Der Tod ist endgültig

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Engherzigkeit Unglaube Kinder Tod

Ich bin Atheistin. Ich akzeptiere zwar, dass es Menschen gibt, die an Gott oder Götter glauben, aber ich gehöre nicht dazu. Mein Sohn wird auch atheistisch erzogen. Später kann er selbst entscheiden. Er ist jetzt vier Jahre alt. Kleine Kinder und Tod, das ist immer ein schwieriges Thema. Meine Mutter ist vor zwei Monaten an Lungenkrebs verstorben. Ich habe immer noch sehr mit meiner Trauer zu kämpfen, muss aber natürlich versuchen, das meinem Sohn zu erklären, der an seiner Oma sehr gehangen hat. Ich beichte, dass ich mich dazu entschieden habe, nichts zu beschönigen. Ich mag es nicht, wenn man versucht, Kindern einzureden, die Oma sei im Himmel oder sei jetzt ein Stern. Ich mag es ebenfalls nicht, wenn es heißt: "Die Oma lebt in deiner Erinnerung weiter", oder: "Wenn du fest an sie denkst, dann spürst du die Oma oder ihre Wärme."

Der Mensch ist tot. Er ist weg aus dieser und jeder anderen erdenklichen Welt. Er kommt nie wieder, man sieht ihn nie wieder. Man wird ihn nie wieder spüren, weder in einem Windzug noch in einem Sonnenstrahl. Auch er selbst spürt nichts mehr, er lebt nirgendwo weiter, weder seine Seele noch irgendetwas anderes von ihm. Das alles habe ich meinem Sohn erklärt. Er ist natürlich traurig, aber mir ist es lieber, er weiß es und denkt nicht, dass sie jetzt im Himmel ist, wie viele andere Kinder.

Beichthaus.com Beichte #00038077 vom 17.04.2016 um 05:38:37 Uhr (39 Kommentare).

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Der alte Mann am Kinderspielplatz

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Vorurteile Zorn Engherzigkeit Kinder 50+

Ich (w/30) bin vor Kurzem völlig aus meiner Haut gefahren, was so gar nicht meine Art ist. Ich war mit meinen Zwillingen (2) und einer Freundin und deren Tochter auf dem Spielplatz. Während die Kinder getobt haben, haben wir auf der Bank gequatscht und stellten irgendwann fest, dass ein kleiner Tumult herrscht. An einer der anderen Bänke unterhielten sich drei Frauen laut und gestikulierend. Dann zückte eine ihr Handy, wählte eine Nummer, sprach kurz und beendete kurz darauf das Gespräch. Kurze Zeit später kam die Polizei. Wir wunderten uns, was denn los ist, denn wir hatten gar nichts mitbekommen, es war alles friedlich. Der Grund war lediglich ein alter Mann, der auf einer der Bänke saß - laut der Mutter, die angerufen hat, sitzt er oft dort, manchmal eine ganze Stunde. Und man muss ja so vorsichtig sein. Der arme Kerl wusste erst gar nicht, wie ihm geschieht. Er war zwar schon alt (etwa 85), aber noch völlig klar im Kopf, und als er erfahren hat, warum die Polizei hier ist, ist er in Tränen ausgebrochen.

Meine Freundin und ich haben uns ein wenig um den alten Herrn gekümmert. Er hat uns erzählt, dass er seit zwei Jahren verwitwet ist, hier in der Nähe wohnt und der Spielplatz ja ein schöner Ort ist, um ein wenig unter Menschen zu sein, vor allem das Kinderlachen mache ihn immer ein wenig fröhlich. Ich war so bewegt und gleichzeitig so sauer! Was bildet diese hysterische Kuh sich ein, habe ich mich gefragt. Ich bin zu ihr gegangen und habe sie angefahren, wie bescheuert sie eigentlich sei und dass ihr Kind mir leidtut - lieber gar keine Mutter als eine solche. Meine Freundin meinte noch, dass ich das doch lassen soll, die sei es doch alles gar nicht wert, aber ich konnte in dem Moment nicht anders.

Was die Frau angeht, so tut es mir nicht leid, ich finde ihr Verhalten noch immer unmöglich. Ich ärgere mich nur, dass ich so unsachlich geworden bin. Speziell der Satz "lieber gar keine Mutter, als so eine" stößt mir mittlerweile doch sauer auf. Auf diesen Satz bin ich nicht sehr stolz. Wir haben dem netten alten Mann allerdings unsere Nummern gegeben. Wir wollen mir ihm in Kontakt bleiben, da er recht alleine ist.

Beichthaus.com Beichte #00038074 vom 16.04.2016 um 16:33:31 Uhr (8 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der wild gewordene Zottel-Messie

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Feigheit Maßlosigkeit Gewalt Auto & Co.

Letztes Jahr habe ich mich auf dem Weg zu den Großeltern meiner Freundin verfahren und bin an einem kleinen, recht schnuckeligen Dörfchen vorbeigekommen. Meine Freundin musste dringend aufs Klo, darum fragten wir in einem Lokal auch nach dem Weg. Der Wirt erklärte uns die Strecke und wir bedankten uns. Ungefähr eine halbe Stunde später waren wir immer noch im Dorf. Ich habe mich zwar an die Anweisungen gehalten, aber nun waren wir in einem seltsamen Teil der Ortschaft angelangt. Die ganze Umgebung war baufällig und viele der Häuser machten einen versifften Messie-Eindruck. Da fiel mir schon so ein Typ auf dem Balkon auf. Selbst beim Vorbeifahren konnte ich sehen, dass dieser übergewichtige Mann uns genau beobachtete und irgendeine Handbewegung ausführte. Normalerweise wäre mir das egal, nur das Problem war, dass ich wegen der blöden Verfahrerei des Öfteren an diesem Haus vorbeigekommen bin. Mein Eindruck war, dass er von Mal zu Mal wütender wurde, denn er gestikulierte wild mit seinen Händen. Als ich dann das vierte Mal bei ihm entlang kam, knackste wohl ne Sicherung bei ihm durch. Er kam plötzlich von der Seite auf uns zu und prügelte mit einem Spaten auf mein Auto ein.


Meine Freundin und ich waren total erschrocken und ehrlich gesagt habe ich mir fast in die Hose gekackt. Stellt euch mal vor, da kommt plötzlich so ein ungepflegter Zottel auf euch zu - und das auch noch mit einem Spaten. Ich hoffe, dass ich da nicht der einzige Hosenscheißer bleiben würde. Meine Freundin schob voll Panik und kramte schon nach dem Smartphone, während der Wilde mit der Schaufel wedelte und rumbrüllte. Irgendwas von: "Jetzt reicht es!" und "Ich hole euch die Prügel raus!", oder so. Ich habe es nicht ganz verstanden, aber meine Hose war voll. Ich drückte das Gaspedal durch wie einen alten Gaul. Inzwischen war es mir auch egal, ob ich diesen Penner umfuhr. Zum Glück war die Windschutzscheibe nur etwas kaputt und ich konnte ihn problemlos zur Seite fahren.


Im Rückspiegel sah ich, wie er sich wieder aufrappelte. Das Ende vom Lied war, dass wir wieder zurück nach Hause gefahren sind, weil ich zu blöd war, den Weg zu finden und ich mir frische Unterwäsche anziehen musste. Das erste Mal seit meiner Kleinkindphase habe ich mir in die Hosen gekackt. Das ist beschämend. Meiner Freundin geht es zum Glück gut und sie ist mit einem Schrecken davongekommen. Wir haben dann später noch einmal einen Versuch gestartet, ihre Großeltern zu besuchen und haben es ganz ohne Kämpfe mit wild gewordenen Messies geschafft. Was ich auch noch beichten will, ist, dass ich den Schaden am Auto aus eigener Tasche bezahlt habe. Ich habe mir wenige Hoffnungen gemacht, dass dieser Typ überhaupt für den Schaden aufkommen kann. So sah zumindest seine Wohnsituation aus. Ich bin ein feiges Würstchen.

Beichthaus.com Beichte #00038068 vom 15.04.2016 um 21:09:26 Uhr (4 Kommentare).

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Mit dem Auto zur Arbeit

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Betrug Habgier Geld Arbeit

Ich bin diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger, arbeite in der Hauskrankenpflege und beichte hiermit, dass ich mehr Kilometer eingebe, als ich tatsächlich fahre, wenn ich mit meinem privaten Auto unterwegs bin. Es sind meistens nur zwei Kilometer und vom Wert her nicht einmal ein Euro pro Tag, den ich meinen Dienstgeber bzw. das Land mehr koste.

Beichthaus.com Beichte #00038067 vom 15.04.2016 um 21:09:06 Uhr (6 Kommentare).

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“Beichte

Hilfe, ich stehe auf meine Nachhilfeschülerin!

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Begehrlichkeit Schamlosigkeit Verzweiflung

Ich (m/20) beichte, dass ich in einer Zwickmühle stecke. Ich habe gerade mein Abi in der Tasche und halte mich bis zum Studium mit Nebenjobs über Wasser. Dazu gehört, dass ich privat Nachhilfe gebe. Dabei habe ich Kinder verschiedenen Alters und Geschlechts. Das war bisher auch nie ein Problem. Doch meine neueste Schülerin hat mir total den Kopf verdreht. Sie ist humorvoll, süß, attraktiv, auf eine gewisse Art auch sexy und hat auch Interesse an mir. Jetzt das Problem: Sie ist 15 Jahre alt. Also moralisch, gesellschaftlich und auch gesetzlich undenkbar. Also habe ich mich immer, wenn sie flirtete, distanziert. Allerdings wird es gerade erst schwierig, da sie anfängt, mich zufällig zu berühren. Und ganz zufällig ist dann ihre Hand kurz in meinem Schritt, sie streift mich mit ihren Brüsten oder dem Po und das kann ich leider auch nicht immer einfach so ignorieren. Ich beichte also, dass ich einerseits mein Interesse unterdrücken muss, obwohl sich in meinem Kopf andere Dinge abspielen und ich auch nicht einfach kündigen kann, weil ich die Kohle brauche.

Beichthaus.com Beichte #00038063 vom 15.04.2016 um 17:47:45 Uhr (31 Kommentare).

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