Der Sündenbock meiner Familie

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Ungerechtigkeit Zorn Falschheit

Es kotzt mich dermaßen an, dass ich in meiner Familie immer der Sündenbock für alles bin. Ich gehe bald auf die 30 zu, bin verheiratet, habe zwei Kinder und werde von meinen Eltern teilweise immer noch wie ein ungezogenes Kind behandelt. Ich habe drei jüngere Geschwister, die noch bei meinen Eltern wohnen und jeden Sonntag sind wir dort zu Besuch. Schon als Kind wurde ich immer gleich verdächtigt, wenn irgendwas plötzlich kaputt war, Süßigkeiten fehlten oder Ähnliches - wenn ich es abstritt, wurde ich wie eine Lügnerin behandelt. Das war immer extrem frustrierend für mich und hat mich oft zu Verzweiflung und zu vielen Tränen geführt. Zu Unrecht beschuldigt werden und dann auch noch des Lügens bezichtigt werden, ist echt bitter und meine Eltern können sich gar nicht vorstellen, was sie mir damit angetan haben. Ich hatte deswegen immer den Ruf weg, eine Lügnerin zu sein, obwohl die ganzen "Hinweise" darauf unberechtigte Beschuldigungen waren. Es hieß dann immer: "Wie sollen wir dir jetzt nur glauben, wenn du dann und dann auch schon gelogen hast?", dabei waren die genannten angeblichen Lügen von mir auch schon fälschliche Beschuldigungen.

Das Schlimmste ist, dass das Ganze nach meinem Auszug immer noch nicht vorbei ist. Bei meinen Eltern fehlt nach deren Urlaub Eis aus der Gefriertruhe? Ich werde beschuldigt, das ganze Eis aufgegessen zu haben. Die Goldkette meiner Mutter liegt plötzlich gerissen auf der Badanrichte? Ich soll es natürlich gewesen sein und werde deswegen extra angerufen und verhört. Das Profil meiner Schwester wurde gehackt und seltsame Sprüche in ihrem Namen gepostet? ICH werde beschuldigt und dafür von meiner Mutter und der Schwester fertiggemacht.

Nach einigem Hin und Her kommt dann immer raus, dass es die anderen beiden Geschwister waren, aber keiner entschuldigt sich bei mir. Komischerweise werden meine Geschwister nicht verdächtigt und ihnen wird geglaubt, dabei konnte mir - im Gegensatz zu meiner einen Schwester - noch nie was bewiesen werden. Es ist zum Kotzen. Es passiert jetzt aber auch nicht so oft, dass ich sagen würde, ich breche den Kontakt ab und komme nicht mehr zu Besuch.

Beichthaus.com Beichte #00037511 vom 01.02.2016 um 13:02:45 Uhr (12 Kommentare).

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Wenn man jemanden zurücklassen muss...

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Selbstsucht Ignoranz Stolz

Ich (w) habe mein gesamtes bisheriges Berufsleben in ein und demselben Betrieb verbracht. Ich liebe meinen Beruf, ich möchte nichts anderes machen, aber ich hasse meine Firma. Es macht dort einfach keinen Spaß. Ich suche schon seit dem Ende meiner Ausbildung eine neue Stelle, aber der Beruf wird in meiner Region kaum gesucht, sodass ich keinen Erfolg hatte. Das Einzige, was meine Arbeit halbwegs erträglich macht, ist meine beste Freundin. Sie ist vor zwei Jahren in unseren Betrieb gekommen und wir haben uns auf Anhieb richtig gut verstanden, unternehmen viel und können über alles reden.


Nun ist es aber so, dass ich endlich eine neue Anstellung gefunden habe und zusammen mit meinem Freund die Stadt verlasse. Meine neue Stelle ist in unserer Heimat. Wir haben eine richtig schöne Wohnung gefunden, mein neuer Chef und das Team sind echt klasse und ich freue mich schon unendlich auf unseren Umzug und die Zeit danach. Meine Freundin ist traurig, dass ich sie zurücklasse, und hier ist meine Beichte: Es tut mir nicht leid. Natürlich ist es schade für sie, aber ich habe es immer allen recht machen wollen und wollte von allen gemocht werden - und jetzt mache ich mein eigenes Ding, ich mache das, was mir gut tut, und es fühlt sich richtig toll an. Außerdem bleiben wir ja Freundinnen und wir sehen uns auch weiterhin. Mein neuer Wohnort ist nur eine Stunde mit dem Auto entfernt. Ich glaube, ich bin eine schlechte Freundin, weil ich auf ihre Gefühle keine Rücksicht nehme und sie nichts dafür kann. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00037497 vom 29.01.2016 um 22:20:45 Uhr (8 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Königskobra in Amsterdam

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Peinlichkeit Ekel Unreinlichkeit Urlaub Niederlande

Ich (m/26) war über Silvester für einige Tage mit meinem besten Freund in Amsterdam. Nun ist es so, dass ich immer, wenn ich irgendwo Urlaub mache, meine Essgewohnheiten auch etwas umstelle. Anstelle eines gesunden Frühstücks und einer ausgewogenen Ernährung probiere ich mich gerne durch leckere Lokale, Restaurants und Imbisse. Während wir also mal wieder in der Innenstadt rumflanierten, bemerkte ich, dass sich mein Magen nach zwei Tagen mit gefühlten 20 Litern Kaffee und Bier, Burgern, Steaks, Tonnen von Pommes und anderen Leckereien befreien wollte. Zielstrebig suchte ich schnellstmöglich nach einer öffentlichen Toilette und fand mein Glück bei der bekannten Fast-Food-Kette mit einer Krone. Schnell sprintete ich die Treppen hinauf, reihte mich in die Warteschlange für die einzige Kabine der Herrentoilette ein und zählte nur die Sekunden, bis ich mich endlich von meinem Ballast befreien konnte. Nach knapp 15 Minuten kam ich endlich zum Zug. Mein Herz strahlte und mein Magen freute sich unheimlich darauf, etwas Platz zu schaffen: Tür zu – Hose runter – und los!


Während ich entspannt auf der Toilette saß, bemerkte ich zeitgleich, dass die Schlange für die Herrentoilette stetig weiterwächst. Da ich nicht unhöflich sein und unnötig die anderen Gäste warten lassen wollte, zog ich nach meinem vollendeten Geschäft fix die Hose an und wollte dann auch wieder los. Dennoch ahnte ich schon während meines Toilettengangs Böses: Die letzten Tage an fettigem Essen und viel Alkohol haben sich bezahlt gemacht, sodass ich der Keramik ein unglaublich großes Geschenk hinterlassen habe. Trotz mehrmaligem Spülen ließ sich meine Königskobra vom Wasser nicht beeindrucken, sodass der Wasserspiegel drastisch fast bis zum Klodeckel stieg und einfach nicht abfließen wollte.


Schnell versuchte ich, den kleinen Schlamassel mithilfe der Klobürste zu beseitigen. Allerdings blieben meine Versuche erfolglos und ich zog nach einigen Minuten Rumstochern und Drücken die nun komplett versaute Klobürste raus und stellte sie wieder in die Halterung. Mein Herz fing in der Zwischenzeit an stark zu klopfen, mein Gesicht wurde rot und ich bekam leichte Schweißausbrüche, alles vor dem Hintergrund, dass das einzige Männerklo komplett verstopft ist und alle doch nur mal fix aufs Klo wollen. Pustekuchen! Beim Herausgehen versuchte ich, meine Blöße zu kaschieren und sagte auf eine pseudo-lockere Art: "Sorry, das Klo ist kaputt." Wobei ich die leichten Schweißperlen wohl nicht verbergen konnte.


Besonders peinlich war der Gang entlang der Warteschlange, wo mich alle Typen musterten und mich mit extrem genervten und zeitgleich enttäuschten Gesichtern anstarrten. Ich möchte mich also für meine kleine Königskobra bei allen Leuten in der Warteschlange entschuldigen, die genau wie ich dringend aufs Klo mussten und sich in der überfüllten Innenstadt eine neue öffentliche Toilette suchen mussten. Ich war dann aber doch so anständig und habe unten am Schalter Bescheid gegeben, dass irgendjemand das Herrenklo verstopft hat und man sich bitte drum kümmern sollte! Ich bitte um Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00037496 vom 29.01.2016 um 16:59:24 Uhr in Niederlande (Amsterdam) (7 Kommentare).

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Meiner besten Freundin geht es schlecht!

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Falschheit Eifersucht Selbstsucht Engherzigkeit

Ich (m/19) bin eine schadenfrohe Sau! Vor einigen Jahren lernte ich meine später beste Freundin kennen. Dummerweise verliebte ich mich später in sie, was nicht nur mit ihrem Aussehen zu tun hat, sondern auch mit ihrer Art. Wir hatten uns nie viel zu verbergen, daher wusste sie auch früher oder später davon, jedoch erwiderte sie meine Gefühle nie, was mich lange mitnahm - wovon ich mir jedoch nichts anmerken ließ. In den Jahren, in denen wir uns alles erzählten, fiel mir auf, wie zerrüttet ihr Leben ist. Ihre Mutter hat sich bereits zwei Mal scheiden lassen, ihr Halbbruder verschwand nach Australien und ihr lagen auch sonst viele Steine im Weg.


Als wir mit der Schule fertig waren, gingen wir getrennte Wege und der Kontakt wurde etwas weniger. Ich nahm eine Ausbildungsstelle im Nachbarort an und sie zog mit ihrer Mutter in eine Großstadt, nachdem diese sich erneut scheiden ließ. Seitdem pendelt sie zwischen zwei Städten hin und her und aufgrund des seltener gewordenen Kontakts bekam ich unheimlich wenig mit, auch wenn wir uns geschworen hatten, immer füreinander da zu sein. In meinen Augen führte sie fast das Leben, das sie immer wollte. Sie machte Party, zog zu ihrem neuen Freund, hatte eine sichere Ausbildungsstelle und tat das, was sie wollte. Aufgrund eines Fehlers meinerseits gerieten wir jedoch vor einem Jahr in einen Streit, der dazu führte, dass wir uns überall ignorierten. Ich konnte meine Gefühle zu ihr dummerweise nicht loslassen, darum litt ich sehr unter dem Streit. Ich erfuhr aus einigen Quellen, wie gut es ihr doch ginge und dass sie mit mir abgeschlossen hätte. Ich redete mir daraufhin ein, sie sei es nicht wert, doch geholfen hat es nicht.


Vor Kurzem schrieb ich sie dann an, da ich auch endlich damit abschließen will, was still dazu führte, dass der Streit vergessen wurde. Nun trafen wir uns vor einer Woche auf einem Fest und redeten stundenlang über uns. Dort kam dann alles ans Licht: Ihre Ausbildung ist schlecht bezahlt, sie pendelte zwischen drei Wohnorten bei Vater, Mutter und Freund und war extrem im Stress. Sie wollte es jedem Recht machen, weshalb sie auch so oft mit ihren Freundinnen weg war, obwohl sie nur daheim bleiben wollte. Physisch ging es ihr nicht besser. Sie konnte keinen Sport mehr treiben, weshalb sie ein paar Kilo zugenommen hatte und ihr sonst makelloses Aussehen wurde überdeckt von Augenringen, Stress und Hüftgold.


Auch, wenn ich Mitleid habe, bin ich ironischerweise schadenfroh, denn seitdem sind meine tieferen Gefühle für sie wie weggeblasen. Dennoch habe ich sie noch unheimlich gerne - ich fühle mich plötzlich nur viel freier, einfach, weil diese Gefühle weg sind. Meine Beichte? Es geht mir besser als meiner besten Freundin und ich freue mich darüber! Und das, obwohl es mir eigentlich egal sein und ich sie unterstützen sollte. Es tut mir leid, dass ich so oberflächlich bin, denn schließlich ist sie im Herzen immer noch das Mädchen von früher.

Beichthaus.com Beichte #00037489 vom 28.01.2016 um 07:15:05 Uhr (6 Kommentare).

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Die Nacktbilder meiner Ex

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Fremdgehen Verzweiflung Rache Ex Internet

An meinem 19. Geburtstag habe ich meine große Liebe getroffen und wir verstanden uns zu meinem Glück direkt. Wir waren drei Jahre zusammen, bis ich nach langer Zeit mal wieder in ein soziales Netzwerk schauen wollte. Meine damalige Freundin und ich benutzten denselben PC, und als ich mich einloggen wollte, bemerkte ich, dass sie noch über ihren Account eingeloggt war. Auch wenn es nicht richtig war, hat mich die Neugier überwältigt und ich schaute mir ein paar ihrer Nachrichtenverläufe an. Kurz darauf war mir dann einfach nur noch schlecht, denn ich sah wirklich extreme Chatverläufe mit Männern, in denen sie Nacktfotos von sich verschickt hat und auch einige Treffen waren vereinbart worden. Jeder, der einen Menschen schon einmal wirklich geliebt hat, wird wohl nachvollziehen können, wie flau mir im Magen war. Mein Puls wurde spürbar schneller, mein Herz pochte wie verrückt und mein Hals fühlte sich an, als ob ich gerade gewürgt werde. Ich fand an diesem Tag heraus, dass ich über quasi den gesamten Zeitraum unserer Beziehung hintergangen wurde.

Wenn ich jemand gewesen wäre, der leicht aufbrausend ist, oder mit dem man generell nicht reden kann, hätte ich es vielleicht noch verstanden, aber so war es einfach nur ein Schlag ins Gesicht. Ich entschloss mich, sofort die Beziehung zu beenden. Natürlich stritt sie alles ab - und als ich erklärte, woher ich von allem weiß, wurde ich noch als der Böse dargestellt. Nach ein paar Wochen hatte sich so weit erst einmal alles beruhigt und ich habe versucht, mich mit meiner Arbeit und guten Freunden abzulenken. Von jetzt auf gleich bekam ich plötzlich Drohanrufe von einigen ihrer vielen Verehrer, in denen mir gesagt wurde, dass ich noch dafür büßen würde, Nacktbilder von meiner Ex ins Internet gestellt zu haben. Man kann sich vorstellen, dass ich im ersten Moment schon geschockt war und erst einmal realisieren musste, was da gerade abging. Da ich das Ganze aufklären wollte, fuhr ich also direkt zu meiner Ex, die mir breit grinsend die Tür öffnete und erklärte, dass sie einen Ruf zu verlieren hätte und nicht zulassen kann, dass herauskommt, warum ich mit ihr Schluss gemacht habe.

Also hat sie erzählt, ich hätte ihr, nachdem sie sich von mir getrennt hat, etwas in ihr Getränk gemischt und sie dann dazu gebracht, diese Nacktfotos von sich zu machen. Übrigens wurden diese Bilder in Wirklichkeit von einem ihrer Macker hochgeladen, der wohl auch herausgefunden hatte, was für ein Spiel sie spielt. Als sie mir das alles so brühwarm erzählte, war ich wirklich geschockt und einfach nur wütend, aber ich habe einfach gehofft, dass niemand diesen Mist glaubt. Falsch gedacht! Zwei Wochen später lauerten mir abends zwei Typen auf, die mich ins Krankenhaus geprügelt haben und nochmals betonten, dass man einfach keine Nacktbilder seiner Ex ins Internet stellt. Danach ging ich natürlich zur Polizei und erzählte dort die ganze Geschichte. Schon während meiner Erzählung schmunzelte der Beamte, als würde er kein Wort glauben. Im Endeffekt haben sie nichts unternommen, nicht einmal auf meine Bitte, vielleicht mal ab und zu einen Streifenwagen durch meine Straße zu schicken, wurde eingegangen.

Da ich sowieso nichts mehr zu verlieren hatte, schmiedete ich einen Plan. Als meine Ex mal wieder feiern war, schlich ich mich in ihre Wohnung. Da ich noch immer wusste, wo ihr Ersatzschlüssel lag, war das kein Problem. Ich zog mir all ihre Chatverläufe in Form von Screenshots auf einen USB-Stick und entdeckte dabei sogar Videos von ihr. Nachdem ich alles gesichert hatte, notierte ich mir noch ihre Zugangsdaten für das soziale Netzwerk, was dank der Speicherfunktion des Browsers kein Problem war. In den nächsten Tagen beschäftigte ich mich eingehend mit dem Tor-Browser und einigen VPN-Anbietern, und nachdem ich sicher war, dass man mich nicht zurückverfolgen kann, habe ich all das Material in ihrem Profil hochgeladen. Ich fühlte mich einfach verarscht und von unseren Behörden nicht ernst genommen.

Heute tut mir all das schrecklich leid, denn all ihre Macker haben natürlich gemerkt, wie falsch sie war. Und von da an wurde das Ganze ein Selbstläufer, den ich - selbst wenn ich damals gewollt hätte - nicht mehr hätte stoppen können. Überall tauchten Webseiten mit ihren Bildern und Videos auf und machten ihr damit das Leben zur Hölle. Selbst heute erscheint noch dieses Material, wenn man ihren Namen sucht. Ich habe einfach falsch gehandelt, das ist mir heute klar, aber damals fühlte ich mich nach all dem einfach nur kaputt und im Stich gelassen. Selbst heute gibt es noch Momente, in denen ich mich frage, ob sie es nicht doch verdient hat. Aber so etwas hat niemand verdient.

Beichthaus.com Beichte #00037488 vom 28.01.2016 um 03:44:06 Uhr (16 Kommentare).

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