Jacken im Uni-Schließfach

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Engherzigkeit Boshaftigkeit Studentenleben

Ich (w/24) beichte, dass ich, wenn aus einem Schließfach in der Unibibliothek ein Rucksackriemen oder ein Jackengürtel raushängt, an dessen Ende einen dicken Knoten mache, ihn in das Fach darunter einklemme, wenn dieses frei ist, und es dann per Zahlencode abschließe. Ich freue mich dann immer diebisch und lache mir ins Fäustchen bei der Vorstellung, wie die betreffende Person ihren Rucksack oder ihre Jacke nicht mehr rauskriegt. Einmal habe ich dann, als ich abends die Bibliothek verließ, gesehen, dass eins meiner Opfer seinen Rucksackriemen kurzerhand abgeschnitten hat. Sorry für mein kindisches Verhalten. Und nein, ich studiere nicht BWL oder Jura.

Beichthaus.com Beichte #00037615 vom 16.02.2016 um 10:08:34 Uhr (24 Kommentare).

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Süßigkeiten in der Schwangerschaft

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Völlerei Verzweiflung Maßlosigkeit Schwangerschaft

Ich habe in meiner Schwangerschaft mit meiner jetzt zweijährigen Tochter 42 Kilo zugenommen. Vor meiner Schwangerschaft war ich schlank und hinterher sah ich aus wie eine Tonne. Ich habe über mehrere Monate alleine zwischen dem Aufstehen und dem Mittagessen mindestens eine Packung hellen Sandwichtoast verdrückt, mit viel Teewurst oder süßen Brotaufstrichen. An manchen Tagen kam ich auf anderthalb bis zwei Packungen. Und auch den restlichen Tag ging es mit dem Futtern weiter. Vor allem Süßes war nicht sicher vor mir. Die Folge war Schwangerschaftsdiabetes, und meine Tochter war viel zu groß und schwer. Sie musste per Kaiserschnitt geholt werden und ich lag anderthalb Wochen völlig lädiert im Krankenhaus. Ich konnte sie erst am nächsten Tag das erste Mal begrüßen. Mein Mann war derjenige, den sie zuerst sah, er hatte sie nach ihrer Geburt stundenlang auf der Brust, und das hat ihr Verhältnis sehr geprägt.


Ich bin natürlich sehr glücklich, wenn ich sehe, wie innig es ist, bin aber schon auch manchmal traurig, dass sie so selten nach mir verlangt. Mir wurde damals ganz klar gesagt, dass der Kaiserschnitt nicht nötig gewesen wäre, wenn ich nicht so maßlos gefressen hätte. Vor der Schwangerschaft und auch danach hatte ich keine solchen Gelüste mehr. Ich schäme mich sehr. Ich hatte mich nicht unter Kontrolle, mein Kind damit auch gefährdet und die Quittung war der Kaiserschnitt und sicherlich ist die starke Papafixierung auch eine Folge davon. Aber das Allerschlimmste: Der Kaiserschnitt war kompliziert, und mir wurde danach von meiner Gyn dringend davon abgeraten, noch einmal schwanger zu werden, denn bei einem erneuten Kaiserschnitt kann sie für nichts garantieren. Und an allem bin nur ich schuld. Mittlerweile ist das Übergewicht weg. Doch meine Reue wird immer bleiben.

Beichthaus.com Beichte #00037614 vom 16.02.2016 um 04:43:11 Uhr (22 Kommentare).

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Der Teppich in der Reinigung

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Feigheit Peinlichkeit

Ich habe vor zwei Jahren einen kleinen Läufer aus meiner Wohnung in der Teppichreinigung um die Ecke abgegeben. Bezahlung bei Abholung. Dann bin ich allerdings recht kurz darauf aus beruflichen Gründen in den Nachbarort gezogen. Erst jetzt ist mir eingefallen, dass ich ja diesen Teppich nie abgeholt habe. Ich bin ständig hier, weil hier viele Freunde wohnen, aber zwei Jahre lang hatte ich meinen Teppich komplett vergessen. Ich beichte, dass ich mich jetzt nicht mehr traue - nach zwei Jahren - in den Laden zu gehen. Wahrscheinlich ist der Teppich auch gar nicht mehr da.

Beichthaus.com Beichte #00037613 vom 16.02.2016 um 00:32:35 Uhr (8 Kommentare).

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Im Arbeitsamt verliebt

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Begehrlichkeit Schamlosigkeit

Ich (m) bin seit geraumer Zeit arbeitssuchend und einer bestimmten Frau zugeteilt worden. Alle paar Wochen fahre ich zu ihr ins Büro und sie unterstützt mich bei der Arbeitssuche. Nun ist es so, dass wir uns direkt beim ersten Treffen sympathisch waren. Ich muss zugeben: Sie ist recht attraktiv und hat eine sehr freundliche Art. Zu freundlich, denn sie sagte von sich aus, dass ich nur die Arbeitsstelle annehmen soll, die ich selbst annehmen möchte, und auch sonst ist sie sehr locker zu mir. Ich rufe sie zwischendurch an, aber nicht, weil es um Arbeit geht, sondern wir sprechen auch ein wenig über unsere Privatsachen. Ich beichte, dass wir in den letzten Wochen mehr geflirtet haben, als dass wir uns um die ernstere Angelegenheit gekümmert haben. Beim nächsten Treffen werde ich sie zum Essen einladen und nach einem angenehmen Gespräch verführen.

Beichthaus.com Beichte #00037612 vom 15.02.2016 um 20:06:26 Uhr (14 Kommentare).

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Mein Opa war ein Nazi!

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Hass Zorn Vandalismus Gewalt Familie

Als ich (m) mit 15 oder 16 Jahren erfahren habe, dass mein Uropa von 1933 bis 1945 in der NSDAP und etliche Jahre davon als Blockwart tätig und an vielen unschönen Aktionen beteiligt war, habe ich sein Grab ein klein wenig verschönert. Mein Opa war ziemlich aggressiv und hat mir mal mit mehreren Schlägen ins Gesicht eine aufgeplatzte Lippe und eine blutende Nase zugefügt, weil ich mit etwa fünf Jahren versehentlich ein Glas zerdeppert hatte. Meine Oma hat mir dann als Jugendlichem erzählt, dass mein Uropa noch viel schlimmer war und mein Opa das nicht anders kennt. Und erzählte mir dann auch, dass der Urgroßvater eben Blockwart war und so weiter. Nach dem Krieg hat er einfach mal so weitergemacht im Beruf und ist als "ehrenwerter Mann" gestorben, obwohl er das auch nach dem Krieg nur nach außen war.


Ich hatte Glück, dass es damals nie zur Anzeige kam. Meine Oma und meine Eltern wussten aber, dass ich es war und meine Oma meinte dann, ich solle das nie wieder machen, aber sie könne meine Wut verstehen, denn sie selbst verspüre auch oft richtige Wut, wenn sie am Grab des ehrenwerten Mannes vorbeigeht. Sie hat ihn lange erleben müssen, und würde ihn am Liebsten vergessen, so wie sie auch ihren Mann, meinen Großvater, am Liebsten aus ihrem Gedächtnis streichen würde. Meine Mutter ist zum Glück genauso wie meine Oma und hat nichts von ihrem Vater geerbt.

Beichthaus.com Beichte #00037611 vom 15.02.2016 um 18:53:23 Uhr (17 Kommentare).

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