Ich liebe eine vergebene Frau

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Begehrlichkeit Verzweiflung Fremdgehen Liebe

Ich (m/29) stehe auf eine vergebene Frau. Ich muss erst einmal etwas ausholen: Wir haben uns auf einer Feier über gemeinsame Freunde kennengelernt und den ganzen Abend miteinander gequatscht. Da war eigentlich nichts dabei. Ich hatte Maoam dabei und hatte ihr eine Packung angeboten. Sie fand das komisch und dachte wohl, dass die mit irgendwas versetzt sind, also schnappte ich mir eins aus ihrer Hand und schmiss es mir in den Mund, um zu demonstrieren, dass alles in Ordnung ist. Es war noch das Papier drum und ich aß es mit - für sie. Sie lachte, das Eis war gebrochen und wir tauschten Kontakte aus. Was dem Freund schon ziemlich auf den Keks gegangen ist. Ich dachte mir im ersten Moment nicht viel dabei, da ihr Freund dabei war und das für mich von Anfang an feststand, dass da nichts läuft. Naja also fingen wir an zu chatten und das täglich.

Wir liegen genau auf einer Wellenlänge und kommen einfach super miteinander aus. Nach einer Woche trafen wir uns wieder mit Freunden zu einem Konzert, tranken Bierchen und hatten echt Spaß. Je länger der Abend dauerte, desto mehr wurde mir bewusst, dass das nicht einfach nur zusammen Rumhängen oder freundschaftlich ist. Wir chatteten weiter, trafen uns ab und zu zum Quatschen und Spazieren und nach einigen Wochen wollten wir zusammen wandern gehen und da wollte ich das Thema ansprechen, da es mir wirklich unangenehm ist. Sie rief zwei Tage zuvor an und gestand mir, dass sie für mich mehr empfindet und dass sie weiß, dass es mir auch so geht. Und wir waren beide ziemlich unglücklich damit. Sie hat einen aufrichtigen und lieben Freund, der ihr aber anscheinend nicht bieten kann, was sie braucht. Sie war ehrlich zu mir und sagte, dass sie mit persönlichen Dingen zu kämpfen hat - ihrem Job und das Studium. Naja also wollte sie kurzgesagt nicht aus der Beziehung raus, da das dann mit Auszug, Stress, Geld und der psychischen Belastung zu tun hat und sie wohl keine Kraft und keinen Mut dazu hat.

Trotzdem können wir einfach nicht voneinander lassen, sie war bei mir und um Haaresbreite wären wir in der Kiste gelandet, sie saß schon rittlings auf meinem Schoß und da war dieser Moment, bei dem man sich in die Augen schaut, sich sehr nahe kommt und dann eigentlich anfängt, sich zu küssen und rumzumachen. Wir konnten standhaft bleiben. Wir umarmten uns lange und tauschten einfach Nähe und Kuscheleinheiten aus. Ich schrieb ihr, dass ich sie eigentlich gerne geküsst hätte. Der Freund hat zufällig die Nachricht gelesen und jetzt ist die Kacke richtig am Dampfen. Sobald er meinen Namen hört, bekommt er Allergie (verständlich). Also verheimlicht sie jetzt den Kontakt. Ich weiß, dass das dumm ist und ich den Kontakt abbrechen sollte. Ich weiß auch, dass das niederträchtig ist und nicht fair dem Freund gegenüber, der eigentlich nichts falsch macht. Ich will sie nicht in diese Situation bringen. Aber es fühlt sich so richtig an und ich denke, sie ist es wert. Und ich würde nie eine Beziehung beginnen, während einer anderen Beziehung (was soll schon aus einer Beziehung werden, die auf Betrug basiert). Ich beichte hiermit, dass ich mir wünschte, die beiden machen schnell Schluss, damit ich mit ihr zusammenkommen kann. Ist das sehr naiv, egoistisch und dumm?!

Beichthaus.com Beichte #00039044 vom 09.12.2016 um 23:25:51 Uhr (9 Kommentare).

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Traumdeutung bei Stirnlappenbasilisken

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Zorn Hass Rache Nachbarn

Ich (m/37) hasse meine mittlerweile nicht mehr ganz neuen Nachbarn direkt unter mir inzwischen wie die Pest und überlege, sie aus dem Haus zu ekeln. Die beiden sind Anfang 20 und könnten im Lexikon als Beispielbild neben dem Wort "Hipster" stehen. Beide tragen einen Dutt, er dazu einen Bart, in dem man einen halben Kindergarten verstecken könnte, sie eine Hornbrille mit schwarzen Rahmen, die ohne Übertreibung so groß ist, dass man Handybildschirme daraus machen könnte - und, wie ich schon bei der Einweihungsfeier herausfand, mit Fensterglas drin. Ach ja, die Einweihung war eh lustig. Erstens gab es fast nur Wasser, Energy und Obstsäfte, dazu natürlich diesen Trendsekt "Hugo". Das Essen war ausschließlich vegan, was sogar ihren eigenen Freunden so auf die Nerven ging, dass diese sich, auch mit meiner Beteiligung, um elf Uhr abends eine Pizza kommen ließen. Da mussten sie natürlich wegen des "Fleischgestankes" alle Fenster aufreißen, nachdem sie merkten, dass sie die Freunde nicht davon abhalten können.

Gedampft wird natürlich auch. Und das so, dass das ganze Haus nach chemischen Fruchtgerüchen stinkt, dass einem schlecht werden könnte. Aber wehe, jemand läuft auch nur mit einer Kippe durchs Haus, denn sie steht bei jedem Schritt im Treppenhaus am Spion und kommt dann angewetzt und will den Leuten einen Vortrag halten. Als ein anderer Nachbar sie kürzlich aufforderte, mit der Hand zu reden, legte sie das - wie und warum auch immer - als sexuelle Belästigung aus.

Okay, Thema Dinge, die man hört: Musik, die ihnen nicht gefällt? Da wird vehement geschellt, egal wie leise es ist, und so hellhörig ist unsere Hütte jetzt auch nicht. Sie steht dann da und hält mit ihrer schrillen Stimme, dabei hyperventilierend (Erinnert sich jemand an den abgehackten, aufgeregten Sprachstil von Michelle in American Pie?) erklärt, das ginge nicht. Typisch für Hipster haben sie aber eine uralte Schreibmaschine, auf der sie nachts um vier Uhr rumhacken, bis irgendwer die Polizei ruft. Die hat sie auch einmal angeschrien, aber da sie nicht aus Bayern kam, rechnete sie nicht mit der Reaktion des Polizisten, der ihr noch lauter den Mund verbat, wenn er spräche und ihrem Freund gleich sagte "Bürschchen, und du bleibst, wo du bist!" Mann, schade, dass man mich nicht Grinsen hören konnte.

Aber den Abschuss brachte sie letzte Woche: Jedem im Haus ist bekannt, dass ich fünf Ratten, ein Aquarium, zwei Katzen und einen Hund (Labrador-Mix) halte, und es den Tieren auf meinen fast 90 Quadratmetern mehr als gut geht. Auch zwei andere Nachbarn haben Katzen. Bei denen und mir klingelte es letzte Woche, und es hieß: "Tierschutzverein, wir müssen die Haltungsbedingungen kontrollieren." Da hat dieses kleine Miststück sich doch in den Kopf gesetzt, dass nur sie weiß, wie man Tiere richtig hält! Um es kurz zu machen, der TSV war in fünf Minuten fertig, hat dann unten geklingelt und sie zur Schnecke gemacht.

Habe ich die Tatsache erwähnt, dass sie Pakete zwar für Nachbarn annimmt, aber auch öffnet? Nein? Das ist aber auch schon zwei Mal passiert. Sie tut dann so, als wäre sie ja ach so verplant und hätte gedacht, es wäre für sie. Über ihn kann man wenig Schlechtes sagen, da er sich meistens an der Uni befindet, wo er irgendwas wirklich Schwieriges, Hochtechnisches studiert, während sie irgendeinen hochgeistigen Alibistudiengang wie "Traumdeutung bei Stirnlappenbasilisken" oder so was studiert und vielleicht drei Mal im Monat an die Uni geht. Man merkt eindeutig, sie war und ist von Beruf Tochter und wurde wohl verwöhnt ohne Ende. Aber das gibt ihr nicht das Recht, uns andere zu terrorisieren und Dinge zu öffnen, die sie nichts angehen. Nunja, ich beichte hiermit, dass ich demnächst anfangen werde, ihr kleinere Streiche zu spielen. Nichts Illegales, das verspreche ich, aber so geht es hier nicht mehr weiter.

Beichthaus.com Beichte #00038865 vom 29.10.2016 um 00:24:07 Uhr (21 Kommentare).

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Horror in der Waschstraße

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Peinlichkeit Manie Auto & Co.

Ich (m/29) leide unter keinerlei Ängsten oder Phobien, erst recht nicht unter Platzangst. Ein voller Fahrstuhl oder eine volle U-Bahn machen mir nichts aus. Am vergangenen Wochenende fuhr ich mit meinem Auto in die Waschstraße. Das mache ich sehr selten, weil die Anlage teurer ist als die konventionelle Waschanlage und das Auto auch nicht sauberer wird. Die Faulheit hat jedoch dieses Mal gesiegt. Schon der Anfang wirkte bedrohlich auf mich. Drei Männer machten die Vorwäsche mit Dampfstrahl, Handbürsten und sonstigen Hilfsmitteln. Ich fühlte mich ab diesem Zeitpunkt komplett ausgeliefert. Danach musste ich ein paar Meter in Richtung Fließband fahren und anhalten. Dann dauerte es ungefähr eine halbe Minute, bevor das Band mein Auto wegzog. Meine Angst wurde stärker, das Lenkrad bewegte sich immer ein klein wenig nach rechts und links, was aber wohl normal war. Dennoch fühlte ich mich komplett unsicher, ich war nur umgeben von den Bürsten, Wasser und Lärm. Mir wurde schlecht und mein Herz begann zu rasen.

Ich kann es mir nicht erklären, aber die Waschstraße hat mir tatsächlich Angst gemacht. In jeder Sekunde hatte ich Angst, dass irgendetwas Schlimmes passieren könnte. Das Gefühl der Machtlosigkeit und des Ausgeliefertseins versetzte mich fast in Panik. Als ich wieder draußen war, brauchte ich noch eine ganze Weile, um mich zu beruhigen. Ich konnte es niemandem erzählen, da man mir sonst etwas attestieren würde. Um es zusammenzufassen: Ja, ich bin tatsächlich 29 Jahre alt und hatte Angst in der Waschstraße.

Beichthaus.com Beichte #00038523 vom 19.07.2016 um 19:37:27 Uhr (17 Kommentare).

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Hilfe, ich mache ständig den Hitlergruß

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Zwang Manie Schamlosigkeit

Ich möchte ein Verhalten beichten, das vielleicht schon illegal ist. Es geht dabei um den verbotenen deutschen Gruß. Den hat als Jugendlicher sicher jeder mal aus Spaß gemacht. Mein Problem: Ich kann nicht aufhören damit. Manchmal, wenn ich mich unbeobachtet fühle, mindestens aber 1-2 Mal täglich, reiße ich den rechten Arm nach oben und stoße ein "Sieg H***" aus. Wenigstens das konnte ich über die Jahre zu einem Flüstern dämpfen. Dennoch fürchte ich, eines Tages erwischt zu werden und Konsequenzen zu spüren zu bekommen. Dabei will ich damit weder jemanden provozieren, noch gefällt mir die Ideologie. Es ist einfach ein Tick von mir.

Beichthaus.com Beichte #00038426 vom 28.06.2016 um 03:05:39 Uhr (31 Kommentare).

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Langeweile am Bahnhof

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Dummheit Masturbation Trunksucht Schamlosigkeit Bahn & Co. Stuttgart

Ich (m/18) habe auf dem Bahnhof masturbiert. Es war kurz vor fünf Uhr am Morgen. Ich, stark angeheitert und spitz wie Nachbars Lumpi, torkelte auf dem Bahnsteig umher und kam vor Langeweile und Ermüdung beinahe um. Aber dann kam mir die Idee: "Wichs doch einfach". Außer mir waren nur wenige Einzelne unterwegs und ein paar besoffene Punks, die aber auch mit sich selbst genug zu schaffen hatten. So lief ich schließlich gefühlt hundert Meter raus, bis ich weder jemanden sehen noch hören konnte. Ich machte mich also im Schutz der Dunkelheit ans Werk. Ein kleines Plätzchen hatte ich mir ausgesucht, das eine Sitzgelegenheit anbot und sich mit Glasscheiben etwas abgrenzte. Von meiner Lust übermannt, spritzte ich gegen eine der Scheiben. Die Vorstellung, dass am nächsten Tag hier jemand sitzen würde und die Spermaflecken entdeckte, machte mich in diesem Moment einfach nur wahnsinnig an. Nachdem ich letztendlich Dampf abgelassen hatte und runtergekommen war, fühlte ich mich wie der Trottel, der ich auch bin.

Beichthaus.com Beichte #00038391 vom 20.06.2016 um 16:02:51 Uhr in 70173 Stuttgart (Arnulf-Klett-Platz 2) (26 Kommentare).

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