Den Kopf im Klo

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Aggression Boshaftigkeit Vandalismus Engherzigkeit Schule München

Vor einigen Jahren, ich ging noch zur Schule, habe ich zufällig mitbekommen, wie ein Fünftklässler versucht hat, eine Toilette auf dem Schulklo zu verstopfen. Die Freude, die es ihm machte, als er Rolle für Rolle in die Schüssel hineinstopfte, konnte man ihm regelrecht ansehen. Das hat mich wütend gemacht und so habe ich noch einen Kumpel gerufen und der Spaß konnte losgehen. Wir haben ihn, wie man es aus den amerikanischen Filmen kennt, gepackt, seinen Kopf in ein Urinal gehalten und kräftig gespült. Der Kerl hat gewinselt, das glaubt keiner. Als wir ihn losgelassen haben, ist er natürlich auf und davon. Ich konnte ihm nicht einmal mehr klar machen, dass ich ihn das nächste Mal in eine richtige Toilette stecken würde. Nach der Aktion haben mein Freund und ich natürlich mit Ärger oder einem Verweis gerechnet. Doch da kam nichts. Scheinbar hatte der Kleine seine Lektion gelernt. - Ich glaube, ich hätte doch Lehrer werden sollen.

Beichthaus.com Beichte #00031601 vom 15.07.2013 um 18:08:02 Uhr in München (Nibelungenstraße) (15 Kommentare).

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Der Verlust meiner Seelenverwandten

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Engherzigkeit Falschheit Selbstsucht Verzweiflung Ungerechtigkeit

Ich möchte beichten, dass ich meine ehemalige beste Freundin aus egoistischen Gründen in einer für sie schweren Zeit allein gelassen habe, was ich nun seit Jahren bereue. Ich war damals ungefähr 11 oder 12 Jahre alt, sie war etwas älter. Wir waren schon seit Jahren sehr gut befreundet und ich habe mich noch nie einer Person so nahe gefühlt. Nun war es so, dass ich damals, außer ihr, gar keine wirklichen Freunde hatte, da ich in der Schule gemobbt wurde. Ich war das komische, etwas dicke, hässliche Kind, das seltsame Dinge tut - ich verstand damals viele soziale Dinge wie Freundschaft oder Gemeinschaft nicht richtig. Im Gegensatz dazu war sie schlank, hübsch, immer super angezogen und sehr beliebt. Obwohl sie mir öfter sagte, ich sei ihre allerbeste Freundin, war ich eifersüchtig auf ihren riesigen Bekanntenkreis. Ich steigerte mich in den Gedanken hinein, dass sie mich sicher nicht wirklich mögen würde und ich ihr eigentlich peinlich wäre. Dann kamen für sie sehr schwere Zeiten.


Ihr Vater war schon lange querschnittsgelähmt und ihre Mutter seit jeher sehr dominant und kein einfacher Mensch. Doch dann kamen noch andere gesundheitliche Probleme auf ihren Vater zu und er lag schlussendlich mit künstlichem Koma im Krankenhaus. Gerade diese Zeit suchte ich mir aus, um aus irgendeinem bescheuerten Grund Streit zu provozieren und dann den Kontakt komplett abzubrechen. Wahrscheinlich wollte ich mir selbst beweisen, dass ich sie nicht brauche, wirklich verstehe ich das heute auch nicht mehr. Ich ließ sie von einem Tag auf den anderen komplett fallen und zog mich zurück. Ich stieg auch von unserem Gruppenunterricht in der Musikschule auf Einzelunterricht um, ohne ihr etwas zu sagen. Nachdem sie das erfahren hatte, saß sie wohl noch eine Weile weinend draußen vor der Musikschule und da wurde mir das erste Mal ansatzweise klar, dass ich da etwas sehr Dummes getan hatte. Aber aus Stolz und Angst tat ich nichts weiter. Eine Weile später kontaktierte ich sie mit einer halbherzigen Entschuldigung und ohne Erklärung. Sie meinte aber, was da gelaufen war, wäre zu krass, und sie wollte erst mal keinen Kontakt mehr. Davon fühlte ich mich dann auch noch total gekränkt. Wenn wir uns später wiedersahen ignorierte ich sie total, obwohl sie immer freundlich zu mir war. Mittlerweile habe ich sie schon lange nicht mehr gesehen, wir leben inzwischen auch in verschiedenen Teilen Deutschlands. Hin und wieder suche ich online nach Informationen über sie, aber sie scheint überall abgemeldet zu sein.


Ich bereue es sehr oft, dass ich sie so behandelte und meine einzig wahre Freundin dadurch verlor. Ich komme nun wirklich nicht mit vielen Menschen klar und so habe ich mich noch nie mit jemandem verstanden. Ich würde fast sagen, wir wären Seelenverwandte. Ich stelle mir nun oft vor, wie es wäre, wenn wir noch befreundet wären, und wünsche mir sehr, dass wir uns mal wiedersehen oder irgendwie wieder Kontakt bekommen. Aber ich bin zu feige, sie noch mal zu kontaktieren und mich zu entschuldigen. Ich habe Angst, dass ich sie gar nicht mehr interessiere oder dass wir nichts mehr gemeinsam haben. Ich habe zwar aus meinen Fehlern gelernt und würde mich nie wieder so verhalten, aber mein Verhalten damals ist mir extrem peinlich und ich finde es einfach traurig, dass ein dummer Kinderfehler so etwas kaputt gemacht hat.

Beichthaus.com Beichte #00031599 vom 15.07.2013 um 02:23:38 Uhr (18 Kommentare).

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Die Kindergarten Lieblings Puppe

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Diebstahl Habgier Engherzigkeit Kinder Kindergarten

Als ich noch im Kindergarten war, hatten wir dort eine kleine Puppe. Alle haben sich um sie gestritten. So gut wie jeder hatte sie mal, nur ich nicht, und das hat mich richtig sauer gemacht. Deshalb habe ich sie einfach, als niemand hingesehen hat, eingesteckt. Die anderen haben ziemlich schnell bemerkt, dass sie weg war. Zwei haben sogar angefangen, deswegen zu weinen. Aber keiner hat herausgefunden, dass ich die Puppe geklaut habe. Ich habe sie übrigens immer noch. Sie sitzt auf meinem Schreibtisch, und jedes Mal, wenn ich sie sehe, denke ich an die wundervolle Zeit im Kindergarten zurück. Also an alle, die die Puppe damals vermisst haben: Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00031591 vom 13.07.2013 um 13:48:06 Uhr (10 Kommentare).

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Die Geschäfte meines Chefs

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Ekel Engherzigkeit Peinlichkeit Arbeit Chef

Die Geschäfte meines Chefs
Mein Chef hat die Angewohnheit, bei offener Badtür kacken zu gehen. Ich weiß das, weil sich das Licht im dunklen Flur spiegelt und der Geruch nicht unbemerkt bleibt. Ich bin leider die einzige Person, die außer ihm da ist, allerdings ist mir egal, ob er weiß, dass die nachfolgende Tat auf mein Konto geht. Unser Büro ist aufgebaut wie eine kleine Wohnung. Genau gegenüber der Badtür haben wir eine Überwachungskamera, die total überflüssig ist! Die Kameras werden morgens um sieben Uhr manuell angemacht. Und jeden Morgen, bevor mein Chef mal wieder mit offener Tür kacken geht, drehe ich die Kameras in Richtung Badtür. Man kann direkt auf den Donnerbalken blicken. Das Ganze mache ich jetzt seit einer Woche und siehe da - seit Neustem ist die Tür zu. Ich würde nur zu gerne das Gesicht der Sicherheitsleute sehen, die meinen Chef bei seinem Geschäft beobachten mussten. Es tut mir Leid, liebe Sicherheitsleute - aber Spaß muss sein. Wer lässt sich schon gerne vom Kackgeruch seines Chefs beflügeln?

Beichthaus.com Beichte #00031586 vom 12.07.2013 um 08:01:17 Uhr (15 Kommentare).

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Die Lügen über meine Familie

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Lügen Falschheit Engherzigkeit Verzweiflung Familie

Ich (w) beichte, dass ich permanent lüge. Ich muss zuerst erklären, dass mir schon relativ viel Mist passiert ist. Das Ganze ist also ein bisschen kompliziert. Es fing alles an, als ich zwei Jahre alt war und bei meinem Vater Krebs diagnostiziert wurde. Als ich sechs war, starb er. Kurze Zeit später verhaftete man meinen damals 16-jährigen Bruder wegen Drogen und einigen anderen Dingen. In der Schule fingen sie an, über mich zu reden. Daraufhin zogen meine Mutter und ich weg und die Lügen fanden ihren Anfang. Ich behauptete zum Beispiel, keinen Bruder zu haben. Die Sache mit meinem Vater erwähnte ich nur dann, wenn ich nicht mehr ausweichen konnte. Wenn dann alle ihr Mitleid bekundet haben, tat ich so, als wäre ich dankbar dafür und täuschte vor, ich würde meinen Vater vermissen. Doch in Wahrheit vermisse ich ihn nicht. Wie soll man jemanden vermissen, den man nie wirklich kennenlernen konnte? Ich hatte nie viel mit meinem Vater zu tun. Er hat die meiste Zeit nur dagelegen oder war auf Schmerzmitteln.
Als wir wieder umzogen und mein Bruder draußen war, änderte ich meine Strategie. Die ganze Familie behauptet nun, mein Bruder sei zeitweilig im Internat und später bei Verwandten in Amerika gewesen. Über meinen Vater erzähle ich, dass er sich von meiner Mutter getrennt hätte und ich keinen Kontakt mehr mit ihm will. So erspare ich mir das peinliche Schweigen, das auf die klischeehaften Mitleidsbekundungen folgt. Das alles tut mir leid. Dass ich meinen Bruder verleumdet habe, und dass es mir nicht möglich ist, etwas zu fühlen, wenn ich an meinen Vater denke. Auch, dass ich meine Freunde und Bekannten anlüge und sie denken, dass mein Vater ein Mistkerl sei. Er war ein netter Mensch. Das kann ich aus Fotos, Videos und den Erzählungen meiner Verwandten schließen. Manchmal weiß ich selbst nicht mehr so genau, weshalb ich das tue. Am liebsten würde ich einfach alles erzählen, aber ich habe Angst.

Beichthaus.com Beichte #00031580 vom 11.07.2013 um 02:12:26 Uhr (11 Kommentare).

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