Den besten Freund betrogen

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Begehrlichkeit Fremdgehen Last Night Stuttgart

Alles begann vor rund drei Monaten. Um zu erzählen, was passiert ist, muss ich aber etwas weiter ausholen. Es hat mit meinem besten Freund und seiner Freundin zu tun. Ich verstehe mich mit den beiden echt super. Ihn kenne ich seit mehr als 15 Jahren und sie seit eineinhalb Jahren, eben seitdem er mit ihr zusammen ist. Sie ist ein sehr attraktives Mädchen und wie es das Schicksal so will, habe ich mich in sie verguckt. Ich habe die Gefühle, die ich für sie hege, eine lange Zeit unterdrückt, da ich mir eigentlich geschworen hatte, meinem besten Freund niemals die Freundin auszuspannen. Eines Samstags waren wir mal wieder feiern. Meinem Freund ging es irgendwann nicht mehr so gut und er ging nach Hause. Vorher sagte er mir noch, ich solle auf seine Freundin aufpassen und sie sicher nach Hause bringen. Er wünschte uns noch viel Spaß und verabschiedete sich. Als er weg war, ging alles ganz schnell, zumindest kam es mir da so vor. Seine Freundin lud mich auf einige Drinks ein und wir becherten ein wenig. Nach einer Zeit waren wir beide recht angetrunken und beschlossen irgendwann, tanzen zu gehen. Alle Blicke der männlichen Gäste waren auf sie gerichtet, da sie mit Abstand das hübscheste Mädchen vor Ort war. Wir tanzten eng und lange miteinander, bis sie mich schließlich küsste. Ich konnte überhaupt nicht realisieren, was passiert. Ich muss zugeben, dass es mir sehr viel Spaß machte, sie zu küssen. Ich war ja schon längere Zeit in sie verliebt. Nach einiger Zeit brachte ich sie dann nach Hause und dort landeten wir schließlich im Bett. Wir trieben es mehrmals diese Nacht. Morgens verabschiedete ich mich und fragte, wie das nun weitergehen soll. Sie sagte mir, dass sie sich selbst nicht sicher wäre, wie das passieren konnte und dass wir das unserem Freund niemals sagen dürften. Ich habe seit dieser Nacht so ein schrecklich schlechtes Gewissen meinem besten Freund gegenüber. Dennoch kann ich es ihm nicht sagen. Ich beichte hiermit, dass ich mit der Freundin meines besten Freundes mehrmals Sex hatte. Wir gehen nach wie vor zusammen weg und er ahnt nichts davon. Irgendwann werde ich es ihm sagen, nur wann, das weiß ich noch nicht.

Beichthaus.com Beichte #00030533 vom 04.12.2012 um 08:29:26 Uhr in Stuttgart (Hauptstätter Straße) (19 Kommentare).

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Sesselbrand am Parkplatz

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Dummheit Trunksucht Verzweiflung Last Night Bad Camberg

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und wie das dann eben so ist, man blickt auf sein Jahr zurück. Im Zuge dessen fiel mir eine Sache ein, die ich beichten möchte. Kennt jemand den Roman "Vollidiot" von T. Jaud? Es geht darin um einen Vollidioten, der nach und nach alles verliert und überall versagt, sei es im Beruf, in der Liebe, bei Freunden und so weiter. Nun muss ich zugeben, dass ich selbst eher pessimistisch veranlagt bin und mich entsprechend auch gerne mal als totalen Versager sehe, was auch nicht so weit hergeholt ist. Kein großer Erfolg bei Frauen, im Job oder sonst wo. Nun kam es, dass ich mal wieder alleine in meiner Wohnung sitzend und dem Alkohol fröhnend in meinem Selbstmitleid versank und mich selbst bedauerte. Mein Blick fiel dabei irgendwie auf mein Bücherregal und auf jenen Roman. Ich erinnerte mich daran, dass der Roman am Anfang ziemlich lustig ist. Also habe ich mir das Buch geschnappt und es durchgeblättert. Nun sind die ersten Kapitel auch wirklich lustig, wandeln sich im Nachhinein aber, um schlussendlich noch mal einen Funken Hoffnung aufkeimen zu lassen, wenn der Protagonist seinen Singlesessel verbrennt, als Zeichen des Umbruchs.


Und jetzt dürft Ihr mal raten, was ich, betrunken, mich selbst bemitleidend und dieses Buch lesend, festgestellt habe? Richtig, ich saß in genau so einem Sessel. Und ich war natürlich nicht so rational, um zu sagen: "Hey, das ist ein Roman!" Nein, der gute Herr muss in solchen Fällen direkt glauben, dass er das Drehbuch seines Lebens vor sich hat und kommt natürlich auf die blödeste Idee des gesamten Buches. Ich habe mir also den Sessel geschnappt, einen Benzinkanister und ein Feuerzeug und bin zum nächsten großen Parkplatz gefahren - zur nächsten Schwedenmöbelfiliale war es dann doch zu weit. Und da habe ich dann, feierlich, mit feinster Metal Musik im Hintergrund, meinen Singlesessel verbrannt. Gott sei dank war der Parkplatz leer, abgeschieden und hatte nichts Brandförderndes in seiner Nähe. Ich möchte also beichten, dass ich eines Nachts sturzbesoffen Auto gefahren bin, um anschließend meinen Sessel auf einem Parkplatz mit Benzin zu tränken und zu verbrennen, um damit meinem Singleleben eine Wendung zu verpassen. Die Aktion hat allerdings nichts genutzt, ich bin immer noch genau so ein großer Vollidiot, mit der Ausnahme, dass ich jetzt ein Dreier-Sofa habe. Da kann man auch allein bequem drauf liegen.

Beichthaus.com Beichte #00030532 vom 04.12.2012 um 07:39:11 Uhr in Bad Camberg (10 Kommentare).

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“Folge

Das Auto, das im Weg stand

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Ekel Peinlichkeit Last Night Birresborn

An einem Abend vor etwas längerer Zeit saß ich mit einigen Freunden und Bekannten in einer Kneipe herum. Zwei Jungs, die ich nicht so richtig kannte, hatten die Spendierhosen an und gaben mächtig Jägermeister aus. Ich fand das ganz prima und ließ mich darauf ein. Leider vertrage ich nicht viel, also wurde mir schon sehr bald sehr übel. Mir kam alles hoch und ich versuchte, trotzdem die Haltung wahrend, ganz cool und unauffällig reiern gehen. Da alle den Fernseher mit einer Sportübertragung anstarrten, rannte ich vorne zur Kneipe raus und wollte mich dort irgendwo heimlich erbrechen. Draußen war aber allerhand los und so irrte ich mit aufgeblasenen Backen umher. Ich erleichterte mich dann in einer ruhigeren Gasse neben der Kneipe auf einem Kotflügel, sowie der dazugehörigen Motorhaube und dem rechten Vorderreifen - eines Polizeiautos. Die beiden Polizisten waren in einem Fast Food Laden nebenan. Ich nahm die Beine in die Hand und lief.

Beichthaus.com Beichte #00030528 vom 04.12.2012 um 00:16:18 Uhr in Birresborn (11 Kommentare).

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Tussi Reloaded

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Habgier Eitelkeit Peinlichkeit Chef Berlin Alexanderplatz

Auch wenn ich (w/38) die 30 schon weit überschritten habe, lege ich immer noch großen Wert auf mein Äußeres. Dazu kommt, dass ich als Assistentin der Geschäftsleitung eines seriösen Unternehmens repräsentative Aufgaben habe. Dementsprechend sorgfältig muss ich meine Garderobe für den Job auswählen - dezent, klassisch, bieder. Auf einer meiner Shopping-Touren fiel mir letztens auf, dass vor einem großen Einkaufszentrum am Berliner Alexanderplatz poppig aufgemachte Flyer von ebenso poppigen Teenagern verteilt werden. Diese Flyer berechtigen zum freien Eintritt in irgendeine Diskothek. Ich weiß das nur, weil ich solch ein Ding einmal vom Boden aufgehoben habe, denn die jungen Verteiler händigen ihre Flyer frecherweise nur nuttig gestylten Mädels unter 25 aus - für die bin ich also unsichtbar. Das schmerzt. Ich fühle mich diskriminiert! Letztens ertappte ich mich dabei, wie ich mehrmals hintereinander an den Flyerverteilern vorbeilief. Sie würdigten mich keines Blickes. Innerlich schäumte ich vor Wut. Doch es spornte mich dazu an, meine Taktik zu ändern. An einem meiner freien Tage probierte ich verschiedene Miniröcke aus meiner Studentenzeit an, die ganz hinten im Kleiderschrank vor sich hin gammelten. Zugegeben, hier und da zwickte es ganz schön, aber ein Rock passte schließlich. Ich toupierte meine Haare hoch, schminkte mich auf sexy und streifte meine Stilettos mit den Mörder-Absätzen über. Aus dem Spiegel sah mich nun herausfordernd eine absolut geile Schlampe an. Ich rief ein Taxi. Dem Fahrer fielen fast die Augen aus dem Kopf - ein gutes Gefühl. Am Alexanderplatz angekommen, stolzierte ich zum Einkaufszentrum und genoss die gierig-verschämten Blicke der Männer.


Dann der entscheidende Moment. Die Flyerverteiler hielten wieder Ausschau nach geilen Ludern. Einer von ihnen kam regelrecht auf mich zugestürzt. Er drückte mir strahlend ein paar bunte Discogutscheine in die Hand und flötete: "Morgen Abend legt der xy auf, Du musst unbedingt kommen." Ich wurde auch noch geduzt! Auf einer poppig-bunten Wolke schwebte ich in das Einkaufszentrum ein. Tussimäßig trug ich auf der Rolltreppe Lippenstift nach. Aus dem Augenwinkel bemerkte ich plötzlich einen Typen auf der Rolltreppe nebenan. Ich blickte auf und in das irritierte Gesicht meines Vorgesetzten. Mich durchfuhr ein heiß-kalter Schauer. Ich tat so, als würde ich ihn nicht kennen. Es folgte eine schlaflose Nacht. Am nächsten Tag ging ich mit zitternden Knien zur Arbeit, natürlich klassisch-dezent-langweilig. Gott sei dank glaubte mein Vorgesetzter wohl wirklich, eine andere Frau auf der Rolltreppe gesehen zu haben. Denn er war so wie immer zu mir: grimmig und kurz angebunden. Übermütig geworden ging ich abends im Tussi-Outfit zur Diskothek, um meinen Flyergutschein einzulösen. Der Türsteher hat mich aber leider nicht reingelassen. Ich will in Zukunft zu meinem Alter stehen und bitte um Absolution für meine Eitelkeiten.

Beichthaus.com Beichte #00030523 vom 03.12.2012 um 14:29:02 Uhr in Berlin Alexanderplatz (26 Kommentare).

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Kontrollverlust in Friesland

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Trunksucht Ekel Peinlichkeit Partnerschaft Last Night Bad Bederkesa

Ich (m/32) habe mir mal sturzbetrunken einige Aktionen vor den Augen meiner damaligen Freundin geleistet, die das mit Abstand peinlichste sind, das ich je gemacht habe. Es ist schon ein paar Jahre her. Ich hatte meine Freundin drei Monate zuvor in der Abendschule kennengelernt und wir hatten uns sofort unsterblich ineinander verliebt. Da sie alleinerziehend war, freuten wir uns sehr auf den gemeinsamen Bildungsurlaub, in dem wir auch etwas Zeit nur für uns haben würden. Doch schon in der ersten Nacht versaute ich es und sorgte für eine gut zweiwöchige Eiszeit zwischen uns. Wir waren mit unserer Klasse in einem Seminarhaus in Bad Bederkesa (Friesland) untergekommen. Meine Freundin und ich hatten dafür gesorgt, dass wir ein Appartement nur für uns zwei bekamen. In dieser ersten Nacht versammelten wir uns alle in der dazugehörigen Kneipe und tranken, was das Zeug hielt. Gegen Mitternacht verabschiedete sich meine lediglich angeschwipste Freundin. Ich, zu dem Zeitpunkt schon ordentlich dabei, versprach, in einer halben Stunde nachzukommen. Doch daraus wurde nichts. Ein Klassenkamerad bestellte eine Flasche Sambuca, die bei mir - Kurzer für Kurzer - zu einem Totalabsturz, samt Verlust jeglicher Selbstkontrolle, führen sollte. Da ich zudem in einen Filmriss rutschte, kann ich das Folgende nur noch aus dem rekonstruieren, was mir am nächsten Tag von mehreren Parteien erzählt wurde. Nach einigen Sambucas war ich wohl derart neben der Spur, dass besagter Klassenkamerad mich mit zu meinem Appartement tragen musste. Er nahm mich Huckepack und lieferte mich bei meiner Freundin ab. Welches Unwesen ich dann getrieben habe, wurde mir von meiner Freundin gegen 5 Uhr morgens voller Abscheu erzählt, nachdem ich, immer noch gut blau, aufgewacht war und mich wunderte, warum unsere Betten auseinandergeschoben waren. Da ich mich, nichts ahnend, an meine Freundin rankuscheln wollte, machte ich mir die Mühe, mein Bett wieder an ihres zu schieben und schmiegte mich zufrieden an sie an. Sie jedoch rastete in dem Moment völlig aus, ich solle sie bloß in Ruhe lassen. Sie beschimpfte mich, ob ich denn nicht wüsste, was heute Nacht gelaufen sei. Perplex gab ich zu verstehen, dass ich eigentlich gar nichts mehr wüsste, seit sie schlafen gegangen war. Also erzählte sie mir den peinlichsten Tathergang meines Lebens: Der Klassenkamerad hatte mich wohl ins Zimmer gebracht und auf einen Polsterstuhl gesetzt. Dort sitzend zog ich mir zunächst Hose und Boxershorts zwischen die Knöchel. Offenbar wähnte ich mich auf der Toilettenschüssel, denn ich begann, vollkommen entspannt meinem Harndrang nachzugeben. Meine Freundin schrie mich an, ich säße nicht auf dem Klo und solle gefälligst aufhören, was ich ihr mit einem teilnahmslosen Lächeln quittierte. Also gab sie auf und machte sich daran, mich wie ein Kleinkind umzuziehen und die Urinlachen auf Polsterstuhl und Teppichboden um 3 Uhr morgens, so gut es ging, zu beseitigen. Dass dies nicht vollständig gelang und wir letztlich ein vollgepinkeltes Appartement hinterlassen mussten, versteht sich wohl von selbst.


Nach dieser Mühe legte sie mich ins Bett und ging wieder schlafen. Leider vergingen keine fünf Minuten, da begann ich mich, nach wie vor geistesabwesend, im Bett zu übergeben - und das auch noch schubweise. Sie rastete natürlich erneut aus, sprang aus dem Doppelbett, zog erst mal ihre Hälfte von meiner weg, um sie zu schützen, und stand nun - fürsorglich, wie sie dennoch war - vor der nächsten Herausforderung. Sie zog mich erneut um, legte mich zunächst auf ihr Bett und bezog daraufhin meines komplett neu, um mich sodann wieder dort hinein zu schmeißen. Erneut legte sie sich schlafen. Doch als wäre all das nicht genug, zeigte ich mich eine Weile später erneut für ihre Mühen erkenntlich in der Gestalt, dass ich mich ein weiteres Mal übergab. Nun natürlich in das frisch bezogene Bett. Da es diesmal aber nicht mehr viel war, gab meine Freundin es endgültig auf und überließ mich meinem Delirium. All das erzählte sie mir, wie gesagt, erst am nächsten Morgen. Vom Filmriss heimgesucht, konnte ich es einfach nicht fassen und habe bis heute nur Fetzen davon im Kopf. Mit der erhofften Romantik und dem zügellosen Sex, auf den wir uns so sehr gefreut hatten, wurde es in den kommenden Tagen natürlich nichts. Ich übte mich voller Scham in Schadensbegrenzung, während sie sich redlich bemühte, dieses "abtörnendste Erlebnis ever" hinter sich zu lassen.


Nach einer Weile hatten wir diese Nacht verarbeitet und kamen uns wieder näher. Wir blieben noch fast vier Jahre zusammen. Bis heute rechne ich ihr hoch an, dass sie nach dieser Nacht nicht das Weite gesucht hat und vor Allem, dass ich ihr gegenüber letztlich nicht an Attraktivität eingebüßt hatte, obwohl ich dafür jegliches Verständnis gehabt hätte. Und auch, wenn wir schon einige Wochen später darüber lachen konnten: Jedes Mal, wenn in den kommenden Jahren das Thema wieder aufkam, empfand ich tiefste Scham und wäre am liebsten im Erdboden versunken. Bis heute schäme ich mich für nichts mehr, als für diese Nacht voller Kontrollverluste. Immerhin war es mir eine Lehre, denn seither war ich nie wieder so betrunken und kenne stets meine Grenzen. Wie durch ein Wunder wurden wir übrigens nie für den angerichteten Schaden im Zimmer belangt, obwohl wir fest damit gerechnet hatten, nachdem wir das Zimmer am letzten Tag eben noch verließen, bevor die arme Putzfrau kam.

Beichthaus.com Beichte #00030522 vom 03.12.2012 um 13:54:42 Uhr in Bad Bederkesa (Alter Postweg) (11 Kommentare).

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