Hobbydealerin mit Drogensammlung

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Betrug Morallosigkeit Engherzigkeit Drogen

Ich (w/19) mache im Moment eine Ausbildung zur Pharmazeutisch-Technischen Assistentin. Das wird von Berufsfachschulen angeboten, was heißt, dass ich im Prinzip den ganzen Tag normalen Unterricht habe. Also Vollzeitunterricht, nicht wie bei betrieblichen Ausbildungen. Demnach haben wir auch viele Fächer, in denen wir auch Arbeiten schreiben müssen, Hausaufgaben haben und so weiter. Eines meiner Fächer heißt Botanik und da geht es zum Großteil darum, dass wir Pflanzen mikroskopieren und erkennen müssen. Ein besonderer Teil des Unterrichts ist, dass wir alle untersuchten Pflanzen in einer sogenannten "Drogensammlung" aufbewahren müssen. Zur Erklärung: Drogen im botanischen Sinne sind getrocknete Pflanzen oder Pflanzenteile. Also zum Beispiel so etwas wie Malvenblüten, Hibiskusblüten, Baldrianwurzel oder Brennnesselkraut. Also nicht die sonst übliche Vorstellung des Begriffs "Droge." Nun war es so, dass wir in Botanik eine Arbeit angekündigt bekommen haben und ein Teil davon war, dass wir unsere gesammelten Drogen erkennen mussten. Das läuft in etwa so ab: Man bekommt zum Beispiel fünf verschiedene Krautdrogen vorgesetzt und muss dann bei allen erkennen, um was es sich handelt. Man muss auch noch anderes Zeug wissen, wie den lateinischen Namen, Stammpflanze, Familie, Gewinnung, Inhaltsstoffe, pharmazeutische Verwendung und so weiter. Das ist aber auch gar nicht das Schlimme, schließlich kann man das einfach auswendig lernen. Das wirklich schwierige ist das Erkennen, da das meiste echt einfach nur grünes und braunes Gedöns ohne besondere Merkmale ist. Blüten erkennt man gut, aber da hört es auch schon auf. Kräuter, Wurzeln, Rinden, Blätter - sieht echt vieles auf den ersten Blick gleich aus. Das bedeutet, dass man sich hinsetzen und sich für jede Droge irgendein Erkennungsmerkmal raussuchen muss.


Jetzt zur eigentlichen Beichte: Da mir das alles ziemlich schwerfällt, habe ich wirklich die ganze Woche jeden Tag meinen Hefter mitgeschleppt, um während der halbstündigen Busfahrt zur Schule und wieder zurück lernen zu können, so auch gestern. Mein Hefter sieht so aus, dass vorne drauf groß und fett "Drogensammlung" steht. Meine Drogen bewahre ich in kleinen, wiederverschließbaren Plastikbeuteln auf, die ich mit Büroklammern an dem jeweiligen Steckbrief der Pflanze befestigt habe. Nach Schulschluss bin ich wie immer zur Bushaltestelle gegangen. Dort saß neben einem jungen Kerl mit seinem Hund, den ich so auf mein Alter schätze, niemand weiter. Ich hatte den Kerl noch nie gesehen, aber ich gehe davon aus, dass er nicht auf einen Bus wartete, denn neben ihm standen drei leere Bierflaschen und eine vierte hielt er in der Hand. Er hat dort wohl nur gegammelt. Er saß auf der linken Bankreihe, sodass ich mich auf die rechte setzte. Ich habe versucht, ihn zu ignorieren und da ich immer 15 Minuten auf meinen Bus warten muss, holte ich meinen Hefter raus. Er hat mich erst nur aus dem Augenwinkel beobachtet, doch er muss das "Drogensammlung" auf dem Hefter gelesen haben, denn plötzlich stierte er mich regelrecht an und sah mir einen Moment schweigend zu, wie ich durch die ganzen Blätter und Kräuter blätterte. Auf einmal meinte er "nette Sammlung" und ich habe ihn erst einmal nur verdutzt angeglotzt. Ich habe dann nur gelächelt und wieder in meinen Hefter geschaut. Dann war wieder Ruhe, doch ein paar Seiten weiter schlug ich meine Stärkearten auf. Dazu muss man sagen, dass es vier davon gibt (Kartoffel-, Weizen-, Mais- und Reisstärke), bei allen handelt es sich um weißes Pulver.


Das heißt also, für den unwissenden Kerl waren das in dem Moment nur vier Plastiktütchen mit einem weißen Pulver drin. An was er gedacht hat, muss ich wohl nicht weiter erläutern. Jedenfalls fragte er plötzlich, wie viel ich dafür haben wolle. Ich wusste erst nicht, was er meint, doch dann zeigte er auf meine Stärke und es hat so zwei, drei Sekunden gedauert, aber plötzlich traf es mich wie ein Schlag, dass man mich hier anscheinend für eine Hobbydealerin hielt! Ich war wirklich geschockt und habe dann versucht, mich irgendwie rauszureden, aber jetzt stand er auf und kam direkt zu mir und ich habe meinen Hefter schon reflexartig an mich gedrückt. Er fing weiter an zu erzählen, dass er schon seit zwei Tagen nichts mehr genommen hätte und Nachschub braucht. Ich war echt hilflos und habe ihn gebeten, mich einfach in Ruhe zu lassen. Wie aus heiterem Himmel hielt er mir plötzlich 50 Euro unter die Nase. Ich weiß nicht, was in diesem Moment passiert ist. Es war, als stünde ich neben mir und könnte mir nur dabei zusehen. Wie in Trance griff ich den Geldschein und hielt ihm dann eines meiner Tütchen hin. Das alles lief völlig kommentarlos ab, und nachdem der Austausch vollzogen war, machte er kehrt, nahm seinen Hund und verschwand.


Ich habe meiner Lehrerin heute gesagt, ich hätte meine Stärke irgendwo verlegt und durfte mir ein neues Tütchen abfüllen. Ich weiß wirklich auch jetzt noch nicht, welcher Teufel mich da geritten hat und es tut mir leid. Ich beichte also, einem Drogenabhängigen Reisstärke für 50 Euro angedreht zu haben. Und das vermutlich auch noch viel zu billig.

Beichthaus.com Beichte #00033933 vom 13.09.2014 um 01:03:22 Uhr (15 Kommentare).

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Mitleid für Mobbingopfer?

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Zorn Engherzigkeit Hochmut Alsdorf

Ich (w/25) möchte beichten, dass ich kein Mitleid mit sogenannten Mobbingopfern habe. Damals nannte man das noch "Hänseln" und war normaler Schulalltag. Ich selbst wurde auch geschlagen, beschimpft und mit Zirkeln gepiekst. Meine Schultasche wurde ins Klo gestopft, mir wurde ein Eimer mit Putzwasser über den Kopf gekippt, der alte Tafelschwamm wurde mir ins Gesicht gedrückt. Einmal bin ich im Winter auf das Schulklo gegangen und meine Klassenkameraden haben mir von oben zwei Eimer mit Schnee in meine Kabine gekippt. Ja, meine Hausaufgaben und mein Essen sind mir auch regelmäßig geklaut worden, über Jahre hinweg. Und das alles nur, weil ich keine Markenkleidung hatte. Ich könnte die Liste noch ewig fortführen. Trotzdem ist aus mir eine selbstbewusste, junge Frau geworden. Meine Beichte ist, dass ich Leute, die mit solchen Erlebnissen nicht klarkommen, verachte. Wer nach Jahren oder Jahrzehnten noch darunter leidet - teilweise trotz Therapie - ist für mich einfach zu schwach für diese Gesellschaft. Ich empfinde keinen Hass gegen meine früheren Peiniger, jedoch gegen Menschen, die sich in ihrem "Leid" ein Leben lang winden. Kommt doch mal auf euer Leben klar! So sind Kinder nun mal und wer an so etwas zerbricht, weiß nicht, was Leben heißt.

Beichthaus.com Beichte #00033932 vom 12.09.2014 um 19:52:30 Uhr in 52477 Alsdorf (29 Kommentare).

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Die Schuhe ihres Lovers

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Boshaftigkeit Eifersucht Zorn Ekel WG

Ich (m/20) habe mich vor über einem halben Jahr extrem in meine Mitbewohnerin (25) verliebt. Wir unternehmen viel zusammen, jedoch hatte ich nie das Gefühl, dass sie auch Interesse an mir hat, weshalb ich es auch nie zur Sprache gebracht habe. Jetzt habe ich allerdings heute Morgen festgestellt, dass sie im Ausgang einen Typen abgeschleppt hat. Nun aber zur Beichte an sich: Ich bin deswegen dermaßen durchgedreht, dass ich ihm in seine Schuhe geschissen habe. Jedoch bin ich danach abgehauen, um mit meiner Kollegin zu quatschen, weshalb ich nichts von seiner Reaktion mitbekommen habe. Es tut mir auch nicht wirklich leid, ich wollte es nur loswerden.

Beichthaus.com Beichte #00033926 vom 11.09.2014 um 19:11:26 Uhr (18 Kommentare).

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Der Vorfall mit dem Dixi-Klo

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Feigheit Zorn Aggression Rache Neubeckum

Ich bekam einmal mitten in der Nacht - ich habe geschlafen - einen Anruf von meiner Schwester (sie war damals 16, ich 18). Sie war völlig verstört, ich habe die erste Minute gar nicht kapiert, was los war, weil sie so sehr geheult hat. Jedenfalls war es so, dass sie auf einem Dorffest in einem Dixi-Klo war und irgendein Idiot das Dixi-Klo umgeworfen hat. Ihr könnt euch vorstellen, was für eine Sauerei das war. Ich habe mich also ins Auto gesetzt, habe ihr frische Kleidung gebracht und sie abgeholt. Sie tat mir wirklich leid, das war eine sehr schlimme Geschichte. Jedenfalls hat mir ein halbes Jahr später ein Klassenkamerad stolz erzählt, wie er auf genau diesem Dorffest ein Dixi-Klo umgeworfen hatte. Er fand es unglaublich lustig. Ich wünschte, dass ich jetzt beichten könnte, dass ich ihn krankenhausreif geschlagen hätte. Aber ich muss stattdessen leider beichten, dass ich gar nichts unternommen habe, ich habe nicht einmal etwas gesagt. Er war zwar ein Landwirtssohn und daher stärker als ich, und ich hätte ihn vielleicht mit einem Stuhl zusammenschlagen müssen oder so, aber er hätte leiden müssen. Abgesehen davon, dass ich ein Feigling war und Gewalt auch keine Lösung ist, stört es mich heute - 10 Jahre später - noch immer.

Beichthaus.com Beichte #00033925 vom 11.09.2014 um 17:30:16 Uhr in 59269 Neubeckum (11 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Ein

Zum Arschloch umerzogen

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Fremdgehen Selbstsucht Partnerschaft

Ich (m/25) bin seit knapp elf Monaten in einer Beziehung. Da ich ein sehr lieber und braver Mann war, hat meine Freundin begonnen, mich zu einem Arschloch umzuerziehen, was ich allerdings sehr bald durchschaut habe. Ich habe mich daher nicht ändern lassen - bis meine Freundin mir gestanden hat, mich betrogen zu haben - damals waren wir gerade mal einen Monat zusammen. Irgendetwas in mir hat sie damit verändert. Ich beichte daher, mittlerweile ein riesiges Arschloch zu sein. Inzwischen kann ich mich deshalb nicht einmal mehr im Spiegel betrachten. Es ist nämlich so, dass ich als Kurzschlussreaktion eine andere Frau parallel getroffen und auch mit ihr geknutscht habe. Als diese Frau allerdings herausgefunden hat, dass ich eine Freundin habe, hat sie sofort den Kontakt abgebrochen. Vor knapp zwei Monaten kam dann das absolut katastrophalste Wochenende: Ich hatte beim Zeltfest unseres Ortes wilden Sex mit einer Unbekannten und habe noch mit einer Bekannten rumgemacht.


Und das Schlimmste: Eigentlich ist es mir egal, wie es meiner Freundin geht, wenn sie es herausfinden sollte. Mit ebenjener Bekannten ist selbiges letztes Wochenende wieder passiert. Ich hasse mich dafür und auch für die Gleichgültigkeit, die sich nach dem Fremdgehen meiner Freundin in mir ausgebreitet hat. Versteht mich nicht falsch: Ich gebe ihr keine Schuld daran - ich bin für meine Taten selbst verantwortlich. Ich bitte um Absolution und werde mit meiner Freundin wohl demnächst Schluss machen, um wieder zu mir selbst zu finden. Ein Gutes haben die Geschehnisse allerdings: Mein Selbstvertrauen ist extrem gewachsen, was mir vor allem im Job zugute kommt. Aber auch im Privatleben ist das Kontakteknüpfen wesentlich vereinfacht, da ich früher sehr schüchtern war.

Beichthaus.com Beichte #00033922 vom 10.09.2014 um 13:04:43 Uhr (10 Kommentare).

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