Deutschland - Ein Volk der Egoisten

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Ignoranz Selbstsucht Gesellschaft Studentenleben Nepal

Deutschland - Ein Volk der Egoisten
Ich selbst habe schon viel Dummes in meinem Leben angestellt, aber dieses Mal möchte ich stellvertretend für jemanden anders beichten. Es geht um das Erdbeben in Nepal mit bisher über 7.000 Toten. Ich habe Nachrichten gesehen und auf einmal wurde eine Gruppe von deutschen Studenten gezeigt, die in Nepal auf irgendeiner Exkursion waren und nach der Katastrophe nichts Besseres zu tun hatten, als in einem Zelt am Flughafen in Kathmandu herumzulungern und darauf zu hoffen, ihren Rückflug nach Deutschland vorverlegen zu können.

Währenddessen waren vermutlich nur einige wenige Kilometer entfernt tausende Einheimische damit beschäftigt, ihre Angehörigen aus den Trümmern zerstörter Gebäude auszugraben. Hätten diese dummen, verfressenen und gleichgültigen Studenten aus Deutschland auch nur ein bisschen Anstand und einen kleinen Rest von Menschlichkeit übrig, dann hätten sie ihren ursprünglichen Abreisetermin behalten und den Nepalesen beim Graben geholfen, anstatt in der Zeit auf ihren Rückflug zu warten. Offensichtlich war Nepal für diese Studenten also gut genug, um dort Urlaub zu machen, aber nicht wichtig genug, um den Menschen vor Ort zu helfen. Wie dem auch sei: Ich mache die Studenten nicht allein für ihr selbstsüchtiges Verhalten verantwortlich. Ich glaube, dass diese nicht vorhandene Solidarität und Mitmenschlichkeit ein gesellschaftliches Problem ist - wir sind, anders gesagt, einfach ein Volk von Arschlöchern.

Beichthaus.com Beichte #00035621 vom 03.05.2015 um 03:40:42 Uhr in Nepal (Kathmandu) (23 Kommentare).

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Supermarkttonnen mit Junkfood

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Vorurteile Zorn Völlerei Gesellschaft

Wenn ich (m/22) sehe, wie sich jemand krankhaft Übergewichtiges ungesunde Lebensmittel wie Chips, Schoko, Grillkäse und Co. in riesigen Mengen kauft, oder sich Junkfood reinhaut, könnte ich kotzen - vor allem, wenn das noch gepaart mit Rücksichtslosigkeit auftaucht. Ich werde dann richtig aggressiv, wenn auch nur gedanklich. Leute, denkt doch an eure Körper, an eure Gesundheit und ein bisschen an eure Mitmenschen! Und wenn die Gesundheit geschädigt ist und ihr deswegen so viel wiegt, kauft nicht noch kiloweise solches Zeug. Für so eine Lebensweise kann ich Verständnis nur im Minusbereich aufbringen. Manchmal habe ich ein superschlechtes Gewissen für die Gedanken, weil es auch sein kann, dass ein Fetter nach monatelanger Abstinenz mal wieder einen Burger isst oder die Lebensmittel für eine Party gedacht sind und sie nicht von einer Person verdrückt werden, auch ich mache mit meiner Freundin ab und an eine Chipstüte auf.


Aber dann frage ich mich bei so Supermarkttonnen wieder, ob einmal ungesund nicht wieder einmal zu viel ist und wie es überhaupt so weit gekommen ist, wo frisches, gesundes Essen billiger ist als das fettige Fertigzeug. Für die 2-5 Prozent der durch Krankheit adipös gewordenen Menschen laufen nämlich prozentual zu viele auf der Straße herum. Oder rollen, da ich nun wie in den USA bereits die ersten mit Kilos überladenen Elektromobile sehen durfte. Besetzt war das Gerät wohlgemerkt von einer massiven jungen Dame und nicht von einer alten Frau. Den Kotzreiz bekomme ich übrigens auch, wenn Leute nach Kippen und Alkohol stinken oder diese Produkte zahlreich aufs Band am Supermarkt befördern. Und ich bin kein überkorrekter vegan-bio lebender Mensch, auch da geht mir das Übermaß auf den Sack. Sorry, dass ich manchmal gedanklich so viele Schellen verteile.

Beichthaus.com Beichte #00035618 vom 02.05.2015 um 14:05:13 Uhr (14 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Schreibmaschine im Zug

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Faulheit Bahn & Co.

Als meine Eltern das gemietete Haus räumen mussten, gab es viel zu entsorgen. Auch eine schwere Olivetti-Kugelkopfschreibmaschine war übrig. Da ich den Weg zur Arbeit mit der Bahn zurücklegte, war es kein Problem das Teil zu entsorgen: Einfach in einen alten Koffer gesteckt, im ICE in die Gepäckablage und dort vergessen. Auf diese Weise konnten wir die Lumpen, die wir zum Ölofen-Reinigen verwendeten, ein verschissenes Katzenklo und andere diverse Gegenstände der Bahn übereignen. Ich bereue es leider gar nicht, denn die verschissene Bahn hat mich auch oft stehen lassen!

Beichthaus.com Beichte #00035580 vom 28.04.2015 um 11:40:57 Uhr (16 Kommentare).

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Camsex beim Chatroulette

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Masturbation Schamlosigkeit Fremdgehen Internet

Ich (m/24) lebe seit fast drei Jahren mit meiner Freundin in einer eigenen Wohnung. Unsere Beziehung lief lange Zeit sehr gut, aber so langsam wird der Sex weniger. Das hat mich irgendwie auf eine neue Sache gebracht: Ich gehe des Öfteren im Internet auf Seiten wie Chatroulette und Omegle, um mit anderen Frauen zu chatten. Normalerweise mache ich das, wenn meine Freundin außer Haus ist. Gestern hatte ich allerdings Camsex mit einer hübschen Portugiesin und meine Freundin war im Zimmer nebenan. Der Nervenkitzel war grandios. Was aber, wenn sie mich dabei erwischt?! Eigentlich ist es das Risiko, die Beziehung kaputtzumachen, nicht wert. Ich hoffe, wir bekommen wieder mehr Lust aufeinander und das Ganze erübrigt sich von selbst.

Beichthaus.com Beichte #00035569 vom 27.04.2015 um 08:13:11 Uhr (12 Kommentare).

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“Beichte

Ferienjob im Bauunternehmen

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Vandalismus Rache Arbeit Baumholder

Ich (m/20) beichte, dass ich mir jeden Abend richtig die Birne zukiffe! Ich gebe im Monat zwar nicht viel für Dope aus, aber da ich es immer vor dem Schlafen nehme, habe ich in den drei Jahren eine starke Schlafstörung entwickelt. Ich bin morgens total verknautscht und brauche knapp zwei Stunden zum Aufstehen. Ich habe deswegen auf der Arbeit schon zwei Abmahnungen bekommen. Ich sitze gerade übrigens auch auf der Arbeit und habe wieder keinen Bock zu arbeiten. Meine Eltern wissen nichts davon, eigentlich niemand aus meiner Familie und meinem Freundeskreis. Das Problem ist, dass ich gar keine Lust habe, aufzuhören. Ich habe Angst, dadurch mein wirklich tolles Leben und meine wahrscheinlich sehr gute Zukunft zu versauen.

Alles was ich jetzt schreibe, ist knapp vier Jahre her. Ich war damals auf der Realschule und es stand gerade ein Schuljahreswechsel von der 9. in die 10. Klasse bevor. Weil ich in den Sommerferien Geld brauchte, habe ich nebenbei bei meinem Onkel in der Firma gearbeitet. Seine Firma hat sich vor allem auf das Verputzen und Streichen von Häuserfassaden spezialisiert und gehört in der Branche zu den regional größten Betrieben. Ich fuhr immer bei seinem besten Kumpel und Arbeitskollegen (35) mit, da er nur zwei Häuser weiter wohnte. Er war ein richtig cooler Typ, mit dem man auch richtig Scheiße bauen konnte.

Eines Morgens waren wir unterwegs zu einem Kunden, bei dem wir die Fassade seines Hauses streichen sollten. Das Haus war sehr schön, aber die Fassade war recht alt und vergilbt. Wir gingen davon aus, dass wir es an dem Tag auch fertigstellen werden, was wir dem Kunden morgens auch sagten. Zu Feierabend hatten wir gerade mal zwei Drittel geschafft. Wir haben uns bei dem Kunden, einem Jung-Unternehmer, der alles geerbt hatte, natürlich entschuldigt und sagten ihm, dass am nächsten Morgen alles fertig sein würde. Darauf hin ist er total ausgerastet, hat uns als Drecksunternehmen beschimpft und uns sehr persönlich angegriffen, zum Glück nur verbal.

Wir sind entspannt geblieben, als wir jedoch im Sprinter der Firma saßen, haben wir Rachepläne geschmiedet. Mir fiel ein, dass mein Onkel eine Wasserbombenschleuder besitzt, mit der man ohne Probleme 200 Meter weit schießen kann. Wir haben sie ausgeborgt und mussten nur noch gute Ideen für eine Füllung haben. Unsere Wahl viel auf Urin, brauner Lack für Holzoberflächen und auf ein widerliches Hundekot-Wasser-Gemisch. Nachts war es dann so weit, wir fuhren in die ruhige Siedlung, wo der Kunde wohnte und dann ging es los. Wir feuerten circa sieben große Ballons auf die Fassade ab und machten schnell die Biege. Es sah alles nicht sehr schlimm aus, deswegen hatten wir auch kein schlechtes Gewissen. Am nächsten Morgen stand die Polizei schon mit dem Kunden auf dem Hof. Dieser war außer sich vor Wut und war kaum zu bändigen. Er hatte das Geschehen vom Vortag anscheinend vergessen, da er bei der Polizei einen Anderen beschuldigte.

Er beauftragte uns direkt mit dem Reinigen der Hauswand. Es war alles deutlich schlimmer als erwartet. Das Schlimmste war der Lack. Man konnte ihn nicht überstreichen, weil er richtig tief eingezogen war. Daraus ist dann ein Auftrag im fünfstelligen Bereich geworden, da die Fassade komplett neu verputzt werden musste. Als mein Onkel von der Sache mitbekommen hat, konnte er noch nicht ahnen, dass wir das waren. Ich habe es ihm im Vertrauen erzählt und er war zum Glück nicht sauer. Er hat sich tierisch über den guten Auftrag gefreut und mir noch 150 Euro Taschengeld extra gegeben. Im Nachhinein tut mir das leid, auch wenn die Versicherung den Großteil wahrscheinlich übernommen hat. So etwas ist normalerweise nicht meine Art, da ich fremdes Eigentum eigentlich sehr respektiere.

Beichthaus.com Beichte #00035549 vom 24.04.2015 um 14:19:09 Uhr in Baumholder (7 Kommentare).

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