Die Gesellschaft soll zusammenbrechen!

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Hass Zorn Verschwendung Gesellschaft

Ich kann diese Spaßgesellschaft nicht leiden. Ich hasse es, dass alles Spaß machen muss. Ich hasse diese Oberflächlichkeit des ewigen Jungseinwollens, des operativ möglichen Schönseinwollens, der ewigen Propaganda der jungen, dynamischen, gesunden Gesellschaft, […]
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Beichthaus.com Beichte #00037784 vom 10.03.2016 um 09:33:52 Uhr (33 Kommentare).

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Meine Stiefschwester und unser Erbe

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Vorurteile Misstrauen Schamlosigkeit Begehrlichkeit

Mein Vater heiratete nach dem frühen Tod meiner Mutter eine wesentlich jüngere Frau, die bereits ein kleines Mädchen hatte. Ich war damals 14 und konnte mit der Zweijährigen nicht allzu viel anfangen. Genau genommen sah ich sie eher als Störfaktor. Als ich dann mit der Zeit merkte, dass die Kleine auch noch wesentlich liebevoller behandelt wurde, und Freiheiten zugestanden bekam, die mir in ihrem Alter verwehrt geblieben waren, konnte ich mit ihr schließlich gar nichts mehr anfangen. Mit 18 zog ich dann zu Hause aus und studierte eine Weile im Ausland, wo ich dann lange Jahre blieb und mich so selten wie möglich zu Hause blicken ließ. Vor zwei Jahren dann der Schock: Mein Vater verstarb urplötzlich und vollkommen unerwartet an einem Infekt. Um alles Nötige zu regeln und zur Beerdigung kam ich heim. Ich stellte fest, dass meine Stiefmutter total neben der Spur war und permanent hemmungslos weinte. Man konnte gar nichts mit ihr anfangen.


Zu meiner Verwunderung hatte meine Stiefschwester mit ihren 18 Lenzen jedoch alles vollkommen im Griff. Sie kümmerte sich um die Beerdigung, die Versicherungen und alles Notarielle. Ich kam mir regelrecht doof und hilflos neben ihr vor. Bald begann ich mir allerdings Gedanken zu machen, warum sie das alles so hervorragend regelte und kam nur auf eine einzige Erklärung: Sie musste wohl besonders auf das Erbe scharf sein und würde eventuell versuchen wollen, den Rest der Familie zu übervorteilen. Ich begann also, mich durch alle entsprechenden Unterlagen zu wühlen und ihr auf Schritt und Tritt zu folgen. Nach zwei Tagen spürte sie mein Misstrauen und stellte mich zur Rede. Wir gerieten ordentlich aneinander. Danach erledigten wir alles gemeinsam. Wir redeten jedoch nicht viel miteinander. Mir fiel auf, dass sie eine außerordentlich attraktive junge Frau geworden war. Sie hatte sehr weibliche Gesichtszüge, auch wenn sie merklich durch den Wind war, und ihre Figur war muskulös, straff und absolut makellos. Ab und an bildete ich mir ein, dass auch irgendwie eine Art sexuelle Spannung im Raum war, während wir mit den Papieren beschäftigt waren. Ich schob das auf die allgemeine emotionale Verwirrung, die bei mir vorherrschte, und maß dem Ganzen keinerlei Bedeutung bei.


Im Bestattungsinstitut passierte dann einer Mitarbeiterin ein gründlicher Fauxpas. Sie hielt uns aufgrund des gleichen Nachnamens für ein Ehepaar, nicht für Bruder und Schwester. Wir klärten das Missverständnis nicht auf, weil wir es beide irgendwie amüsant fanden, und spielten dann auch ein wenig Ehepaar. Ich merkte dabei plötzlich, dass die sexuelle Spannung wohl gar keine Einbildung meinerseits gewesen war. Am Abend gingen wir dann gemeinsam ins Fitnessstudio trainieren und anschließend zu Hause in die Kellersauna. Wir fielen allerdings übereinander her, noch bevor das Ding überhaupt richtig warm war. Danach gingen wir ins Bett und machten dort weiter, bis wir in den frühen Morgenstunden vollkommen fertig einschliefen. Glücklicherweise war ihre Mutter seelisch so am Ende, dass sie nichts davon mitbekam. Mit schlechtem Gewissen wiederholten wir das auch nach der Beerdigung immer wieder, obwohl wir uns mehrmals schworen, damit aufzuhören.


In den zwei Jahren seitdem hatten wir eine Art Daueraffäre, hinter die auch ihre Mutter irgendwann kam, und ein ziemliches Fass aufmachte. Mittlerweile haben wir jedoch beschlossen, es offiziell zu machen und auf die Meinung aller anderen zu pfeifen. Immerhin sind wir biologisch nicht verwandt, auch wenn der Nachname der Gleiche ist, und uns 12 Jahre trennen. Aber weder sieht man uns den Altersunterschied an, noch ist es irgendwie illegal. Ich habe allerdings immer noch ein schlechtes Gewissen, weil ich vermutet habe, sie wolle sich am Tod meines Vaters bereichern. Heute weiß ich, dass sie alles korrekt und richtig gemacht und wirklich Großartiges geleistet hat, während ich nichts Besseres zu tun hatte, als ihr hinterherzuschnüffeln.

Beichthaus.com Beichte #00037782 vom 10.03.2016 um 00:28:19 Uhr (15 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Ist das Leben noch lebenswert?

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Verzweiflung Ungerechtigkeit Selbstverletzung Studentenleben

Ich (m/30/vergeben) habe keine Lust mehr. Eigentlich ist alles wunderbar. Aber leider wurde ich körperlich von evolutionärer Fehlentwicklung bestraft (körperliche Behinderungen), bin psychisch am Abgrund und werde trotz eines Schnitts von 1,7 im fast abgeschlossenen Studium (Sozialölkonomie) vom Arbeitgeber gedemütigt. Alles zusammen ergibt leider einen Cocktail von Demotivation und Depressionen. Keine Ahnung, wie lange ich das noch durchhalte. Das Selbstbewusstsein lässt sich mal wieder nicht blicken, die Gehirnzellen brauchen für die - an sich gut vorangehende - Thesis stimmungshebende, flüssige Psychopharmaka (C2H6O) und das Leben zieht an meiner Negativität vorbei.


Einige mögen behaupten: Was will er denn mit Job, Freundin und Studium. Ich behaupte: Ist es denn noch lebenswert, wenn das Leben keinen Spaß mehr bringt und die letzten positiven Schwingungen der Therapie verflogen sind und ich nur noch lebe, um das letzte Quantum Leistung aus mir herauszupressen?! Wo ist der Sinn des Ausharrens, wenn die eigene Perspektive getrübt wird durch Negativität, Lustlosigkeit und Depressionen?

Beichthaus.com Beichte #00037780 vom 09.03.2016 um 15:53:55 Uhr (15 Kommentare).

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Das Verschwinden des Akkusativs

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Zorn Dummheit

Ich (m/37) beichte, dass ich das Verschwinden des Akkusativs hasse wie nichts anderes. Ich habe in der Schule noch gelernt, die Worte "ein" und "einen" richtig einzusetzen. Wenn ich aber Sätze wie "Ich hab ein Freund" oder so etwas lese, was immer öfter passiert, habe ich immer den Eindruck, es mit lernbehinderten und geistig benachteiligten Menschen zu tun zu haben und behandele diese auch dementsprechend.

Versteht mich nicht falsch, auch mir unterlaufen Fehler, aber gerade Texte, die permanent stehen bleiben, lese ich mehrmals durch und habe auch ein Wörterbuch installiert. Bei diesem Fehler würde es aber nicht anschlagen und trotzdem mache ich ihn nicht. Und ich bin nur Hauptschüler mit Ausbildung - ich sehe das aber gerade oft bei Leuten, die auf die Realschule oder sogar auf das Gymnasium gehen oder gingen und die sonst eine ganz gute Rechtschreibung haben. Ich muss denjenigen dann auch immer harsch verbessern, weswegen ich auch schon als Grammatik-Nazi beschimpft wurde, aber es ist mir egal.

Beichthaus.com Beichte #00037776 vom 08.03.2016 um 22:55:24 Uhr (19 Kommentare).

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“Beichte

Ein Meister der Manipulation

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Engherzigkeit Boshaftigkeit Neugier

Ich (m/35) beichte heute, dass ich gerne Leute gegeneinander aufhetze und ausspiele, um mir dann sozusagen mit Popcorn anzusehen, was daraus wird. Drei Vorteile habe ich dabei: Ich lerne erstens leicht neue Leute kennen, zweitens vertraut man mir sehr schnell und drittens habe ich eine deutliche soziopathische Ader. Nur stört mich das nicht, und ich war mir dessen auch schon immer bewusst. Das hat den Vorteil, dass ich die Schwächen der Menschen sehr schnell erkennen und ausnutzen kann. Meistens muss man gar nicht viel tun, wenn man weiß, wo man den Hebel ansetzen muss. Mein derzeitiges Spielchen ist sehr interessant, da einer der Beteiligten eine gewisse Prominenz besitzt, aber in Deutschland noch sehr unbekannt ist. Eventuell landet da wieder mal etwas in der Zeitung. Ich habe eh schon einige Dutzend Ausschnitte, da die Verhandlungen, siehe unten mehr dazu, oft kurios sind.


Seltsamerweise gibt man mir fast nie die Schuld dafür. Ich habe auf diese Weise auch schon einige Paare auseinandergebracht, die sich gegenseitig betrogen haben, und so weiter. Aber am meisten Spaß habe ich, wenn sich zwei Leute an die Kehle gehen, die sich vorher noch als Freunde gesehen haben. Dabei kam es auch schon zu blutigen Prügeleien, bei denen ich dann auch, zufällig natürlich, anwesend war und dazwischen gegangen bin - aber erst, wenn es ordentlich gescheppert hat. Ich will ja die Show genießen. Am Tollsten ist es natürlich, wenn sich zwei Frauen prügeln, sodass die Haare nur so fliegen, weil dabei auch fast immer Kleidung kaputtgeht und man den einen oder anderen netten Einblick hat. Wobei ich in den meisten Fällen beide beteiligten Frauen sowieso schon nackt gesehen hatte, denn was sollte sonst der Grund sein, warum sie aufeinander losgehen? Und wenn man mich doch beschuldigt, breche ich einfach zu beiden Seiten alle Kontakte ab. Die Leute sind mir meistens im Grunde egal.


Schön ist es auch, wenn sich Leute gegenseitig verklagen und ich als Zeuge gerufen werde. Das gibt dank einer Verdienstbescheinigung vom Boss auch noch jedes Mal ordentlich Kohle, vor allem, wenn mehr als ein Verhandlungstag angesetzt ist. Gehalt kriege ich dennoch, da ich mir dann bezahlten Urlaub nehme. Und da ich nur fünf Minuten vom Gericht weg wohne, kann ich sogar zu Hause warten. Insgesamt war das seit 2004 schon acht Mal. Ein Richter sprach mich aber mal nach einer Verhandlung an, dass er mich jetzt schon drei Mal da gehabt hätte und dass das ein komischer Zufall wäre, er aber keinen Zusammenhang zwischen den Fällen sehen würde. Bei uns gibt es aber den Spruch, unsere Stadt sei ein Dorf, was auch stimmt, und daher sieht man sich halt mehr als einmal. Damit gab er sich dann letztlich zufrieden. Außerdem tue ich nichts strafrechtlich Relevantes und auch auf zivilem Weg gäbe es keine Aussichten auf Erfolg. Da sichere ich mich schon gut ab und bin auch rechtlich ganz gut bewandert.


Zu meiner Verteidigung muss ich aber sagen, dass ich das erstens nicht mit wirklichen Freunden tue und zweitens meistens eh schon schwelende Probleme zum Ausbruch kommen lasse. Und ich suche auch nach Gründen, beispielsweise wenn jemand hintenrum herzieht, aber seinem Opfer vorne ins Gesicht lächelt. Solche Falschheit kotzt mich an, obwohl ich selbst ein Meister der Manipulation bin. Einige wenige haben Ähnliches auch als Rache bei mir versucht, aber ich biete bewusst wenig Angriffsfläche nach außen, indem ich zu meinen Eigenarten stehe und nichts verberge. Anschuldigungen irgendwelcher Schwächen tue ich daher mit einem Schulterzucken ab und sage den Leuten halt, wo die Tür ist. Interessant ist, dass ich das mittlerweile sogar im Auftrag von Freunden für kleine Geldsummen mache, und diese von mir regelrecht lernen. Allerdings muss man eine Veranlagung dazu haben und wenig Skrupel, und die haben die meisten Menschen halt doch. Ich dagegen habe nur in wenigen Momenten ein schlechtes Gewissen und schätze, auch ich finde mal meinen Meister, aber das nehme ich dann hin, denn ich habe es verdient.

Beichthaus.com Beichte #00037775 vom 08.03.2016 um 21:55:33 Uhr (21 Kommentare).

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