Imaginäre Einbrecher

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Feigheit Trunksucht Lügen Dummheit Last Night

Ich (m/19) war heute mit einigen Freunden Feiern und habe einen über den Durst getrunken. Irgendwann löste sich die Runde natürlich auf und ich fuhr mit dem Taxi nach Hause. Bis ich vor meiner Haustür stand und feststellen musste, dass ich meinen Schlüssel vergessen hatte. Ich setzte mich vor die Tür und überlegte, was ich tun könnte. Mein Vater war mit seiner Freundin tanzen und der Akku meines Handys war inzwischen leer. Da es aber ziemlich kalt war, wollte ich nicht draußen warten. Zu meinem Glück fiel mir dann auf, dass die Garage nicht verschlossen war und ich schnappte mir die Leiter, um durch ein Fenster ins Haus zu gelangen. Aber Fehlanzeige. Keines der unzähligen Fenster war auch nur gekippt. Schließlich kam mir dann die glorreiche Idee, die Tür einfach aufzubrechen, wie man das in alten Filmen oft sieht. Also schnappte ich mir einen Schraubenzieher und hebelte die Tür etwas auf. Vielleicht einen halben Zentimeter oder so. Deshalb war ich auch unglaublich geschockt, dass die Tür einfach aufsprang, als ich leicht dagegen trat. Allerdings riss ich das ganze Schloss gleich mit raus. Mir hätte eigentlich klar sein müssen, dass genau das passieren würde - aber der Alkohol hatte dazu wohl seinen Teil beigetragen. Ich habe das Ganze dann, so gut es ging, repariert und als mein Vater mit seiner Freundin nach Hause kam schloss die Tür fast schon besser als vorher. Ich war wirklich stolz auf meine Arbeit und dachte mir nichts Böses, als ich plötzlich aus meinem Zimmer gerufen wurde.


Die Freundin meines Vaters hatte die Tür nämlich etwas rabiater geöffnet und das Schloss flog einfach gleich wieder raus. Mein Vater fragte mich, ob ich das Schloss aufgebrochen, oder sonst etwas bemerkt hätte. Ich meinte dann, dass ich nur das Gefühl gehabt hätte, dass die Tür etwas schwerer aufgegangen sei, aber ich hätte ja einen Schlüssel gehabt. Ich weiß nicht, ob er mir das glaubte, aber er meinte dann, dass er wohl am nächsten Tag die Polizei holen müsse. Mir rutschte das Herz in die Hose, aber ich bestätigte ihm, dass das wohl am geschicktesten sei. Vielleicht zehn Minuten später zeigte mein Vater mir dann das verbogene Schloss und äußerte seine Verwunderung darüber, dass eine Schraube ausgetauscht worden war. Und tatsächlich hatte ich eine der originalen Schrauben austauschen müssen, weil sie einfach zu verbogen war - dass diese Schraube dann allerdings eine Schlitzschraube und keine Kreuzschraube mehr war, hatte ich nicht bedacht. Ich redete mich dann raus und meinte, dass ich das Schloss ausgebaut hätte, da es sich ja so schlecht öffnen ließ. Und es dann eben mit einer anderen Schraube einfach wieder einbaute. Ich glaube, er hat mir das nicht abgekauft. Inzwischen ist es acht Uhr und ich habe ein unglaublich schlechtes Gewissen. Noch dazu bin ich seit über 24 Stunden wach und bin immer noch alkoholisiert. Ich ärgere mich über meine eigene Dummheit - und wenn mein Vater es nicht von selbst herausfindet und ich mir damit nicht eine Menge Ärger eingehandelt habe, erzähle ich es ihm vielleicht in zwanzig Jahren. Vielleicht können wir dann darüber lachen. Aber unter Umständen hilft mir heute ja auch, dass ich weiß, dass er mit seiner Ex im Urlaub war und dass da auch viel lief. Ich bitte um Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00032477 vom 29.12.2013 um 07:47:19 Uhr (9 Kommentare).

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Porsche auf Firmenkosten

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Waghalsigkeit Selbstsucht Falschheit Arbeit Auto & Co. Langenleuba-Niederhain

Ich arbeite bei einer namhaften Versicherung im Außendienst. Letzte Woche wollte ich mir bei der neuen Leasingfirma über das Internet mein zukünftiges Dienstfahrzeug bestellen, jedoch war dort mein Account noch nicht eingerichtet - wahrscheinlich hat mich irgendein Trottel aus unserer Firma dort nicht angemeldet. Bei allen anderen funktioniert es, nur bei mir nicht. Ich bin dann zu meinem Chef gegangen und habe ihm das Problem geschildert. Er meinte nur, dass ich dann womöglich bald ohne Auto dastehe, da die Frist zum alten Dienstfahrzeug schon in zwei Monaten abläuft und ich es dann natürlich abgeben muss. Er sagte mir, dass ich einfach über seinen Account reingehen und dann über seinen Namen bestellen soll. Zudem sagte er, ich solle mir das Auto bestellen, das ich will. Egal welches. Abgerechnet wird der Eigenanteil dann per Lastschrift. Ich möchte beichten, dass ich ihn beim Wort genommen und mir einen Porsche Carrera bestellt habe. Meine Kollegen haben in ihren Accounts hingegen nur Fahrzeuge freigeschaltet bekommen, die zu ihrem Verdienst passen. In der Regel also so etwas wie einen A4 Avant, einen 3er Kombi oder den guten alten Passerati. Den Vertrag habe ich ausgedruckt, ihm hingelegt und nach seiner Unterschrift gefragt. Und wie so oft hat er es sich nicht durchgelesen, weil er ein desinteressiertes altes Arschloch ist, dem alles am Popo vorbeigeht. Ich bin wirklich gespannt, wie die Geschäftsleitung reagiert, wenn der Händler mit meinem neuen Auto vorfährt. Das Ganze läuft schließlich über meinen Chef und vertraglich bin ich eigentlich komplett abgesichert.

Beichthaus.com Beichte #00032429 vom 19.12.2013 um 22:54:55 Uhr in Langenleuba-Niederhain (22 Kommentare).

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“Beichte

Fantasien mit seiner Mutter

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Begehrlichkeit Falschheit Wollust

Ich (m) finde die Mutter meines besten Kumpels sehr hübsch, um nicht zu sagen, richtig geil. Sie ist vielleicht 45 Jahre alt, aber trotzdem sieht sie gut aus und zieht sich zudem auch sehr sexy an. Also nicht so nuttig, wie man das teilweise von der heutigen Jugend […]
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Beichthaus.com Beichte #00032402 vom 15.12.2013 um 21:02:34 Uhr (13 Kommentare).

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Nach dem Tod meines Vaters

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Verzweiflung Ignoranz Selbstverletzung Tod

Vor fast zwei Jahren wurde mein Vater plötzlich krank und verstarb. Aufgrund der langen Distanz, die uns trennte und anderer Sachen konnte ich nicht zu seiner Beerdigung. Ich hatte ihn die Jahre davor auch nicht sehen können, wir haben immer nur telefoniert. Ich hatte mir immer vorgenommen, ihn zu besuchen, doch dann kam alles ganz anders. Alte Gefühle kamen wieder hoch, vorhergegangene Todes- und Suizidfälle in meinem Familien- und Freundeskreis, die ich noch nicht verdaut hatte. Alles sammelte sich an und ich platzte. Meine Mutter war keine Unterstützung, da sie meinen Vater hasste und nichts mehr mit ihm zu tun haben wollte. Daraufhin fing ich an, zu hungern, aus Traurigkeit und Reue, hin und wieder trank ich auch heimlich. Nun hatte ich seit Wochen nicht ordentlich gegessen, ich war zu diesem Zeitpunkt ziemlich untergewichtig, konnte nicht wirklich klar denken und sah nicht "gesund" aus. Ich machte viel Scheiß, benahm mich anders als sonst, ging oft aus. Ich wollte nicht mehr die brave Tapfere sein, sondern versuchte, eine innere Wut loszuwerden. Mir machte vor allem diese Ungerechtigkeit zu schaffen.

Bei einer Feier lernte ich dann einen älteren Mann kennen, der sich als Seelendoktor erwies. Ich unterhielt mich mit ihm und fühlte mich endlich geliebt und verstanden. Was ich übersehen wollte, war, dass er nur mit mir ins Bett wollte. Kurz und knapp: Er fickte mich und warf mich dann weg, er begleitete mich nicht einmal nach Hause. Ich konnte es erst einige Zeit verdrängen, sogar kurz vergessen, aber dann holten mich die Gefühle und verdrängten Erinnerungen ein. Dass alle meine Freunde und vor allem meine Familie nicht auf mich zugegangen sind, mich nicht gefragt haben, wie es mir geht und alle meinen Zustand tabuisiert haben, tut immer noch sehr weh. Inzwischen habe ich wieder etwas Gewicht zugelegt, aber die inneren Wunden bleiben. Seitdem kann ich keinem mehr vertrauen und habe jegliche Hoffnung an so etwas wie (Menschen-)Liebe verloren. Ich lebe vor mich hin, bin nicht wirklich anwesend. Neben dieser Taubheit verspüre ich nur noch eine tiefe Traurigkeit. Ich kann mir selbst nicht verzeihen, dass ich nicht besser auf mich aufgepasst habe. Und dass ich mir selbst die Illusion aufgebaut habe, dass ich vertrauen und lieben kann. Ich möchte aber auch meinen verantwortungslosen Umgang mit mir selbst beichten, denn ich bereue das heute.

Beichthaus.com Beichte #00032399 vom 14.12.2013 um 21:46:05 Uhr (13 Kommentare).

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Die Klatschweiber

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Zorn Zwietracht Falschheit Schule Freilassing

Ich (m/25) mache zurzeit meine Ausbildung zum Erzieher. Wir sind viermal so viele Mädchen wie Jungen in der Klasse und eigentlich auch eine schöne Gemeinschaft. Obwohl - eine Gemeinschaft sind wir eigentlich nicht, ich komme halt nur mit jedem aus. Dabei stört mich eine Sache allerdings extrem! Ich habe in meiner ganzen Schullaufbahn nämlich noch nie so viele Lästereien und asoziales Verhalten mitbekommen wie während dieser Ausbildung - die ja eigentlich in einem sozialen Bereich stattfindet! Auch wenn es jetzt Vorurteile schürt, muss ich sagen, dass dieses Verhalten nur bei den Mädchen zu beobachten ist - wir Jungs halten zusammen, vermutlich auch, weil wir in der Minderheit sind. Aber wie das so ist, haben sich Gruppen gebildet, die ich mal beobachtet habe. Da wären zum einen die Klatschweiber und zum anderen die Raucher, die sich aus diesen Lästereien immer raushalten. Die Klatschweiber hingegen sitzen in jeder Pause zusammen und erörtern die Fehler anderer! Sie brüsten sich dann auch noch damit, dass sie andere ausnutzen, oder plappern die privaten Dinge anderer Leute aus!


Ich höre dann einfach immer zu und denke mir meinen Teil - dadurch kann ich dann wenigstens gut abschätzen, mit wem ich befreundet sein will und mit wem nicht. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich der Klassenälteste bin, denn ich glaube, das liegt zu einem großen Teil daran, dass sie einfach unreif sind. Aber selbst in der neunten Klasse der Hauptschule hatten wir eine bessere Klassengemeinschaft! Was ich beichten möchte? Ich werde das wohl keine vier Jahre aushalten. Bei jeder Lästerattacke kämpfe ich mit mir, weil ich das Verlangen habe allen eine zu klatschen und sie mal überlegen zu lassen, auf welcher Schule sie sind! Aber nein, da werden auf einer sozialen Schule die Mitschüler ausgegrenzt und fast schon gemobbt, nur weil sie nicht jedem in den Kram passen?! Später im Arbeitsleben kann man sich seine Kollegen doch auch nicht aussuchen! Und gerade als Erzieher muss man mit Kritik umgehen können - aber von diesen Weibern erntet man nur böse Blicke und ist wahrscheinlich das Thema der nächsten Lästerstunde.

Beichthaus.com Beichte #00032380 vom 10.12.2013 um 23:36:53 Uhr in Freilassing (11 Kommentare).

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