Die vergeudeten Tage sind gezählt!

23

anhören

Trägheit Hochmut Faulheit

Ich bin 22 Jahre alt, es ist ein regnerischer Morgen und ich liege in meinem Zimmer. Andere gehen zur Arbeit, leben das Leben und sind zufrieden. Ich gehöre nicht zu diesen Menschen. Ich wohne noch bei meiner Mutter, habe keinen Cent in der Tasche und die Tage vergehen wie im Flug. Ich habe alles gesehen. Unmengen an wissenschaftlichen Dokumentationen über das Universum, Psychologie, Philosophie etc. Alle guten Animes, Filme mit Robert De Niro, Al Pacino, Michael Douglas, Christian Bale, Moragen Freeman und so weiter. Ich halte mich, was die Welt und ihre neusten Ereignisse anbetrifft, immer auf dem neusten Stand und auch die Welt der Literatur ist mir nicht fremd. Ich habe sozusagen das Internet durchgespielt und Gitarre spielen kann ich auch. Skaten kommt vielleicht etwas unerfreulich, weil Skater normalerweise keine Probleme haben - aber naja. Skaten kann ich auch. Somit kann man davon ausgehen, dass ich auch Freunde habe und nicht schlecht aussehe. Also ist es höchste Zeit, meinen Arsch zu bewegen, mir einen Job zu suchen und Geld zu verdienen. So wie ich es meiner Freundin versprochen habe! Danach werde ich wahrscheinlich visuelle Kommunikation studieren, dank meiner überragenden künstlerischen Begabung, die auf meine Fähigkeit zurückführt, atmosphärische Meisterwerke mit meiner Kamera zu kreieren. Und das, obwohl ich nur einen schlechten Hauptschulabschluss habe. Und an dieser Stelle sei angemerkt, dass ich diesen erst letztes Jahr nachgeholt habe. Doch vielleicht habe ich mich auch getäuscht, meine Freundin verlässt mich, die Uni lehnt mich ab oder ich breche mir beide Beine. Es kann alles passieren, aber meine vergeudeten Tage sind gezählt!

Beichthaus.com Beichte #00033823 vom 26.08.2014 um 10:38:44 Uhr (23 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Technischer Fortschritt

20

anhören

Hass Zorn Internet Telefon Medien Schwarmstedt

Ich (m/55) muss beichten, dass ich den ganzen technischen Fortschritt hasse. Und zwar abgrundtief. Viele Dinge erleichtern inzwischen unser Leben, aber ist das wirklich so gut? Handys mit Internet - der Zwang jederzeit erreichbar zu sein. Skypen aus dem USA-Urlaub, weil man ja keine drei Tage klarkommt, ohne ständig mit allen in Kontakt zu stehen. Die Welt ist zu einem Dorf geworden. Ich erinnere mich gerne an die alten Zeiten. Nach dem Abi ist man damals mit einem Interrail-Ticket mit dem Zug durch ganz Europa, ohne Handy, ohne Internet, mit Rucksack, Wörterbüchern und Landkarten. Hier und da hat man mal eine Postkarte zu den Eltern geschickt, aber bevor die ankam, war man schon lange an einem anderen Ort. Wenn es mal keine Zugstrecke gab, ist man eben per Anhalter rumgekommen, und wenn es mal kein Hotel gab, hat man irgendwo wild gezeltet oder hat bei Wildfremden übernachtet. Nach 4-10 Wochen war man dann wieder daheim und hatte wirklich mal abgeschaltet.

Heute gibt es so etwas nicht mehr. Mein Sohn war letztes Jahr mit dem Rucksack in Neuseeland zu einem Work and Travel, und es war beinahe so, als wäre er nie weg gewesen. Ständig war er per Handy mit uns in Kontakt, alle 6-7 Tage wurde geskyped mit Videofunktion. Er postet regelmäßige Updates und Fotos auf seinem Reiseblog. Das hat rein gar nichts mehr mit dem zu tun, was wir früher gemacht haben. Diesen Sommer waren wir in den USA mit der Familie, mein Sohn war auch dabei und jeden Tag ist er um sieben Uhr aufgestanden, um mit seiner Freundin zu skypen. Hätte es keine Zeitverschiebung gegeben, hätte er sicher noch jeden Tag rund um die Uhr das Handy in der Hand gehabt. Ich finde diese vernetzte Welt einfach schrecklich. Auch wenn vieles einfacher wurde, so werden unsere Kinder in Zukunft niemals solche wichtigen Erfahrungen machen können, wie wir früher.

Beichthaus.com Beichte #00033822 vom 26.08.2014 um 02:43:19 Uhr in Schwarmstedt (20 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Der schlimmste Tag meines Lebens

31

anhören

Verzweiflung Aggression Gewalt Unfall Tod

Ich möchte beichten, dass ich (m/34) vor 16 Jahren, als ich 18 war, einen Mann fast zu Tode geprügelt habe. Es fing damit an, dass ich damals eine Freundin hatte, mit der ich auch verlobt war. Außerdem war sie von mir schwanger. An jenem Tag ging sie vor mir aus dem Haus, weil sie noch zur Post musste, da wir allerdings fast den gleichen Weg hatten, beeilte ich mich, um sie noch einzuholen. Meine Freundin war übrigens eine von den Personen, die immer nur bei Grün über die Straße gingen - so auch nachweislich an diesem Tag - weshalb ich gute Chancen hatte, sie noch einzuholen. Ich hatte es dann auch fast geschafft, während sie schon am Überqueren einer weiteren Straße war, als ein LKW wie bekifft um die Ecke raste und meine Freundin komplett erwischte. Sie war auf der Stelle tot. Ich rannte wie ein Irrer zu dem LKW und zog den Fahrer aus dem Fahrzeug, der mich nur abwertend ansah. Dann konnte ich mich nicht mehr halten und fing an, auf ihn einzuschlagen. Ich brach ihm mehrere Knochen, den Kiefer, das Schlüsselbein und diverse Rippen, anfangs versuchte er noch, sich zu wehren, das ließ allerdings immer mehr nach. Ich weiß nur noch, dass die Polizei mich dann von ihm wegriss und mir auf dem Boden Handschellen anlegte. Wie ich es schaffte, mich trotzdem aufzurichten und zu meiner Freundin zu kommen, weiß ich bis heute nicht. Seit diesem Tag hatte ich nie wieder so eine innige Beziehung zu einer Frau.


Natürlich kam ich wegen der Sache auch vor Gericht: schwere Körperverletzung mit der Absicht zur Tötung. Mir war es jedoch egal, ich wollte nicht einmal einen Anwalt. Wegen der Schwere der Tat wurde mir jedoch einer aufgezwungen - ich bekannte mich schuldig und wies den Anwalt an, mich nicht zu verteidigen. Ich wurde dann zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Als Grund gab das Gericht an, dass ich strafbereit war und so etwas unter normalen Umständen nicht getan hätte. Aber jetzt, Jahre danach, während ich jeden Tag und jede Nacht nur an dieses eine Erlebnis denken konnte, wurde mir eine Sache klar. Es hatte nichts gebracht, dem LKW-Fahrer sein Leben nehmen zu wollen. Ich hätte mich damit nur mit ihm auf eine Stufe gestellt. Eine besondere Reue, dass ich dem Mann die Schmerzen seines Lebens zufügte, muss ich allerdings verneinen. Meine Strafe, die ich ein Leben lang mit mir tragen muss, ist, dass ich meine Freundin und mein Kind verloren habe. Etwas Schlimmeres könnte mir auch kein Mensch der Welt auferlegen.

Beichthaus.com Beichte #00033818 vom 25.08.2014 um 20:55:36 Uhr (31 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Mein Freund wird zum Mädchen!

20

anhören

Zorn Morallosigkeit Selbstsucht Partnerschaft Biebergemünd

Ich (w/20) beichte, dass ich richtig genervt vom Verhalten meines Freundes bin. Früher war er ein richtiger Mann und hat sich auch so verhalten. Seit einem Jahr ist er aber diesem lächerlichen Hipster-Trend verfallen und benimmt sich wie ein halbes Mädchen. Ständig fragt er mich über meine Pflege-Routine aus und will wissen, ob er gut aussieht, bevor wir ausgehen. An manchen Tagen verbringt er Stunden im Bad, was mich zusätzlich zum Ausrasten bringt. Vor einem Monat hatte ich dann die Schnauze voll und habe mit ihm Schluss gemacht - er hat ernsthaft angefangen zu weinen und mir verheult erklärt, dass ich seine Welt bin und dass er ohne mich nicht leben könnte. Was mich im Endeffekt dazu gebracht hat, einzuknicken und doch bei ihm zu bleiben. Ich habe mir dann etwas ziemlich Verrücktes ausgedacht, um aus ihm wieder einen Mann zu machen und bereue es inzwischen wirklich. Ich habe den Jungs, die ständig abends vor dem Kiosk abhängen, dreißig Euro pro Kopf gezahlt, damit sie ihm abends auflauern und dumm anmachen - in der Hoffnung, dass er sich wehrt und männlicher wird. Er hat sich jedoch nicht gewehrt und hat seitdem panische Angst davor, alleine rauszugehen und geht nur noch in Begleitung seiner Freunde raus oder in die Uni. Ich habe versucht, ihm zu erklären, dass es wahrscheinlich nur ein einmaliges Erlebnis war und dass die Typen ihn wahrscheinlich vergessen haben, aber es hat nichts gebracht. Er sieht in jedem, der ihn nicht nett anschaut, einen dieser Typen. Ich würde es ihm gerne sagen, nur habe ich Angst, dass er dann nichts mehr mit mir zu tun haben will, weil ich ihn ja doch noch liebe.

Beichthaus.com Beichte #00033805 vom 23.08.2014 um 18:04:35 Uhr in Biebergemünd (20 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Selbstverletzende Untermenschen

23

anhören

Hochmut Zorn Vorurteile Selbstverletzung

Ich möchte beichten, dass ich alle Menschen, die sich ritzen und anderweitig bewusst selbst verletzen, für Untermenschen halte. Natürlich sollte man eigentlich immer den Einzelfall bewerten und schauen, woran es liegt, dass es einer Person psychisch schlecht geht. Wenn die Leute dann allerdings damit anfangen, Rasierklingen zu zweckentfremden, hat das in meinen Augen nur noch etwas mit mangelnden kognitiven Fähigkeiten zu tun, sprich sie sind für mich einfach strunzdumm. Auch bei mir im Leben ist nicht immer eitel Sonnenschein, jedoch würde ich nie auf die Idee kommen, mir deshalb an Armen oder Beinen rumzuschnitzen. Wenn man ernsthafte Probleme hat, sollte man in Behandlung gehen, das ist meine Meinung. Deshalb habe ich auch überhaupt nichts dagegen, wenn diese gescheiterten Existenzen dann beschließen, sich umzubringen. Sollen sie doch. So etwas braucht man auf der Welt eh nicht.

Beichthaus.com Beichte #00033780 vom 19.08.2014 um 00:28:09 Uhr (23 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000