Mein schwuler Freund

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Falschheit Feigheit

Ich habe nichts gegen Homosexuelle. Ich habe ein paar Freunde, welche schwul bzw. lesbisch sind, gehe auch ab und zu in Szene-Kneipen, und lebe eigentlich wirklich nach dem Motto: Soll jeder das machen was er will. Ich sah mich eigentlich als toleranten Menschen, bis vor einigen Wochen. Dank Social Networks kommt man ja nun leicht wieder in Kontakt mit alten Klassenkameraden und Freunden. Und tatsächlich habe ich meinen besten Freund aus Kindheitstagen wiedergefunden. Wir waren damals wirklich wie Pech und Schwefel, es gab keinen Scheiß, den wir nicht zusammen gemacht haben. Vom Kindergarten bis zur Oberschule. Leider verloren wir dann den Kontakt da seine Familie in eine andere Stadt zog. Das war noch vor dem Internet, also war Telefon und Briefe schreiben unsere einzige Kommunikationsmöglichkeit. Aber als Jugendlicher, da kommen dann neue Freunde und Interessen, und so schwand der Kontakt. Nun hatte ich also wieder Kontakt mit ihm und wir chatteten und tauschten uns aus was so in unseren Leben passiert ist. Irgendwann sagte er mir, er wäre zwar nicht verheiratet, habe aber seit zwei Jahren einen festen Freund. Und ich musste schlucken. Er sagte mir da also, dass er schwul ist. Ich ließ mir im Chat nichts anmerken, im Gegenteil. Daraufhin schrieb er mir am Ende, dass er so glücklich wäre, weil seine Familie hat dies wohl nicht wirklich akzeptiert. Nach dem Chat fühlte ich mich elend. Ich habe nie etwas gegen Homosexuelle gehabt, und habe auch weiterhin nichts gegen sie, nur bei ihm habe ich ein flaues Gefühl im Magen. Und ich verstehe nicht, warum. Es geht mich rein gar nichts an, mit wem er eine Beziehung hat.


Am Wochenende darauf rief ich einen schwulen Bekannten an, ging mit ihm aus, und erzählte ihm von dem Geschehenen. Er konnte sich dies auch nicht erklären, aber im Laufe des Abends kristallisierte sich heraus, dass er der Erste ist, den ich kennengelernt habe, bevor er homosexuell wurde. Als Kind hat man ja eigentlich keine sexuelle Ausrichtung. Ich kannte ihn ja eigentlich vor der Pubertät. Mein Kumpel meinte, dass es vielleicht daran liegen könnte, und dass ich vielleicht nur ein wenig Zeit brauche, um dies zu verdauen und zu verarbeiten. Die nächsten Wochen telefonierten wir öfter und er erzählte mir auch vom Coming Out vor seiner Familie. Sein Vater war davon so wenig begeistert, dass er ihn verdroschen hat, seine Mutter akzeptierte es. Er hat zu seiner Familie kaum noch Kontakt, sein kleiner Bruder ist zum Lieblingssohn gekürt worden, da er "normal" ist und eine Freundin hat.

Er war wirklich happy darüber, dass ich locker damit umgehe. Die Freundschaft war eine wirklich feste, wir gingen durch dick und dünn. Er war eigentlich wie ein Bruder für mich, und ich für ihn. Er war Teil meiner Familie und ich Teil seiner. Ich dachte, dass dieses seltsame Gefühl danach aufhören würde. Komischerweise tat es das nicht. Es ist immer noch ein flaues Gefühl im Magen, welches ich mir nicht erklären kann. Neulich war sein Geburtstag und er lud mich ein, vorbeizukommen. Wir wohnen nur ungefähr eine Stunde Bahnfahrt entfernt. Ich habe eine Ausrede vorgeschoben, da ich irgendwie Angst vor der Begegnung hatte. Man konnte hören, dass er enttäuscht war. Ich muss also beichten das mich die sexuelle Ausrichtung meines Freundes verstört, wobei sie das nicht tun dürfte. Ich habe keinerlei Recht, mich daran zu stören. Und das sagt mein Kopf, aber irgendwo ist da immer noch ein Haken. Eventuell muss ich mal zum Psychiater damit, denn das wurmt mich auch - ich kann es mir nicht erklären. Ich werde demnächst ein Wochenende zu ihm fahren, und ich hoffe, dass sich dann alles normalisiert. Es tut mir trotzdem unendlich leid, vor allem das ich ihn wegen seinem Geburtstag belogen habe.

Beichthaus.com Beichte #00035563 vom 26.04.2015 um 10:54:50 Uhr (13 Kommentare).

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Reale Familien bei den Sims

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Schamlosigkeit Engherzigkeit Games Kinder

Als wir (Zwillingspaar) im Kindergartenalter waren, bekamen wir einen Pflegebruder. Wir verstanden uns auch recht gut mit ihm. Zu Hause ging es bei ihm nicht mehr, da sein Vater aufgrund seiner Alkoholkrankheit die Mutter schlug. Beide Eltern waren geistig auch recht zurückgeblieben. Nach einem Jahr kam er dann wieder zu seiner Mutter zurück. Anfangs kam er noch zu Besuch, dann schlief der Kontakt ein. Als Jugendliche von etwa 13 Jahren bekamen wir dann das PC-Spiel "Die Sims" zu Weihnachten. In der Folgezeit spielten wir oft Sims, auch viel mit Freunden. Wir erstellten Fantasiefamilien, aber auch Familien aus unserem realen Leben. Unter anderem auch Familie K. Familie K - das waren der ehemalige Pflegebruder und seine Mutter. Wir zeichneten ein winziges Viereck, stellten einen Billigtisch, einen Schrank, zwei Betten, einen Kühlschrank, einen Plastiktisch, zwei Plastikstühle, ein Klo und ein Waschbecken rein. Kein Telefon, kein Fernseher, nichts.


Denn in der Realität hatte die Mutter unseres Pflegebruders, nicht mal ein Telefon. Wir wollten die Mutter dann zu einer Party einladen, und dann kam die Meldung, dass sie kein Telefon hat. Wir haben uns kringelig gelacht. Ich habe mich vor Kurzem daran erinnert und finde es absolut schäbig. Der Junge tut mir leid. Er landete auf der Sonderschule, jetzt ist er ebenfalls erwachsen und zuletzt sah ich ihn in einem Discounter an der Kasse. Wir haben ein paar Worte gewechselt und er ist ebenfalls geistig zurückgeblieben - dank seiner tollen Erzeuger und des tollen Jugendamtes. Ich erbitte Absolution für unser schäbiges Verhalten.

Beichthaus.com Beichte #00035483 vom 18.04.2015 um 20:06:15 Uhr (3 Kommentare).

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“35.000

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Mein Verlangen nach Brutalität

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Gewalt Masturbation Fetisch Intim

Mein Verlangen nach Brutalität
Mein Problem ist ziemlich massiv, deswegen muss ich (m/36) mir die Sache jetzt endlich von der Seele schreiben. In meinem Beruf als Programmierer sieht mich jeder als Genie an, niemand kennt meine dunklen Geheimnisse, jeder denkt von mir, dass ich der nette Onkel von […]
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Beichthaus.com Beichte #00035036 vom 07.02.2015 um 13:17:36 Uhr (35 Kommentare).

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Einbruch in unseren Kindergarten

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Dummheit Morallosigkeit Vandalismus Diebstahl Kindergarten

Ich beichte hiermit, dass ich ein richtiges Assikind war. Damals war mir das natürlich nicht klar, aber in meiner Familie war Einiges nicht in Ordnung. Schläge, Alkoholsucht, Vaterlosigkeit etc. Das hat sich nur bedingt auf meine schulischen Leistungen ausgewirkt, ich war immer ziemlich gut in der Schule, aber auf andere Art und Weise natürlich schon. Nun zu dem, was ich beichten möchte: Als ich noch in den Kindergarten ging und mein knapp 9-jähriger Bruder schon zur Schule, sind wir einmal - wahrscheinlich am Wochenende - in meinen Kindergarten eingebrochen. Wir sind, mitten am Tag, die Regenrinne raufgeklettert, auf das Dach und in einen Innenhof. Dort war eine Tür offen und so sind wir in das Gebäude gelangt. Dann sind wir durch die Räume geschlichen, mein Bruder faselte irgendwas von Kameras, und zum Schluss haben wir irgendeine große Flagge mitgehen lassen.


Ich kann mich nicht mehr erinnern, was wir damit gemacht haben. Rausgekommen sind wir wieder über das Dach. Diese Aktion hatte keine Folgen für uns, keine Ahnung, ob uns jemand gesehen hat. Wahrscheinlich schon, der Kindergarten lag mitten in einer Wohnsiedlung und es war, wie geschrieben, mitten am Tag. Damals habe ich mir absolut nichts dabei gedacht, so war ich eben. Meine Geschwister übrigens auch. Wir sind in Mülltonnen rumgekrabbelt, haben in alten, verlassenen Häusern unser Lager aufgeschlagen, in Läden geklaut und unheimlich viel Mist gebaut. Ich beichte also, dass ich ein Dreckskind war. Heute kann ich mich über dieses Kind, das ich war, nur wundern. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00034963 vom 27.01.2015 um 15:47:55 Uhr (3 Kommentare).

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“Beichte

Wozu brauche ich diese Frau?

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Hass Verzweiflung Feigheit Partnerschaft Berlin

Wozu brauche ich diese Frau?
Ich (m/36) bin seit vier Jahren mit meiner Freundin zusammen. Wir haben einen Sohn, um den ich mich hauptsächlich kümmere. Das heißt ich bin derjenige, der einkauft, kocht, wäscht, unseren Sohn in den Kindergarten bringt und abholt, Rechnungen bezahlt und fast alle […]
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Beichthaus.com Beichte #00034713 vom 28.12.2014 um 12:55:55 Uhr in Berlin (Czarnikauer Straße) (40 Kommentare).

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