Von Neid zerfressen

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Neid Zorn Zorn Duderstadt

Ich möchte beichten, dass ich mit 27 Jahren aktuell 124 Kilo wiege - bei 1,75m. Am Gewicht arbeite ich, aber 45 kg runterkriegen geht nicht von jetzt auf gleich. Und selbst wenn ich ein gesundes Gewicht habe - was sind das dann nur für Männer, die mich dick nicht wollen, aber dünn schon? Ich kann die doch nicht ernst nehmen, wenn die mich allein aufgrund meines Gewichtes aussortieren, denn innerlich bleibe ich der gleiche Mensch. Andererseits will ich mit meinem derzeitigen Gewicht gar keinen Partner, weil ich mich nicht wohlfühle. Und wiederum gibt es durchaus dicke Frauen, die langjährige Partner haben. Es muss also an mir liegen. Das Blöde ist für mich, dass ich in meinem Beruf mit Kindern und Jugendlichen arbeite und obwohl ich da professionell mit denen umgehen kann - wenn ich deren Eltern treffen muss, dann kommt in mir so ein Würgegefühl hoch, weil ich sehe, was das teilweise für eigenartige Menschen sind, über die - sorry - auch einer drüber gerutscht ist. Die haben jetzt ihr Kind, das ich fördern soll. Das ist Neid und ich finde diesen Neid nicht mal schlimm, denn ich frage mich bei den meisten Eltern, die ich so sehe: Warum gerade die und nicht ich? Was ist an mir so dermaßen schrecklich, dass mir dieses Glück nicht vergönnt sein soll? Ich beichte also, dass ich neidisch auf Eltern bin, weil ich mit mir selbst nicht klarkomme.

Beichthaus.com Beichte #00033720 vom 06.08.2014 um 10:56:27 Uhr in Duderstadt (40 Kommentare).

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Unerlaubte Liebe

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Vorurteile Dummheit Morallosigkeit Liebe Painten

Ich bin 19 Jahre alt und beginne bald mein Studium an einer pädagogischen Hochschule, da es mein Traum ist, Kindergärtner zu werden. Letztes Jahr absolvierte ich sozusagen als Vorbereitung ein Praktikum an einer Privatschule, wo ich eine Klasse mit Kindern im Alter von 10-13 Jahren betreute und beaufsichtigte. Wie so eine Art "Aushilfslehrer." Die Erfahrung war insgesamt unvergesslich. Mir boten sich vertiefte Einblicke in die Lehrerwelt und die Tipps der erfahrenen, netten Kollegen waren hilfreich. Bei den Kindern war ich beliebt, womöglich faszinierte sie mein vergleichsweise junges Lehreralter und mein Sinn für Humor. Wie alle Menschen waren auch die Kinder verschieden. Doch genau das war der Knackpunkt. Ein Mädchen, 13 Jahre alt und sehr frühreif, begegnete mir stets freundlich und respektvoll. Sie war das beliebteste und hübscheste Mädchen der Klasse und Schwarm der Jungs. Ihre Ausstrahlung war mehr als nur positiv.


Dieses Mädchen sollte der einzige, große Schatten dieses tollen Erlebnisses werden. Unbewusst begann ich, bei den Pausenaufsichten und im Unterricht stets in ihrer Richtung zu schauen. Als ich sie mit den Freundinnen sah, erzählte ich Witze, da man sie leicht zum Lachen bringen konnte. Am Abend nach der Arbeit kam ich zurück und dachte über dieses Mädchen nach. Ich sagte mir, dass die Gedanken vorübergehend sind. Doch es kam schlimmer. Die Kinder luden mich zum Klassenchat ein, da sie auch nach der Schule plaudern wollten. Ich ließ mich auf das Angebot ein, nur um die Nummer des Mädchens zu haben. Ich fing an, mit ihr zu schreiben und brachte sie zum Lachen. Sie erwiderte, dass ich ein netter, lieber Mann sei, dem sie alles anvertrauen würde. Meine Gefühle wurden stärker. Obwohl ich genau wusste, dass es doch falsch ist und sie sowieso in einem Klassenkameraden verliebt war. Jeden Tag bekam ich Beziehungsvisionen und weitere Tagträume von ihr, ohne Schuldgefühle aufzuweisen. So ging das bis zum Ende des Praktikums weiter.


Doch mir war mein Verhalten stets bewusst und genau deshalb kotzte ich innerlich. Ich kam mir regelrecht zurückgeblieben und gestört vor. Ich hatte mich doch tatsächlich als Lehrer in eine dreizehnjährige Schülerin verliebt! Mein Herz sagte mir, dass ich sie wollte. Mein Verstand hingegen stand wie eine moralische Wand, die diese verrückte Vorstellung blockte. Dann noch der Altersunterschied, die unerwiderte Liebe, die Eltern. Mir geschah so etwas Absurdes zum ersten Mal und mir rangen die Hände deswegen. Der Frust steckte tief in mir drin, doch die Geschichte behielt ich für mich allein, denn die Scham war einfach zu groß. Verzweifelt suchte ich nach Erklärungen für meine Verliebtheit. Mir war klar, dass ich im Mädchen eine Art Idealbild von Partner sah: eine junge, hübsche und unschuldige Person, deren Liebe natürlich ist. Das faszinierte mich am meisten. Auch bin ich ein sensibler Typ, der meist im Hintergrund steht. Bei Kindern hingegen kann ich mich viel leichter öffnen. Eine Freundin hatte ich nie. Ich kannte genug Frauen, doch bei denen, wo ich es ernsthaft versucht habe, kriegte ich reihenweise Körbe. Klingt jetzt übertrieben, doch die Geschichte ließ mein ganzes Leben Revue passieren. Ich fragte mich, ob ich noch normal sei. Gott sei Dank schwanden die Gefühle langsam und ich konnte das Mädchen vergessen. Mit ihr schreibe ich noch ab und zu, da sie sich bei Fragen auch an mich wendet.


Ich weiß wirklich nicht, ob für meine Gedanken Absolution erteilt werden kann. Glaubt mir, ich bereue es, mich in eine dreizehnjährige Schülerin verliebt zu haben. Will so etwas nie wieder erleben. Ich bereue es auch, den Kontakt zu ihr gesucht und die Gefühle intensiviert zu haben. Ich plante sogar, eine Beziehung mit ihr zu führen. Und ich bitte nochmals um Vergebung, da ich an der Verliebtheit an sich nichts Falsches sah. Wenn man sich verliebt, verliebt man sich. Ich wünsche mir nur, dass ich sie mit ein paar Jahren mehr auf dem Konto anderswo kennengelernt hätte. Das hätte vielleicht all diese Komplikationen erspart.

Beichthaus.com Beichte #00033719 vom 06.08.2014 um 00:52:28 Uhr in Painten (25 Kommentare).

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Erbrochenes aus dem fünften Stock

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Ekel Unreinlichkeit Trunksucht Feigheit Nachbarn Berlin

Mir ist etwas passiert, was mir bisher noch nie passiert ist! Ich hatte einen Tag lang recht wenig gegessen und war mit leerem Magen einkaufen. Als ich vom Einkaufen zurück war, hatte ich keinen Hunger mehr, sondern Durst auf Bier. Beim Bier ist es aber nicht geblieben, sondern ich fing an, noch ein paar Schnäpse zu trinken. So weit, so gut. Alles hatte seine Normalität, ich wurde müde und bequem, sodass ich auch keine Lust mehr auf Essen hatte. Doch dann passierte es: Da ich Raucher bin, habe ich mir noch eine Letzte anzünden wollen, bevor ich mich friedlich schlafen lege - und es kam mir ein Schwall hoch, als hätte ich zehn Kilo gegessen. Ich konnte es nicht mehr bis zum Klo halten und fand den Balkon ganz praktisch. Wenige Schritte, supernah dachte ich mir, Fenster auf und lautstark raus damit. Es wollte auch irgendwie nicht mehr aufhören. Es war ja auch dunkel, ganz praktisch. Also weiter raus damit und noch schön die Stehpositionen verändert, mal weiter rechts, mal weiter links, Dünger für die Pflanzen dachte ich mir, was soll da schon passieren?

Ja, was passiert ist, sah ich am nächsten Tag. Erstmal war mein Teppich auf dem Balkon voll und die Fenster verschmiert - und als ich raus sah, stockte mir der Atem, ich war vor Peinlichkeit so berührt, fast wollte ich schon Heulen. Fünf Stockwerke lang ging mein Erbrochenes von Balkonwand zu Balkonwand. Und ausgerechnet im zweiten Stockwerk gibt es ein Vogelhaus, und das war vollständig besabbert. Tja, dachte ich mir, bleibt zu hoffen, dass man bei sieben Stockwerken rätselt, wer es war. Wären nur nicht die Schleifspuren meines Erbrochenen zu sehen. An einem Samstag war dann an der Eingangstür ein Brief, darin hat sich Mieter XY für die Sauerei bedankt und wegen des Vogelhauses beschwert. Gut, ich hätte mich entschuldigt, wenn ich nicht mit meinem Bruder zusammenwohnen würde und dieser ausgerechnet dabei war. Damit war die Peinlichkeit besiegelt. Fein, dachte ich mir, vor meinem Bruder so einen Scheiß zugeben? Nie im Leben. Ich wollte also schweigen, aber mein Bruder hatte eine Idee, und weil da einiges anmaßend war, haben wir anonym eine Antwort geschrieben. Gestern aber dann das Ding, beide Briefe waren zerrissen und zerknittert in unserem Briefkasten, und Gott sei Dank habe ich das vorgefunden. Meinem Bruder habe ich nichts davon gesagt. Nun bin ich am Überlegen, ob ich doch das Vogelhaus ersetze. Aber hätten sie es nicht einfach abduschen können? War das zu viel? Als Mutter oder Vater hat man doch auch vollgeschissene Windeln gesehen, Sabber von den eigenen Kindern, etc. Es ist mir extrem unangenehm. Ich hasse dieses Schuldgefühl, es erdrückt mich richtig. Es kommt mir so vor, als hätte ich gemordet. Überall sieht man doch mal ab und an Erbrochenes. Ist doch so, oder? Kaum jemand macht Anstalten, aber dann ausgerechnet wegen eines Vogelhauses. Ich bin von mir selbst so enttäuscht, eigentlich zögere ich nicht, handle sofort und mache alles. Aber diesmal verstricke ich mich in Lügen und Schuld.

Beichthaus.com Beichte #00033709 vom 05.08.2014 um 02:02:28 Uhr in 12555 Berlin (Müggelheimer Straße) (11 Kommentare).

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Mein Leben als Partyluder

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Schamlosigkeit Trunksucht Morallosigkeit Maßlosigkeit Last Night

Ich (w/21) bin oft feiern und trinke dann auch ziemlich viel - oft soviel, dass ich mich am nächsten Tag an nichts oder nur bruchstückhaft erinnern kann. Meistens ist es dann jedoch so, dass ich total hemmungslos über Typen in den Clubs herfalle und auch schon oft mit welchen nach Hause gegangen bin und mit ihnen Sex hatte. Wenn ich dann versuche, meine Erinnerungen durch besagte Männer, oder Freundinnen aufzufrischen, ist mir mein an den Tag gelegtes Verhalten sehr unangenehm. Ich versuche das jedoch durch "über mich selbst lachen" zu vertuschen. Ich möchte beichten, dass ich ein schamloses Partyluder bin und mindestens drei Mal im Monat einen Filmriss habe. Auch wenn ich im Nachhinein den Kopf über mich schüttele, aber irgendwie kann ich nicht aufhören.

Beichthaus.com Beichte #00033648 vom 24.07.2014 um 15:51:38 Uhr (15 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Wurm-Tragödien im Einmachglas

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Boshaftigkeit Morallosigkeit Ekel Tiere Familie Tauche

Mein kleiner Bruder ist acht Jahre alt und hat einen Lieblingsregenwurm. Er hält Regenwürmer in einem großen Einmachglas mit verschiedenen Schichten Erde. Ich (w/20) habe gestern seinen Lieblingsregenwurm gegessen. Absichtlich. Er hat auch direkt bemerkt, dass er fehlt und sehr geweint. Ich fand es lustig, denn ich wollte wissen, ob es ihm wirklich auffällt und ob er wegen eines Wurms heult. Er heult nämlich sehr viel: wenn er Blätter sammeln war und eins versehentlich zerrissen ist, wenn Bambis Mutter stirbt, wenn unsere Eltern kurz mal wegfahren, wenn er einen Fleck auf seinem Lieblingsshirt hat, wenn ein anderes Kind hingefallen ist und weint, und so weiter. Wurm-Tragödien hatten wir noch nie und deshalb musste ich das unbedingt testen. Und dass er tatsächlich bemerkte, dass der Wurm fehlt, ist wirklich faszinierend.

Beichthaus.com Beichte #00033590 vom 12.07.2014 um 11:21:51 Uhr in Tauche (26 Kommentare).

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