Studenten sind faul und wollen nicht arbeiten!

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Zorn Boshaftigkeit Vorurteile Studentenleben Stuttgart

Ich halte Studenten meist für faule Idioten. Zum einen glaube ich, dass ein Großteil nur studieren geht, weil sie keine Lust haben schon so jung zu arbeiten (sprich eine Berufsausbildung zu machen). Zum anderen muss ich sie immer auslachen, weil sie denken, dass sie schon so viel im Leben erreicht haben, obwohl sie mit Ende 20 immer noch zur Schule gehen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das oft Menschen sind, die im Erwachsenenalter noch keine Ahnung vom Leben haben und mit Burn-out und Depressionen zusammenbrechen, sobald sie in der Realität ankommen. Und am lausigsten sind jene Frauen, die bis 28 irgendwelchen Blödsinn studieren, um dann mit 30 Kinder zu gebären und nie wieder richtig in irgendeinen Beruf zurückzukehren.

Ich freue mich immer insgeheim, wenn ich dann auch noch mitbekomme, wie wenig viele Absolventen verdienen und wie lange sie ihre Studienkredite abzahlen müssen. Ich beichte zusätzlich, dass ich meine Kinder niemals bei einem Studium unterstützen und ihnen sogar noch Steine in den Weg legen werde. Meinen Segen und meine volle Unterstützung für ein Studium bekommen sie erst, nachdem sie etwas Vernünftiges gemacht haben, nämlich eine Berufsausbildung.

Beichthaus.com Beichte #00040002 vom 07.07.2017 um 17:15:07 Uhr in Stuttgart (16 Kommentare).

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Notfall-Termin beim Zahnarzt

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Ungerechtigkeit Dummheit Vorurteile Selbstsucht Gesundheit Arbeit Hamm

Ich (w/25) arbeite als Verwaltungsfachangestellte in einer Zahnarztpraxis. Ich liebe meinen Job, ohne Frage. Ich habe seit meiner Ausbildung darauf hingearbeitet. Aber manchmal, da bekomme ich echt eine riesige Wut. Es gibt Patienten, die meinen, sie könnten noch kurz vor Feierabend anrufen und sagen, sie hätten schon den ganzen Tag Zahnschmerzen. Diese Patienten wollen natürlich nicht warten. Sie wollen sofort dran kommen. Da Ärzte jemanden mit akuten Schmerzen nicht wegschicken dürfen, muss ich den Patienten kommen lassen. Dafür machen wir dann Überstunden. Wenn es arbeitende Patienten sind, kann ich es verstehen. Manche haben so bekloppte Jobs, dass sie vor Feierabend, selbst bei akuten Schmerzen, nicht weg dürfen. Aber es sind oft die Leute, die den ganzen Tag eh zu Hause sitzen und dann irgendwann merken, dass der Zahnarzt ja gleich schließt. Dann muss man sich ja mit dem Notdienst begnügen und es ist mühsam einen Notdienst zu finden, der auch nicht allzu weit weg ist. Notdienste sind auch dafür bekannt, dass sie die Schmerzen lindern, aber man muss ja dann trotzdem für eine vernünftige Behandlung zum Hauszahnarzt...

Am liebsten sind mir natürlich die Patienten, die anrufen und erzählen: "Mir ist vor vier Wochen ein Zahn abgebrochen und jetzt tut das weh." Diese Patienten wollen jetzt gleich behandelt werden. Wenn der Zahn vor vier Wochen abgebrochen ist, wieso bist du nicht dann schon zum Zahnarzt gegangen? Nein, da tat es ja noch nicht weh. Oder die Patienten, die sich OHNE anzurufen einfach zur Praxis begeben, und dann da vor einem stehen. Sie haben Schmerzen. Das muss jetzt gemacht werden. Hier eine kleine Beichte: Diese Patienten schicke ich meist weg und lasse sie eine Stunden später wieder kommen, auch wenn eigentlich gerade Zeit wäre. Es geht ums Prinzip. Oder noch etwas, ist mir heute Morgen in der Praxis passiert. Eine Patientin muss weit zur Arbeit fahren und will um 7:30 Uhr behandelt werden, da sie Schmerzen hat. Die Praxis öffnet um 8 Uhr. Um 7:30 Uhr sind die ZMFs gerade in der Praxis angekommen und machen die Zimmer Behandlungstauglich. Dass so etwas gemacht werden muss, versteht keiner. Die Stühle müssen vorbereitet werden! Das Ganze dauert nun mal.

Aber diese Patientin war der Ansicht, wir müssen unsere Arbeitszeit nach ihr richten. Nein, müssen wir nicht! Wir gehen unserer Arbeit nach! Das Gute ist, dass wir in solchen Fällen unseren Chef auf unserer Seite haben. Er verteidigt uns, wenn eine Patientin sich darüber auslässt, dass sie nicht direkt eingeladen wurde, wann sie es wollte. Dass sie eine halbe Stunde warten musste (da sie ohne Termin gekommen ist und ohne anzurufen). Sie hätten doch alle solche Schmerzen! Und am Schlimmsten sind die, die anrufen und sagen sie hätten akute Schmerzen und könnten nicht essen, haben nicht geschlafen und die Tabletten würden auch nicht mehr helfen. Diese Patienten haben oberste Priorität! Sie kommen in die für sie vorgesehenen Pufferzeiten! Und dann kommt einer von diesen Notfällen und im Behandlungszimmer stellt sich heraus: Der Typ hat überraschend frei bekommen und ihm tut gar nichts weh. Er musste nur mal wieder zur Kontrolle... Bei so etwas könnte ich ausrasten!

Ein Tipp an alle, die so etwas auch mal abziehen: Wir ZFMs und auch der Zahnarzt sind auch nur Menschen. Wenn ihr plötzlich freibekommt und sonst nicht zum Zahnarzt könnt, da die Arbeitszeiten sich überschneiden, sagt es einfach, Kontrollen bekommt man immer unter. Die dauern meistens 5-10 Minuten. Wenn überhaupt. Das ist kein Aufwand! Wenn ihr einen Termin habt und am Vortag feiern wart und euch deswegen nicht wohlfühlt, sagt es uns und sagt den Termin ab! Wir verstehen das! Wenn draußen super Wetter ist und ihr mitten am Tag oder nach eurem Feierabend einen Termin habt und ihr wollt lieber zum See gehen, statt beim Zahnarzt zu sitzen, könnt ihr es auch sagen! Wir würden auch lieber zum See als beim Zahnarzt zu sein. Wenn ihr euren Termin verpennt habt, dann ruft ruhig an und entschuldigt euch oder so etwas. Ich kann verstehen, dass das unangenehm ist, aber Fehler zu machen ist Menschlich! Ehrlichkeit ist so viel besser als einfach nicht zu kommen oder sich eine abenteuerlustige Geschichte auszudenken!

Wir sind Menschen, keine Sklaven. Wir sind wie ihr! Und das gilt nicht nur für zahnmedizinische Fachangestellte. Es geht um alle da draußen, die beim Arzt arbeiten oder irgendwo, wo man sonst noch Termine braucht. Behandelt uns menschlich! Nun ist es raus, aber irgendwie tut es mir immer wieder leid, dass ich mich so über diese Patienten aufrege und hiermit beichte ich das auch. Ich beichte, dass ich mich aufrege und diese Menschen dann etwas "fies" behandle. Ich lasse sie spüren, dass mir ihr Verhalten gegen den Strich geht - aber das zum Glück auch nur so lange, bis der Patient geht. Wenn er zum nächsten Termin kommt, bin ich wieder so freundlich wie es sich für eine Verwaltungsfachangestellte gehört.

Beichthaus.com Beichte #00040000 vom 07.07.2017 um 14:18:31 Uhr in Hamm (7 Kommentare).

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Der Traum von der Schauspielerei

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Hass Ungerechtigkeit Selbstsucht Familie

Ich (w/28) möchte beichten, dass ich nicht auf die Hochzeit meines Vaters gegangen bin. Ich bin nicht erschienen und habe nicht abgesagt. Eigentlich sollte es "die Versöhnung" werden. Mit der neuen Frau habe ich schon vor paar Monaten gesprochen (sie sind seit 2014 zusammen). Aber ich kann meinen Eltern und besonders meinem Dad nicht verzeihen. Sie haben meinen Traum zerstört. Ich ging früher auf eine der besten Schauspielschulen in Deutschland. Ich war dort eine der Besten. Seit ich klein war, wollte ich Synchronsprecherin werden. Ich war so kurz davor. Die Schule war sehr teuer; aber mein Vater hat viel Geld.

Jedoch trennte sich meine Mum Anfang 2005 von ihm für ihre Jugendliebe (ein hoch verschuldeter Mann, der viel Alkohol trank). Mein Vater wollte es ihr heimzahlen und machte ihr nur noch Ärger. Er stellte jegliche Zahlungen für meine Schule ein. Ich musste gehen und mir eine normale Ausbildung suchen. Meiner Mutter war das auch wichtig. Nicht einmal zu Castings hat sie mich gelassen... Nein, ich sollte nun Geld verdienen. Es gab damals keine andere Möglichkeit. Seine Wut auf meine Mutter war ihm wichtiger als mein Traum. Nun heiratete er wieder. Er hat sogar meine Mum und ihren neuen Freund (nicht die Jugendliebe, sondern ein Neuer) eingeladen. Aber ich kann ihnen auch Jahre später nicht verzeihen. Ich arbeite im Büro und jeden Morgen denke ich darüber nach, wie gerne ich Synchronsprecherin/Schauspielerin geworden wäre. Es tut mir leid. Nach 12 Jahren hätte ich mich endlich versöhnen können, aber es geht nicht.

Beichthaus.com Beichte #00039992 vom 06.07.2017 um 03:59:28 Uhr (52 Kommentare).

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Mutter weiß nichts von meiner polyamourösen Beziehung

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Feigheit Lügen Fetisch Mannheim

Seit einigen Monaten bin ich glücklich in einer Beziehung mit einem verheirateten Paar. Wir führen eine polyamore Beziehung zu dritt. Am liebsten würde ich es vor Freude in die Welt hinaus rufen. Meine Freunde wissen Bescheid, sogar einige Kollegen bei der Arbeit. Manche meiner Bekannten sagen, ich würde so strahlen in letzter Zeit. Das heißt, die nicht Eingeweihten in meinem Bekanntenkreis ahnen auch etwas. Leider bringe ich es einfach nicht fertig, meiner Mutter von meiner Beziehung zu erzählen. Ihr gegenüber spreche ich einfach nur von meinen guten Freunden. Ich bringe es nicht übers Herz ihr die Wahrheit zu sagen, weil ich befürchte, dass sie kein Verständnis für diese ungewöhnliche Beziehungsform hat.

Beichthaus.com Beichte #00039979 vom 02.07.2017 um 21:15:36 Uhr in Mannheim (Waldhofstraße) (46 Kommentare).

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Das tote Kind meiner Schwester

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Verzweiflung Engherzigkeit Familie Schwangerschaft Erfurt

Ich habe soeben erfahren, dass meine hochschwangere Schwester ihr Kind verloren hat. Wir stehen uns eigentlich sehr nah, jedoch hatten wir in letzter Zeit wenig Kontakt, da ich in einer anderen Stadt wohne. Ich bin nicht sonderlich gut darin Gefühle zu zeigen oder mich für andere zu freuen. Als sie freudestrahlend der Familie mitteilte, dass sie schwanger sei, meinte ich nur scherzend: "Das glaube ich erst, wenn ich es sehe." Ich habe mich nicht sonderlich für das Kind interessiert. Die Röntgenfotos sahen alle fast gleich aus und der ewige Babysmalltalk war nervig. Ich dachte, dass es cool sei ein Onkel von einer kleinen Nichte zu sein, aber mit einem Baby konnte ich nichts anfangen. Ich bot ihr trotzdem meine Hilfe an, die sie aber nie benötigte.

Jetzt habe ich Feierabend und sitze hier alleine in meiner Wohnung. Meine Eltern sind bei ihr und haben es mir telefonisch mitgeteilt. Es ergäbe keinen Sinn, wenn ich jetzt auch hinfahre, da sie erst mal alleine sein möchte.Ich fühle mich schrecklich das ich ihr Schwangerschaftsglück so kühl erwidert habe und nun alles vorbei ist. Gesetzlich ist es vorgeschrieben, dass das Kind geborgen und anständig beerdigt werden muss. Ich weiß, dass meine sehr emotionale Schwester das Ganze nicht ohne tiefe psychische Wunden überstehen wird und habe Angst davor, dass sie ein Wrack wird. Ich schäme mich für meine Dummheit und Ignoranz. Und hasse mich für meine Machtlosigkeit.

Beichthaus.com Beichte #00039971 vom 30.06.2017 um 17:50:16 Uhr in Erfurt (10 Kommentare).

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