Bindungsängste

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Lügen Ehebruch Verzweiflung Begehrlichkeit Neustadt an der Weinstraße

Ich (m/18) hatte noch nie eine Freundin und bin dementsprechend auch noch Jungfrau. Dabei sehe ich, ohne eingebildet oder selbstverliebt zu klingen, nicht schlecht aus, das bekomme ich auch recht oft bestätigt. Auch komme ich beim weiblichen Geschlecht häufig gut an und habe einige weibliche Freundinnen. Klar reizt es mich, eine Freundin zu haben, mit der ich auch mein erstes Mal erleben könnte, aber keine Frau ist mir gut genug. Über die Jahre gab es sicherlich Frauen, die an mir interessiert waren, aber ich habe sie alle abblitzen lassen, egal wie schlau, hübsch, oder intelligent. Dass ich mich bisher auf kein Mädchen eingelassen habe, hat einen einfachen Grund: Die Trennung meiner Eltern. Als ich 14 Jahre alt war, trennten sich meine Eltern auf eine furchtbare Art und Weise. Mein Vater, der meine Mutter über Jahre hinweg fast schon ignorierte, zog aus und behauptete er liebe meine Mutter nicht mehr. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich einverstanden, da mein Vater sich schon lange nicht mehr für mich interessierte und in unserem Haushalt im Prinzip überflüssig war. Wenige Tage nach dem Auszug meines Vaters fand meine Mutter heraus, dass er mit einer anderen Frau zusammen ist. Und zwar schon drei Jahre lang. Ab diesem Tag brach meine Welt immer mehr zusammen. Mein Vater, der immer über Loyalität und Ehrlichkeit predigte, betrog meine Mutter und somit auch mich. Mit der Zeit hat meine Mutter immer mehr Details über meinen Vater und seine Verlogenheit in Erfahrung gebracht, die mich immer mehr schockierten.


Ich könnte hier Stunden über die Lügen meines Vaters berichten, zu dem ich bis zu diesem Zeitpunkt aufgeschaut habe. Seit der Trennung bin ich zwei Mal sitzen geblieben, schaffe meinen Führerschein einfach nicht und muss zu einer Therapeutin. Auch, weil ich die Leiden meiner Mutter als Einzelkind miterlebt habe, die nach 20 Jahren so hintergangen wurde, dass es ihr heute noch zusetzt und sie nach vier Jahren immer noch keine Beziehung zu einem anderen Mann haben will. So schnell werde ich wohl keine Freundin finden, solange sie nicht einen super Charakter hat und ausschaut wie meine absolute Traumfrau, weil ich keinem Menschen mehr vertraue, seit mein Vater meine komplette Familie belogen hat. Ich weiß, eine Beziehung fällt mir nicht einfach in die Arme, aber wenn es eine interessante Person in meinem Leben gibt, ringe ich mit mir selbst, ob ich mich um diese Frau bemühen soll, um vielleicht eine glückliche Beziehung zu führen. Oder ob ich nicht doch lieber Single bleiben soll, ohne Enttäuschungen. Ich beichte hiermit, dass ich an diesem Samstagabend mal wieder alleine zu Hause sitze, obwohl ich die Möglichkeit habe, mich mit einer beliebten und begehrten Frau zu treffen. Ich will meinem Vater nicht die ganze Schuld geben, aber dank ihm habe ich Bindungsängste, ohne je eine Bindung gehabt zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00033193 vom 03.05.2014 um 22:12:07 Uhr in 67433 Neustadt an der Weinstraße (Robert-Stolz-Straße) (17 Kommentare).

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Horror-Nacht im Wald

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Verzweiflung Manie Neurosen

Ich weiß nicht mehr weiter, ich muss das hier unbedingt loswerden. Auch wenn mir nicht geglaubt oder vorgeworfen wird, dass ich Langeweile und eine blühende Fantasie habe. Ich bin Mitte 30 und stehe mit beiden Beinen im Leben, ich habe einen guten Beruf und eine tolle Familie. Alles solide - ich nahm nie Drogen, trinke nicht und rauche nicht, ich habe auch nie gekifft. Diese eine Nacht vor knapp sechs Monaten veränderte jedoch mein Leben und mein Weltbild grundlegend. Ich bin mit unserem Hund abends noch Gassi gegangen, was sonst meine Frau macht, aber ihr ging es nicht gut. Ich weiß nicht, warum, aber ich ging aus unserem Wohngebiet in ein naheliegendes Waldgebiet. Angst hatte ich nicht wirklich, auch wenn ich mein Smartphone leider nicht dabei hatte. Nachdem ich einige Meter in den Wald ging, fing der Horror an.


Ein ziemlich beklemmendes Gefühl überkam mich. Es war stockdunkel. Ich hatte plötzlich das Gefühl nicht alleine zu sein. Der Hund benahm sich auch ungewöhnlich, nicht so locker und befreit wie sonst. Als auf einmal selbst die weit entfernte Autobahn, die ein gewohntes Grundrauschen von sich gab, verstummte, wurde es noch schlimmer. Der Nachthimmel verdunkelte sich schlagartig ins Tiefschwarze. Nichts erhellte mehr den Weg. Mein Herz ballerte in der Brust und ich fragte mich nur noch, was zur verdammten Hölle hier bitte gerade abgeht. Der Hund kam ganz nah zu mir und fing an zu fiepsen. Plötzlich hörte ich undefinierbares Geflüster aus einigen Richtungen. Es schallte. Mein Hund flitzte vor Panik weg. Ich hörte nur noch das Halsband in der Nacht, also das Klappern der Hundemarke und des Adressschildes. Ich war dermaßen in Panik und gelähmt, das war das Krasseste, was ich je erlebt habe. Das Schlimme war, das Halsband hörte ich plötzlich über mir, neben mir, dann ein Zischen, das mir durchs Mark ging. Kein Hund. Keine Pfoten auf dem Boden. Ich sah nichts! Ich hatte Tränen vor Angst in den Augen. Gefühlte Minute später verstummte alles und es war alles wieder normal. Der Hund kam auf einmal hörbar angerannt. Ich packte ihn und rannte aus dem Wald.


Um es nicht zu lang zu machen - seitdem ist der Hund nicht mehr derselbe, ich habe Panikattacken und keine Nacht mehr durchgeschlafen. Meine Frau ist verzweifelt. Ich kann ihr zum Verrecken nicht sagen, was in dieser Nacht im Wald passiert ist. Ich schiebe es auf den Job und ziehe mich mehr und mehr zurück. Die Ehe steht inzwischen auf dem Spiel. Es ist ein einziges Chaos, auch mein Job ist gefährdet, denn ich lasse mich oft krankschreiben. Ich glaube seitdem an einen Gott und das Böse. Ein Diesseits und Jenseits. Ich bin nur noch ein Schatten meiner selbst und fürchte, irgendwann eingewiesen zu werden. Es weiß keiner, was passiert ist, dabei war ich ein gestandener stolzer und realistischer Mann. Aber dieser Vorfall veränderte mein Leben und ich weiß nicht warum. Ich habe solch eine Angst vor der Dunkelheit und davor, einzuschlafen. In meinen Träumen werde ich auch nur noch verfolgt. Irgendeine Macht vernichtet mich.

Beichthaus.com Beichte #00033182 vom 01.05.2014 um 23:10:10 Uhr (29 Kommentare).

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Mein Leben als Berufdieb

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Diebstahl Zwang Maßlosigkeit Habgier

Mein Leben als Berufdieb
Ich beichte, dass ich Berufsdieb und Kleptomane bin und mit meinen 32 Jahren aufgehört habe, gegen das, was ich bin, anzukämpfen. Aber der Reihe nach. Alles hat mit 13 Jahren angefangen, als ich mein Austauschjahr in den USA verbrachte und mit meinem Gastvater meinen Mentor traf. Ich weiß nicht, was ihn überhaupt bewog, sich mir gegenüber zu offenbaren, aber er muss es damals wohl irgendwie schon gespürt haben. In diesem Jahr lernte ich fast alles von ihm - sowohl was das handliche als auch technische Wissen anging. Wieder in Deutschland begann ich, zunächst aus reinem Nervenkitzel, zu klauen. Quasi ab dem Tag an, an dem ich von zu Hause auszog, damit ich mir jeden materiellen Wunsch erfüllen konnte, den ich hatte. Inzwischen habe ich Wertgegenstände und Bares im Wert von über 600.000 Euro entwendet. Meinen bürgerlichen Beruf übe ich nur zur Tarnung aus. Jedoch hatte ich von Anfang an schreckliche Gewissensbisse. Was ich mache ist falsch, vor der Gesellschaft und dem Gesetz.

Ich habe mich wegen dieser Gedanken selbst gehasst und mir immer wieder Hilfe gesucht, weil ich der Überzeugung war, dass das eine Krankheit ist, von der ich geheilt werden kann. Heute habe ich fünf Therapien hinter mir. Ich habe jede Einzelne mit voller Überzeugung und Einsatzbereitschaft bestritten und trotzdem nie länger als ein paar Wochen durchgehalten. Ich kann und will nicht länger gegen das ankämpfen, was ich bin. Jeder Beruf ist anstrengend, aber es gibt nur einen, der mich glücklich macht, mich fordert, mein Leben erfüllt. Zwinge ich mich, es zu lassen, fühle ich mich wie die wandelnde Hülle in einem leeren Körper. Und aus diesem Grund schäme ich mich auch nicht mehr dafür. Ich bin so, wie ich bin, auch wenn es eben falsch ist. Ich erwarte weder Absolution noch Verständnis oder Mitleid von euch, aber vielleicht könnt ihr das zumindest irgendwie nachvollziehen. Es gibt nur noch eines, das mich hin und wieder betrübt. Nämlich, dass es nie einen kleinen Sohn geben wird, der mich anlächelt und zu seinem Papa aufschaut. Aber im Gegensatz zu meinem Mentor werde ich ganz sicher kein Kind in die Welt setzen, das sich dann mit seiner Mutter allein durchschlagen darf, weil sein Papa im Knast sitzt. In einem hat er nämlich unrecht. Auch als Dieb kann man nicht alles im Leben haben.

Beichthaus.com Beichte #00033176 vom 30.04.2014 um 23:25:26 Uhr (8 Kommentare).

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Abzocke in Australien

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Zorn Ekel Urlaub

Abzocke in Australien
Ich (m/21) habe vor Kurzem die Ostküste Australiens bereist. Mitunter habe ich auch eine geführte Reise auf einer weltbekannten Sandinsel gemacht. Der Preis war hoch, mehrere Hundert Dollar, das Gebotene eher mangelhaft. So hatten wir eigentlich viel zu wenig Essen für drei Tage, das Geschirr war dreckig, Spülmittel keins vorhanden, Platz war Mangelware, für geschätzte 120 Leute gab es gerademal vier Duschen und vier Toiletten - und die waren nicht mal annähernd sauber. Die Zelte, in denen wir schliefen, waren löchrig, die Ratten genossen es, sich an den Abfällen zu ernähren und krochen auch gerne mal in die Zelte. Schlafunterlagen? Natürlich nicht, da wurde auf dem Boden geschlafen. Das Schlimmste war jedoch, dass das indigene Pärchen, dem das Land gehörte, auf welchem das Camp stand, stets Witze über Schwule riss - ich bin nicht schwul, finde aber, dass Schwule normalerweise tolle Leute sind, weil sie den Mut haben, dazuzustehen. Wie auch immer, als mir nach der ersten Nacht bewusst wurde, dass wir hier eigentlich total über den Tisch gezogen werden, habe ich mich entschieden, mich zu rächen. Ich beichte hiermit, dass ich in der Nacht auf den dritten Tag diesem inzestösen Paar, welches auf demselben Gelände in einem schönen Haus wohnte, vor die Haustüre gekackt habe. Ich hoffe, sie haben den Anblick genossen.

Beichthaus.com Beichte #00033136 vom 25.04.2014 um 19:09:32 Uhr (18 Kommentare).

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Neue Regel im Straßenverkehr

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Lügen Falschheit Waghalsigkeit Polizei

Neue Regel im Straßenverkehr
Letztens bin ich (m) von der Arbeit nach Hause gegangen, es war schon fast Mitternacht, und da es ein ruhiges Fleckchen ist, sind um diese Zeit Wochentags auch kaum Autos unterwegs. Etwa 500 Meter vor meiner Wohnung steht eine Ampel, die gerade Rot war. Da aber weit und breit kein Auto zu sehen war, bin ich einfach drübergegangen. Wie aus dem Nichts kam dann plötzlich eine Polizeistreife, die mich irgendwie beobachtet haben muss, und wollte mir ein Bußgeld verhängen. Da ich für so etwas aber kein Geld habe, musste ich mir etwas einfallen lassen. Ich tat so, als wäre meine Handlung das Normalste der Welt. Ich erklärte ihnen, dass ich Jura studiere und erst neulich unser Professor uns von der "Regel Ordinale" erzählt hat, die besagt, dass man wochentags ab 23:00 Uhr auf eigene Gefahr rote Ampeln überqueren kann, wenn keine Autos in Sicht sind. Die zwei Polizisten waren ziemlich jung, hatten aber doch Zweifel an meiner Aussage. Daraufhin empfahl ich den Beiden, ihren Chef anzurufen und ihn nach der Regel zu fragen - jedoch machte ich sie darauf aufmerksam, dass es wohl auch nicht so gut ankommen würde, wenn sie als Polizisten so eine bedeutende Regel nicht kennen würden. Daraufhin waren die beiden offensichtlich extrem verunsichert, weil sie anscheinend schon mal einen schlechten Eindruck bei ihrem Vorgesetzten hinterlassen hatten. Sie ließen mich weitergehen, nachdem sie sich noch einmal entschuldigten und mich baten, dass das unter uns bleibt. Ich habe schon ein schlechtes Gewissen dabei, die beiden naiven Polizisten so verarscht zu haben, aber eine Geldstrafe kann ich gerade nicht gebrauchen. Und übrigens studiere ich nicht Jura, sondern Mathe.

Beichthaus.com Beichte #00033132 vom 25.04.2014 um 00:57:13 Uhr (14 Kommentare).

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