Recycling wird doch überbewertet!

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Unreinlichkeit Faulheit Verschwendung Gesellschaft

Ich (m/36) praktiziere kein Recycling. Alles in denselben Eimer und ab damit in die Tonne. Ich bin schlichtweg zu faul. Und mit alles meine ich wirklich alles. Letzte Woche habe ich aufgeräumt: Zwei Handys, ein Computer und etwa 15 Flaschen und Dosen mit allerlei Farbresten und Holzbehandlungsmitteln wurden schön in XXL-Mülltüten abgepackt und verrotten mittlerweile vergraben auf irgendeiner Müllkippe. Mit meiner Aufräumaktion war ich somit extrem schnell fertig und mit der eingesparten Zeit bitte ich hier nun um Vergebung. P.S. Wenn ich unterwegs bin bin ich ebenfalls zu faul, um Mülleimer zu suchen, somit fliegt immer alles sofort auf die Straße, ins Gebüsch oder aus dem Autofenster, ohne zwei Mal zu überlegen.

Beichthaus.com Beichte #00039875 vom 11.06.2017 um 11:39:04 Uhr (15 Kommentare).

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Studenten-WG: Meine furchtbare Vermieterin

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Zwietracht WG Studentenleben Wien

Ich (m/24) studiere die Jurisprudenz und tue dies in Wien, wobei ich gleichzeitig auch Europarecht an der Fernuniversität Prag studiere - ich bin also zeitlich sehr in Anspruch genommen; dies nur als Erklärung für das Nachfolgende. Kurz vor Studiumsbeginn hielt ich nach einer günstigen Wohnung in der Innenstadt Ausschau; es fiel mir auch sogleich ein ansprechendes Inserat im Annoncenteil einer grösseren Wiener Zeitung ins Auge. Dort angepriesen wurde eine angebliche Studenten-WG zu einem günstigen Mietzins, dies in einer vornehmen Wohngegend. Da mir das typische Studentenleben in schmutzigen Kiffer-WGs zuwider ist, machte ich mich sogleich auf zum Besichtigungstermin. Es stellte sich heraus, dass die Vermieterin eine ältere, korpulente Dame war, welche auch in der Wohnung lebte. Zu vermieten war lediglich ein kleines Zimmer, in der übrigen Wohnung herrschte die Vermieterin. Bei ihr lebte bereits als Mieter ein irischer Austauschstudent, der, wie er mir bereits beim Besichtigungstermin mitteilte, über die offensichtlich herrische Vermieterin nicht glücklich war, er allerdings aus unerfindlichen Gründen keine andere Wahl als diese Wohnung hatte.

Auf mich machte die Vermieterin allerdings einen guten und vertrauenswürdigen Eindruck, weshalb ich mich aufgrund des nahenden Semesters zur Miete des Zimmers entschloss. Nett erschien mir vor allem, dass das tägliche Frühstück, sonntags jeweils ein Gabelfrühstück, im Mietpreis inbegriffen war. Die ersten Wochen verliefen problemlos, was auch daran lag, dass ich mich vornehmlich in den Räumlichkeiten der Universität bzw. Bibliothek und des Abends gelegentlich auch in Trinkwirtschaften aufhielt. Mit der Zeit merkte ich aber, dass mein irischer Mitbewohner zunehmend ein Abhängigkeitsverhältnis zur Vermieterin entwickelt hat, was sich dahin gehend äußerte, dass sie ihm immerzu sinnlos scheinende Dinge befahl, die er trotz Sprachschwierigkeiten auch auszuführen suchte. So verlangte sie beispielsweise, dass er ihr das Nähzeug oder verschiedene Kochutensilien bringe, die sie problemlos selbst hätte holen können. Bei Abwesenheit des Iren richteten sich solche Bitten auch an mich, die ich ihr auch aus gutem Willen erfüllte.

Allerdings merkte ich, dass sie während meiner Abwesenheit mein Zimmer durchsuchte; teilweise fehlten sogar Dinge wie meine Kontaktlinsen oder Stifte. Als ich sie eines Tages darauf ansprach, reagierte sie höchst ungehalten und drohte mir sogar mit der Kündigung der Wohnung, wovon ich aufgrund der Wohnungsknappheit in der Stadt große Angst hatte. Die Atmosphäre in der Wohnung wurde mit zunehmender Zeit immer unangenehmer, ich hielt mich deshalb auch möglichst selten zu Hause auf.

Als eines Tages der Ire und ich beide zu Hause waren, hörte man, wie die Vermieterin wütend mit jemandem telefonierte, es ging um ein mietrechtliches Problem (sie besaß noch weitere Liegenschaften). Auf einmal rief die Vermieterin den Iren und mich zu sich und befahl uns, ihr sofort aus ihren unordentlichen Akten ein Dokument zu suchen und zu bringen. Der Ire machte sich sogleich auf die Suche, während ich mich zunächst weigerte. Sie wurde sofort ungehalten und drohte mir erneut mit dem Rauswurf, falls ich ihr das Dokument nicht schnellstens holen ginge. Ich machte mich darauf sofort auf die Suche, dabei kam mir aber der wie von Sinnen umherrennende Ire in die Quere und wir krachten mit den Köpfen zusammen. Er suchte das Dokument in den Aktenbergen sofort weiter, schrie aber dabei minutenlange wie am Spieß. Die Vermieterin war außer sich, fragte mich, ob ich dem Wahnsinn anheimgefallen wäre und beschuldigte mich, mit dem Iren zu kämpfen, statt das Dokument zu suchen. Ich war völlig benommen und nahm mir aufgrund dieses Erlebnisses vor, auf den nächstmöglichen Termin zu kündigen, schlimmer als hier konnte es ja nirgendwo werden.

Nachdem ich der Vermieterin die Kündigung zukommen haben lasse, zeigte ich sie anonym an, da sie schwarz eine Eritreerin als Putzfrau beschäftigte. Ich holte mir auch einen guten Anwalt und zeigte sie wegen Diebstahls meiner Gegenstände an, wobei ich auf zivilem Wege auch Schadenersatz dafür verlangte, wobei ich für die Stifte und Kontaktlinsen absurd überhöhte Beträge forderte, welche mir auch gutgesprochen wurden. Ich weiß, dass ich mich dabei im Graubereich des Rechts bewegt habe, dies war jedoch meine Rache für meine Erlebnisse in der Wohnung. Später erfuhr ich, dass auch der Ire ausgezogen ist und die Vermieterin ihre Wohnung verkauft hatte und nun weggezogen ist. Ob dies mit meiner Klage zusammenhing wusste ich nicht, es wäre mir aber ehrlich gesagt auch egal.

Beichthaus.com Beichte #00039874 vom 09.06.2017 um 21:29:22 Uhr in Wien (14 Kommentare).

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Was soll ich mit meinem Leben anfangen?

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Verzweiflung

Ich (w/23) muss gestehen, dass ich keine Ahnung habe, was ich mit mir und meinem Leben anfangen will. Ich war früh davon überzeugt keine Kinder zu wollen, und wie das Leben so spielt, wurde man von dem einen oder anderen auch gut verletzt - was nicht heißen soll, dass ich ein Unschuldslamm bin. Ich habe auch meine Pakete zu tragen. In zwei Monaten bin ich mit meiner Ausbildung fertig, war immer davon überzeugt, das auch weiterzumachen, weil ich viel Spaß daran habe.

Aber mittlerweile bin ich mir bei gar nichts mehr sicher. Meine "beste" Freundin fängt an, mich aus welchen Gründen auch immer, schlecht zu machen. Mein Ex-Freund ist Vater geworden, zwar zum dritten Mal von der dritten Frau, aber trotzdem beneide ich ihn um sein perfekt wirkendes Leben. Ich bemitleide mich seit Tagen selber, weil ich keinen Sinn in dem sehe, was ich momentan mache.

Beichthaus.com Beichte #00039873 vom 11.06.2017 um 20:35:44 Uhr (18 Kommentare).

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Meine Gespräche mit Stars und Kindheitshelden

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Peinlichkeit Zwang

Ich (w/21) beichte, dass ich oft Gespräche mit imaginären Personen führe. Und nein, ich habe keine Halluzinationen. Ich habe zu jeder Zeit meines Lebens gewusst, dass da niemand ist und ich einfach mit mir selbst rede. Ich rede dabei nicht so, wie ich mit einem normalen Menschen reden würde. Das Gespräch passiert nur in meinem Kopf. Das alles hat in meiner Kindheit angefangen. Ich habe mir einfach vorgestellt, mit meinen Kindheitshelden oder Figuren aus Trickfilmserien Gespräche führen zu können. Und das hat mir einfach so viel Spaß gemacht, dass ich damit nie aufgehört habe. Heute rede ich natürlich nicht mehr mit Trickfilmfiguren. Ich stelle mir meist Gespräche und Situationen vor, die wahrscheinlich so niemals passieren werden. Beispiel: Über was ich mit Jauch sprechen würde, wenn ich mal bei "Wer wird Millionär" sitzen würde. Auch das wird nie passieren, da ich viel zu scheu für die Kamera bin und mein Unwissen nicht vor der ganzen Nation präsentieren möchte.

Der Witz an der Sache ist, dass ich eigentlich ein sehr ruhiger Mensch bin und nur dann rede, wenn ich wirklich was zum Gespräch beizutragen habe. Ansonsten bin ich eher vom Typ stiller Zuhörer. Ich muss immer doll aufpassen, dass man mir das nicht im Gesicht anmerkt. Das Gespräch spiegelt sich manchmal in meinem Gesicht wider (in Form von Stirnrunzeln oder plötzlichem Lächeln oder dergleichen). Wie gesagt: ich wusste und weiß zu jeder Zeit meines Lebens, dass dort eigentlich niemand ist und ich höre auch keine Stimmen im Kopf oder so. Es ist einfach eine Art Hobby für mich, um mir Gespräche oder Situationen vorzustellen und wie ich dabei handeln/reagieren würde. Ich habe mal gehört, dass jeder so ein paar Selbstgespräche führt. Aber ich bin mir bewusst, dass ich da weit drüber bin. Mir ist das alles so peinlich, dass ich das noch nie jemanden erzählt habe und ich werde es wahrscheinlich auch mit ins Grab nehmen.

Beichthaus.com Beichte #00039871 vom 11.06.2017 um 12:13:46 Uhr (16 Kommentare).

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Durch meine Ex werde ich zum Stalker

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Eifersucht Neugier Ex Internet Hamburg

Meine Freundin hat vor drei Jahren mit mir Schluss gemacht und wollte auch keinen Kontakt mehr, ich sollte ihre Handynummer löschen und sie hat mich aus den sozialen Netzwerken entfernt. Ich habe ihr am Anfang noch hinterher getrauert, aber irgendwann kam ich über sie hinweg und hatte sie komplett aus meinen Gedanken gelöscht. Bis vor Kurzem unser gemeinsames Lied im Radio lief. Shoot, ich musste wieder an sie denken. Ich war neugierig und habe sie daraufhin auf Facebook gestalkt und mir ihre Bilder, die sie auf "öffentlich" hat, angeschaut. Sie hatte nach der Trennung viele Urlaubsbilder von sich hochgeladen. Die Frau scheint gut über die Trennung hinweg zu sein.

Ich habe mir die Likes unter den Bildern angeschaut. Sie hatte weniger Likes als ich, das pushte mein Ego, aber Likes von Freundinnen und unattraktiven Männern waren eh uninteressant, ich habe nach den Likes von Männer gesucht, die ihr Typ sein könnten. Ich bin dann auf diese Profile gegangen, habe mir deren Bilder angeschaut und nachgeschaut, ob meine Ex diese Bilder auch geliked hat. Bei Bildern, wo sie ein Like hinterlassen hat, habe ich Hass für sie empfunden. Seitdem stalke ich regelmäßig ihre Profil-Seite, ob sie ein neues Bild hochgeladen hat und frage mich, ob sie es absichtlich auf "öffentlich" eingestellt hat. Es tut mir irgendwie schon leid, dass ich sie stalke und würde es selbst auch unheimlich finden, wenn jemanden mich stalkt, aber ich kann irgendwie nichts dagegen tun. Ich wünschte, ich könnte sie wieder aus meinen Kopf verbannen.

Beichthaus.com Beichte #00039870 vom 11.06.2017 um 03:00:57 Uhr in Hamburg (10 Kommentare).

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