Nächtliche Musikhörerei

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Zorn Rache Nachbarn Hamburg

Mein Nachbar geht mir mit seiner nächtlichen Musikhörerei ziemlich auf den Zeiger. Da seine Wohnung in Richtung Innenhof liegt, kann er nicht sehen, wer an seiner Tür klingelt, denn in unserem Haus gibt es, da es ein sehr altes Haus ist, auch keine Gegensprechanlage. Zudem hat mein Nachbar höchstwahrscheinlich ziemlichen Schiss vor der Polizei, weil er, wenn ich wegen dem Lärm bei ihm geklingelt habe, fast jedes Mal sehr bleich die Tür öffnete und mega-erleichtert war, wenn er feststellte, dass es sich nicht um die Polizisten sondern um mich handelte.


Mein Schlafzimmer grenzt direkt an sein Wohnzimmer und vermutlich steht in seinem Wohnzimmer die Musikanlage, denn wenn er nachts laut Musik hört, kann ich nicht schlafen - logischerweise. Und im Gegensatz zu ihm bin ich berufstätig und habe nicht immer die Lust, mitten in der Nacht bei ihm zu klingeln und ihn zum mindestens 20. Mal freundlich zu bitten, die Musik leiser zu drehen. Also habe ich inzwischen schon das zweite Mal heimlich an seiner Wohnungstür geschellt, weil ich keine Lust hatte, ihn das x-te Mal zu bitten und ich wollte einfach mal ein wenig meinen Spaß haben. Ich habe meinen Flur sowie den Hausflur dunkel, damit es so aussah, dass unten an der Haustür geklingelt wurde. Unsere Wohnungstüren sind nur wenige Zentimeter voneinander entfernt, also brauchte ich mich nur sachte herauslehnen, schnell klingeln und meine Tür schnell leise wieder schließen. Danach war sofort Ruhe. Ich bitte um Absolution, dass ich mich auf so kindische Art an meinem Nachbarn gerächt habe. Zu meiner Verteidigung kann ich schreiben, dass ich es erst einmal auf die diplomatische Tour probiert habe. Danke fürs Lesen!

Beichthaus.com Beichte #00028950 vom 19.05.2011 um 20:35:09 Uhr in 22455 Hamburg (Rudolf-Klug-Weg) (25 Kommentare).

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Der Tag, an dem ich meine Katze freiließ

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Selbstsucht Tiere Sassnitz

Ich liebe Katzen über alles und habe mir damals mit meiner Frau eine kleine Katze von einer Züchterin geholt. Sie war überaus niedlich, dreifarbig, total frech, verspielt und etwas kratzbürstig. Ich habe dieses kleine Wesen natürlich sofort abgöttisch geliebt und wir hatten sehr viel Spaß (natürlich auch mal Ärger und Sorgen ganz klar).

Wir drei sind einige Male umgezogen und als ich mich von meiner Frau getrennt habe, war sonnenklar, dass ich die liebgewonnene Kreatur behalte. Wir haben dann mal hier, mal da in Wohngemeinschaften gewohnt und alles war wunderbar, sie konnte raus, hatte immer einen (mitwohnenden) Hund zum spielen und hat kaum noch Blödsinn gemacht.

Eines schönen Tages musste ich in eine andere Stadt umziehen, doch in der neuen Wohnung durfte man keine Katzen halten und meine damalige Freundin hatte eine Katzenhaarallergie. Als ich dann umgezogen bin, habe ich die kleine Maus zwar mitgenommen, bin aber irgendwo von der Autobahn abgefahren, habe in der Nähe eines Bauernhofes gehalten und mein Baby laufen lassen. Ich bin dann weitergefahren und habe sie einfach zurückgelassen. Meinen Freunden und Bekannten erzählte ich, dass sie bei einer Freundin auf dem Dorf wäre und es ihr dort richtig gut geht. Das ist jetzt bestimmt sieben Jahre her und doch nagt es sehr an mir. Mein Herz tut weh, wenn ich daran denke, dass sie es eventuell nicht geschafft hat oder unglücklich in einem Tierheim sitzt. Oft träume ich von ihr, ich kann mir nie wieder "Herrchen gesucht" anschauen, weil ich denke, dass sie dort auftaucht (letztens war tatsächlich eine einäugige Katze dort, die ihr äußerst ähnlich sah) und jetzt, wo ich dies tippe, kommen mir wieder die Tränen. Ich bereue diese Aktion zutiefst und hoffe das es ihr gut geht.

Beichthaus.com Beichte #00022455 vom 13.08.2007 um 21:55:10 Uhr in Sassnitz (7 Kommentare).

Gebeichtet von ChrChr
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