Fahndung nach Rentner

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Hass Vorurteile Boshaftigkeit Flug & Co. Flughafen München

Ich hatte vor Kurzem ein unschönes Erlebnis mit einem älteren Herren. Eine Freundin und ich (beide türkische Studentinnen) wollten uns ein paar erholsame Tage in München gönnen und sind deshalb mit dem Flugzeug aus Berlin angereist. Eine große deutsche Airline bietet einen Shuttle-Service in die Münchner Innenstadt an, den allerdings auch Fluggäste anderer Fluggesellschaften nutzen können, so wie wir welche waren. Der Bus hält in München an beiden Terminals. Als wir zustiegen, war der Bus schon sehr voll. Es saßen überwiegend Fluggäste der Airline im Bus, die den Shuttle-Service auch anbietet. Beim Einsteigen wurde ich dann von einem Rentner beschimpft, dass er wegen uns nun warten müsse und dass wir in diesem Bus doch sowieso nichts zu suchen hätten. Völlig unangebracht, da alle Fahrgäste den gleichen Ticketpreis zahlen müssen. Zuerst versuchte ich diesen Herren zu ignorieren, doch er wurde immer aufmüpfiger und war der Meinung, dass er mit türkischen Passagieren einer Billigfluggesellschaft nicht in einem Bus einer renommierten Airline sitzen muss. Dies gab er auch dem Rest des Busses zu verstehen. Irgendwann platzte mir dann der Kragen und ich zückte mein Handy und tat so, als ob ich die Polizei anrufen würde. Ich erwähnte die Begriffe Nötigung, Beleidigung und Rassismus und gab an, dass ich mich nochmal melden würde, wenn der Mann den Bus verlässt. Auch versicherte ich der Polizei, dass ich eine gute Personenbeschreibung und Zeugen haben würde.
Fortan war dann Ruhe im Bus und mein Urlaub konnte beginnen. Als der Mann dann an der ersten Haltestelle in der Münchner Innenstadt ausstieg, zückte ich wieder mein Handy. Sagen musste ich schon gar nichts mehr, da er den Bus schon verlassen hatte und augenscheinlich auch sehr in Eile war. Ich beichte, dass ich einem Rentnerehepaar wohl einen ordentlichen Schrecken eingejagt habe. Immerhin waren sie in der Annahme, dass die Polizei nach ihnen fahndet.

Beichthaus.com Beichte #00029030 vom 12.06.2011 um 11:24:53 Uhr in Flughafen München (34 Kommentare).

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Russendisco

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Habgier Morallosigkeit Selbstsucht Wuppertal

Vor einigen Jahren war ich als Taxifahrer immer nachts unterwegs. Eine schöne Sache war dabei das "Stichgeld", das man in bestimmten Etablissements bekam, wenn man einen dort unbekannten Gast dort hinlotste. So ergab es sich, dass mich ein Russe fragte, wo man denn noch was erleben könnte und ich ihn natürlich dahin bringen wollte, wo es für mich am meisten abzugreifen gab. Zwischendurch mussten wir noch eine Tankstelle anfahren zum Wechseln, weil er nur noch einen 1000-Mark-Schein hatte. Leider war der Gute so stramm, dass der Türsteher des Clubs zuerst mal dankend abgewunken hat, als ich ihm den Mann im wahrsten Sinne des Wortes anschleppte. Um ihn ein bisschen zu motivieren, sich des Gastes trotzdem anzunehmen, habe ich dann von den 1000 Mark erzählt, die wir gerade gewechselt haben. Freudestrahlend ließ man ihn dann ein und ich bekam meine 30 Mark Prämie. Ich beichte, dass meine Gier wahrscheinlich dazu geführt hat, dass ein besoffener Russe von ein paar leichten Mädels übel abgezockt wurde und hoffe, dass er wenigstens noch ein bisschen was davon hatte.

Beichthaus.com Beichte #00029027 vom 10.06.2011 um 11:04:27 Uhr in Wuppertal (Friedrich-Ebert-Strasse) (19 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Katzensprung

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Dummheit Mord Tiere Ernährung Malterdingen

Lange Zeit aß ich jeden Morgen auf dem Balkon mein Frühstück, da es draußen schön warm und sonnig ist. Teewurst auf Schwarzbrot gab es eigentlich immer, schnell gemacht und sehr lecker. Emil, der Kater aus der Wohnung nebenan, leistete mir bei meinem morgendlichen 5-Minuten-Frühstück oft Gesellschaft. Als Dank erhielt er von mir immer eine Messerspitze Teewurst, welche er genüsslich aufleckte. Die Wochen vergingen, Emil aß sein Frühstück so gut wie jeden Morgen mit mir zusammen. Eines Morgens vergaß ich das Brot auf den kleinen Tisch zu stellen und ging es holen. Als ich wieder kam, saß Emil auf dem Tisch und schlug sich seinen Bauch mit Teewurst voll. Ich schlug mit der Hand gegen die Fensterscheibe um ihn von der Teewurst abzubringen, doch er erschrak und sprang über den Balkon - dummerweise wohne ich im 4. Stockwerk. Ich schaute nach, wie es ihm ging, doch Emil zuckte nur noch kurz und starb dann. Seitdem kann ich meiner Nachbarin nicht mehr in die Augen sehen. Traurig bin ich nicht, weil ich ihr ihren Kater genommen habe, sondern weil ich jetzt morgens wieder alleine frühstücken muss. Ich hoffe, dass es einen Katzenhimmel gibt, in dem Emil so viel Teewurst essen kann, wie er will.

Beichthaus.com Beichte #00029022 vom 08.06.2011 um 22:00:03 Uhr in 79364 Malterdingen (Am Seiberg) (23 Kommentare).

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Verhasstes Papakind

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Selbstverletzung Hass Falschheit Familie

Ich hatte eine komplizierte Kindheit. Mein Vater verließ meine Mutter und mich, als ich 7 Jahre alt war, weil er eine neue Frau kennenlernte, woraufhin meine Mutter in tiefe Depressionen verfiel. Ich habe meinen Vater abgöttisch geliebt, er war wirklich alles für mich. Ich war so gesagt ein Papa-Kind. Seine Erziehung war geprägt von Herzenskälte und absoluter Härte. Wer Gefühle zeigt, ist schwach. Das lehrte er mich auch mit Erfolg. Mein Vater hat nie verheimlicht, dass er puren Hass meiner Mutter gegenüber hegte, was mich als 7-Jährige natürlich völlig überforderte. Heute, wo ich es besser weiß, muss ich mir leider eingestehen, dass wir uns in Vielem gleichen, was mich immer wieder erschreckt.
Wir haben soviel Hass und Wut auf andere, dass wir es kaum schaffen, Menschen zu zeigen, dass wir sie gerne haben. Sie sogar lieben. Ich schließe relativ schnell mit Menschen ab, wenn ich mich verletzt fühle. Ich kann es kaum ertragen zu zeigen, dass mich etwas verletzt. Aber, nur weil ich mir dessen völlig bewusst bin, heißt das leider nicht, dass ich das abstellen kann.


Mit vielleicht 10 Jahren war ich diejenige, die die erwachsene Person im Haus war. Ich habe so gut es ging meine Mutter beschützt. Mir blieb auch nichts anderes übrig. Das war als Kind nicht leicht, zumal ich alle 2 Wochen, da besuchte ich meinen Vater, immer wieder fein runtergeputzt wurde. Dass ich so Fett bin, wurde immer mal wieder Thema zwischen ihm und seinen Freunden, obwohl ich daneben saß. Ich konnte nur nichts sagen. Ich war wie gelähmt. Ich war ein Kind!
Ich konnte ihm nie etwas Recht machen. Ich habe aus Frust alles in mich hineingefressen. Ich konnte spüren wie meine Haut am Bauch riss. Diese Dehnungsstreifen, die bei Schwangeren als Schwangerschaftstreifen bekannt sind. Das ist ein sehr ekelhaftes Gefühl. Ich kann es nicht beschreiben. Ich habe gefressen, bis ich kotzte. Ich habe mir die Fingernägel so weit abgefressen, bis sie bluteten. Noch schlimmer war das Händewaschen. Wenn die Haut weich wurde aufgrund des Wassers. Es tat so weh! Ich habe angefangen, Zigarettenstummel auf meinen Armen und Beinen auszudrücken. Ich habe mich absichtlich verletzt, weil ich diesem unglaublichen Druck einfach nicht mehr standhielt. Danach war ich für einen kurzen Moment einfach nur ich.


Meiner Mutter habe ich nie Vorwürfe gemacht. Sie konnte gar nicht anders zu diesem Zeitpunkt. Man ist halt ab einem gewissen Punkt auch einfach nur ein Mensch. Sie starb vor 6 Jahren. Mein einziger Anker. Sie alleine wusste, gegen was ich da ankämpfe. Was habe ich Gott verflucht! Er nahm mir alles! Ich habe nun mehr als 4 Jahre Therapie hinter mir. Ich bekomme es nur leider nicht aus meinem Kopf! Ich habe seit meiner Kindheit eine unglaubliche Wut, soviel Hass in mir. Wenn man in frühen Jahren bereits gelernt hat, dass es wichtig ist eine Maskerade zu spielen ist es schwer dies abzulegen. Ich musste gut gelaunt sein- den Schein wahren. Ich habe Menschen verscheucht, die ich wirklich geliebt habe. Und ja, ich bereue dies zutiefst! Der Gedanke daran schmerzt! Stattdessen hatte ich bisher Partner, wo ich wusste, dass es im Grunde nicht dass ist, was mich glücklich macht. Ich habe Menschen absichtlich weh getan, die ich liebte. Und es tut mir so Leid! Was in mir vorging, wusste keiner.


Fakt ist, dass ich nicht fähig bin eine Beziehung mit Liebe und Vertrauen aufzubauen, weil ich vorher bereits die Flucht antrete. Ich rede mir immer ein, dass ich stark bin, dass ich keinen brauche. Aber zugeben, dass ich traurig und einsam bin und nicht weiß, wohin ich gehöre, fällt mir so schwer. Selbst mir gegenüber. Für Außenstehende ist all dies vielleicht albern, völlig überzogen und sie können dies nicht nachvollziehen. Ich bin kein Dummchen und ich bin alles andere als naiv! Ich bin gerade wieder an einem Punkt, wo ich aufgeben möchte. Weil ich einfach nicht mehr die Kraft habe. Und, weil ich mich frage, warum ich mir das Leben selbst so schwer mache. Es scheint, als würde es wirklich Menschen geben, die fast schon schwebend durch ihr Leben gleiten und ich habe den Schlüssel für meinen Klotz am Bein so gut versteckt, dass ich ihn selbst nicht finde. Ich hasse alles, was mich umgibt. Oft habe ich mir gewünscht, nicht zu existieren. Und ich wünschte, dass ich den Mut hätte, meinem Vater/Erzeuger die gerechte Strafe für das zu geben, was er mir antat. Ob es gerichtliche Konsequenzen für mich hätte, ist mir egal. Ich habe nichts, was ich verlieren könnte! Trotzdem würde ich ihm verzeihen. Und dafür schäme und hasse ich mich unglaublich. Ich trete das mit Füßen, wofür ich seit über 20 Jahren kämpfe und ich verrate mich selbst und dafür hasse ich mich unglaublich!

Beichthaus.com Beichte #00029019 vom 07.06.2011 um 12:40:22 Uhr (19 Kommentare).

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Verpackungspolster

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Masturbation Fetisch Intim Bielefeld

Ich habe mich mit Luftpolstern befriedigt. Als ich mal ein Paket bekommen habe, dass mit großen Luftkissen gefüllt war, habe ich mir gleich gedacht, dass man mit diesen Dingern auch andere Sachen anstellen könnte. Ich habe mir also drei von den Dingern genommen, sie zusammengeklebt, sodass eine etwa 20 cm lange und 1 cm dicke Gasse entsteht. Mit ordentlich Seife flutscht es dann gewaltig und es fühlt sich verdammt geil und total echt an. Nur leider wird durch den Kunststoff die Attrappe durch zu viel Reibung sehr leicht warm und somit entsteht nach rund einem Tag eine Hornhaut an der Vorhaut, die höllisch wehtut und eine halbe Woche andauert.

Beichthaus.com Beichte #00029003 vom 05.06.2011 um 14:08:24 Uhr in 33602 Bielefeld (Dornbergerstraße) (26 Kommentare).

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