Hilfe, meine Kollegin nutzt mich aus

10

anhören

Feigheit Verzweiflung Arbeit Kollegen

Ich (w/33) beichte, dass ich mich ausnutzen lasse. Ich habe eine Kollegin, die seit geraumer Zeit wegen Depressionen krankgeschrieben ist. Da eine ordentliche Vertretungssituation nicht vorliegt, muss ich ihre Arbeit mit erledigen, und auch unsere jeweilige Arbeit ist nicht gerade wenig. Anfangs habe ich das mit den Depressionen auch geglaubt, warum auch nicht. Doch dann habe ich sie ständig gesehen: Auf Festen, im Schwimmbad, fast jeden Tag mit dem Rad im Park. Mir ist klar, dass auch ein Depressiver raus muss, aber sie wirkt einfach alles andere als depressiv. Und mir kann halt niemand sagen, dass jemand einerseits nicht in der Lage ist, auch nur ein paar Stunden pro Woche zu arbeiten, aber jeden Tag Sport treibt, ständig weggeht und immer allerbester Feierlaune ist. Ich habe nichts unternommen. Ich bin kein Mensch, der den Mund aufmacht. Und ich wusste ja nichts genaues.


Vor etwa drei Wochen habe ich erfahren, dass der Arzt, zu dem meine Kollegin immer geht, in einer Praxisgemeinschaft arbeitet, in der auch der Schwiegersohn meiner Kollegin als Arzt tätig ist. Sehr auffällig ist auch, dass der Ehemann meiner Kollegin etwa ein bis zwei Monate vor ihrer Krankschreibung in den Ruhestand gegangen ist. Ich sehe die beiden ständig mit den Enkeln unterwegs. Ich weiß, dass ich eigentlich mit meinem Chef sprechen müsste. Mein Chef ist super, man kann mit allem zu ihm kommen, er ist auch völlig auf dem Boden geblieben und lässt nie den Chef raushängen. Er ist auch extrem gestresst und arbeitet teilweise bis 21 Uhr oder länger. Doch ich kann einfach nicht. Ich konnte noch nie den Mund aufmachen.

Beichthaus.com Beichte #00037958 vom 30.03.2016 um 18:30:24 Uhr (10 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Verschwörungstheorien haben mein Leben zerstört!

28

anhören

Verzweiflung Ungerechtigkeit Maßlosigkeit Vorurteile Gesellschaft

Ich (w/27) bin mittlerweile seit fünf Jahren Single. Der Verlauf meiner letzten Beziehung erschwert es mir, etwas Neues anzufangen. Wir gingen damals in dieselbe Klasse und kamen im Abschlussjahr der Realschule zusammen. Wir waren beide 16 Jahre alt. Alles lief super, und als wir erwachsen waren, zogen wir sofort zusammen. Er kam aus einer sehr reichen Familie, ihm fehlte es im Leben an nichts. Da er stets alles bekam, außer dass seine Eltern Tag und Nacht am Arbeiten waren. Von ihnen bekam ich nie viel mit. Wir machten beide eine kaufmännische Ausbildung und hatten durch die Unterstützung seiner Eltern auch keine Geldsorgen. Alles verlief super, wir hatten uns in den ersten vier Jahren kein einziges Mal wirklich gestritten, hatten eine tolle gemeinsame Clique, unternahmen aber auch oft zu zweit etwas und waren in acht verschiedene Länder gereist. Wir fingen auch schon langsam mit der Familienplanung an. Wir wollten beide Kinder, am liebsten zwei.


Aber im Frühjahr 2009 wurde alles anders. Er zerstritt sich überraschend mit seinem besten Freund und dessen Lebensgefährtin, den genauen Grund dahinter verstehe ich bis heute nicht. Also löste sich unsere Clique langsam auf, da auch von den anderen niemand zu ihm halten wollte. Zeitgleich bekam er einen neuen Arbeitskollegen, mit dem er sich öfter privat traf. Schnell fand er durch diesen einen neuen Freundeskreis, in dem ich aber nicht akzeptiert wurde - ich konnte diese Leute aber auch nicht ausstehen. Sie wirkten auf den ersten Blick normal, entpuppten sich nach mehreren Gesprächen aber als glühende Anhänger von Verschwörungstheorien. Mit der Zeit erwarb mein Freund auch zahlreiche teilweise verbotene Bücher dieser Art. Wir stritten immer öfter, da er in der Freizeit entweder nur noch bei seinen neuen Freunden war oder besagte Bücher las. Zudem versuche er, mich zu bekehren. Ich sollte keine offiziellen Nachrichten mehr lesen, da wir nur belogen werden, kein Radio mehr hören - selbst die Musik ist voll verseuchter Botschaften und den Fernseher verkaufte er kurzerhand im Internet.


Stattdessen informierte er sich nur noch über dubiose Websites über das Weltgeschehen. Irgendwann durfte ich mir noch nicht einmal mehr ein Fischbrötchen am Bahnhof kaufen, da im Essen ja Stoffe drin sind, die das Gehirn manipulieren sollen. Wir ließen uns nur noch bei verschiedenen Kontakten seiner Clique unsere Lebensmittel liefern. Mit der Zeit weitete es sich auf Kleidung, Zahnpasta und andere Sachen aus. Wenn ich mich nicht an die "Regeln" hielt - es reichte in der Stadt an einer Anzeigetafel Meldungen zu lesen - rastete er zu Hause völlig aus. Er warf teilweise mit Geschirr und Möbeln um sich und drohte mit Trennung. Die Nachwuchsplanung hatte er zu diesem Zeitpunkt längst über den Haufen geworfen. Eine derart verseuchte Welt, die in Wahrheit von wenigen Eliten beherrscht wird, möchte er keinem Kind zumuten. Die wenigen Leute, die ich außerhalb des Wahnsinns noch hatte, brachen langsam den Kontakt mit mir ab. Meine eigene Schwester beleidigte er als Systemschaf und jagte sie aus der Wohnung.


Ich wollte ihn jedoch nicht verlassen, da ich stets die Hoffnung hatte, er würde eines Tages wieder der Alte sein. Jedoch wurde er immer besessener von der Idee, die absolute Wahrheit zu kennen. Erst als er sich an mehreren fragwürdigen Demos beteiligte und mich dorthin mitnehmen wollte, zog ich den Schlussstrich. Aufgrund seiner Aktivitäten dort wurde mir mein Job gekündigt, da die verfassungsfeindlichen Dinge, welche auf den Demos gesagt wurden, negativ auf mich zurückfielen und mein Chef meinte, er wisse nicht sicher, ob ich nicht auch solche Kontakte hätte und es dem Ruf des Unternehmens schaden könnte. Ein Kollege hatte damals irgendwie Wind davon bekommen. Da ich niemanden mehr hatte, floh ich zu meiner eigentlich immer verhassten Cousine, die mit ihrem Mann in Ostdeutschland lebt. Dort kam ich für einige Zeit unter, da sie Mitleid mit mir hatten.


Da ich jahrelang quasi abgeschirmt lebte und öffentliche Medien vermeiden musste, war ich völlig überfordert mit der neuen Situation. Es dauerte lange, bis ich wieder einen Job und ein einigermaßen geregeltes Leben hatte. Der Wohnortswechsel tat mir aber gut. Vorgestern hatte ich bereits das dritte Treffen mit einem Mann, den ich noch nicht lange kannte. Als er sich Medien gegenüber kritisch äußerte, verabschiedete ich mich sofort und meldete mich nicht mehr. Solche Situationen hatte ich schon öfter. Ich beichte, dass ich durch die Situation niemanden mehr vertrauen kann und wohl unfähig bin, jemals wieder einen Partner zu finden.

Beichthaus.com Beichte #00037947 vom 29.03.2016 um 03:42:03 Uhr (28 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Mit der Gummispinne im Freibad

10

anhören

Rache Zorn Ungerechtigkeit

Das Freibad ist für mich (m/22) und meine Freundin im Sommer einer unserer Lieblingsplätze. Schwimmen, Springen, Sonnen, Lesen, Federball spielen, für die Uni lernen - man kann dort eigentlich (fast) alles machen. Das Freibad ist auch der Lieblingsplatz vieler anderer Leute - vieler netter, sympathischer Leute, aber auch einiger unsympathischer. Solche unsympathischen Gestalten sind mir im letzten Sommer begegnet. Wir hatten uns einen schönen Platz ausgesucht und kurze Zeit später hörte man diese "Fremdsprache", die sich manche Zeitgenossen wahrscheinlich von "Erkan und Stefan" abgeguckt haben. Ganz ehrlich - ich habe ja eigentlich kaum Vorurteile, aber wenn ich diese "Sprache" höre, weiß ich auch schon, was für Leute das sind. Und so war es dann auch. Sie waren so grob zwischen 15 und 18 Jahren, mehrere Mädchen und Jungen, die ihre Decken in unserer Nähe ausbreiteten und die anderen an ihren "Unterhaltungen" teilhaben ließen, so laut waren sie. Aber das stört mich ja nicht.


Dann waren wir jedoch länger im Wasser und kamen irgendwann wieder zurück. Nach einiger Zeit kam ein junges Paar vorbei, beide waren etwas fülliger. Sofort wurden sie von den Jugendlichen beleidigt. Na wartet! Ich habe einen persönlichen Glücksbringer, eine große, schwarze, fette Gummispinne. Ich mag Spinnen und diese habe ich in einem unbemerkten Moment auf die Decke der Jugendlichen platziert. Kaum hatten die sie bemerkt, ertönte ein ohrenbetörendes Gekreische der Mädels. In einem Affentempo waren alle verschwunden. Herrlich! Ob sie aus dem Freibad verschwunden sind, oder sich nur einen neuen Platz gesucht haben, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht wäre Ersteres besser. Dann könnten sie in aller Ruhe für ihr Rütli-Abitur büffeln. Ja, böse muss auch mal sein.

Beichthaus.com Beichte #00037945 vom 28.03.2016 um 23:13:14 Uhr (10 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Schadenfreude ist einfach die schönste Freude!

3

anhören

Engherzigkeit Schamlosigkeit

Ich bin ein schadenfroher Mensch. Ich freue mich nicht, wenn jemand wirkliche Probleme hat, lediglich über unbedeutende Malheure lache ich. So musste ich mir letzte Woche die Hand vor den Mund pressen, um nicht laut loszulachen: In der Innenstadt kam eine etwa 55-jährige Frau mit Riesenabsätzen in einem Eiltempo durch die Fußgängerzone gelatscht. Plötzlich ist sie mit dem Absatz in einem Gullydeckel stecken geblieben. Sie hat wie verrückt versucht, den High Heel wieder rauszuziehen, doch als sie es geschafft hatte, hatte sie den Absatz in der Hand.


Auch muss ich immer lachen, wenn beispielsweise jemand seine Flasche öffnet, die mit einem kohlensäurehaltigen Getränk gefüllt ist, und sich eine Fontäne ergießt, weil die Flasche geschüttelt wurde. Schadenfroh war ich auch damals in der weiterführenden Schule. Die Viertklässler fühlten sich wie die großen Ansager, die sich am Pausenkiosk vordrängeln, den Kleinen klarmachen, dass sie das Sagen haben und man sich mit ihnen besser nicht anlegt. Das ändert sich schlagartig, wenn sie in die Fünfte kommen und selbst die Kleinen sind. Bei unseren Fünftklässlern damals hatten wir das Gefühl, der Kindergarten hätte Ausgang - herrlich! Mit unseren 13, 14 Jahren fanden wir "Fangen" oder "Verstecken"-Spielen einfach sehr babyhaft und peinlich, heute sehe ich das ganz anders. Ich finde es gut, wenn man so lange wie möglich ein Kind ist. Am Besten sollte man das Kind in sich für immer behalten.

Beichthaus.com Beichte #00037942 vom 28.03.2016 um 17:50:17 Uhr (3 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Ein Klo mit geschlossenem Deckel

1

anhören

Ekel Peinlichkeit Unreinlichkeit Kinder

Als ich im Grundschulalter war, habe ich aus Versehen einmal auf den geschlossenen Klodeckel gepinkelt. Keine Ahnung, wie mir dieses Missgeschick passieren konnte. Als ich es bemerkte, habe ich das Urinieren natürlich sofort eingestellt. Es war mir total peinlich, und da ich nicht wollte, dass meine Mutter etwas davon mitkriegt, habe ich Fliesen und WC mit Klopapier gesäubert. Ich beichte, dass ich im Badezimmer eine Sauerei angerichtet und keine Putzmittel zum Reinigen verwendet habe.

Beichthaus.com Beichte #00037939 vom 28.03.2016 um 12:35:48 Uhr (1 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000