Der Rosetten-Pflegestift

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Ekel

Der Rosetten-Pflegestift
Heute hatte ich (m) Geburtstag. Zur Feier des Tages gab es Sekt - allerdings habe ich kurz darauf heftigsten Dünnschiss bekommen und mir brannte die Rosette. Deshalb habe ich den Lippenpflegestift meiner Schwester genommen, mir damit die Rosette eingeschmiert und anschließend habe ich ihn wieder zurückgelegt. Kurze Zeit später hat sie den benutzt und ich fand es recht lustig. Meine Beichte ist, dass es mir trotzdem für meine Schwester leidtut, dass sie ihre Lippen mit dem Stift pflegt, mit dem ich meine Rosette einschmiere.

Beichthaus.com Beichte #00033845 vom 29.08.2014 um 20:26:55 Uhr (22 Kommentare).

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Eine Torte für den Chef

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Falschheit Peinlichkeit Verzweiflung Ernährung Chef

Vor einigen Tagen war Firmenjubiläum. Bislang habe ich es immer ganz gut geschafft, mich davor zu drücken, eine Torte zu machen - nicht wirklich aus Faulheit, sondern weil ich es einfach nicht drauf habe. Ich machte mich dann trotzdem an die Arbeit und es kam, wie es kommen musste: Der Boden brach in der Mitte durch. Ich machte trotzdem weiter. Und irgendwann fiel die ganze Torte in sich zusammen. Ich wollte nicht ohne Torte aufkreuzen, also ging ich in eine Konditorei und kaufte eine Torte, die mir gut gefiel. Ich entfernte vorsichtig das Esspapier mit "Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag" und ersetzte dieses mit einem Erdbeerkreis. Sozusagen als persönliche Note. Meinen Kollegen hat der Kuchen sehr gut geschmeckt. Bald wird der Chef 50. Er wünscht sich genau diese Torte. Ich weiß gar nicht mehr so genau, was drin war. Jetzt habe ich den Salat.

Beichthaus.com Beichte #00033843 vom 29.08.2014 um 11:53:12 Uhr (9 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Binden statt Tampons

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Ekel Lügen Peinlichkeit Intim

Ich (w/19) benutze immer noch Binden statt Tampons. Mir ist das unglaublich peinlich und ich will nicht, dass das irgendjemand erfährt und bis auf meinen Freund weiß das auch keiner. Meine Binden bewahre ich auch nicht im WC auf, sondern in einem Schrank im Badezimmer, damit niemand, der in unserer Wohnung mal die Toilette benutzt, sieht, dass ich Binden nehme. Der Grund dafür ist allerdings ziemlich banal. Ich habe beim Einführen von Tampons Schmerzen und kriege die Dinger auch nicht rein. Keine Ahnung, was ich falsch mache, ich halte mich genau an die Anleitung, die da immer dabei ist. Wenn ich mit meinem Freund schlafe, kriegen wir das auch hin. Ich hatte auch darauf gehofft, dass ich nach meinem ersten Mal keine Probleme mehr mit den Dingern haben würde und endlich jederzeit schwimmen gehen kann. Wenn jemand vorschlägt, Baden zu gehen und ich meine Tage habe, habe ich entweder zu viel Arbeit oder Bauchschmerzen, was in vielen Fällen auch stimmt. Jedenfalls ekele ich mich vor mir selbst, wenn ich meine Tage habe. Ich habe auch keinen Sex während der Regel, ich finde das so dermaßen ekelhaft, dass ich kotzen könnte. Ich beichte also, dass ich mit 19 Jahren immer noch nicht dazu fähig bin, so ein kleines doofes Ding an seinen Platz zu schieben und stattdessen meine Freunde anlüge, damit niemand hinter mein schmutziges Geheimnis kommt.

Beichthaus.com Beichte #00033842 vom 28.08.2014 um 21:51:59 Uhr (37 Kommentare).

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Die Konsequenzen eines Schmugglerlebens

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Zorn Dummheit Waghalsigkeit

Ich bin ein Mann in schon fortgeschrittenem Alter, der sich einfach mal etwas von der Seele schreiben möchte. Vom Folgenden wissen weder meine schon verstorbene Frau noch meine Kinder etwas - oder gar sonst jemand aus meiner jüngsten Vergangenheit. Vor mehr als 15 Jahren, als die Welt noch gut war und nicht der Überwachung unterlag, wie das heute der Fall ist, habe ich als LKW-Fahrer für eine kleine Spedition gearbeitet. Ich habe leider auch nichts Besonderes gelernt, außer dass ich eben den entsprechenden Führerschein hatte, um einen LKW lenken zu können. Der Lohn war auch nicht so berauschend, aber ich nahm, was ich kriegen konnte, da ich zu dem Zeitpunkt schon verheiratet war und sich eine Schwangerschaft meiner Frau anbahnte. Es kam, wie es kommen sollte, meine Frau wurde kurz darauf schwanger und das Geld reichte vorne und hinten nicht. Also versuchte ich, neben meinem Beruf noch etwas Geld zu verdienen. Vom Fahrer eines Möbeltransporters am Wochenende und dem Tragen von Möbel sowie dem Ausräumen von Garagen.


Viel Geld kam da auch nicht zusammen und mein Körper machte das leider auch nicht lange mit. So musste ich mich wieder nach etwas anderem umsehen. Als ich dann wieder mit dem LKW unterwegs war - es ging nach Litauen - bekam ich auf einem Rastplatz ein Angebot, das ich zuerst ausschlagen wollte, aber als ich an meine Familie dachte, nahm ich es an. Ich sollte, wenn ich meine Ladung abgeliefert habe, eine neue Ladung erhalten. Jedoch nicht im Auftrag meiner Firma, sondern vom "netten" Herren vom Rastplatz. Er übergab mir zwei große Koffer, die verdammt schwer waren. Die sollte ich nur nach Deutschland mitnehmen und dort auf einem Rastplatz wieder einer anderen Person übergeben. Was in den Koffern war, weiß ich bis heute nicht. Es war mir auch komplett egal. Mich interessierte einfach nur, dass ich jeden Monat genug Geld zusammenkriegte, um meine Familie zu ernähren. Meine Frau ging auch nebenbei putzen und kümmerte sich zuerst um das eine und dann um das zweite Kind, das mittendrin auch kam. Für jeden Transport bekam ich 2000 D-Mark. Die Jahre vergingen, ich konnte meiner Familie was bieten und irgendwann fragte meine Frau mich, woher ich das Geld Monat für Monat herhole, obwohl ich doch nur den Lohn der Spedition erhalten würde. Da erzählte ich ihr, was ich nebenbei noch mache und damit war sie natürlich nicht einverstanden. Sie nahm kurz darauf eine Vollzeitstelle an, meine Eltern kümmerten sich um die Kinder und sie wollte auch nicht, dass ich weiterhin solche Transporte durchführe.


Als ich dann wieder in Litauen auf dem besagten Rastplatz war, wollte man mir wieder zwei Koffer übergeben - nur dieses Mal lehnte ich ab. Daraufhin wurde mir mitgeteilt, dass ich doch den Transport durchführen solle, da eine Weigerung auch "nach hinten losgehen" könnte. Ich wurde also bedroht, dachte mir aber nichts dabei und sagte zu dem Mann, dass er machen könne, was er will und dass sich unser Geschäft erledigt hätte. Er grinste, nickte und sagte nur, dass man sich immer zwei Mal im Leben sieht. Als ich dann wieder nach Hause kam, war meine Frau nicht da - sie saß bei der Polizei. Irgendjemand hatte unsere kleine Wohnung zu Kleinholz verarbeitet. Meine Frau sagte der Polizei aber nicht, woran das liegen könnte, um mich zu schützen. Zwei Wochen später wurde ich auf dem Rastplatz wieder angesprochen und gefragt, ob mir die Umgestaltung meiner Wohnung so gefallen würde. Da wusste ich nun genau, was los ist. Ich sprang in meinen LKW und fuhr sofort nach Hause, um meine Familie zu nehmen und abzuhauen. Als ich zu Hause ankam, war meine Frau allerdings verschwunden. Drei Wochen später fand man sie in einem Wald. Meine Kinder waren bei meinen Eltern, die ich dann zum Glück in Sicherheit bringen konnte. Seit diesem Tag fahre ich keinen LKW mehr. Ich möchte beichten, dass ich daran schuld bin, dass ich meine Frau verloren habe. Ich wollte keinen Schaden anrichten - ich wollte nur meine Familie ernähren.

Beichthaus.com Beichte #00033841 vom 28.08.2014 um 20:53:53 Uhr (28 Kommentare).

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“Beichte

Mein Junkie ohne Drogen

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Selbstsucht Verzweiflung Drogen Verzweiflung Partnerschaft

Mein Freund ist drogenabhängig - oder besser: Er war es. Er hat täglich gekifft und das nicht wenig. Sobald er von der Arbeit kam, musste er erst einmal einen durchziehen, anders ging es gar nicht. Am Wochenende hat er sich oft irgendwelche Trips geschmissen, gekokst oder ganz früher auch ab und zu mal Heroin geschnieft. Unsere Urlaube an irgendwelchen gottverlassenen Orten dienten der Einnahme von Pilzen und anderen Halluzinogenen. Um es kurz zu machen, er hat eigentlich alles genommen, was ging. Nur H gedrückt nicht, davor hatte er Respekt. Was viele nicht verstehen ist, dass ich keine Drogen nehme, bis auf drei oder vier Joints im Jahr zu besonderen Anlässen und in Gesellschaft. Wie kann ein gesunder Mensch mit einem Süchtigen zusammenleben?


Ob man es nun glaubt oder nicht, aber mein Freund war der allerliebste Mensch auf der ganzen Welt. Nicht alle Leute, die Drogen nehmen, kriegen einen totalen Egotrip. Er hat sich um mich gekümmert und alles verstanden, hat mich unterstützt und mir immer das Gefühl gegeben, die Eine in seinem Leben zu sein. Klar war es manchmal nervig ihn nach einer Party nach Hause zu bringen oder ihn im Griff zu haben, wenn er völlig zugedröhnt versucht, durch Wände zu gehen oder Ähnliches, aber verdammt, wir waren ein unschlagbares Team und immer glücklich. Bis er einen Entzug und eine Therapie gemacht hat. Ich dachte erst so: Hey toll, ist ja auch besser für die Gesundheit! Und dann kam die - wortwörtliche - Ernüchterung. Er ist extrem ernst geworden, er redet nur noch davon, wie scheiße Drogen sind und will alle bekehren und labert mich jeden Tag damit zu. Auf dem 30. Geburtstag einer Freundin ist er ausgerastet, weil ich an einem Joint gezogen habe. Er ist völlig gestresst und müde und irgendwie traurig, wir streiten ständig. Es wirkt einfach so, als würde ihn die echte Welt mehr fertigmachen als die Drogen. Er war ja nie total abgewrackt oder so etwas. Er hatte immer einen Job, wir haben eine vernünftige Wohnung und ein geregeltes Leben. Es tut mir leid, ich liebe ihn wirklich und ich möchte auch, dass er mir noch lange erhalten bleibt, aber ich wünschte, er wäre immer noch ein Junkie, mein Junkie. Ich bitte um Absolution dafür.

Beichthaus.com Beichte #00033836 vom 28.08.2014 um 11:37:13 Uhr (17 Kommentare).

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