Die Chance auf Leben

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Hass Zorn Aggression Schwangerschaft

Ich beichte, dass ich Leute hasse, die abtreiben. Meine Mutter hat mir offen gesagt, dass sie, als sie mit mir schwanger wurde, diese Option in Erwägung gezogen hat. Es war sogar ein sehr starker innerer Kampf. Sie wurde damals mit 17 Jahren mehr oder weniger auf einer Party vergewaltigt, aber sie nennt es nicht gerne Vergewaltigung. Der Typ war betrunken und hat sie dann auch abgefüllt, um sie widerstandsloser zu machen. Sie selbst kann sich nur noch an schwache Abwehrversuche und dann an nichts mehr erinnern. Sie war auf dem Gymnasium und sollte bald ihr Abi machen. Ihre Eltern waren streng und nicht sehr wohlhabend. Die finanzielle und die schulische Lage, der fehlende Kindsvater, die fehlende Unterstützung der Eltern, ihr Alter - alles sprach gegen ein Kind. Sie hatte einem Kind nichts zu bieten. Jedoch hat sie sich nach langem Zögern für mich entschieden, weil sie einfach ein guter, selbstloser Mensch ist. Ich bin so froh über diese Entscheidung und könnte jedes Mal kotzen, wenn irgendwelche verantwortungslosen, egoistischen und selbstsüchtigen Menschen sagen "Lieber gar nicht erst auf die Welt kommen, als ungewollt und mit einer mittellosen, alleinerziehenden Mutter, die einem nichts bieten kann oder in Pflegefamilien aufwachsen und kein stabiles Umfeld etc. haben".

Ich bin in Pflegefamilien aufgewachsen, hatte keine Bilderbuch-Kindheit und bin dennoch froh und dankbar, nicht tot zu sein. Ich bin meiner Mutter dankbar, dass sie mir die Chance auf das Leben nicht genommen hat. Ich beichte, dass ich jedes Mal kotzen könnte, wenn altkluge Menschen meinen, sie könnten einschätzen, ob ein Kind später froh sein wird, dass es lebt oder es bereuen wird. Diese ganzen Aussagen von wegen "eine Abtreibung ist besser für das Kind, oder man tue dem Kind keinen Gefallen, wenn man es auf die Welt bringt" sind zum Kotzen. Wofür haltet ihr euch? Einfach so über das Leben eines Menschen zu entscheiden und dann auch noch zu behaupten, dass es zu seinem Wohl ist, ist anmaßend. Gebt doch wenigstens zu, dass ihr aus Egoismus, Feigheit, Unreife und Verantwortungslosigkeit handelt. Am Schlimmsten sind die Abtreiber, denen ein Kind gerade nicht in den Karriereplan passt, oder die meinen, sie hätten ein paar Hunderter zu wenig auf dem Konto, oder wären "jetzt gerade nicht bereit dazu". Euch sollte man abtreiben! Es tut mir Leid, dass ich so viel Hass in mir trage.

Beichthaus.com Beichte #00031418 vom 13.06.2013 um 18:21:09 Uhr (73 Kommentare).

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Meine eisige Rache

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Rache Boshaftigkeit Fremdgehen Morallosigkeit Ex Detmold

Ich (w/28) muss beichten, dass ich mich mit 16 ganz böse an einem Ex-Freund gerächt habe. Ich war damals noch relativ naiv und unbedarft, was Beziehungen betrifft und habe mich, warum auch immer, in einen ziemlich seltsamen Typen verliebt. Eigentlich nicht wirklich die Sorte Mann, auf die ich sonst stehe, aber wir waren ja alle mal jung und dumm. Nun, die ganze Beziehung war wie eine Achterbahn. Mal war er nett, mal war er gemein, mal trennten wir uns und waren dann doch wieder zusammen. Irgendwann begann er, meine Familie und mich zu beklauen. Das Geld aus dem Sparschwein meiner kleinen Schwester bildete so ziemlich die Spitze des Ganzen. Meine Eltern verlangten umgehend von mir, dass ich mich von ihm trenne, doch ich war so dumm und habe mich von ihm so lange bearbeiten lassen, bis ich ihm auch das verzieh, meiner Schwester das Geld von meinem Taschengeld zurückzahlte und mich dann heimlich wieder mit ihm traf. Ich war wirklich hohl. Natürlich war er bei der gesamten Familie unten durch, ist ja auch wirklich nachvollziehbar, aber wie man halt so als Teenager manchmal ist, will man genau das, was einem die Eltern verbieten möchten.


Irgendwann kam es jedoch dazu, dass ich zufällig herausfand, dass er mich hinter meinem Rücken mehrmals mit anderen Mädchen betrog. Für mich brach eine Welt zusammen, da ich ja alles getan hatte, um die Beziehung aufrechterhalten zu können. Doch diesmal ging er einfach zu weit, und in mir begannen die Wut und der Frust zu brodeln. Also beschloss ich, es ihm heimzuzahlen. Ich machte Schluss mit ihm und wartete erst mal genüsslich darauf, dass er sich wieder bei mir melden würde, um mir zu sagen, wie sehr er mich doch vermisst. Ich ließ ihn tagelang links liegen und ignorierte sein Sturmklingeln an der Tür. Ja, er war für mich gestorben. Eines schönen Winterabends jedoch war die Zeit reif. Ich guckte aus dem Fenster und sah, wie sich unser Garten langsam aber sicher in ein Winterwunderland verwandelte - wie die Steinstufen vereisten und es bitter, bitter kalt wurde. Und das war genau das, was ich jetzt brauchte. Schnell wählte ich seine Nummer und rief ihn zu Hause an. Ich bat ihn mit zuckersüßer Stimme doch vorbei zu kommen, da meine Eltern heute nicht im Haus waren. Ich wolle mich angeblich gern mit ihm versöhnen. Für ihn war klar, das gibt erst mal Versöhnungssex. Überrascht von meinem Anruf, und scheinbar schon vorfreudig, sagte er mir er wäre sofort da. Und was soll ich sagen?


Nicht einmal zwanzig Minuten später klingelte es an der Tür und ich ließ ihn lächelnd ins Haus. Wir unterhielten uns ein wenig und er schwor mir, so etwas würde niemals wieder passieren und ich wäre doch die Einzige für ihn. Ich solle ihm bitte vergeben und er hätte mich doch so sehr vermisst. Ich heuchelte ihm vor, dass es mir genauso gehen würde und dass ich froh wäre, dass er heute Abend hier ist, weil ich ihn auch so vermisst hätte.
Nun, eines kam zum anderen, wir küssten uns, machten etwas rum und ich merkte, dass mein Plan langsam aber sicher aufging, denn inzwischen war er wirklich willig, wie man eindeutig sehen konnte. Ich entledigte ihn langsam seiner Klamotten und machte ihn dabei so gefügig, dass er nicht mal bemerkte, dass wir uns inzwischen in der Küche vor der großen Terrassentür befanden, während seine Klamotten schön im Wohnzimmer liegen blieben. Geschickt öffnete ich die Terrassentür und auf seinen fragenden Blick hin antwortete ich: "Mir wird gerade ganz schön heiß, ich brauche ein bisschen kühle Luft". Er zuckte nur mit den Schultern und ließ sich weiter von mir verwöhnen, bis er fast kam. Endlich war es so weit - Zeit für Rache! Mit einer schnellen Bewegung ließ ich von ihm ab, gab ihm einen kleinen Schubs und schon stand er nackt, wie Gott ihn schuf, auf der Terrasse. Noch während er da stand und nicht gemerkt hat, was gerade geschehen war, trat ich einen Schritt zurück, schloss die Terrassentür ab und ließ den Rollladen mit den Worten: "Einen schönen Abend noch" grinsend herunter.


Nun stand er da, nackt, mit meiner unvollbrachten Tat, ohne Schlüssel, ohne Telefon - ohne irgendwas, in Schnee und Eis und hämmerte wie ein Bekloppter an den Rollladen und schrie meinen Namen. Ich solle doch bitte aufmachen, es wäre so kalt, was sollten denn die Nachbarn denken, das wäre langsam nicht mehr witzig, und so weiter. Aber doch, das war es.
Ich setzte mich ins Wohnzimmer und schaltete den Fernseher an, ich musste ihn zwar etwas lauter machen, damit mich sein Geschrei nicht störte, aber ich genoss in vollen Zügen meine Tat. Nach einer Viertelstunde hörte er auf zu klopfen, eine weitere halbe Stunde später legte ich seine Klamotten in unserem Vorgarten auf die Mauer. Aber weit und breit war von ihm nichts zu sehen. Wie er wohl nach Hause gekommen ist und ob ihn jemand so gesehen hat? Es war mir egal. Ich hatte, was ich wollte. Ob es mir leidtut? Nun, ein bisschen, schließlich hätte ihm ja was abfrieren können. Aber ich sah ihn schon eine Woche später wieder wohlbehalten in der Stadt. Er sagte kein Wort und wechselte nur die Straßenseite. Von daher glaube ich, es geschah ihm Recht und eigentlich bereue ich nichts, außer, dass ich so blöd war, mich damals in ihn verliebt zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00031417 vom 13.06.2013 um 14:06:15 Uhr in Detmold (14 Kommentare).

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“Beichte

Jahrelang halbe Filme gesehen

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Trunksucht Verschwendung Maßlosigkeit

Jahrelang halbe Filme gesehen
Ich (m/50) bin trockener Alkoholiker, seit ich vor einem Jahr in einer Therapie war. Es geht mir jetzt wieder gut - körperlich, geistig und seelisch. Vor dem Entzug hatte ich mich oft am Abend, wenn ich alleine zu Hause war, vor den Fernseher gesetzt, Filme oder DVDs angeschaut und nebenher eine Flasche Wodka und ein paar Bier zum Nachspülen getrunken. Ich empfand dieses Verhalten damals als entspannend. Das ging über viele Jahre so und ich fühlte mich, so als stiller Trinker, auch niemals als besonders betrunken.
Jetzt, da ich trocken bin, stelle ich fest, dass ich die meisten Filme gar nicht vollständig gesehen habe. Ich bin wohl immer wieder weg gedöst und habe vieles gar nicht mitbekommen. Ich kann jetzt viele Filme noch mal anschauen und als ganz neu empfinden. Daraus erkenne ich, wie sehr man sich mit Alkohol aus der Welt beamen kann und ich hatte das nicht einmal wahrgenommen. Diese Erfahrung habe ich bisher noch nicht einmal meiner Frau erzählt, es wäre mir zu peinlich. Sie hatte von der Trinkerei auch gar nicht so viel mitbekommen, da ich immer peinlich auf die Flaschen-Entsorgung geachtet habe - da klemmt es übrigens bei den meisten Säufern.
Was ich aber auch noch feststelle ist, dass mir jeden Monat viel mehr Geld über bleibt. Alkoholsucht ist teuer! Rechne mal bald jeden Tag die Flasche Schnaps zu 10 Euro, wenn man nicht den letzten Fusel trinken will, dann noch Bier und Wein, da sind locker 300 Euro im Monat weg. Dann noch öfter einen Kneipenbesuch à 20 Euro eingeschoben, und schon sind wir bei 500 Euro pro Monat. Nur fürs Saufen! Wie heißt es so schön: "Haus und Hof versoffen.". Der Spruch stimmt. Aber diese auf mich bezogene Rechnung konnte ich ebenfalls bisher nur hier, im Beichthaus, vorbringen. Ich wünsche mir Absolution für meine Trinkerjahre und dass mir ein Rückfall erspart bleibt.

Beichthaus.com Beichte #00031388 vom 09.06.2013 um 10:18:42 Uhr (21 Kommentare).

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Entfremdung durch die Auslandszeit

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Verzweiflung Misstrauen Lügen Hass Partnerschaft

Ich (w/18) glaube ich habe ein ernsthaftes Problem. Seit fast einem Jahr habe ich einen Freund. Vorher hatte ich noch nie eine Beziehung, ich hatte einfach meine zwei, drei besten Freunde und das hat mir gereicht. Durch ihn habe ich eigentlich erst gelernt, was es bedeutet, so richtig geliebt und gebraucht zu werden und sich mal bei jemandem fallen lassen zu können. Ich war nie der gefühlsduselige Typ, habe auch nie vor anderen Menschen geheult, auch wenn es meine Mutter war. Jedenfalls, er ist wirklich ein lieber Typ, anders als viele andere Männer, er ist so einfühlsam, zärtlich und verständnisvoll. Er hat auch nie gejammert, als ich meinte, ich bräuchte noch mehr Zeit, bevor ich mit ihm schlafen könnte. Noch dazu sieht er verdammt gut aus. Und an alle, die meinen, Mädchen gehen nur nach dem Äußeren, wir haben uns mitten in der Nacht auf einem Zeltplatz ohne Lichtquelle in der Nähe kennengelernt und haben den anderen erst gesehen, als die Sonne wieder aufgegangen ist.
Jedenfalls, hat er mir schon am Anfang unserer Beziehung gesagt, dass er im Frühling - also ein drei viertel Jahr später, für drei Monate nach Australien möchte. Um sich den Kontinent anzuschauen und auf Farmen zu helfen, denn da gibt es ja so ein Programm, dass arbeitswillige Reisende an Farmen aus aller Welt vermittelt. Ich hatte nie ein Problem damit, ich hätte ja auch nie geglaubt, dass unsere Beziehung tatsächlich so lange hält oder er mir so wichtig werden kann. Dann war auf einmal April und er war weg. Anfangs hatten wir regelmäßig Kontakt, schrieben Mails, skypten und so weiter. Dann meinte er, er könnte mir in Zukunft nicht so oft schreiben, weil er viel zu tun hätte - auf der Farm arbeiten und so. Dafür hatte ich auch Verständnis.


Ich schickte ihm halt doch zwischendurch kleine Nachrichten, zum Beispiel, als ich den Führerschein geschafft hatte. Dass ich nicht sofort eine Antwort bekommen würde, war mir klar, allerdings nicht, dass er zwar online ist, aber sich nie meldete. Auf diesem bekannten sozialen Netzwerk sieht man ja mittlerweile, wann wer zuletzt online war, und seit einer Woche habe ich keine Nachricht von ihm. Ich bin schon so wütend, dass ich ihn quasi bei seinem besten Freund verpetzt habe. Er meint, er wird mal mit ihm reden, weil er mich auch versteht. Ich fühle mich belogen und hintergangen, wenn er wieder kommt, werde ich ihm den Hals umdrehen.

Allerdings, und darauf bin ich stolz, habe ich kein einziges Mal deswegen geweint, ich bin zwar permanent kurz davor komplett zusammenzubrechen, aber er ist es mir einfach nicht wert.
Mittlerweile bin ich wieder wie ein Stein, harte Schale, harter Kern. Niemand darf mich berühren, zur Begrüßung gibt es keine Umarmungen mehr. Jeglicher Körperkontakt ist mir wieder unangenehm, und ich habe auch absolut kein Bedürfnis nach Sex oder irgendeiner Form menschlicher Zuneigung. Ich stehe wieder da, wo ich vor unserer Beziehung war. Ich bin echt am Überlegen, ob ich nicht Schluss machen soll. Irgendwie ja, weil er mich doch belügt und wer weiß, ob er mich nicht doch betrügt. Irgendwie aber doch nicht, weil er doch das Beste war, was mir je im Leben passiert ist.
Vielleicht bin ich doch kein Stein, ich bin nämlich jetzt am heulen. Ich hasse mich dafür, denn er ist keine einzige Träne wert, wenn er mich so belügen kann. Wie konnte ich ihm vertrauen? Kann ich das noch, wenn er wieder da ist? Ich sollte wohl abwarten, was das Gespräch mit seinem besten Freund bringt. Der meint ja auch, dass mein Freund mit mir überglücklich ist und es nicht immer leicht mit den Mädchen hatte. Aber wieso kriege ich keine Antwort von ihm? Auf der einen Seite wäre es schon schön, wenn wieder alles so wie früher wird. Auf der anderen Seite weiß ich nicht, wie lange ich so noch weiter machen kann. Ich glaube, ich hasse ihn.

Beichthaus.com Beichte #00031386 vom 08.06.2013 um 17:20:01 Uhr (26 Kommentare).

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Die nervigen Ungläubigen

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Hass Aggression Unglaube Vorurteile

Ich könnte kotzen, wenn Menschen, die nicht an Gott glauben oder sich zu keiner Religion bekennen, ständig versuchen, anderen ihren Glauben auszureden. Ganz schlimm ist es, wenn sie diese deshalb dumm anmachen, von wegen "Wie kann man nur so blöd sein und an so etwas glauben?", "Ich hasse die Angehörigen jeder Religion", und so weiter. Solchen Menschen stehe ich enorm feindselig gegenüber und es gab in diesem Zusammenhang sogar schon tätliche Auseinandersetzungen. Wer Menschen aufgrund ihres Glaubens verurteilt, kann sie genau so gut wegen ihres Geschlechts oder ihrer Ethnie verurteilen. Ich gestehe, dass ich vor den Anhängern jeder Religion der Welt - mag sie auch noch so verschroben, seltsam oder radikal sein - mehr Respekt habe als vor solchen, die den Gläubigen ständig auf die Nerven gehen oder sie sogar angreifen.

Beichthaus.com Beichte #00031368 vom 06.06.2013 um 16:08:04 Uhr (77 Kommentare).

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