Das sind alles Nichtsnutze

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Trägheit Faulheit Zorn Verzweiflung Studentenleben

Ich fühle mich furchtbar, bin aber schlicht nicht konsequent genug, langfristig etwas an meiner Lage zu ändern. Es stehen wieder mal Prüfungen an, ziemlich viele sogar, damit ich nächstes Semester meine Abschlussarbeit schreiben kann. Ich war kein guter Schüler und im Studium wurde die Lage nicht einfacher. Ich habe tolle Eltern, eine wundervolle Partnerin und aktuell keine Geldsorgen. Die Randbedingungen sind also gut, wenn ich das hier vermassele, bin allein ich daran schuld. Aber ich verfalle wochenlang in Selbstmitleid, hege Groll gegen meine unfähigen Lernpartner, weil meine Freunde schneller vorangekommen sind als ich und jetzt andere Prüfungen haben. Die anfängliche Kennenlernphase ist vorbei, Cliquen gebildet und mir fällt es schwer, wieder Anschluss zu finden. Ich halte irgendwie alle für kleine Nichtsnutze, die vermutlich nicht einmal eine Waschmaschine bedienen können. Darum bin ich unzufrieden mit mir selbst, fühle mich allein und dumm und unfähig. Deshalb schaffe ich auch die Dinge nicht, die offensichtlich alle anderen um mich herum geregelt bekommen.

Beichthaus.com Beichte #00031742 vom 14.08.2013 um 16:16:18 Uhr (11 Kommentare).

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Besser als meine Peiniger

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Zwang Zorn Ungerechtigkeit Verzweiflung

Ich (w/25) möchte etwas loswerden, worüber ich mir erst in den letzten Wochen richtig klar geworden bin. Als Kind war ich eine unscheinbare Person - klein, bleich, schüchtern und ruhig. So wurde ich von niemandem wahrgenommen, ich durfte höchstens als Opfer hinhalten. Deshalb begann ich, auf meine Weise auffallen zu wollen. Dies erreichte ich mit schulischer Leistung. Ich kann mich erinnern, dass ich auf allen Schulen, die ich besuchte, Klassenbeste war. Aber ich habe immer wahnsinnig unter meinem selbst aufgezwungenen Druck gelitten. Nun, mit dem Alter kam der Freund und mit ihm ein wenig Selbstbewusstsein. Dennoch konnte ich mich von diesem Zwang nicht mehr befreien. Und es breitete sich auch noch auf alle Bereiche meines Lebens aus. Ich entwickelte eine Art Selbsthass, weil ich einfach nicht perfekt sein kann. Das wirkt sich auf viele Arten aus: Ich kann nicht ungeschminkt aus dem Haus, muss immer "schöne" Kleidung tragen und will immer dünner sein, als die Anderen. Komplimente kann ich nie annehmen und ich mache mich immer schlechter, als ich bin. Ich leide darunter, wenn jemand mich nicht mag, und will es immer allen recht machen. Ich habe vor einiger Zeit meine Beziehung durch meine krampfhafte Suche nach Fehlern beinahe zerstört. Dabei ist mein Freund einer der Wenigen, die hinter meine Fassade sehen.


Ich bin inzwischen recht beliebt, habe einen lieben Freund und sollte mich auf eine tolle Zukunft freuen, da ich nicht zufriedener sein könnte. Und das ist meine Beichte. Ich bin mir bewusst, wie dieser selbst auferlegte Zwang mein Leben beeinflusst, trotzdem schaffe ich es nicht, davon loszukommen. Ich trage nämlich eine unglaubliche Wut in mir - wegen all jener, die mich schlecht behandelten. Deshalb verfolge ich auch meine Ziele - ich will stärker und mächtiger sein als meine Peiniger, damit ich es ihnen heimzahlen kann. Krank, nicht?

Beichthaus.com Beichte #00031741 vom 14.08.2013 um 09:20:25 Uhr (16 Kommentare).

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“Beichte

Gefühlskalt

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Verzweiflung Vorurteile Engherzigkeit Niedersimten

Ich (m/30) kann keine Gefühle zeigen. Also das heißt, wenn ich eine Komödie schaue, kann ich herzhaft lachen, und auch wenn etwas Schlimmes in den Nachrichten gezeigt wird, bin ich fähig, Betroffenheit zu zeigen. Aber wenn es sich dann um meine Mitmenschen dreht, dann geht einfach gar nichts mehr. Ich kann meiner Mutter nicht sagen, dass ich sie liebe und dass ich froh bin, so eine tolle Mutter zu haben. Wenn ich es versuche, habe ich eine Art Blockade, die mich daran hindert und wechsele schnell das Thema. Auch meiner kleinen Schwester kann ich nicht sagen, dass ich stolz auf sie bin. Und in einer Beziehung, die ich mit einer Frau führe, die ich wirklich liebe, sage ich so gut wie nie "Ich liebe dich". Wenn vor mir ein Kind hinfällt und weint, mache ich nur einen Schritt zur Seite und gehe weiter. Natürlich tut mir das Kind leid, aber ich kann ihm einfach nicht aufhelfen und es mit einem Lächeln trösten. Ich kann auch einer Hundebesitzerin, die sich freundlich lächelnd dafür entschuldigt, dass ihr kleiner Hund mich angesprungen hat, nicht mit einem Lächeln antworten, dass es schon Okay ist. Nein, ich starre nur kurz den Hund an und laufe dann ausdruckslos weiter. Ich kann es nicht, obwohl ich der Umwelt sehr gerne meine Gefühle mitteilen würde.


Dabei bin ich eigentlich ein sehr freundlicher und hilfsbereiter Mensch. Deshalb möchte ich beichten, dass ich nicht fähig bin, diese Dinge zu ändern, obwohl ich fürchte, dass man mich deshalb für arrogant und eingebildet halten könnte.

Beichthaus.com Beichte #00031740 vom 14.08.2013 um 02:40:21 Uhr in 66955 Niedersimten (19 Kommentare).

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Für die schönen Dinge im Leben

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Habgier Prostitution Morallosigkeit Schamlosigkeit Shopping Düsseldorf

Ich möchte mal loswerden, dass ich mit Männern schlafe, um an schöne Dinge zu kommen. Anfangs war es komisch, aber mit der Zeit wurde es Routine. Meistens suche ich jemanden, der so aussieht, als hätte er Geld und plaudere dann gescheit daher. Ich bin scheinbar […]
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Beichthaus.com Beichte #00031739 vom 13.08.2013 um 18:29:36 Uhr in Düsseldorf (Königsalle) (35 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Leben und leben lassen

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Aggression Boshaftigkeit Hass Vorurteile Gesellschaft

Ich möchte hiermit beichten, dass ich bei homophoben Menschen derartige Aggressionen und Mordgelüste bekomme, dass ich mich eigentlich dafür schämen sollte. Eigentlich bin ich ein ruhiger Mensch, der alles und jeden toleriert, aber diese verkorksten Ansichten kann […]
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Beichthaus.com Beichte #00031738 vom 14.08.2013 um 06:59:53 Uhr (30 Kommentare).

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