Lebenshelferin beim Bügeln

7

anhören

Ungerechtigkeit Zorn Faulheit Arbeit

Ich lebe seit einiger Zeit nicht mehr in Deutschland und arbeite nun in dem neuen Land als Lebenshelferin. Ich arbeite in Schichten bei Behinderten, Kranken oder alten Leuten zu Hause und mache deren Haushalt und Einkäufe - ich wasche sie auch und setze mich mit den ambulanten Krankenpflegern und Ärzten auseinander. Ich will beichten, dass mich die Leute, bzw. deren Angehörige, tierisch nerven, welche in reichen Gegenden leben, auf mich angewiesen sind und deren Familie mich dann wie eine Bedienstete behandelt. Ein Beispiel: Herr X ist behindert und muss gewaschen und geduscht werden. Ihm muss Essen angereicht werden etc. Jetzt habe ich laut Plan noch 1.5 Stunden Zeit, weil ich mal wieder zu schnell war und die Ehefrau will, dass ich das ganze Haus putze, den Backofen reinige, ihre Wäsche wasche, aufhänge und auch bügele. Mich regt tierisch auf, dass mein alter Chef nichts dazu sagte, inzwischen habe ich die Firma gewechselt, obwohl wir ja offensichtlich auf Staatskosten als Dienstmädchen ausgenutzt wurden und werden. Da ist eine Person mit im Haushalt, die zwei funktionierende Arme und Beine hat, aber die sieht lieber fern, und hält mich von der Pflege ihres Mannes ab, als ihren Haushalt selbst zu schmeißen!

Beichthaus.com Beichte #00036463 vom 26.08.2015 um 12:37:32 Uhr (7 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Vergewaltigung durch meinen Lehrer

30

anhören

Lügen Falschheit Selbstsucht Missbrauch Schule Jameln

Ich (w/35) habe mit 15 Jahren eine Vergewaltigung durch meinen Lehrer erfunden, da ich in diesen verliebt war, er aber glücklich verheiratet war - mit Frau und Kindern, und mir klargemacht hat, dass ich seine Schülerin bin und nichts weiter. Die Sache war nach einiger Zeit klar, da ich das Ganze zwar geplant, und mir auch mein T-Shirt zerrissen hatte, aber dann doch nicht genug nachdachte. Ich habe mich um Kopf und Kragen geredet und die Anzeige wurde fallen gelassen - der Lehrer hätte wieder seinen Beruf an der Schule ausüben können. Doch der Ruf war weg, etwas bleibt immer und manche Eltern sind hysterisch. Deswegen ist die Familie Hunderte von Kilometern weggezogen, was ich erst nach einiger Zeit erfahren habe. Auch, dass er eine neue Stellung gefunden hat, Gott sei Dank. Mir tut das alles total leid. Gerne würde ich die Familie um Verzeihung bitten, doch die Ehefrau des Lehrers hat uns am Tag, nachdem der Lehrer rehabilitiert war, heulend angerufen und mir angedroht, mir die Kehle durchzuschneiden. Daraufhin sind wir auch abgetaucht. Meine Eltern haben mir aber zum Glück direkt verziehen und waren für mich da. Ich habe das alles nicht gewollt. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00036457 vom 25.08.2015 um 19:27:32 Uhr in Jameln (30 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“Folge

Schwangerschaften sind nur eine Ausrede!

18

anhören

Zorn Falschheit Ungerechtigkeit Vorurteile Schwangerschaft

Eine Freundin von mir (w/23) ist derzeit zum ersten Mal schwanger und ich finde es echt unmöglich, wie sie mit ihrem Freund umspringt, seit sie schwanger ist! Extrem launisch, maulig, keift ihn völlig grundlos an, und bald darauf lächelt sie zuckersüß und entschuldigt sich, die Hormone halt. Und er winkt das auch gutmütig lächelnd ab. Ich beichte, dass ich diese Argumentation mit bestimmten Lebensabschnitten, in denen man sich nicht ganz korrekt verhält, für reine Ausreden halte. Pubertät, Schwangerschaftshormone, Wechseljahre - für mich nichts als Ausreden für schlechtes Benehmen. Ja, ich war noch nie schwanger, meine Pubertät verlief auch recht normal und in den Wechseljahren bin ich noch lange nicht. Aber ich habe da trotzdem kein Verständnis. Das sind alles keine Krankheiten und man kann trotzdem normal miteinander umgehen und nicht jeden angiften oder böse anschauen, bloß weil er einen angesprochen hat. Einzig Verständnis habe ich für die Trotzphase bei Kleinkindern - die denken sich nichts Böses, und da liegt es an den Eltern, wenn es zu extrem wird.

Beichthaus.com Beichte #00036448 vom 24.08.2015 um 17:16:55 Uhr (18 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Die geplatzten Träume der Flüchtlinge

17

anhören

Vorurteile Ungerechtigkeit Engherzigkeit

Ich (m/57) arbeite ehrenamtlich in einer Flüchtlingsunterkunft, weil ich mich moralisch dazu verpflichtet fühle. Seit Jahren bin ich auf Jobsuche, finde aber nichts. Keiner stellt im IT-Bereich alte Säcke ein, da sie noch aus der "alten Schule" sind. Das ist natürlich Unsinn, schließlich habe ich mich dauernd fortgebildet. Nun ja, nach jahrelanger Arbeitslosigkeit und Rumgammelei wollte ich mal etwas Sinnvolles tun. Von den Nachrichten bekam ich das Versorgungschaos mit, sodass ich gleich am nächsten Tag mit anpacken wollte. Die Arbeit macht mir an sich Spaß, weil ich mit Flüchtlingen ins Gespräch komme. Oft erzählen sie mir von der strapazierenden Flucht durch den Balkan, was mich ehrlich gesagt sehr mitnimmt. Einige hingegen bringen ihre Zukunftspläne zu Wort. Ein Großteil der Flüchtlinge möchte Arzt, Anwalt oder Ingenieur werden. Woher diese hanebüchenen Wünsche herkommen, weiß ich nicht.

Wahrscheinlich hat denen ein Schleuser was von einer rosaroten Kuschel- und Spaßzukunft in Deutschland erzählt. Schleuser müssen ja auch werben. Jedenfalls bringe ich jeden dann wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Versteht mich nicht falsch, klar kann jeder irgendwann seine Ziele erreichen. Nur sind einige teilweise über 20 Jahre alt, können nur gebrochenes Englisch und sind nicht sehr intelligent. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie so jemand mal ein Studium beginnen soll. Dafür müsste man erst mal noch die allgemeine Hochschulreife erlangen. So kommt es halt, dass ich den glühenden Fantasien der Flüchtlinge ein Ende setzen muss. Ich will sie nicht kränken, trotzdem passiert genau das ziemlich oft. Ungeachtet dessen gebe ich aber Vorschläge. Den Immigranten rate ich eine Ausbildung im Handwerksbereich, da wir in Deutschland diese Stellen nicht vollständig besetzen und diese Berufe geistig weniger anspruchsvoll sind. Gerade in den Pflegeberufen mangelt es an Azubis.


Irgendwie fühle ich mich nach solch einem Gespräch immer schlecht, obwohl ich eigentlich geholfen habe. Man merkt meinen Gesprächspartnern an, dass für sie ein Traum geplatzt ist. Aber so ist das Leben. Deutschland ist kein Schlaraffenland. Selbst ein topausgebildeter IT-Spezialist wie ich findet keine Arbeit. Ich beichte hiermit, regelmäßig Flüchtlinge zu enttäuschen, obwohl sie nach einer schlimmen Reise nettere Worte bräuchten.

Beichthaus.com Beichte #00036414 vom 21.08.2015 um 20:33:59 Uhr (17 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Folge

Am offenen Sarg meines Opas

7

anhören

Verzweiflung Engherzigkeit Zwang Familie Tod

Als ich (w) so 14 oder 15 Jahre alt war, ist mein Opa nach langer Zeit im Wachkoma verstorben. Es war eine schwere Zeit für die Familie, weil er eben auch schon gut drei Jahre in diesem Zustand verbracht hatte, nachdem er in einer OP einen Schlaganfall erlitten hatte. Meine Großmutter hatte nach seinem Willen entschieden, dass sich alle am offenen Sarg noch einmal verabschieden durften und er danach verbrannt wurde. Und nun zu meiner Beichte: Ich habe eine Macke weg, da ich von meiner Mutter damals zu der Trauerfeier am offenen Sarg gezwungen wurde. Ich habe damals nicht nur aus einer Teenagerlaune heraus gesagt, dass ich nicht mitkommen wolle, sondern, weil ich damit allein gedanklich damit schon nicht klarkam und ich auf meine eigene Weise trauerte.


Anfangs hatte ich eingewilligt, aber je mehr ich darüber nachdachte, konnte ich einfach nicht und habe das auch gesagt. Zu meiner Trauer gehörte eben auch viel Zeit allein, nicht eine Zeremonie mit der ganzen Familie. Für mich der absolute Horror, auch wenn mein Opa vielleicht gewollt hat, dass alle noch einmal da sind. Es endete damit, dass ich dann tatsächlich mitmusste und in dem Bestattungsinstitut am Ende total ausgerastet bin. Seitdem war ich nie wieder auf einer Trauerfeier oder Beerdigung, auch wenn es mir leidtut. Ich kann das einfach nicht und habe den Zwang damals auch bis heute nicht verziehen. Trauer kann man nicht pauschalisieren, das ist etwas ganz Individuelles und ein erzwungener Höflichkeitsgang macht nur etwas kaputt.

Beichthaus.com Beichte #00036397 vom 19.08.2015 um 14:07:32 Uhr (7 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht