Mein Hass auf den Durchschnittsmenschen

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Vorurteile Boshaftigkeit Neid Gesellschaft

Nach nun mehr zwei Jahren im Berufsleben habe ich (25) mittlerweile eine gesunde Abneigung gegen den durchschnittlichen Arbeitskollegen, Nachbarn oder Bekannten entwickelt, der Tag für Tag Dinge abarbeitet die er zum Kotzen findet, Idealen der Werbung hinterhereifert und eine echte freundschaftliche Verbindung vielen kurzfristigen Bestätigungen durch dämliche Lästereien vorzieht. Ich komme aus einem Haushalt, den man wohl oder übel der Oberschicht zuordnen kann, auch wenn es auf den ersten Blick nicht unbedingt den Eindruck erweckt. Sicherlich gehört meine Familie nicht zu den obersten 10.000, aber Geld war nie ein Thema. Das fing schon in der Schule an, ging an der Uni weiter und ist nun im Büro angekommen. Während mir immer beigebracht wurde, Menschen ausschließlich nach ihrem Charakter zu beurteilen, reicht den meisten scheinbar schon das Wissen, dass man rein finanziell etwas besser gestellt ist, um Gehässigkeiten, Oberflächlichkeiten und Lästereien loszuwerden. Das fing wahrscheinlich ganz subtil in der Schule an, in dem andere Eltern mit dem Finger auf uns zeigten und aus eigener Frustration und Boshaftigkeit schlecht redeten, ohne den Menschen dahinter zu kennen.


Im Büro geht das nun weiter. Ich habe eine gut bezahlte Position, in der ich hart arbeite. Gleichzeitig bekomme ich aber auch regelmäßig positives Feedback. Kleine Sticheleien wie "Schon wieder ein neues Hemd", habe ich bisher immer recht professionell ignoriert, aber wenn man dann mitbekommt, dass auch hinter seinem Rücken nur aufgrund dieser Eigenschaft schlecht geredet wird, bekomme ich manchmal wirklich Lust, dieses Image auch einfach raushängen zu lassen. Vielleicht sollte ich bei nächster Gelegenheit eine Flasche Champagner verkippen und diese Menschen mit Kaviar bespucken. Aber ich werde es wohl lieber weiter aushalten. Dennoch: Wer nicht feinfühlig genug ist, Äußerlichkeiten zu ignorieren und den wahren Charakter eines Menschen zu erkennen, ist für mich in jeglicher Form zu verabscheuen.

Beichthaus.com Beichte #00036482 vom 28.08.2015 um 00:39:04 Uhr (6 Kommentare).

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Heuchlerische Toleranz

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Engherzigkeit Vorurteile Ignoranz Gesellschaft

Mich nervt dieses heuchlerische Gerede über Toleranz. Wenn irgendein Idiot ein Hakenkreuz an ein Holocaust-Denkmal schmiert, und dass Frauen weniger verdienen als Männer ist immer wieder Thema in den Nachrichten, in Dokumentationen und Reportagen. Aber dass Männer immer noch ganz problemlos ums Sorgerecht beschissen werden können, so als wären sie völlig unnötig und nur da, um Unterhalt zu zahlen, interessiert anscheinend niemanden. Wenn über Hartz-lV-Empfänger Bücher geschrieben werden, in denen sie als eine Horde dummer Idioten abgestempelt werden, ist das anscheinend auch in Ordnung. Und wenn psychisch Kranke einfach entmündigt und weggesperrt werden können, mit der Begründung, dass sie Hilfe brauchen, obwohl es einfach nur darum geht, dass möglichst viele Patienten in der Psychiatrie sind und möglichst viele Medikamente nehmen, weil die Pharmaindustrie ja auch mitverdienen will. Und wegen dieser ganzen Heuchelei kann man mir mit Moralgerede kein schlechtes Gewissen mehr machen. Manchmal frage ich mich aber, ob meine Gleichgültigkeit, der ganzen Diskriminierung von Ausländern und Frauen gegenüber, in Ordnung ist.

Beichthaus.com Beichte #00036481 vom 27.08.2015 um 22:13:27 Uhr (11 Kommentare).

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Das Elend dieser Welt

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Verzweiflung Ungerechtigkeit Verzweiflung Gesellschaft

Ich ertrage den Schmerz der Menschheit nicht. Jeden Tag müssen so viele Menschen so viel Leid ertragen, während ich hier sitze und mein Leben sinnlos an mir vorbeischreitet. Es gibt so viel Elend, dass ich es nicht mehr ertrage, daran zu denken. Wenn ich Obdachlose sehe, gucke ich sie nicht an, weil ich es nicht ertrage. Ich weiß nicht, wie ich helfen soll. Denn ich weiß, egal, was ich tue, es wird nicht reichen. Manchmal kaufe ich etwas zu Essen und Trinken und gebe es ihnen. Aber dann setze ich meinen Weg fort, so als wäre nichts passiert. Ich denke dann mindestens noch den restlichen Tag an diese Menschen. Am Schlimmsten ist es, wenn ich bedürftige Kinder sehe. Ich habe Flüchtlingskinder aus Syrien getroffen, es ist erstaunlich, wie wenig es braucht, ihnen ein Lächeln zu schenken und doch tun wir so wenig. Ich heule fast jeden Tag, weil ich den Schmerz spüren kann. Man sieht es in ihren Augen, man hört es im Klang ihrer Stimmen.


Nach außen hin sehe ich stark aus, aber innen zerbreche ich. Es zerfrisst mich, dass unsere Gesellschaft so egoistisch, desinteressiert und blind ist. Und ich hasse mich dafür, dass ich nichts gegen all das tue. Sicher wird es hier nun Leute geben, die mich nicht ernst nehmen werden, es als Gesülze und mich als weltfremd abstempeln werden, aber es musste raus. Ich rede mit niemandem darüber, aber ich überlege, eine Therapie anzufangen. Jeden Tag schwirren so viele Dinge in meinem Kopf, ich weiß nicht, mit was ich anfangen und was ich zu Ende bringen soll. Ich hoffe, ich werde irgendwann die Kraft finden, um die Welt zu einem besseren, menschlicheren Ort zu machen.

Beichthaus.com Beichte #00036464 vom 26.08.2015 um 01:04:27 Uhr (19 Kommentare).

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Die besten Gerüche der Welt!

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Fetisch Manie

Meine (w/28) große Sünde sind meine Lieblingsgerüche. Da ist zum einen mein absoluter Lieblingsgeruch Chlor. Ich weiß, woher es kommt, ich bin eine riesige Wasserratte, seit meinem 10. Lebensjahr im Schwimmverein. Ich liebe Freibäder, ich liebe Hallenbäder - und das assoziiere ich mit Chlor. Ich bin eh sehr reinlich, aber speziell mein Bad putze ich täglich mit Chlorreiniger, damit ich diesen riechen kann, ich rieche auch manchmal so an der Flasche. Ich weiß, dass es ungesund ist. Aber ich kann nicht aufhören. Dann rieche ich sehr gerne Malerfarbe. Die habe ich zwar nicht im Haus, allerdings im Keller und hin und wieder schnüffele ich am Weiß für die Wände. Ein weiterer Geruch, den ich sehr mag, ist der Geruch einer Zahnarztpraxis. Auch hier verbinde ich es mit einer Kindheitserinnerung. Im Gegensatz zu vielen anderen war der Zahnarztbesuch ein nettes Erlebnis, es gab nie etwas und ich liebte meinen Zahnarzt richtig, er sah aus wie Papa Schlumpf mit seinem weißen Rauschebart, alle Kinder haben ihn gemocht und er war total lieb. Ich gehe nur zwei Mal im Jahr zum Zahnarzt, dann aber inhaliere ich den Geruch richtig.


Schuhgeschäfte liebe ich auch, dieser Ledergeruch, herrlich. So knapp einmal die Woche spaziere ich durch unser Schuhgeschäft, ich kaufe nicht jedes Mal etwas, meistens laufe ich nur ein paar Mal rum, rieche und gehe dann wieder. Und ganz doll liebe ich auch Kirchengeruch. Dieser Muff katholischer Kirchen oder Dome/Kathedralen, diese Mischung aus Weihrauch, alten Gemäuern, altem Holz. Obwohl ich gerne evangelisch bin, rieche ich das total gerne. Und dann liebe ich Landluft. Kuhstall, Schweinestall, Gülle - lecker. Ich atme dann auch ganz tief durch. Zum Glück lebe ich auf dem Land, und bei unserem Nachbarn bin ich auch oft auf dem Hof. Ich habe schon immer auf dem Land gewohnt, und als Kind war es ganz normal, doch als ich dann in der Stadt studiert habe, habe ich direkt die Landluft vermisst. Seither liebe ich sie. Obwohl ich mittlerweile wieder seit drei Jahren auf dem Land lebe, kann ich nicht genug davon bekommen.

Beichthaus.com Beichte #00036461 vom 25.08.2015 um 22:47:21 Uhr (9 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Die Simpsons und Spongebob

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Peinlichkeit

Ich schlafe im Simpsons T-Shirt unter meiner Spongebob-Bettwäsche. That's Punk!

Beichthaus.com Beichte #00036453 vom 25.08.2015 um 05:11:04 Uhr (7 Kommentare).

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