der Gülle ausgerutscht. Das Ende vom Lied war, dass die Karosserie vom Motorrad Schrott, der Bremshebel verbogen, und der Fahrer außerdem voller Hundekot war. Den Schaden mussten natürlich meine Eltern bezahlen und ich bekam Hausarrest. Heute weiß ich dass das echt gefährlich war. Aber manchmal muss ich immer noch darüber lachen.

Beichthaus.com Beichte #00035347 vom 29.03.2015 um 14:03:01 Uhr (9 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der Kaffeefleck der Lehrerin

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Zorn Ungerechtigkeit Ungerechtigkeit Schule

Ich muss beichten, dass ich als Kind echt naiv und blauäugig war. In der zweiten Klasse hatte ich eine Lehrerin, die meine Lieblingslehrerin wurde, weil sie so nett und hübsch war und der Unterricht Spaß machte und weil sie mich immer als verantwortungsbewusstes Kind bezeichnete sowie bevorzugte, wenn es um Bastelarbeiten mit Scheren, Nadeln oder auch Kerzenwachs ging. Weil wir irgendwann Thema "Feuerwehr" bekamen und sie fragte, wer denn noch was an Ideen oder Literatur beisteuern konnte, gab ich eines meiner heißgeliebten Ravensburger Kinder-Lernbücher zu diesem Thema in ihre Obhut und war natürlich auch stolz, dass sich eine Lehrerin mein Buch ausgeliehen hatte. Zurück kam es dann ein paar Tage später mit einem fetten Kaffeefleck auf den ersten Seiten, der aus dem Papier nicht mehr rauszukriegen war. Trotzdem habe ich sie weiterhin als Lieblingslehrerin angehimmelt. Heute schäme ich mich unglaublich für so viel Naivität, denn als Lehrerin war und ist sie eigentlich ein Vorbild oder hätte es sein müssen - einen ausgeborgten Gegenstand in solch einem Zustand zurückzugeben ist unter aller Sau, da hätte sie lieber die fünf Mark investieren und ein neues Exemplar besorgen können. Hoffentlich hat sie daraus gelernt, vorsichtiger und ja, lustigerweise auch verantwortungsbewusster als so manches Kind mit Leihgaben umzugehen. Ich habe jedenfalls gelernt, dass ich Ausgeliehenes sofort nach Rückgabe prüfe, um mich gegebenenfalls direkt zu beschweren. Verzeiht mir die kindliche Dummheit.

Beichthaus.com Beichte #00035346 vom 29.03.2015 um 12:36:10 Uhr (12 Kommentare).

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Mein Spielchen mit den Männern

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Selbstsucht Schamlosigkeit Lügen Fremdgehen

Eine Beichte von vor ein paar Tagen hat mich unangenehm an etwas erinnert, das mir (w/26), vor einigen Jahren passiert ist, und das ich wirklich gern ungeschehen machen würde. Ich wohnte in einer eher ländlichen Gegend mit vielen Dörfern, die für sich genommen recht klein waren, aber eng zusammenlagen. Man konnte ein Dorf vom anderen aus recht bequem zu Fuß erreichen. Allerdings fuhr man ziemlich weit bis in die Stadt, und auch unsere Schule lag ein ganzes Stück entfernt. Als ich gerade 14 geworden war, bekamen wir einen neuen Schüler in die Klasse. Er war sehr hübsch, sehr sportlich, etwas aufgedreht, allerdings auch ziemlich klein für einen Jungen. Ich mochte ihn von Anfang an sehr gern, und er fand auch recht schnell Anschluss in der Klasse. Wie sich nach ein paar Tagen herausstellte, war er mit seinen Eltern gerade in den Nachbarort gezogen. Wir freundeten uns an und unternahmen ab da viel gemeinsam. Meine Eltern betrachteten das Ganze mit einigem Argwohn, aber sie merkten recht schnell, dass er mir guttat.

Er war auch überaus intelligent, wie ich bald feststellte. Er guckte seine Hausaufgaben oft nicht einmal mit dem knackigen Hintern an, weil er die Ergebnisse meistens schon wusste, wenn er nur einen kurzen Blick ins Lehrbuch warf. Bald begann er mir bei meinen Hausaufgaben zu helfen und konnte mir in zwei bis drei Sätzen Sachverhalte logisch erklären, für die manche Lehrer Wochen brauchten. Es dauerte nicht lange, da erledigte er meine Aufgaben, während ich fernsah, oder anderen Freizeitaktivitäten nachging. Er war immer mit großem Eifer bei der Sache, und so hatten wir oft den Rest des Nachmittages frei, um irgendwelchen Unsinn zu machen. An meinem 15. Geburtstag machte er mir ein unglaublich tolles Geschenk und ich freute mich sehr darüber. Im Verlauf des nächsten halben Jahres wurde mir bewusst, dass er total auf mich stand. Das schmeichelte mir einerseits, weil er so hübsch war, andererseits wollte ich jedoch keine Beziehung, sondern ein bisschen unverbindlichen Spaß haben und mich austesten. Ich war selbst nicht von schlechten Eltern und sah nicht so recht ein, warum ich nur einen Jungen haben sollte. Mal abgesehen davon war er mir einfach zu klein. Ich war nur knappe fünf cm kleiner und wollte einen Mann, zu dem ich sprichwörtlich aufschauen konnte.

Wann ich direkt begann, ihn auszunutzen, weiß ich nicht mehr, die Grenze verlief ziemlich schwimmend. Es war jedoch bald so, dass ich keinen Finger mehr für die Schule krumm machte, und ihn das komplett für mich erledigen ließ. Er mähte an meiner Stelle für meine Eltern die Wiese hinterm Haus, kümmerte sich um meine beiden Hasen und bezahlte mir das Kino, wenn ich nur süß genug mit den Augen klimperte. Ich begann, ihn vor den Kopf zu stoßen, indem ich mit Jungs der älteren Jahrgangsstufen ausging und ihm ab und an davon erzählte. Er wurde im Gegenzug immer stiller und ich spürte, dass er litt. Um mein Gewissen zu beruhigen, redete ich mir damals ein, dass er das alles nur unserer Freundschaft wegen tat. Was ich nicht beachtete, war der Fakt, dass er von mir, außer ab und an die Gnade meiner Gesellschaft zu haben, nichts dafür zurückbekam. Eines Tages, kurz bevor ich 17 wurde, begann er dann, sich von mir zu distanzieren, meldete sich nicht mehr von sich aus und bald darauf sah ich ihn mit einer Anderen. Das passte mir natürlich so gar nicht in den Kram. Er hatte gefälligst nur mich anzuhimmeln, obwohl er natürlich keine Chance bei mir hatte. Ich war sauer auf ihn und sann auf Rache.

Meine damalige einigermaßen feste Affäre war ein ziemlicher Idiot und ich begann, mich bei meinem langjährigen Freund auszuheulen. Er stand mir bei und ich schaffte es, ihn trotz seiner Freundin wieder um den Finger zu wickeln. Eines Tages erzählte ich ihm, ich wäre ja schon immer scharf auf ihn, aber hätte mich nicht getraut, es ihm mitzuteilen. Er ließ sich von mir verführen, trotz lahmer Proteste seinerseits, dass er ja vergeben war, und ich bereitete ihm den besten Sex seines Lebens. Er hatte einen tollen Körper, wesentlich besser als meine Daueraffäre und ich genoss es und ermutigte ihn, die schlimmsten Schweinereien mit mir zu treiben. Er machte am Tag danach mit seiner Freundin Schluss und ich hielt ihn mir ab da als Zweitlover. Obwohl er eine Beziehung wollte, vertröstete ich ihn immer wieder, um auch anderweitig meinen Spaß haben zu können. Er machte derweil wieder brav meine Hausaufgaben und half mir, mich auf mein Abi vorzubereiten. Ich fand das nur fair, immerhin durfte er im Bett mit mir machen, wonach immer ihm der Sinn stand. Ich genoss seinen traumhaften Körper und die Tatsache, dass er mich im Bett mit genau der richtigen Mischung aus Dominanz und Respekt behandelte, und nicht wie beispielsweise meine Daueraffäre, als bessere Masturbationshilfe.

Obwohl ich spürte, wie er unter der Konstellation litt, unterband ich jeden seiner Distanzierungsversuche vehement, indem ich ihm immer wieder in naher Zukunft eine feste Beziehung in Aussicht stellte, ihm Honig ums Maul schmierte, und ihn mit Tränen und anderen Mitteln manipulierte. Dennoch ließ ich die Finger nicht von anderen, dafür war das Spiel viel zu aufregend. Es gab mir einen Kick zu sehen, wie mir die Typen aus der Hand fraßen, und wie sie hinter mir herrannten, für ein paar nette Worte und ab und an etwas Sex. Kurz vorm Abi kam dann der Schock: Ich war schwanger. Passiert sein musste es bei einem ONS nach der Disco, als ich ein paar Tage hintereinander aus einer Mischung von Sorglosigkeit und Faulheit meine Pille vergessen hatte. Dann folgte aus einer panischen Kurzschlussreaktion heraus ein wirklich mieser Schachzug von mir. Ich versuchte, meinem langjährigen besten Freund das Kind anzuhängen. Er hätte mir auch beinahe geglaubt, dass es nur von ihm sein kann, und war kurz davor, die Vaterschaft anzuerkennen, aber seine Eltern intervenierten vehement und bestanden auf einen Test, der dann nach der Geburt auch die Wahrheit ans Licht brachte. Von dem richtigen Vater besaß ich indessen nicht einmal eine Telefonnummer. Meine Tochter hatte einen Herzfehler, der unerkannt blieb, und starb mit einem knappen Jahr.

Zu dem Zeitpunkt hatten sich bereits viele meiner Freunde, inklusive meines früheren besten Freundes, von mir abgewandt. Er war, genau wie ich, im Anschluss an die Geschichte lange in Therapie, wie ich gehört habe. Meine ehemals hervorragende Figur ist ziemlich in Mitleidenschaft gezogen seit der Schwangerschaft, und mein Schlag bei den Männern hat dementsprechend arg gelitten. Heute weiß ich, dass ich eine arrogante, manipulative und egozentrische Schlange war, die zu Recht auf die Nase gefallen ist. Nach meinem früheren besten Freund würde ich mir mittlerweile alle zehn Finger lecken, aber es ist wohl besser, wenn wir uns nie wiedersehen. Ich will ihm das nach all dem Vorgefallenen nicht zumuten.

Beichthaus.com Beichte #00035339 vom 27.03.2015 um 15:12:24 Uhr (22 Kommentare).

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Pilgerfahrt zum Nageln

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Ekel Schamlosigkeit Boshaftigkeit WG

Es fing alles damit an, dass meine damalige Mitbewohnerin ihr Studium beendete und ich mir einen neuen Mitbewohner suchen musste. Alle BewerberInnen schienen ganz nett und ich entschied mich für die scheinbar Unkomplizierteste. Einen Monat war es ruhig um sie, danach schien sie ihre Macken auszuleben. Oft, während ich alleine oder sogar mit Freunden kochte, kam meine Mitbewohnerin direkt nach der Dusche an den Esstisch und schnitt ihre Finger- und Fußnägel, feilte, wie ich leider feststellen musste, ihren Nagelpilz ab und verschwand dann, ohne sauber zu machen in ihr Zimmer. Ich besorgte mir vorsorglich eine Creme und sprach sie hinsichtlich der abgeschnittenen Fußnägel auf dem Küchenboden an, die sie doch lieber in ihrem Zimmer hinterlassen solle. Es kam die Antwort, dass sowieso jede Woche einmal in der Küche geputzt würde. Sie änderte ihre Gewohnheit also nicht. Ihr kündigen konnte ich nicht, da sie einen separaten Vertrag mit dem Vermieter abgeschlossen hatte. Mir eine andere Wohnung suchen wollte ich auch nicht, da ich in ein paar Monaten mein Bachelorstudium beendete und in eine neue Stadt ziehen wollte.


Ich sprach mit meinen Freunden über dieses Problem. Wir kamen auf die eigentlich irrsinnige Idee, die Nägel einzusammeln und bei meinem Auszug einen Schuhkarton voll mit ihren Nägeln auf dem Tisch zu hinterlassen. Damit der Karton auch voll wurde, sammelten alle ihre eigenen. Sieben Monate später, einige hatten bis zum Schluss durchgehalten, war der Karton leider nicht ganz so voll wie erhofft. Ich änderte meine Taktik und warf einige Wochen vor meinem Auszug einen Brief in den Briefkasten. Der Umstand, dass sie mit ihrem Ex Schluss gemacht hatte, kam mir zugute, sodass der Verdacht nicht auf mich fiel. Sie öffnete den Brief und fand ein zusammengefaltetes Blatt. Sie nahm dieses heraus und alle Nägel fielen auf den Boden. Ein lauter Schrei hallte durch die Wohnung.


Ich wiederholte diese Prozedur noch sechs Monate nach meinem Auszug und nahm dafür sogar eine Stunde Zugfahrt in Kauf. Später auch mit Freunden und Gott sei Dank kostenlos durch das Semesterticket. Jedes Mal schrieb ich einen anderen Absender auf den Brief, damit sie ihn nicht wegwarf. Eines Tages schrieb sie öffentlich auf das Facebook-Profil ihres Ex-Freundes, was denn dieser Müll soll, schließlich wisse er von ihrem Nagelproblem und dass sie dafür doch nichts kann. Außerdem, dass sie ihn wegen seines Stalkings anzeigen werde, wenn er nicht aufhört. Sie zog um und angezeigt hat sie ihn auch nicht. Es tut mir leid, dass der Ex den Ärger abbekommen hat, und dass ich mich so infantil verhalten habe, schließlich hätte ich diese Aktion von Anfang an unterlassen können, auch wenn die Pilgerfahrt zum monatlichen "Nageln" in meinem Freundeskreis regelrecht gefeiert wurde.

Beichthaus.com Beichte #00035338 vom 27.03.2015 um 13:06:43 Uhr (4 Kommentare).

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