Ein unbeschwertes Leben als Prostituierter

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Prostitution Lügen Falschheit

Ich (m/21) bin homosexuell. Vorab: Ich bin keine dieser Schicki-Micki-Tunten, die geschminkt und mit Tütü auf der Straße zur "Gay Pride"-Parade rumhüpfen und T-Shirts mit dem Aufdruck "I'm proud to be gay" tragen, ich bin ein ganz normaler junger Mann mit leicht femininen Zügen, aber ansonsten ist alles ganz normal an mir, davon abgesehen, dass ich nicht auf Frauen, sondern auf Männer stehe. Ich habe sowieso noch nie verstanden, wie man stolz auf seine Sexualität sein kann. Soll doch jeder knattern und pimpern, wen und wie er will, vorausgesetzt, beide Parteien haben ihren Spaß an der Sache. Mit 13-14 merkte ich, dass mich Jungs viel mehr interessierten als Mädchen und so kam es, dass ich mit 16 mein erstes Mal mit einem anderen Jungen hatte. Kurz darauf habe ich mich dann geoutet und nach dem ersten Schock innerhalb der Familie glätteten sich die Wogen und man akzeptierte meine Sexualität. Unter meinen Freunden gab es zwar einige, die sich schockiert von mir abgewendet haben und mir Wörter an den Kopf warfen, oder schlechte Dinge über mich verbreiteten, aber zu denen habe ich den Kontakt abgebrochen und damit war die Sache gegessen.


Nun zu meiner Beichte: Ich habe nach der Schule eine gute Ausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik gefunden und angefangen. Über die Jahre nach meinem Coming-out und ab meinem 18. Lebensjahr hat sich bei mir eine Art Vorliebe für sogenannte Gangbang-Partys breitgemacht, das heißt, ich treffe mich mit mehreren Männern - meist etwas älter, so um die 40-45 - und lasse mich an einem Abend mehrere Stunden lang nach allen Regeln der Kunst benutzen. Dabei bin ich größtenteils der passive Part. Irgendwann habe ich herausgefunden, dass es auf gewissen Seiten Leute gibt, die genau solche Jungs, auch "Sissys" genannt, für einen Abend und mehrere hundert Euro quasi mieten. Am Anfang war mir zwar etwas mulmig bei dem Gedanken, mich für Geld mit diesen Männern zu treffen, doch ich nahm Kontakt zu einem der Männer auf und nach einigen Stunden des Hin und Her fasste ich einen Entschluss und sagte zu, mich für 500 Euro mit fünf Männern zu treffen und mich von ihnen benutzen zu lassen. Zuerst war es komisch, doch das änderte nichts daran, dass der Sex mit den Kerlen unbeschreiblich gut war. Und durch den Gedanken, mich zu prostituieren, wurde ich richtig wuschig. So kam es dazu, dass ich am nächsten Morgen um 500 Euro reicher war und mich nicht einmal dafür schämte. Im Gegenteil, ich habe es regelrecht genossen, was an diesem Abend mit mir gemacht wurde. Das Ganze wiederholte ich noch ein paar Mal und teilweise sprangen noch ein paar Scheine mehr dafür für mich heraus, doch es war neben meinem eher bescheidenen Gehalt als Azubi ein schöner Nebenverdienst.


Dann kam es dazu, dass ich nach meiner Ausbildung nicht von meiner Firma übernommen wurde, da der Betrieb rote Zahlen schrieb und man es sich nicht leisten konnte, weitere Gesellen einzustellen. Das war vor zwei Jahren. Seitdem habe ich nicht mehr in einer Firma gearbeitet, sondern verdiene mir mein Geld durch Abende, an denen ich mich mit Männern treffe und dort ordentlich die Sau rauslasse. Da ich ursprünglich vom Land komme und es immer eine Tortur war, mit dem Bus oder der Bahn in die große Stadt zu fahren, um mich mit anderen zu treffen, habe ich mittlerweile eine eigene Wohnung. Und ich nage mit meinem neuen "Beruf" nicht am Hungertuch. Wenn ich an einem Abend teilweise 600-700 Euro kriege und das auch mehrmals im Monat mache, habe ich mehr Geld zusammen, als ich in einer Firma verdienen würde. Bei den Preisen ist teilweise sogar noch Luft nach oben zum Verhandeln.


Das Problem an der Sache ist: Mein Freundeskreis und meine Familie gehen davon aus, dass ich wieder eine Arbeit in einem Logistikzentrum gefunden habe. Ich weiß bis heute nicht, warum ich mir ein Gestrüpp aus Lügen aufgebaut habe, um meine wahre Tätigkeit zu verheimlichen, aber ich würde es einfach nur komisch finden, wenn die Welt erfährt, dass ich mich beruflich mehrmals im Monat von einer Horde Männer benutzen lasse. Und bevor jetzt wieder die Moralapostel- und Gutmenschen-Welle über mich hereinbricht: Ich bin homosexuell, habe Sex mit Männern und lasse mich für Sex mit Männern bezahlen. Ob das jetzt moralisch verwertbar ist, kann jeder für sich selbst entscheiden. Ich hingegen sage mir immer, dass ich quasi mein Hobby zum Beruf gemacht habe. Nur wegen des Gestrüpps aus Lügen habe ich manchmal ein schlechtes Gewissen. Ich erbitte die Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00035440 vom 12.04.2015 um 11:40:16 Uhr (30 Kommentare).

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Fettige Haare an Weihnachten

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Ekel Unreinlichkeit Faulheit Familie Weihnachten Linden

Ich muss beichten, dass ich meine Familie an Weihnachten durch mein Auftreten enttäuscht habe. Also erst einmal vorab: Ich bin grundsätzlich ein ungepflegter Typ und stehe auch dazu. Ich hasse den ganzen Pflegekram einfach. Das heißt, dass ich höchstens einmal die Woche - aber eher seltener - dusche, mit fettigen und ungekämmten Haaren rumlaufe, keine Pflegeprodukte wie Deo oder Parfüm oder so benutze und so weiter. Für solche Familienfeste mache ich mich aber normalerweise schon etwas zurecht, aber ich hatte dieses Mal einfach keinen Bock und auch keine Zeit. Ich habe mir gedacht, dass meine Leute mich kennen, wie ich bin, und ob jetzt Weihnachten ist oder nicht, ist doch eigentlich egal. Die Hauptsache ist doch, dass wir als Familie zusammen gefeiert haben. Ich habe mich also einfach nur umgezogen, aber ohne vorher zu duschen. Meine Mutter sagte, ich hätte mir zumindest die Haare waschen können. Es tut mir leid und ich gelobe Besserung. Zu Silvester dusche ich vorher.

Beichthaus.com Beichte #00034699 vom 26.12.2014 um 12:37:12 Uhr in 35440 Linden (15 Kommentare).

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Duschen wird überbewertet

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Faulheit Unreinlichkeit Ekel Peinlichkeit Trägheit Linden

Ich muss beichten, dass ich in letzter Zeit auf die Körperhygiene verzichte. Und ich muss zugeben, dass ich noch nie der große Fan davon war - ich duschte etwa zweimal pro Woche und trug vier oder fünf Tage lang die gleichen Klamotten. Die Zähne putzte ich vielleicht einmal pro Woche. Und der Grund dafür ist tatsächlich einfach nur Faulheit. Meine letzte Dusche ist jetzt zwei Wochen und zwei Tage her, ebenso lange habe ich meine Zähne nicht geputzt. Ich schmiere mir lieber Gel in die Haare, anstatt sie zu waschen. Damit verschwende ich keine Zeit mehr im Bad. Ich duschte nicht einmal, als meine Schwester letzten Monat heiratete. Eigentlich hatte ich es mir vorgenommen, aber dann hatte ich doch keine Lust und zog einfach ein frisches Hemd an - in die Haare kam ordentlich Gel und gut war. Das dauerte dann zwei Minuten und keine halbe Stunde. Letztens hat mich zwar ein Kollege angesprochen, aber es war mehr aus Jux, glaube ich, denn so genau nehmen die meisten von uns das nicht, ich arbeite halt auf dem Bau. Ich habe eigentlich Bock, einfach so weiterzumachen, aber ein paar Skrupel habe ich schon.

Beichthaus.com Beichte #00031617 vom 18.07.2013 um 21:40:09 Uhr in 35440 Linden (50 Kommentare).

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