Spitznamen im Fitnessstudio

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Boshaftigkeit Vorurteile Neid Sport Sindelfingen

Drei Mal in der Woche gehe ich ins Fitnessstudio. Nicht, weil es so lustig und toll ist, und unheimlich Spaß macht, nein, sondern weil es gesund ist und mein Verstand sagt, dass ich es deswegen tun muss. Ich mache das schon einige Jahre und muss sagen, dass es mir gut tut, denn ich habe wirklich einen schönen Körperbau. Spaß macht es aber immer noch nicht. Ich trainiere morgens vor der Arbeit, und um die Uhrzeit gehen verständlicherweise wenige Leute zum Trainieren. Die meisten kommen ein paar Wochen und dann sind sie nie wieder zu sehen. Besonders fette Frauen und Männer im Frühjahr. Ich gebe diesen Leuten Spitznamen. Ich schaue sie mir an und überlege mir etwas. So heißt einer Harry, weil er so eine bescheuerte Frisur hat wie Harry Potter. Einer heißt Adam, weil er aussieht wie ein bekannter, gleichnamiger Schauspieler. Eine nenne ich Ma Baker, denn sie ist fett und hat einen richtig grimmigen Blick. Oder Tai-gin-seng, weil er ein Asiat ist. Ein älteres Paar kommt auch regelmäßig, sie heißen Opa und Oma. Einer heißt Schlapper, er kommt immer mit Badeschlappen. Blubber und Schwabbel nenne ich zwei Mädchen, die immer gemeinsam kommen.


In Gedanken rede ich dann mit Ihnen: "Na Opa, noch nicht an Altersschwäche gestorben?", "Schwabbel, so wird das nichts mit deiner Übung.", oder: "Hey, Ma Baker, sag bloß nicht Guten Morgen zu mir, du stinkst mir zu sehr aus dem Mund." Einen Typen nenne ich übrigens Wichser. Er ist jung, sieht super aus, ist immer gut drauf, hat einen perfekten Body, coole Klamotten und in der Dusche habe ich gesehen, dass er dazu noch einen echt schönen, großen Penis hat. Also meinen Neid hat er. Deswegen "Wichser".

Beichthaus.com Beichte #00031242 vom 21.05.2013 um 16:10:23 Uhr in 71043 Sindelfingen (Böblinger Straße) (18 Kommentare).

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Mein abnormales Essverhalten

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Völlerei Maßlosigkeit Verzweiflung Ernährung

Ich bin männlich, fast Mitte 30 und fresse wie eine Maschine. Bei einer Größe von 1,75 m wiege ich 125 Kilogramm. In einem Zeitraum von 15 Jahren habe ich es auch hin und wieder geschafft, mein Gewicht zu reduzieren und auch optisch besser auszusehen. Leider bin ich ein Opfer des sogenannten Jo-Jo-Effekts und habe es immer wieder geschafft, wie ein schlachtreifes Mastschwein auszusehen. Mein Rekord liegt bei 140 Kilogramm. Ich stopfe alles in mich hinein. Mein Essverhalten ist total abnormal. Einmal habe ich zwei Kilo Bratwurst gefressen und das zwischendurch, kurz vor dem Abendessen. Eine Brotzeit besteht bei mir aus mindestens acht Scheiben Brot, Aufschnitt in doppelter Ausführung, also pro Brotscheibe Käse und Wurst, und anstatt Butter oder Margarine, verwende ich Mayonnaise. Ich hasse es, hungrig zu sein, aber kann es auch nicht als befriedigend empfinden, pappsatt zu sein. Dennoch muss ich erwähnen, dass ich bei meinem Volumen sehr sportlich bin. Sämtliche Ballsportarten, wie zum Beispiel Basketball, sind für mich keine Hürden. Im Gegenteil, so manch schlanker Mensch empfindet mich als "Kugelblitz", aufgrund meiner Beweglichkeit und Schnelligkeit. Allgemein kann ich mir, für einen fettleibigen Menschen, einbilden, eine Sportskanone zu sein, und schlanke Menschen aufgrund meiner Sportlichkeit zum Staunen zu bringen.

Es ist einfach dieses sinnlose Fressen, welches mich aufgehen lässt wie einen Hefeteig. Außerdem koche ich leidenschaftlich gerne und esse auch noch während des Kochens. Manchmal versinke ich in Selbstmitleid und kriege Ekelanfälle vor dem Spiegel. Gleichzeitig habe ich ein großes Selbstbewusstsein, weil ich als Musiker noch auf der Bühne stehe und es mir dann völlig egal ist, wie ich aussehe, da ich genügend positives Feedback vom Publikum bekomme, was meine Performance angeht. Ich bitte um Absolution für diese sinnlose Völlerei und gelobe eine erneute Gewichtsreduktion durchzuführen. Mir ist bewusst, dass es meiner Gesundheit sehr schadet und ich habe keine Lust mehr auf diese hässlichen Männerbrüste.

Beichthaus.com Beichte #00031240 vom 21.05.2013 um 11:26:21 Uhr (25 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Den Lebenswillen verloren

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Ekel Verzweiflung

Ich (m) hasse mich selbst, seit ich ein Kind bin. Ich weiß nicht genau, woran es liegt, aber ich denke von mir selbst, dass ich schlechter bin, als andere Leute. Und ich denke, dass irgendetwas an mir verkehrt ist, und andere das natürlich auch merken. In meiner Schulzeit wurde ich auch immer aufs Übelste gemobbt, was ich heute noch nicht ganz überwunden habe. Außerdem wurde ich vor längerer Zeit von einem Schwulen vergewaltigt, seitdem will ich überhaupt nicht mehr leben, einen Suizid bringe ich aber auch nicht über mich. Nach der Vergewaltigung habe ich eine Therapie angefangen, die im Nachhinein aber nicht bewilligt wurde, weil ich die Sache nicht angezeigt habe, was auch keinen Sinn gemacht hätte, weil ich keine Beweise habe. Andere Möglichkeiten gibt es auch nicht, da alle Psychologen, die ich angerufen habe, zwei Jahre Wartezeit haben. Ich weiß seitdem einfach nicht mehr weiter. Das Schlimmste ist, dass ich noch daheim wohne und mit meinen Eltern nicht mehr klarkomme, was seit der Vergewaltigung noch schlimmer geworden ist. Ausziehen kann ich aber auch nicht, weil mein Vater das mit aller Macht verhindert und ich nicht weißt, wie ich mich wehren soll. Ich habe einfach keinen Lebenswillen mehr, weiß aber auch nicht, wie ich aus der Sache rauskommen soll.

Beichthaus.com Beichte #00031226 vom 19.05.2013 um 10:26:19 Uhr (17 Kommentare).

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Abschied von der Gastfamilie

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Ekel Peinlichkeit Trunksucht Dummheit Saarburg

Ich (w/20) habe vor drei Jahren, in der elften Klasse, an einem einwöchigen Schüleraustausch in Frankreich teilgenommen. Es ging ins Grenzgebiet in die Nähe von Metz, zu einer französisch-italienisch-deutschen Großfamilie, also sieben Kinder sowie die Enkel und Partner in ein größeres Haus. Sie nahmen mich herzlichst auf und es war eine schöne Zeit dort. Da meine Austausch-Schwester erst paar Wochen später 16 wurde, konnten wir am letzten Abend nicht mit den anderen Schülern zusammen feiern gehen, deshalb holten wir das dort zu Hause nach. Ich musste mit jedem Familienmitglied, das sich im Trinkalter befand, mindestens zwei Gläser Wodka-Orange an der hauseigenen Theke trinken. Ein Nein wurde nicht akzeptiert. Richtig besoffen war ich wohl erst im Schlaf.

Denn obwohl ich es noch vorher schaffte, eine Tüte neben mein Bett zu legen, kotzte ich Kissen, Haare und etwas von dem Boden neben dem Bett an. Als ich erwachte, stank es, meine Haare klebten im Gesicht, doch leider noch viel ekliger, entdeckte ich etwas Stuhlgang neben mir. Im Halbschlaf dachte ich, es wäre die Katze gewesen. Da man in so einem Haus ja nie alleine ist und zu jeder Zeit gestört werden kann, beseitigte ich alle Spuren. Das Kissen drehte ich nur um, denn ich musste schnell handeln, da ich zum Essen gerufen wurde, noch Koffer packen musste, verschlafen hatte und die Abfahrt immer näher rutschte! Schnell entleerte ich die Tüte im Klo und spülte wortwörtlich den Scheiß runter. Daraufhin wurde mir plötzlich so schlecht, dass ich mich erneut übergab. Auf dem Weg zurück ins Zimmer bemerkte ich, dass mir etwas fehlte! Während des ruckartigen Übergebens im WC hatte ich meine Zahnspange mit Attrappe als Zahnersatz runtergespült. Das Teil war so was von weg, egal wie tief man ins Klo rein gegriffen hätte! Ich musste meiner Tauschfamilie also zu mindestens vom fehlenden Zahn berichten und daraufhin bot mir der Vater an, das Klo ab zu montieren aber das hätte zu lange gedauert und es wäre eine viel zu aussichtslose, ekelige Suche. Auf der Rückfahrt im Zug fiel mir dann auch noch meine Brille in die stinkende Zug-Toilette, diesmal war ich zum Glück vorsichtiger beim Abspülen und konnte sie retten.


Heute finde ich die komplette Geschichte immer noch extrem peinlich und ich schäme mich jedes Mal, wenn ich meine Gastfamilie besuche, kontaktiere etc. nur von dem Zahn wissen sie und finden es total witzig und erzählen es liebend gerne weiter! Nun denke ich mir einfach: Ach, damals war ich noch klein! Nun vertrage ich mittlerweile auch den französischen Wodka und was habe ich daraus gelernt? Zahnspange vorm Schlafen gehen entfernen und ein längeres Top und Tanga reichen nicht als Schlaf-Kleidung, besser einen Eimer neben das Bett stellen, Brille abnehmen, bevor man im Zug zur Toilette geht. Und für die Leute unter euch, die nicht so tollpatschig sind wie ich, ganz wichtig: Richtig viel essen vor dem Saufen mit einer großen Multikulti-Gastfamilie und kleine Pausen zwischendurch!
Und auch falls das hier jemand meiner Freunde liest und sich denkt, das Ende käme einem bekannt vor, die ganze Geschichte kennt keiner und wird auch keiner erfahren. Es ist das Ekeligste, Peinlichste, Unangenehmste, Traurigste und Demütigendste zugleich, was mir je passiert ist. Lange habe ich versucht diese Erinnerung zu verdrängen, nicht mal im Tagebuch steht davon berichtet. Doch dies war die perfekte Gelegenheit dies alles los zu werden und vielleicht werde ich auch irgendwann mal darüber so richtig lachen können. Wahrscheinlich, falls mir jemand diesen Beitrag hier zeigt.

Beichthaus.com Beichte #00031212 vom 15.05.2013 um 21:15:27 Uhr in 54439 Saarburg (Bahnhofstraße) (10 Kommentare).

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Meine Zeit in Rio

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Lügen Morallosigkeit Schamlosigkeit

Vor acht Jahren, ich war damals 18 (w), flog ich für drei Wochen in den Sommerferien nach Rio de Janeiro, um einen Portugiesischsprachkurs zu machen. Ich ging noch zur Schule und die Reise war für mich einfach ein großer Traum, für den ich lange gespart hatte. Natürlich hatte ich ziemlich Angst, alleine zu fliegen und alleine in einem fremden Land zu sein. Meine Eltern hielten mich sowieso für bekloppt. Mit 18 alleine nach Brasilien. Ich versprach ihnen hoch und heilig, nur mit meiner Gastfamilie unterwegs zu sein und nicht zu feiern oder nachts alleine rauszugehen.
Schon in der ersten Woche brach ich alle Versprechen. Meine Gastschwester war nur zwei Jahre älter als ich, und da sie zu diesem Zeitpunkt selber Sommerferien hatte, waren wir so gut wie jeden Tag Party machen, auf Partys eingeladen oder gingen was trinken. Ich lernte einen Haufen heißer Jungs kennen und machte so gut wie jeden Abend mit einem anderen rum. Den Sprachkurs ließ ich auch öfters ausfallen, obwohl ich dafür eine Menge bezahlt hatte. Das kam zum Glück nie raus. Eines Abends waren wir auf einer Studentenparty, ich hatte gekifft und hatte zudem noch eine Menge Alkohol getrunken. Im Vollsuff hatte ich dann mein erstes Mal, ich kann mich nicht mehr wirklich daran erinnern, wer der Glückliche war, aber ich weiß nur noch, dass es sehr viel Spaß gemacht hat. Die nächsten zwei Wochen verliefen nicht anders. Ich lernte so viele neue Leute kennen und war einfach fasziniert von der Gastfreundlichkeit und Offenheit der Brasilianer.
Nach den drei Wochen flog ich wieder nach Hause und musste meinen Eltern entweder die Wahrheit sagen, oder sie anlügen. Ich entschied mich für die zweite Möglichkeit und schwärmte ihnen von dem tollen Sprachkurs vor und wie toll die Lehrerin doch war. Dabei hatte ich einfach nur die geilste Zeit meines Lebens in Rio und hätte es jederzeit wieder so gemacht. Meine Eltern denken bis heute, dass ich eines der anständigsten Mädels auf der Welt war. Nein! Es tut mir leid, ich bin so versaut.

Beichthaus.com Beichte #00031204 vom 14.05.2013 um 21:27:28 Uhr (32 Kommentare).

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