Unser Umzug aufs Land
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Wir ignorierten den Quatsch also, auch wenn es meiner Frau und besonders meiner Tochter zu schaffen machte. Letzten Herbst war das letzte Weinfest der Saison und da stand ich in einer Toilettenkabine und konnte zufällig unbemerkt hören, wie unser betrunkener Nachbar jemanden erzählte, meine Frau hätte sich von ihm flachlegen lassen. Jetzt war also klar, woher die Gerüchte stammten. Am Liebsten hätte ich ihm an Ort und Stelle seine dämliche Hackfresse poliert, aber Rache ist Blutwurst. Später, als wir wieder zu Hause waren, hab ich gewartet, bis meine Frau geschlafen hat, und bin zu den Nachbarn geschlichen. Da wir ja "gut befreundet" waren, wusste ich, dass die Kellertür nie abgeschlossen war. Dort unten war eine Werkstatt und mir kam die Idee, das über Jahre zusammengekaufte, unverschämt teure Werkzeug mit einer Heißklebepistole zusammenzukleben. Im nächsten Raum pinkelte ich in und über eine beachtliche Schuhsammlung. Das heißgeliebte Trekkingrad habe ich um die Schnellspanner erleichtert.
Dann wurde ich mutig und ging nach oben. Dort fand ich ein Handy, das ich mir "auslieh." Zum Abschluss habe ich den Kühlschrank vorgezogen, dahinter einen dunklen Kumpel abgeseilt und den Kühlschrank wieder zurückgeschoben. Belustigt und irgendwie befriedigt ging ich nach Hause. Am nächsten Tag wurde ich von Sodom und Gomorra geweckt. Die Nachbarin saß völlig aufgelöst und theatralisch heulend bei meiner Frau am Küchentisch. Meine Frau hatte natürlich keinen Schimmer, was los war. Später kam auch noch der Mann rüber, ähnlich fertig. Weil die Kellertür offen war, zahlt natürlich keine Versicherung, die Polizei hat ihn fast ausgelacht. Den Verlust des Handys hatte er noch gar nicht bemerkt. Später am Tag kam dann der Hammer. Aber nicht für ihn, sondern für mich. Denn wie sich später herausstellte, waren nicht alles Gerüchte.
Auf dem Handy fand ich Fotos von meiner Frau, in eindeutigen Posen. Außerdem einen Nachrichten-Verlauf, bei dem mir der Magen flau wurde. Die beiden waren wohl schon seit Längerem zugange, wenn ich arbeiten war. Ich habe sofort die Scheidung eingereicht, den Hausverkauf in die Wege geleitet, und bin ausgezogen. Auch die Geschichten über meine Tochter sind nicht ganz so weit hergeholt. Allem Anschein nach hat sie tatsächlich mehreren Jungs in der Schule den Larry gelutscht, weil sie in der Clique dazugehören wollte. Vor zwei Monaten wurde sie von einer Lehrerin erwischt und hat einen Schulverweis bekommen. Mittlerweile komme ich mir vor wie in einem Fellini-Film und bin froh, dass ich wieder in der Stadt wohne, wo die Nachbarn einen in Ruhe lassen und mich jeder, abgesehen von ein paar wenigen, engen Freunden, am Arsch lecken kann.