Warum interessiert sich niemand für Politik?!

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Zorn Dummheit Gesellschaft Politik

Ich möchte beichten, dass mich meine Freunde auf Facebook nerven. Ich weiß, was ihr denkt, aber die meisten kenne ich mehr oder weniger persönlich, also sind sie keine Unbekannten, bei denen es mir egal wäre. Ich (m) interessiere mich sehr für Politik, Zeitgeschehen usw. und poste des Öfteren gesellschaftskritische oder politische Sachen, auch Artikel oder Meinungen über die man diskutieren könnte, oder welche man sich mal zu Herzen nehmen sollte. Aber wenn ich sehe, dass ich bei einem geposteten lustigem Bild direkt "Gefällt-mir" im zweistelligen Bereich habe, aber meine sinnvollen Artikel (anscheinend) von niemandem beachtet werden, frage ich mich, wie es mit der Gesellschaft weitergehen soll. Was ich aber eigentlich beichten will, ist: Wenn es zu einem Bürgerkrieg (Flüchtlinge) oder einem richtigem Krieg (Ukraine-Konflikt) kommt, hoffe ich insgeheim, dass alle, die sich jetzt nicht für die Themen interessieren und engagieren, gleich als Erste verletzt werden und die Sache nur mit bleibenden Verstümmelungen überleben. Oder dass sie wegen Gen-Mais, Chlor-Huhn oder Trinkwasserverunreinigungen krank werden. Ich weiß auch, dass man ein Interesse für Bestimmtes nicht erzwingen kann, aber schon aus Selbsterhaltungstrieb heraus, bin ich der Meinung, sollte man sich für Themen interessieren, die zumindest in naher Zukunft auch das eigene Leben betreffen werden.

Beichthaus.com Beichte #00036692 vom 23.09.2015 um 14:50:35 Uhr (46 Kommentare).

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Streit aus Langeweile

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Selbstsucht Engherzigkeit Hochmut Partnerschaft Ex

Ich möchte beichten, dass ich manchmal aus Langeweile mit meinem Ex-Freund Streit angefangen habe, obwohl es eigentlich gar keinen Grund gab. Ich habe dann voller Theatralik auf den Putz gehauen, nur um mich mal ein bisschen abzureagieren. Der arme Kerl musste viel mit mir durchmachen. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00036683 vom 22.09.2015 um 11:35:15 Uhr (20 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Die ersten sexuellen Erfahrungen im Studium

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Peinlichkeit Ekel Begehrlichkeit Verzweiflung Studentenleben

Ich (w/20) hatte vor Kurzem mein erstes sexuelles Erlebnis. Es ist nicht so, dass ich schlecht aussehe oder dumm bin und deshalb keinen Partner finde. Ich habe einfach nur keine Lust, etwas mit einem Kerl anzufangen, der nur seinen Trieb abreagieren will und dem ich als Mensch an und für sich nichts bedeute. Auch wenn man online Jungs kennenlernt, kommen nach kürzester Zeit eindeutige Aufforderungen und das kotzt mich an. Dementsprechend blieb es seit meiner Jugend beim Küssen und Fummeln - mehr aber auch nicht. Ich fürchte, ich werde als eiserne Jungfrau sterben müssen. Nun aber zu meiner eigentlichen Beichte: Mein erstes sexuelles Erlebnis fand im Studium statt. Man muss dazu sagen, dass ich Veterinärmedizin studiere.


Nun sollte unsere Gruppe einem Zuchthund eine Samenprobe entnehmen und ich wurde, warum auch immer, aus einer Gruppe von elf Personen dazu auserkoren. Mein erstes sexuelles Erlebnis lief also darauf hinaus, dass ich einem Rüden in medizinischem Umfeld mit Latexhandschuhen unter den Blicken meiner Kommilitonen und unseres Professors einen runtergeholt habe. Das ist nichts, worauf ich stolz bin, und es tut mir leid, dass ich nichts Interessanteres zu beichten habe, aber ich kann über so etwas mit niemandem sprechen und musste mir das einfach von der Seele reden. Ich hoffe, dass ich noch beizeiten einen netten jungen Mann kennenlerne, mit dem ich eine Beziehung eingehen, ihn heiraten und eine Familie gründen kann. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00036677 vom 21.09.2015 um 08:08:14 Uhr (31 Kommentare).

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Dank Alkohol auf der Intensivstation

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Diebstahl Maßlosigkeit Trunksucht Last Night

Ich (w) habe bei meiner ersten ernsthaften Erfahrung mit Alkohol maßlos übertrieben. Ich war 14 und wusste nicht, dass das Zeug ganz schön gefährlich sein kann, vor allem, wenn man noch nichts verträgt. Die Erinnerungen lassen rapide ab nach dem Zeitpunkt, da ich aus einer Flasche Klarem von der Tankstelle trank, als wäre es Wasser, nachdem ich sie im Schnee gekühlt hatte. Ich war mit einer Freundin unterwegs und wir sind nur sinnlos mit Straßenbahnen herumgefahren, ich sollte bei ihr schlafen. Wir hatten uns Personalausweise von Schülerinnen aus höheren Klassenstufen geklaut, die uns ähnlich genug sahen, um damit in Clubs durchzukommen. Ich wachte dann jedenfalls nach sechsstündigem Koma in der Intensivstation auf, ohne zu raffen, wo ich bin. Als meine Freundin, die sich nicht ganz so krass abgeschossen hatte, wie ich, mich darüber aufklärte, was geschehen war, und dass ich eine Analsonde in meinem Po hatte, musste ich derbe lachen, weil ich noch nicht wieder nüchtern war. Sie aber schon, dementsprechend unerfreut zeigte sie sich über meine Reaktion.


Während meiner geistigen Abwesenheit hatten sich so einige unerfreuliche Dinge zugetragen. Ich hatte mich eingekotet, eingenässt und mich auch sonst sehr peinlich verhalten - unsere Eltern waren da und beim Entleeren unserer Taschen war natürlich auch unser Diebesgut entdeckt worden. Es war der absolute Vertrauenbruch. Meine Mutter verlangte selbstverständlich von mir, dass ich mich bei dem Mädchen, deren Ausweis ich hatte, entschuldige und ihr diesen zurückgebe. Ich versprach, dies zu tun, dachte aber nicht im Traum daran. Zu allem Überfluss kannten wir sie auch noch persönlich, denn es war die große Schwester meiner besten Kindergartenfreundin. Ich hinterlegte den Ausweis dann Monate nach dem Vorfall auf einer Mädchentoilette unserer Schule, wegen meines schlechten Gewissens und meinem Wunsch, ihn einfach los zu sein. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00036673 vom 20.09.2015 um 18:32:31 Uhr (10 Kommentare).

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Mein bester Freund ist ein perverser Exhibitionist

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Ich (w/24) möchte beichten, dass ich die Schuld daran trage, dass meinem - bis vor Kurzem - besten Freund der Ruf und damit auch sein Leben in seiner Heimatstadt zerstört wurde. Zur Vorgeschichte: ich habe diesen Mann im Internet kennengelernt, als ich fünfzehn war und er zu diesem Zeitpunkt 31. Und gleich vorweg - nein, er hat nicht einmal im Ansatz irgendwie versucht, mich zu belästigen. Ich schrieb ihn damals an, weil er sympathisch aussah, und das war er auch von Anfang an. Nett, klug, hilfsbereit und vor allem immer hochanständig. Später sagte er mir, als ich schon volljährig war, dass in seiner Gedankenwelt Sex und Jugendliche einfach unvereinbar sind. Mein Großer, wie ich ihn nannte, war immer für mich da. Er machte mit mir den ersten Liebeskummer durch, die altersüblichen Probleme mit Schule und Familie, und ich konnte ihn, was ich auch mehr als einmal tat, auch nachts um drei anrufen, und er fragte immer zuerst, ob es mir gut gehen würde und ich in Sicherheit wäre.


Als ich 18 war, lernten wir uns auch persönlich kennen, und er war genauso wie in Skype und am Telefon. Lieb, freundlich, nett, kompetent. Er war aber zu der Zeit, in der wir uns kennenlernten, verlobt und er machte mir auch nach der Verlobung keinerlei Avancen. Wir waren auch nie verliebt ineinander. Ich schlief bei ihm im Bett, aber nie mit ihm, und fühlte mich einfach sicher und geborgen. So, nun aber endlich zum Thema. Wir kamen irgendwann natürlich auch ins Gespräch über sexuelle Vorlieben und Abneigungen, und er stellte sich als sehr erfahren heraus, meinte, er habe sich ausgelebt, aber einen Wunsch nie erfüllt bekommen. Er sagte mir aber nie, was. Eines Abends, wir hatten beide etwas getrunken, vertraute er es mir dann aber doch an: Er hat den Wunsch, dass ihm eine Frau dabei zusieht, wie er sich befriedigt. Aber nicht wie die unglaublich vielen Kerle, die es vor der Webcam machen, sondern real. Allerdings möchte er, dass die Frau sich dabei nicht einmal auszieht, weil das den Reiz ausmacht. Und später an dem Abend bat er mich, diese Frau zu sein.


Ich habe dann zwei Fehler gemacht: ich habe völlig überreagiert und ihm vorgeworfen, mich dafür quasi aufgespart zu haben und habe die Wohnung verlassen. Er rief mir noch nach, bitte darüber zu schweigen, was mich in der Wut dazu brachte, eine gemeinsame Bekannte anzurufen und es ihr brühwarm zu erzählen. Zwei Tage später war er im ganzen Umfeld als perverser Exhibitionist verschrien, und eine andere Frau bestätigte, er habe sie auch gefragt, er wäre ein Schwein. Dass er mir diese Frage nur stellte, weil er mir sehr vertraute, habe ich in meiner grenzenlosen Dummheit nicht begriffen. Nun, da das Ganze immer größere Kreise zog und sogar im blauen sozialen Netzwerk landete, worauf sich die meisten seiner Freunde von ihm abwandten, beschloss er, umzuziehen und woanders neu anzufangen. Mit mir hat er seitdem, außer einer SMS mit dem Wort "Warum?", kein Wort mehr geredet. Ich bin so dumm, ich habe meinen besten Freund, den Mann, der mich mehr als einmal vor Dummheiten und Risiken bewahrt hat, wegen nichts und wieder nichts vernichtet, nur weil ich zu dumm war, eine Minute nachzudenken.


Ich weiß nicht einmal, wieso ich so überreagiert habe. Immerhin schlief ich im selben Bett, er hat mich mehrmals nackt gesehen und selbst da nichts gemacht, was irgendwie belästigend gewesen wäre, obwohl er mir dauernd Komplimente machte. Es wäre eigentlich echt nichts dabei gewesen, ihm seinen Wunsch zu erfüllen und ihm den Spaß zu gönnen. Mein Großer, wenn du das hier liest, und ich kenne diese Seite ja durch dich, bitte, ruf an, schreib, melde dich. Du musst mir nicht verzeihen, wenn du es nicht kannst. Aber wenn es was bringen würde, bekämst du ein Zuseh-Abo auf Lebenszeit von mir. Ich will nur wissen, dass es dir gut geht und dass du weißt, dass deine Kleine nichts im Leben so sehr bereut wie diesen dummen, dummen Fehler. Ich habe dich doch lieb.

Beichthaus.com Beichte #00036669 vom 20.09.2015 um 08:17:45 Uhr (23 Kommentare).

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