Das Mädchen, dessen Haare ich anz
Beichthaus.com Beichte #00023887 vom 26.05.2008 um 03:03:04 Uhr in Volkach (34 Kommentare).
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Es geschah das Unfassbare: Sofort stand ihr Kopf lichterloh in Flammen. Sie schrie und schlug sich auf den Kopf, lief, rannte, weinte und wurde immer panischer. Blitzschnell reagierte ich. Ich lief hinter ihr her, zog meine Jeansjacke aus und warf sie ihr über den Kopf. Sie stolperte und ich fing sie auf und drückte ihr dabei weiterhin die Jacke auf den Hinterkopf. Das Feuer war gelöscht! Aber: Von ihren ehemals langen blonden Haaren waren nur noch schwarze Klumpen an ihrem Hinterkopf. Und sie hatte eine Brandwunde im Nacken. Sie weinte und war wie von Sinnen und zitterte am ganzen Körper. Ich war so geschockt, dass ich nur eine knappe Entschuldigung rausbrachte. Nach dem Motto: "Sorry, dass ich dich angezündet habe. Ganz schön doof mit deinem Haar." Dann war Stille. Zehn Minuten lang blieben wir so im Gras sitzen, ich hielt das zitternde Mädchen im Arm und wollte sterben vor Scham und Angst. Ich gab ihr meine Dose Cola aus meiner Tasche, die sie wortlos nahm und austrank. Irgendwann stand sie auf und schaute mich mit leeren Augen an. Diesen Blick werde ich nie vergessen. Sie lief nach Hause und kam erst eine Woche später wieder zur Schule. Mit neuer Frisur und Pflaster im Nacken (man sah ihr den Vorfall äußerlich nicht an). Beschämend für mich kam hinzu, dass sie mich weder angezeigt, noch ihren Eltern, noch ihrer Schule etwas davon erzählt hat. Zumindest hatte es für mich keinerlei Konsequenzen. Wir haben auch nie darüber geredet.
Das Einzige, was sich verändert hat, war, dass sie seit dem Vorfall unter meinem persönlichen Schutz stand und ihr nie wieder (nicht dass ich wüsste) jemand in der Schule irgendein Leid zugefügt hat. Meinen Freunden sagte ich, dass Mädchen zu ärgern lächerlich sei und wir alle verloren relativ bald auch daran das Interesse. Ich möchte noch erwähnen, dass es sich hier um das beste Gymnasium in der Stadt handelte und wir hier nicht von der Rütli-Schule sprechen. Man hätte also eine gewisse Form der Reife und Intelligenz von mir erwarten dürfen. Und demnach hätte man auch erwarten dürfen, dass ich mir damals sehr wohl über die Konsequenzen meiner Feuer-Attacke hätte bewusst sein können. Will sagen, die Ausrede, ich wusste nicht, dass Haare brennen können, zählt nicht.
Sie ist dann einige Monate später auf ein anderes Gymnasium gewechselt und seitdem habe ich sie nicht mehr gesehen. Ich beichte, dass kein Tag vergeht, an dem ich nicht an diese feige Tat denken muss. Manchmal quält es mich so stark, dass ich Magenschmerzen bekomme und vor Scham im Boden versinken möchte. Dieses Gefühl überfällt mich in den unmöglichsten Situationen - zum Beispiel bei Kundenpräsentationen, bei der Geburt meiner Tochter, im Urlaub, morgens, abends, und so weiter. Es kommt immer unvermittelt und oft, um mich zu quälen. Ich habe schon alles versucht, sie ausfindig zu machen, mit ihr zu reden, ihr zu sagen, wie leid es mir tut. Aber ich finde sie nirgends. Als seien sie und ihre Familie vom Erdboden verschluckt worden. Dieser Vorfall hat mich auf irgendeine magische Weise mit diesem Menschen verbunden. Liebe P., wenn du das hier liest, bitte verzeih mir. Ich war dumm und unreif und es ist durch nichts zu entschuldigen. Ich möchte einfach nur, dass du weißt, wie unsagbar Leid mir das alles tut. Ich hoffe, du lebst irgendwo glücklich mit lieben Menschen um dich herum. Ich wünsche dir alles Glück der Welt. Echt wahr!