Zerstörung ist mein Hobby

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Boshaftigkeit Morallosigkeit Vandalismus Dummheit Nachbarn Kuhfelde

Ich möchte beichten, dass ich mich ständig daneben benehme und dadurch großen Ärger verursache. Ich mache mir einen Spaß daraus, die Leute zu ärgern. Ich packe ihnen im Kaufhaus Dinge in die Tasche und melde den Verkäufern, dass ich sie beim Klauen gesehen habe, oder ärgere kleine Kinder so lange, bis sie fürchterlich heulen. Seit Neuestem klaue ich die Smartphones meiner Kollegen und lösche alle Speicher, das gleiche mache ich gern an Rechnern. Außerdem habe ich fast immer eine Zange dabei, um die Kabelanschlüsse meiner Nachbarn durchzuschneiden - besonders gerne, wenn ich weiß, dass sie eine Sendung sehen wollen. Ich habe mir auch schon Vorhängeschlösser und dicke Ketten gekauft, mit denen ich Fahrräder anschließe. Selbstverständlich hetze ich auch immer Leute gegeneinander auf, indem ich Gerüchte in die Welt setze. Es tut mir wirklich leid, aber ich kann nicht anders.

Beichthaus.com Beichte #00033381 vom 02.06.2014 um 14:41:02 Uhr in Kuhfelde (24 Kommentare).

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Patienten ohne Krankheit

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Zorn Hass Dummheit Gesundheit Unfall

Ich (w) arbeite beim Rettungsdienst. Ich könnte mir keinen schöneren Job vorstellen. Ich habe auch kein Problem damit, bei Nacht und Nebel, Regen und Eis auszurücken und nachts um 3 zermatschte Menschen aus den Autowracks zu ziehen. Ist halt mein Ding. Es gibt nur eine Sache, bei der ich und die Kollegen einen riesigen Hals kriegen, und zwar die Menschen, die aus Langeweile anrufen, und meinen, uns als Taxi benutzen zu müssen. Oder nachts um halb 2 glauben, sie bräuchten unbedingt jetzt einen Schwangerschaftstest. Diese Menschen nehmen eventuell wirklich kranken und verletzten Menschen die Möglichkeit weg, den nächstgelegenen Rettungswagen zu bekommen. Stattdessen muss dann einer aus der Nachbarstadt kommen. Das kostet Zeit, wenn auch nur wenige Minuten mehr, aber es kann über Leben und Tod bestimmen. Meine Beichte ist nun, dass wir manchmal, bei genau solchen Patienten, die meinen, sie müssten nach drei Wochen mit Bauchweh mal zum Arzt, obwohl es sich nicht verschlimmert hat, kleine Gemeinheiten machen. Da wird schon einmal der Zugang mit der größten Braunüle gelegt, die wir haben, und das ziept natürlich ordentlich, weil die Nadel nicht gerade klein ist. Dann werden auch mal gemeine Kommentare bei der Übergabe im Krankenhaus abgegeben, worauf die Schwestern und Ärzte ebenfalls eingehen, weil sie einfach nur noch derbe genervt sind. Wir machen natürlich nie etwas, was den Patienten wirklich schaden könnte, allerdings helfen uns solche Sachen den Frust abzubauen.

Beichthaus.com Beichte #00033377 vom 01.06.2014 um 17:50:22 Uhr (12 Kommentare).

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Neid ist die größte Anerkennung

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Neid Hass Verzweiflung Begehrlichkeit

Ich (m) bin jetzt 28 und immer noch ein kompletter Anfänger. Bevor ich vor circa anderthalb Jahren angefangen habe, 34 Kilo abzunehmen, war noch alles in Ordnung. Es sind noch 15 Kilo bis zum rechnerischen Normalgewicht und es waren insgesamt 131 Kilo. Es störten mich außerdem, die "Schwangerschaftsstreifen", die an meinem viel zu großen Bauch zurückgeblieben sind. Entfernen kann man diese ja nicht - und da ist dann noch mein genetisch bedingter Haarausfall. Durch das Abnehmen bekam ich jedoch einen schönen Schub Selbstvertrauen, auch wenn das nicht lange hielt. Vor ein paar Monaten bekam ich dann wieder Kontakt zu einer alten Internetbekanntschaft - auch wenn wir uns nie gesehen haben. Irgendwann beichtete sie mir, dass die Bilder, die sie mir geschickt hatte, nicht sie zeigten. Wir verstanden uns zwar gut, aber nachdem ich dann tatsächlich ein Bild von ihr gesehen hatte, beendete ich das Ganze, weil ich mit der Lüge nicht klarkam. Wir hatten uns ja eh noch nie wirklich getroffen.


Und hier fängt das eigentliche Problem an. Vor dieser Bekanntschaft hätte ich zwar auch gerne eine Freundin gehabt, aber meist war es mehr im Bereich "wäre schön", auch wenn es eigentlich schon lange mal Zeit war. Nun, sie hat trotz ihrer Lüge meinen Jagdtrieb geweckt. Doch wie ganz am Anfang schon geschrieben, ich bin ein absoluter Anfänger. Ein Mensch mit unfreiwillig fehlenden Erfahrungen. Flirten konnte ich noch nie, Freunde habe ich immer schon wenige gehabt, momentan habe ich nur einen. Meine körperliche Unzulänglichkeit in Form von hängender Haut und den Geweberissen am Bauch habe ich meiner eigenen Faulheit in jüngeren Jahren zu verdanken. Nun war es noch nie leicht, Erfahrungen zu sammeln, da ich auch noch furchtbar schüchtern bin. Inzwischen versuche ich daran etwas zu ändern, aber durch die Versuche, Frauen kennenzulernen, kommen in mir immer öfter schlechte Laune und vor allem Neid auf. Neid auf Menschen mit Beziehungen - egal ob kurz oder lang. Neid auf alle, die sich getraut haben, sich zum Deppen zu machen und Liebe bekommen haben. Aber auch auf jene, die Ablehnung erfahren haben, und trotzdem fähig waren, damit umzugehen und daraus zu lernen. Neid auf Menschen, die nie den Fehler gemacht haben, nicht auf sich zu achten. Und Hass auf solche, die genetisch sogar dazu veranlagt sind, gut aussehend zu sein, essen können, was sie wollen und höchstens Bauchschmerzen bekommen. Neid ist das größte Maß an Anerkennung, so sagen einige. Nun - damit bekommen sehr viele Menschen, sehr viel Anerkennung von mir. Aber das macht es nicht besser. Ich bin neidisch und hasse sie ungerechtfertigt, weil ich selbst Fehler gemacht habe, deren Folgen ich nicht beseitigen kann. Und auch wegen genetischer "Nachteile". Und ich weiß, dass es falsch ist.


Ich stehe vor der Tür zur Welt, zu anderen Menschen und habe den Schlüssel in der Hand. Ich traue mich aber nicht, sie aufzumachen. Dass ich nicht Brad Pitt sein muss, um eine interessante Frau für mich zu begeistern, weiß ich natürlich. Aber trotzdem: Zwei Menschen lernen sich über Anziehung kennen und diese erfolgt anfangs visuell. Erst später ist es wichtig, wer man ist, nur so weit komme ich erst gar nicht. Deshalb bleibe ich stehen und schaue nur zu. Oh - ehe ich es vergesse: Geld für einen Psychiater kann ich nicht aufbringen, sollte jemand meinen, ich bräuchte einen. Ich verwende mein Geld nämlich für Weiterbildungen, damit ich wenigstens beruflichen Erfolg haben kann.

Beichthaus.com Beichte #00033374 vom 01.06.2014 um 14:17:22 Uhr (8 Kommentare).

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Modifizierte Pannenstatistik

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Morallosigkeit Falschheit Wirtschaft Auto & Co.

Ich (m/28) habe während meines Studiums einen Aushilfsjob bei einer großen Automobilzeitung angefangen. Ich war zwar nur eine Bürohilfe, dennoch kriegt man über die Jahre einiges davon mit, wie die Branche so läuft. Käufer von Automagazinen kann man grob in zwei Kategorien einordnen. Kategorie Eins: die Dauer-Abonnenten, die die Zeitschrift als Klo-Lektüre benutzen. Genannte Abonnenten bringen zwar einen konstanten Umsatz, doch kann keine große Zeitschrift von ihren Verkaufszahlen leben. Das Geld kommt über die Werbung. Und hier treffen wir auf Kategorie Zwei: potenzielle Autokäufer, die zur Zeitung greifen, weil sie in nächster Zeit planen, ein neues oder gebrauchtes Automobil zu erwerben. Diese Leser sind für die Autofirmen bares Geld wert, da sie so ihre Zielgruppe direkt ansprechen können. Einfach nur Werbung zu schalten genügt da aber natürlich nicht, schließlich kauft man das Heft nicht wegen der Werbung, sondern wegen der Testurteile. Für einen positiven Testbericht zu bezahlen geht natürlich auch nicht, ansonsten würde man sich ja unglaubwürdig machen. Das Geld kommt über andere Wege rein. So werden gerne Werbebudgets geschlossen, die jenseits von Gut und Böse liegen.


Auch exklusive Berichterstattung und Informationen sind teil der Bezahlung. Entsprechend lautet dann auch der Tenor von oben, wie kritisch oder positiv geurteilt werden soll. Rückrufaktionen anderer Hersteller sollen breitgetreten, Autos möglichst kritisch betrachtet werden. Ich möchte an dieser Stelle an einen Automobil-Club verweisen, der sicher nicht aus Nächstenliebe zur deutschen Wirtschaft Pannenstatistiken "modifiziert" hat - dahinter stecken exklusive Serviceverträge und Weiteres. So werden Autos mancher Marken bis Baujahr XY einfach nicht in die Statistik aufgenommen, weil man mit diesen Händlern Serviceverträge geschlossen hat und man den Wagen nicht als unabhängiger Dienstleister repariert oder abschleppt, sondern im Werksauftrag des Automobilherstellers XY. Ich kann wirklich jedem, der vor dem Kauf eines Autos steht, nur ans Herz legen, auch zu einem internationalen Automagazin beziehungsweise Test zu greifen.

Beichthaus.com Beichte #00033372 vom 01.06.2014 um 09:41:53 Uhr (8 Kommentare).

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Langfinger am Wäschekorb

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Fetisch Dummheit Peinlichkeit Morallosigkeit Feigheit

Vor einigen Jahren, kurz vor meinem letzten Arbeitstag bei einer Firma, die mir meinen ersten Job ermöglichte, wurde ich zum jährlichen Sommerfest eingeladen. Eine ausgelassene Feier auf der Donau-Insel, mit viel Alkohol und verstecktem Cannabis-Konsum mit einigen netten Kollegen. Ich ließ mich herzhaft und ausgelassen feiern. Ich sah die damalige Feier auch gleichzeitig als Abschiedsfeier. Der sogenannte "harte Kern" zog in den Morgenstunden weiter. Einer der Kollegen lud in den ersten Bezirk in seine Wohnung ein, um noch weitere Flaschen Bier zu trinken. Seine Freundin war ebenfalls zu Hause und war gerade beim Aufstehen. Wir waren ungefähr 8-10 Personen und machten es uns im Wohnzimmer gemütlich. Es wurde getratscht und viel gelacht und getrunken. Ich war bereits müde und auch sehr betrunken und stand auch unter starkem Einfluss von Cannabis. Als ich kurz die Toilette aufsuchte, überkam mich die körperliche Lust, und da ich einen ausgeprägten Fetisch zu getragener Damenunterwäsche habe, schaute ich mich im Badezimmer nach dem Wäschekorb um. Es war leider keiner zu sehen. Ich wusch mir die Hände und verließ das Badezimmer. Genau vor mir stand die Schlafzimmertür offen und ich konnte in der Ecke beim Fenster den Schmutzwäschekorb sehen. Ohne nachzudenken, ging ich in das Schlafzimmer und fing an, im Wäschekorb nach getragener Unterwäsche zu suchen. Als mir bewusst wurde, dass ich bereits seit langer Zeit den anderen Gästen fern geblieben war und es demnach Zeit werden würde, wieder zurück ins Wohnzimmer zu gehen, bemerkte ich, dass die Hausherrin bereits bei der Schlafzimmertür stand und mich beobachtete, wie ich meine Finger im Wäschekorb hatte.


Sie wusste natürlich sofort, was los war und fragte mich, was ich hier suchen würde. Ich konnte mich vor Schreck und wahrscheinlich auch wegen des Alkohol- und Drogeneinflusses aber nicht artikulieren. Sie rief nach ihrem Freund, während sie ins Wohnzimmer eilte. Ich lief hinterher und setzte mich wieder zu den Anderen. Sie erzählte alles ihrem Freund, während alle anderen und ich nur da saßen und nicht glauben konnten, was sie hörten. Alle meine Arbeitskollegen und Kolleginnen fingen an, sich lustig zu machen und ich versank vor Scham in meinem Sitz. Die Hausherrin war überhaupt nicht amüsiert und wies ihren Freund an, mich der Wohnung zu verweisen. Er sprang sofort auf und packte mich am Arm, um mich ins Vorzimmer zu zerren. Ich wehrte ihn ab und fing an, meine Sachen vom Tisch aufzusammeln und folgte den beiden dann ins Vorzimmer. Mein Kollege hatte bereits meine Jacke in der Hand und die Wohnungstür stand offen. Ich zog mir meine Schuhe an und brachte während der ganzen Zeit kein einziges Wort heraus. Währenddessen hörte ich aus dem Wohnzimmer Gelächter und Gekichere. Ich wollte nur so schnell wie möglich weg und das alles hinter mir lassen. Dann kam die Hausherrin auf die Idee, dass ich durchsucht werden sollte, weil man ja nicht wissen könne, ob ich nicht nur ein Perverser, sondern vielleicht auch ein Dieb sei.


Es wurden wilde Vorwürfe und Anschuldigungen geäußert - und obwohl ich den Eindruck nicht los wurde, dass es ihn mehr amüsierte als beängstigte, fing er an, meine Taschen zu durchsuchen. Ich ließ alles geschehen. Die Peinlichkeit stand mir ins Gesicht geschrieben. Als auch sie zufrieden war, wurde ich unsanft aus der Wohnung geschoben und mit einem letzten Schubs ins Treppenhaus gestoßen. Hinter mir knallte die Türe zu und ich machte mich auf den Heimweg. Erst nach einigen Stunden Schlaf und Ausnüchterung begriff ich, was eigentlich passiert war und schämte mich dadurch noch mehr. Es ist nun viele Jahre her, aber ich denke noch immer oft an das Geschehene. Es tut mir vor allem für sie leid, weil sie offensichtlich geschockt war, da ich so dreist ihre Privatsphäre verletzt hatte. Soweit ich mich erinnern kann, waren die beiden wirklich sehr nette Leute und auch außerordentlich gastfreundlich. Mir sitzt der Schock, erwischt worden zu sein, heute immer noch tief in den Gliedern, aber ich kann mir gar nicht ausmalen, wie es für die netten Herrschaften sein muss. Ich finde, sie haben es nicht verdient, so einen Vertrauensbruch erlebt zu haben und dafür möchte ich mich entschuldigen und um Vergebung bitten. Ich würde mich aber niemals trauen, die beiden zu besuchen, um mich persönlich zu entschuldigen. Alle anderen Anwesenden, die ja unbeteiligt waren, waren sichtlich amüsiert und machten sich über mich lustig. Diesen direkten Peinlichkeiten an jenem Morgen ausgesetzt gewesen zu sein war aber damals nicht schlimm für mich, da ich es offensichtlich verdient hatte. Traurig finde ich nur, dass ich mich nicht traue, meine Ex-Kollegen und Kolleginnen im Büro zu besuchen, auch wenn es schon so lange her ist.

Beichthaus.com Beichte #00033365 vom 30.05.2014 um 16:18:03 Uhr (12 Kommentare).

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