Die vorgetäuschte Abtreibung

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Falschheit Verzweiflung Feigheit Lügen Schwangerschaft Estenfeld

Vor sechs Jahren dachte ich, dass ich von meinem damaligen Freund schwanger bin. Ich hatte alle Symptome: keine Periode, Brustschmerzen, und Stimmungsschwankungen. Irgendwie hoffte und freute ich mich, dass ich schwanger sein könnte. Ich machte aber nicht sofort einen Test, da ich erst mit meinem Freund darüber reden wollte. Als der davon erfuhr, dass er mich womöglich geschwängert hat, rastete er völlig aus und machte klar, dass er dieses Kind nicht akzeptieren würde. Natürlich war er auch nicht da, als ich den Test machte, welcher zum Glück negativ war.
Ich war enttäuscht und wütend, weil mein Freund sich als so ein Arschloch herausgestellt hat, und dachte mir einen Racheplan aus. Unter Tränen erzählte ich ihm, dass der Test positiv gewesen sei und dass ich einfach nicht mehr weiter wüsste. Plötzlich hatte er seine Meinung allerdings geändert. Er meinte, dass er schon dafür sorgen würde, dass wir das schaffen und dass wir uns einfach Mühe geben müssten.


Mit dieser Antwort hatte ich natürlich nicht gerechnet und in meiner Not erzählte ich ihm, dass ich das Kind nicht wollen würde, was zu einem heftigen Streit führte. Ich möchte mit schlechtem Gewissen beichten, dass ich ihm erzählt habe, das ich es abgetrieben habe, obwohl ich nie schwanger war. Das tut mir nach all den Jahren immer noch leid und ich hoffe, dass er mir verzeihen kann.

Beichthaus.com Beichte #00031645 vom 24.07.2013 um 16:15:47 Uhr in Estenfeld (18 Kommentare).

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Das Konstrukt meines Gewissens

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Lügen Falschheit Fremdgehen Morallosigkeit

Ich habe meinen besten Freund betrogen, indem ich etwas mit seiner damaligen Freundin hatte. Vielleicht denkt ihr jetzt, dass er dann nicht mein bester Freund gewesen sein kann - aber das war er, ich war es nur nicht für ihn. Mir ging es zu dem Zeitpunkt richtig mies, eine siebenjährige Beziehung ging ein paar Monate zuvor in die Brüche und als seine Freundin mich auf einer Party küsste, konnte ich nicht anders. Ich hätte weggehen sollen, um ihm zu erzählen, was passiert ist. Stattdessen lief die Geschichte ein paar Wochen, bis sie es ihm dann gestand. Natürlich wollte er nichts mehr von mir wissen, ebenso wie unser restlicher Freundeskreis. Es tat höllisch weh, aber ich hatte es mir redlich verdient. Nach knapp einem Jahr rief er an und wollte mit mir reden. Ich dachte, ich bekäme endlich eine auf die Fresse und freute mich sogar darauf, ob ihr es glaubt, oder nicht. Aber ich wollte lieber tüchtig eine einstecken und unsere Freundschaft dann wieder aufbauen, als weiter ignoriert zu werden. Denn er fehlte mir die ganze Zeit und dieses Schuldgefühl machte mich wahnsinnig. Doch es kam ganz anders. Er entschuldigte sich dafür, dass er mir nicht verziehen hatte, und umarmte mich.


Wir machten wieder Musik und hingen rum, alles war wie vorher. Und ich bin ihm unendlich dankbar dafür, denn ich hatte große Probleme mit dieser Schuld zu leben. Seine Freundin hat er auch irgendwann verlassen, denn sie war einfach ein Miststück. Das Ganze ging ungefähr ein Jahr so, dann rief mich ein gemeinsamer Freund an und berichtete mir, dass mein bester Freund verstorben ist. Er war tot. Einfach so. Eines Morgens ist er einfach nicht mehr aufgestanden. Nach der Obduktion war klar, dass er höllische Schmerzen gehabt haben muss, und das tagelang. Warum er nicht zum Arzt gegangen ist, weiß Gott allein. Auf der Beerdigung traf ich sie dann wieder. Es ging uns beiden beschissen, jeder suchte die Nähe von irgendjemandem und so kamen wir uns wieder näher. Ich werde mir wohl irgendwie gedacht haben, dass alles einen Sinn hatte, wenn das Miststück und ich letzten Endes doch noch glücklich werden. Ich habe mich dann wieder wie Scheiße behandeln lassen, aber das kannte ich ja schon. Ich war glücklich und dumm.


Könnt ihr das nachvollziehen? Meinen Betrug, meine Schuld, die damit verbundenen Gefühle? Alles Bullshit! Ich hätte ehrlich sein sollen, erst zu ihm und dann zu mir. Stattdessen versuchte ich eine Liebe zu retten, die es nie gab, nur um einen Fehler zu rechtfertigen, der nicht zu rechtfertigen ist. Mittlerweile bin ich von dort weggezogen und habe tatsächlich das Glück, die Richtige gefunden zu haben. Ich habe mich damit abgefunden, dass ich diese Schuldgefühle nie ganz loswerde, aber er hat mir vergeben. Es erinnert mich jeden Tag daran, nicht zu lügen, oder schlechte Dinge zu tun. Manchmal funktioniert das sogar. Was ich beichten möchte, ist, dass ich die Liebe benutzt habe, um vor mir selbst und meinen Taten davon zu laufen. Sie war nur eine Ausrede. Mein bester Freund war meistens von Liebe erfüllt, das haben alle um ihn herum gespürt und ich versuchte nach seinem Tod dafür zu sorgen, dass alles seine Richtigkeit hat, indem ich mir ein wirres Konstrukt erbaute. Ich versuchte den Mist, den ich gebaut hatte, zu legitimieren, obwohl dies unmöglich ist.

Beichthaus.com Beichte #00031606 vom 17.07.2013 um 05:41:30 Uhr (10 Kommentare).

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Die Qualen meines Pferdes

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Rache Ekel Engherzigkeit Ignoranz Tiere Marburg

Seit mehreren Jahren habe ich die Reitbeteiligung eines tollen Pferdes. Alles hat immer bestens geklappt, nur über den Schmied und dessen Unzuverlässigkeit habe ich mich einige Male geärgert. Da die Besitzer des Pferdes nicht einfach sind, und sie sich stets geweigert haben, den Schmied zu wechseln, musste ich mich also immer wieder mit ihm herumschlagen. Letzte Woche waren die Hufeisen vorne bereits locker, und weil er gerade da war, habe ich ihn gebeten, sie zu beschlagen. Er meinte nur, er hätte jetzt keine Zeit, würde aber die Tage vorbei kommen und wenn nicht, hätten wir in einer Woche ja eh einen Termin. Zwei Tage danach kam, was kommen musste: Beide Eisen brachen ab, und dabei ist die halbe Hufwand mit ausgebrochen, was bedeutet, dass das Tier nur noch auf Strahl und Sohle stand - eine extrem schmerzhafte Sache. Ich habe ihn natürlich sofort angerufen und er meinte, er würde sofort vorbeikommen. Was war? Nichts. Nachdem ich ewig gewartet hatte, rief ich erneut an und er sagte mir, dass er das jetzt nicht mehr geschafft hätte und schon Feierabend hat. Dann verwies er mich wieder auf den bereits gemachten Termin. Ich hatte schon einen mächtigen Stehkragen, aber angesichts der schwierigen Besitzer habe ich das Beste aus der Situation gemacht: Hufe eingepackt, Boxenruhe. Am liebsten hätte ich einfach einen anderen Schmied gerufen. Alle anderen Leute aus dem Stall konnten ihren Augen nicht trauen, so katastrophal sahen die Hufe aus - ganz zu schweigen von den Schmerzen, die die Stute gehabt haben muss!

Am Tag des besagten Termins erschien der Schmied nach zwei Stunden des Wartens auch nicht. Ich habe vollkommen die Krätze bekommen und mit den Besitzern telefoniert, die momentan nicht im Lande sind. Nein, das müsse so gehen, der Schmied würde das Pferd seit 15 Jahren kennen und sie würden auch jetzt nicht umsteigen. Heute, rund fünf Tage, nachdem die Eisen ausgebrochen sind, kam der Schmied endlich. Vorher war ich mit der Stute noch vor dem Stall und habe sie dort etwas Gras knabbern lassen. Dabei fiel mir das frische, warme Häufchen ins Auge, dass der Hofhund gerade dort platziert hatte. Einmal umgesehen, eine Tüte geschnappt, das Häufchen genommen und volle Lotte beide Vorderhufe richtig schön damit eingeschmiert. Die Stute tat mir ein bisschen Leid, aber die Rachegelüste waren größer. In alle Ritzen habe ich die Kacke gedrückt. Kaum, dass ich fertig war, bog der Schmied um die Ecke und begann, die Hufe zu bearbeiten. Nach kurzer Zeit musste er eine Pause machen, weil ihm von dem bestialischen Gestank schlecht war. Seine Hände hatten auch einiges abbekommen, aber er hat mich nicht darauf angesprochen.

Fazit: Die Stute hat wieder blitzeblanke Hufe mit speziellen, aufgeklebten Hufschuhen und kann wieder laufen, und ich hab die Genugtuung, ihm wenigstens eine ausgewischt zu haben. Das wird unser Verhältnis zwar definitiv nicht verbessern, aber ich habe genug überzeugende Fotos der katastrophalen Hufe gemacht, um die Besitzer zu überzeugen, den Schmied zu wechseln. So im Nachhinein tut mir das auch irgendwie Leid, aber nachdem ich die halbe letzte Woche damit verbracht hab, auf ihn zu warten, musste ich ihm irgendwie eine reinwürgen.

Beichthaus.com Beichte #00031576 vom 10.07.2013 um 01:44:17 Uhr in Marburg (23 Kommentare).

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Kein Mitleid von meinen Eltern

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Verzweiflung Missbrauch Misstrauen Ungerechtigkeit Pfronstetten

Ich (m) wurde vor knapp einem Jahr vergewaltigt. Seitdem habe ich einige gesundheitliche Probleme, wie zum Beispiel häufigen Durchfall, Schlafstörungen oder Ausschläge. Meine Eltern sind mir bei dieser Sache auch keine Hilfe. Mein Vater meint immer, wenn ich jetzt meine Ausbildung anfange, werde ich die Probleme nicht mehr haben, wenn ich "mal an der Arbeit" bin. Das Problem ist, dass ich psychisch nicht in der Lage bin, acht Stunden zu arbeiten, da ich erstens dauernd müde bin und zweitens permanente Kopfschmerzen habe. Außerdem beleidigen meine Eltern mich oft aufs Gröbste, weil ich vergewaltigt wurde. Neulich ist es mir beispielsweise passiert, dass mein Vater in einem Streit wörtlich meinte "ich kann nichts dafür, dass du dich von jeder Schwuchtel f**ken lässt". Daraufhin habe ich ihn und meine Mutter bedroht, woraufhin keiner mehr so wortgewaltig war und beide Angst vor mir hatten.

Beichthaus.com Beichte #00031550 vom 03.07.2013 um 19:54:55 Uhr in Pfronstetten (31 Kommentare).

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Das Fax an meinen Arzt

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Dummheit Peinlichkeit Boshaftigkeit Trunksucht

In den späten 90ern bekamen meine Eltern ihr erstes Faxgerät. Als Teenager war ich irgendwie ganz fasziniert von dem Gerät. Nach einigen Gerstensäften hielt ich es für eine gute Idee, meinem Kieferorthopäden, der mir eine nervige und schmerzende Zahnspange eingesetzt hatte, einen netten, anonymen Brief zuzufaxen. Darin drohte ich ihm unter anderem, die Folie seines Gartenteichs aufzuschlitzen und diesen vorher mit Öl aufzufüllen. Ich glaube, ich habe das Ganze noch mit einigen unmissverständlichen Beleidigungen und schlecht gemalten Obszönitäten abgerundet. Es war ein Heidenspaß, sich sein Gesicht vorzustellen, während er dieses Fax las.

Unglücklicherweise musste ich kurz darauf erfahren, dass der Name und die Nummer meiner Eltern auf dem Fax zu sehen sind. Beim nächsten Arztbesuch legte der Doktor meine Patientenmappe mit dem Fax an oberste Stelle, direkt unter der durchsichtigen Folie, auf die Ablage vor meiner Nase. Als ich darauf nicht reagierte, fragte er mich einige Minuten später, ob ich denn wüsste, was es mit diesem Fax auf sich habe. Ohne den Ausdruck eines Blickes zu würdigen, behauptete ich hochnäsig, ich hätte keine Ahnung, was das solle. Ich hoffe heute noch ein bisschen, er hat es als die Angst vor der anstehenden Untersuchung fehlgedeutet, dass ich dabei knallrot anlief.

Beichthaus.com Beichte #00031460 vom 18.06.2013 um 16:43:51 Uhr (16 Kommentare).

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