Er kam immer zu spät!

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Hass Zorn Rache Familie Telefon

Mein (w/34) älterer Bruder besaß bis vor ganz kurzer Zeit kein Handy, er war immer überzeugter Handyhasser. Das ist ja einzig und alleine seine Entscheidung, nur ist es so, dass wir anderen uns bei Verabredungen mit ihm oft schon lange die Beine in den Bauch gestanden haben, denn leider ist er eben auch ein Pechvogel. Für vieles kann er nichts, zum Beispiel für eine Bahn, die nicht weiterfährt, oder Stau auf der Autobahn. Aber zumindest dann wäre die Erfindung Handy eben sinnvoll. Ich halte auch nichts davon, mediensüchtig zu sein und schalte mein Handy auch mal aus, aber ich nutze es eben, wenn ich beispielsweise verabredet bin. Nun war es letztens so, dass es wie aus Eimern gegossen hat. Wir waren am Grab unserer Großeltern verabredet, und er kam nicht. Nach einer Stunde und steigender Wut bin ich nach Hause gefahren. Ich hatte noch einen Termin, habe den zwar noch geschafft, musste mich aber arg abhetzen.


Später habe ich dann erfahren, dass mein Bruder gar nicht kommen konnte - er stand mit seinem Wagen im Megastau und der Friedhof hätte bei seiner Ankunft schon geschlossen gehabt. Es hat mir dermaßen gereicht. Es war eben wirklich nicht das erste Mal, dass man so lange wartet, weil man wieder irgendwas unterwegs war. Als wir dann am 2. Weihnachtsfeiertag beim Spanier verabredet waren, sollte er der Letzte sein. Es war noch Zeit bis zur reservierten Uhrzeit, trotzdem sind wir alle aufgestanden und in ein anderes Restaurant zwei Häuser weiter gegangen. Woher sollen wir auch wissen, dass er uns nicht erreichen kann, vielleicht hat er ja plötzlich ein Handy? Er hat dieses Mal selbst sehr lange beim Spanier gewartet und ist irgendwann sauer nach Hause gefahren. Dann war erst einmal Funkstille. Im Januar habe ich dann erneut das Gespräch mit ihm gesucht, was nichts brachte. Ich habe mich entschuldigt, aber auch unsere Situation geschildert.


Dann kam der pure Zufall - als mein Bruder und ich trotz unserer Meinungsverschiedenheit zusammen joggen waren, haben wir einen Mann gesehen, der ziemlich viel Alkohol getrunken hatte, mehr tot als lebendig wirkte und definitiv einen RTW benötigt hat. Ich habe dann mit meinem Handy einen angerufen. Mein Bruder meinte dann abends zu mir: "Vielleicht habt ihr ja echt recht, ich stelle mir gerade vor, ich wäre alleine gewesen und dann hätte ich erst einmal rennen müssen, um eine Telefonzelle zu finden." Und dann hat er mich gefragt, ob ich denn in den Handyladen mitkomme. Und seltsamerweise hat er, der Handyhasser, dann kein stinknormales Tastenhandy ausgesucht, sondern doch ein Smartphone von einem bekannten Hersteller. Tja, und meine Beichte ist eben die Geschichte beim Spanier. Es tat mir ja auch da schon leid, ich habe meinen Bruder gern und er ist sonst auch ein lockerer Mensch. Aber dieses ständige Versetzen hat echt genervt.

Beichthaus.com Beichte #00037617 vom 16.02.2016 um 16:11:16 Uhr (10 Kommentare).

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Meine Freundin ist eine Schmarotzerin!

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Hass Zorn Feigheit Partnerschaft

Ich beichte, dass ich meine Freundin mit jedem Tag weniger liebe und umso mehr zu hassen lerne. Die Gründe für diese Veränderungen sind banal und eigentlich sollte man darüber stehen, aber es treibt mich in den Wahnsinn: Sie wohnt seit zwei Jahren bei mir und zahlt keinen Cent der 900-Euro-Miete, da sie ja als Doktorandin "nur" 1.500 Euro netto verdient und ich, mit meinem Gehalt, das ja auch alleine zahlen kann. Sie räumt nicht auf, sondern hinterlässt mir immer ihren Müll und liegt, wenn sie daheim ist, nur im Bett und spielt ihr bescheuertes Browsergame, für das sie jeden Monat rund 150-200 Euro für Premiumschrott ausgibt. Außerdem fährt sie ständig auf Unikosten eine Woche irgendwo hin (Frankreich, Südtirol, Japan) und lässt es sich da gut gehen, jammert aber über die "vielen" Vorträge, die sie sich anhören muss und was das doch für ein Stress sei. Gut, das würde ich ihr ja gönnen, aber dann drückt sie mir das bis zur Reise gefühlt jeden Tag rein, dass sie kostenlosen Urlaub macht und ich doch arbeiten muss.


Jetzt hat sich die Dame nach einem halben Jahr Mitgliedschaft im Fitnesscenter (65 Euro im Monat, da es ja das Fitnesscenter mit besonders viel Beratung sein muss) und maximal sechs Besuchen ganz am Anfang, dazu entschlossen, abzunehmen. Und dafür hampelt sie jetzt zu YouTube-Videos rum. Sehr sinnvoll. Abnehmen wird sie damit im mittlerweile gefühlt zehnten Anlauf so oder so nicht. Alles in allem treiben mich diese Dinge dermaßen in den Wahnsinn, aber ich bringe es einfach nicht übers Herz, sie abzuschießen. Ich beichte, dass ich dumm, oberflächlich und schwach bin.

Beichthaus.com Beichte #00037610 vom 15.02.2016 um 18:07:20 Uhr (28 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der Trottel und die Studentin

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Falschheit Lügen Dummheit Hochmut Ex

Ich (m/34) will hier beichten, dass ich meine Ex vor vier Jahren zu ihrem Studienbeginn richtig böse habe auflaufen lassen. Sie ist nicht ganz 12 Jahre jünger als ich, aus recht gutem Hause und eigentlich lieb, aber schlichtweg verzogen und vergaß damals regelmäßig, den Filter zwischen Hirn und Mund zuzuschalten. Man musste ihr gegenüber schon teils dominant auftreten, damit sie ihre freche und auch arrogante und rotzige Art beiseite ließ, dann war sie wie gesagt wirklich lieb. Trotzdem sah ich bei Diskussionen wegen Kleinigkeiten auch oft genug ihren Rücken und verschränkte Arme. Dazu kommt, dass ihr Studiengang selbst in der Naturwissenschaft recht elitär ist und weltweit eine große Zukunft hat, Genetik und Biochemie, so viel sei hier verraten.

Ich dagegen komme aus einer Handwerkerfamilie und hatte auch nie Ambitionen zu studieren, obwohl ich jede Fortbildung in meinem Beruf mitnehme und darin auch wirklich gut bin, ich habe die Lehre mit Auszeichnung bestanden und bin inzwischen Teilhaber meines Ausbildungsbetriebes und sicher alles andere als dumm geboren. Ich habe definitiv und ohne Angeben zu wollen, aus mir und meinen Anlagen das Maximum rausgeholt und die Welt braucht ja auch Macher, nicht nur Forscher, oder? Und genau darum geht es hier. Denn meine Ex hatte bei ihrer Familie schon schamhaft verschwiegen, dass ich ja nur den qualifizierenden Hauptschulabschluss habe, was nicht mal stimmt, da ich mit 1,1 abgeschlossen habe, besitze ich auch den Realschulabschluss, da sich das anbot, in drei anderen Fächern die Prüfung mitzunehmen. Ich sagte ihr halt nur, ich bin den Weg über Hauptschule und Lehre gegangen. Und bei der mittleren Reife war die schlechteste Note eine 2 und ich habe auch ein Zeugnis darüber, ich habe es ihr nur nicht vorm Gesicht rumgewedelt, sie wusste es halt nicht.

Aber den Oberhammer brachte sie bei der Vorbereitung der ersten Semesterparty. Diese findet eine Woche nach Immatrikulation und Semesterbeginn auf dem Campus statt und sie fragte mich zögerlich, ob ich mitkommen wolle. Ich merkte, da ist was im Busch, sagte aber einfach nur zu. Dort unterhielt ich mich hervorragend mit einigen anderen Studenten, bis irgendwem die Bemerkung entkam: "Also, dumm ist er doch wirklich nicht." Ich fragte nach und bekam schnell heraus, dass meine Ex sich schämte, mit einem ungebildeten Handwerker zusammen zu sein, der ihr intellektuell nicht das Wasser reichen könne. Dazu muss man aber sagen, dass meine Ex außerhalb ihres Fachgebietes weder ein gutes Allgemeinwissen besaß, noch irgendeine Ahnung vom Leben außerhalb ihres geschützten Rahmens hatte. Amtsgänge alleine waren schon zu schwierig. Damals hat mich das aber weder gestört noch habe ich das anderen unter die Nase gerieben, ich habe es nicht mal wirklich registriert, sondern auf ihr Alter (damals grade 19) und damit wenig Lebenserfahrung geschoben.

Ich drehte den Spieß dann aber um und stellte mich, leicht zu bemerken, dass es Show war, als der totale Trottel hin, gegen den selbst Tommy aus Voll Normaaal ein Geistesriese war. Ich zog eine regelrechte Comedynummer ab und wies immer wieder darauf hin, wie dumm ich im Gegensatz zu meiner Freundin doch sei. Am Ende sagte ich dann mit einer sehr doofen Stimme "u-u-u-u-nd ma-ma-manchmal kann ich sogar einen g-g-ganzen Satz sagen und morgen kann ich bestimmt schon alleine aufs Klo!" was wirklich mit brüllendem Lachen, Klatschen und Pfiffen belohnt wurde. Wir waren ja auch alle nicht mehr ganz nüchtern und die Stimmung war echt nett. Naja, die Beziehung hielt nicht mehr lange, sie stand in der Uni als arrogant und oberflächlich da, was natürlich nur meine Schuld war.

Dafür bekam meine Firma mehr Aufträge, da mich einige der Studis gegoogelt haben und gesehen haben, dass wir gut, schnell und zu normalen Preisen arbeiten und das an der Uni weitergaben. Und gerade Studentenwohnungen sind oft in einem Zustand, in dem meine Branche gebraucht wird. Ach ja, ich bin übrigens seit zwei Wochen mit einer angehenden Tierärztin verheiratet und die hat so etwas nicht nötig. Und in vier Monaten werde ich Vater. Und wenn mein Kind studieren mag, bitte, aber verzogen und arrogant wird es garantiert nicht. Dafür sorgen wir, indem wir ihm Liebe, Respekt und Anstand nahebringen werden. Das - positive Vorbilder - hat meiner Ex nämlich gefehlt. Aber immerhin hat sie ihren Bachelor bereits mit guten Noten abgeschlossen, etwas Fähigkeit steckt halt doch in ihr, und es sei ihr auch aus vollem Herzen vergönnt.

Beichthaus.com Beichte #00037596 vom 13.02.2016 um 15:05:44 Uhr (20 Kommentare).

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Ich war wohl ein komischer Kauz!

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Ekel Peinlichkeit Unreinlichkeit Arbeit

Nach jahrelanger Geheimnistuerei wird es endlich Zeit, zu beichten. Als ich (m/32) damals mit 18 meine Ausbildung zum Bürokaufmann begann, war ich noch nicht allzu selbstbewusst. Ihr müsst verstehen, dass für mich das neue Umfeld wie eine andere Welt war. Überall waren Anzugträger zu sehen, der Kommunikationsstil war gehoben, weshalb ich mir unter meinen Kollegen keinen Faux-Pas leisten wollte. Deshalb arbeitete ich übereifrig, um die anderen von meiner Person zu überzeugen. Auf Pausen verzichtete ich beispielsweise komplett. Doch viel ungewöhnlicher waren meine Toilettengewohnheiten. Wenn man ein großes Geschäft verrichten wollte, musste man zwangsläufig durch einen gewissen Raum, in der die meisten meiner Kollegen arbeiteten. Das heißt, man wusste immer sofort, dass ich bei Betreten des Raumes kacken musste. Mir persönlich war das gerade in den ersten Tagen sehr unangenehm.


Damals bildete ich mir ein, die anderen würden denken, ich genehmige mir eine zusätzliche Pause. Jetzt, im Nachhinein, finde ich den Gedanken dumm, aber hinterher ist man immer schlauer. Nun kommt das eigentlich Verrückte. Da ich als Mensch mit Stoffwechsel trotzdem irgendwie meinen Darminhalt ausscheiden musste, geriet ich in Not. Bekanntermaßen macht Not erfinderisch. Also ergriff ich, wenn die beiden Raumkollegen zu Mittag aßen, die günstige Gelegenheit. Jeden Tag packte ich mir nämlich eine Plastiktüte ein, in welche ich meine Exkremente drückte. Das hat jedes Mal aufs Neue heftig gestunken. Also schnell noch gelüftet und ab damit in die Schublade. So, oder so ähnlich ging es täglich zu. Bei Feierabend nahm ich den Biomüll heimlich mit und entsorgte das Ganze einfach zu Hause. Mit der Zeit wurde mein Verhalten in der Firma aber zum Nachteil.


Mit mir tauschte niemand ein Wort, stattdessen wurde über mich getuschelt. Wer weiß, ob sie nicht von der Nummer wussten. Jedenfalls war ich wohl ein komischer Kauz. Nach Beendigung meiner Ausbildung wurde ich, entgegen meiner Vorstellungen, nicht übernommen. Die Sache brachte mich schwer ins Grübeln, mir sagte man nur, mein Sozialverhalten ließe einiges zu wünschen übrig. Naja, das war früher, also vergebt mir. Ich war jung und daher noch naiv.

Beichthaus.com Beichte #00037594 vom 12.02.2016 um 21:08:24 Uhr (23 Kommentare).

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Ich brauchte doch ein Bett!

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Selbstsucht Lügen Falschheit

Ich (m/24) lebte bis vor einem Jahr noch bei meinen Eltern. Knapp vier Monate vor meinem Auszug gab mein altes Kinderbett den Geist auf und brach ausgerechnet - und klischeehaft - beim Sex mit meiner Süßen zusammen. Leider stellte sich heraus, dass die Matratze so durch gelegen war, dass sie ohne Lattenrost unbenutzbar war, und auch der war so beschädigt, dass man ihn nicht darunterlegen konnte. Das geplante Bett für die neue Wohnung war aber für mein winziges Kinderzimmer zu groß. Außerdem hatte auf meine Oma auf das Konto dafür die Hand und ich bekam das Geld erst nach bestandenem Abschluss. Da ich nämlich, wie man dem Alter nach sehen kann, vorher schon eine andere Lehre abgebrochen hatte, hat sie als zusätzlichen Ansporn jeden Monat 150 Euro auf ein Sparkonto eingezahlt.


Und es musste sofort etwas Neues her: Ich kann als hart arbeitender Azubi schließlich nicht auf dem Boden pennen. Also kaufte ich für 45 Euro ein Luftbett, das gerade so in mein Zimmer passte. Man muss jetzt kurz dazu erwähnen, dass es neun Tage vor Monatsende war und das Geld etwas knapper. Das Ding war zu meiner Überraschung superbequem. Leider vergaß ich die Kleinigkeit, dass ich einen Kater habe. Es kam also, wie es zu erwarten war: Nur einen Tag nach dem Kauf lag das schöne, neue Luftbett flach am Boden und der Übeltäter saß mit großen Augen daneben. Toll, meine letzte Kohle war auch weg, und meine Eltern waren auch erst den Samstag vorher beim Großeinkauf gewesen und hatten trotz voller Vorräte nur noch knapp 30 Euro. Also, was tun? Ich sah, dass in der Packung ein Flickset war und beschloss, das Problem so zu lösen. Aber ich fand das Loch nicht.


Da dachte ich mir, dass, wenn ich es nicht finde, auch der Laden es nicht findet, und brachte das Luftbett zurück. Tatsächlich tauschten sie das Luftbett gegen ein Neues ein. Obwohl ich meinen Kater in dieser Nacht nicht ins Zimmer ließ, passierte wieder das Gleiche: Bett kaputt, Loch nicht auffindbar. Ihr ahnt es: Ich tauschte es um. Das Spiel ging dann noch zwei Mal so, bis mein Lohn da war und ich mir ein billiges Sperrholzbett kaufte, das noch heute als Gästebett dient. Allerdings hat der Geschäftsführer nach dem vierten Umtausch gesagt, er schicke die ganze Charge jetzt zurück. Ich fragte beiläufig, wie viele das seien und ob noch mehr Kunden welche abgegeben hätten. Er verneinte und erklärte mir, dass ich der Einzige sei. Aber man habe keine Löcher gefunden, also gehen die restlichen 350 Luftbetten zurück, außerdem gab es im Prospekt eine Umtauschaktion. Bei den Kosten, die dafür fällig wurden (Druck der Prospekte, und knapp 16.000 Euro Umsatzeinbuße), wurde mir dann ehrlich gesagt schon etwas blümerant zumute. Aber ich brauchte doch ein Bett.

Beichthaus.com Beichte #00037592 vom 12.02.2016 um 17:45:04 Uhr (9 Kommentare).

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