Kameraüberwachung ist gar nicht so schlimm!
Beichthaus.com Beichte #00023856 vom 19.05.2008 um 04:56:32 Uhr (18 Kommentare).
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In unserer heutigen globalisierten Welt zählt nun mal der Profit und deshalb kann es sich keine Filiale leisten, solchen Missverhältnissen nicht entgegen zu wirken. Ich bin ja auch so manches Mal genervt von der andauernden Hetzerei an meinem Arbeitsplatz und würde gerne mal einen Gang runterschalten oder Fünfe gerade sein lassen, aber dennoch kann man sich doch wohl für die paar Stunden zusammenreißen. Die Dame, die den Stein ins Rollen brachte und immer so schön wutentbrannt in jede Kamera, die sich bot, schielte, sollte nun mal ausgebootet werden, weil der Verdacht einer Manipulation bestand, was jedoch in keinem westlichen Unternehmen anders gelaufen wäre, wenn solche Verdachtsmomente bestünden. Ich will ebenfalls beichten, dass ich, trotz meines aufgesetzten Grinsens, allzu gerne so manchen Kleingeistern, die meinten, Sprüche wie: "Oh, in welche Kamera soll ich jetzt lächeln?", oder "Ist das meine Schokoladenseite?" rauszuhauen, eine gelangt hätte. Am Schlimmsten empfinde ich allerdings die Dreistigkeit der Leute, die sich darüber beschweren, dass sie ungefragt gefilmt wurden und so etwas eine Frechheit sei.
Ich meine, sind die Leute zu blöde, das Schild an der Filialtür mit einem Kamerasymbol darauf zu entschlüsseln? Und in welchem Supermarkt oder Einkaufszentrum, in welchem öffentlichen Verkehrsmittel oder auf welchem Platz wird man nicht gefilmt? Mir gefällt das auch nicht, aber dann braucht man sich nicht über Kameras in Discountern aufregen, die den Sinn haben, Diebstähle zu verhüten, damit durch möglichst geringe Verluste weiterhin niedrigere Preise als bei der Konkurrenz forciert werden können. Zudem kann dadurch auch Schlimmeres verhindert oder zumindest im Nachhinein aufgeklärt werden. So wurde mein Filialleiter beinahe von einem aufgebrachten Kunden verprügelt, obwohl dieser selbst Schuld an seiner Misere hatte. Denn dieser Kunde wollte ein Produkt zurückgeben (also das Geld erstattet bekommen), besaß jedoch keinen Kassenbon und kam zudem gerade aus derselben Ecke des Ladens, in der dieses Produkt zu finden ist und dieser Ort lag wahrlich nicht auf seiner Route vom Eingang zur Kasse.
Eben aufgrund dieser Umstände kam es zu Diskussionen und mein Filialleiter sagte dem Kunden, dass er das Geld unter diesen Umständen nicht erstatten könne. Das Ergebnis war letztendlich, dass die Polizei gerufen werden musste und der Kunde nun Hausverbot hat. In diesem Fall wäre eine Kamera nützlich gewesen, wenn die Sache schlimmer ausgegangen wäre, aber das sei dahingestellt. Auf jeden Fall sollten sich die Leute mal überlegen, über welche Kleinigkeiten sie sich aufregen, da es auf dem Gebiet wesentlich schlimmere Vergehen allein seitens der Regierung gibt, gemeint ist damit unter anderem die viel zitierte "Stasi 2.0." Zudem soll nicht unerwähnt bleiben, dass mir in diesem Unternehmen stets nur Positives widerfahren ist. Selbstverständlich kommt man nicht immer mit allen Charakteren klar, aber schließlich arbeite ich dort immer noch und denke auch nicht ans Aufhören.