Ossi im Schwabenland

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Zwietracht Vorurteile Hass Neid

Ich möchte beichten, dass ich (w/27) mich über den Schaden einer langjährigen Freundin sehr gefreut habe! Wir sind seit über 15 Jahren befreundet, obwohl man das inzwischen wohl nicht mehr so nennen kann. Als wir uns kennenlernten, war ich frisch aus Ostdeutschland ins Schwabenland gezogen, in eines der wenigen streng katholischen Dörfer dort (Schwaben sind ja eher evangelisch). Wie auch immer, mein Selbstbewusstsein war sehr angeknackst, so war ich froh, dass ich jemanden kennenlernte, der sich überhaupt mit mir beschäftigte, denn der Ruf ein Ossi zu sein hing wie eine schwarze Wolke über mir. Ich wurde in der Grundschule wie ein Ausländer behandelt, den man auch noch diskriminieren durfte, gerade weil ich in den Augen dieser Saubermänner beides war: Ausländerin und Deutsche. Also war ich froh um jede Zuwendung und merkte nicht, wie sie mich eigentlich nur benutzte und ebenfalls nicht leiden konnte. Sie hatte am selben Tag Geburtstag wie ich und von da an mussten wir immer zusammen feiern, weil sie sonst alle meine Freunde auch zu sich einlud und ich alleine dagestanden hätte. Und sie war beliebter und mit den Einladungen zuerst dran, also hatte ich nie eine Chance. Außerdem machte sie jahrelang blöde Kommentare darüber, dass ich Einzelkind bin, wofür ich ja nun wirklich nichts kann. Sie selbst kommt aus einer katholischen Sauberfamilie mit 4 Kindern, im Dorf hoch angesehen. Sie meinte, man merke ja schon, dass ich Einzelkind bin, weil ich angeblich so selbstsüchtig sei. Jahrelang redete sie mir das ein. Ich gab immer brav nach und hoffte, dass sie mich irgendwann doch nett finden würde. Dazu kam noch, dass niemand wusste, dass ich zu Hause ab meinem 11. Lebensjahr sexuell missbraucht wurde. Niemandem konnte ich das erzählen und meine Freundinnen wissen bis heute nichts darüber. Mein Selbstbewusstsein war am Boden und diese eine Freundin stocherte immer weiter darin herum.


Vor ein paar Jahren kam dann die Krönung: Ich bin lesbisch, ob das jetzt am Missbrauch lag oder nicht, keine Ahnung, auf jeden Fall ist es jetzt so und ich lebe recht glücklich damit. Dann erzählte ich es meinen Freundinnen und ihr einziger Kommentar dazu: Also meine Eltern würden das ja nie erlauben! Heute kann ich darüber lachen, wie viel Dummheit und Ignoranz in einem Satz stecken kann. Letztes Jahr dann passierte es. Sie hatte eine 8-jährige Beziehung mit einem "Mann aus gutem Hause", den sie total anhimmelte und auch heiraten wollte. Als sie gerade ein paar Monate in China arbeitete und gerne länger geblieben wäre, nötigte er sie dazu dort wegzuziehen, weil er sie wieder bei sich haben wollte. Ein paar Monate später verließ er sie für eine rassige Brasilianerin und sie blieb zurück: Single, kein Job mehr in China, ja sogar arbeitslos in Deutschland. Ich muss sagen, dass freute mich sehr und es war eine Genugtuung. Sie musste wieder zu ihren Eltern ziehen und ihr Sauberimage als erfolgreiche junge Frau war dahin. Es kam auch heraus, dass er sie für dumm hält (naja, sie ist nicht dumm, aber eine Leuchte auch nicht gerade) und wohl dazu gebracht haben soll Fachzeitschriften zu lesen, damit er sich mit ihr unterhalten kann. Inzwischen hat sie wieder einen Job, aber nicht zu vergleichen mit dem davor. Und nur 6 Wochen, nachdem mit ihrem tollen Freund Schluss war, hatte sie einen neuen. Aber so wie es aussieht, wird das in einer Katastrophe enden, denn sie ist noch nicht über ihren anderen hinweg, weil sie ständig rumheult und gleichzeitig betont wie sehr sie doch über ihren Ex hinweg ist. Einziger Wehrmutstropfen: Bei meinen anderen Freundinnen muss ich mitspielen und sagen, wie Leid es mir für sie tut. Aber insgeheim freue ich mich. Bitte vergebt mir!

Beichthaus.com Beichte #00029802 vom 16.02.2012 um 10:51:32 Uhr (25 Kommentare).

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Die Schwedin und das Hostel in Neuseeland

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Trunksucht Ekel Unreinlichkeit Urlaub Last Night Neuseeland

Ich (m) möchte etwas beichten, was schon gut ein Jahr zurückliegt und mein mit Abstand peinlichstes Ereignis in meinem 21-jährigen Leben beinhaltet. Ich habe nach dem Abi das Vergnügen gehabt, vor dem Studium, meinen Traum einer 6-monatigen Auslandsreise nach Neuseeland zu verwirklichen. Der vierte Monat war angebrochen und ich hatte zuvor sechs Wochen harte Drecksarbeit geleistet, um die Kasse wieder etwas aufzufüllen und machte mir nun ein schönes Leben, verprasste das Geld und genoss die Zeit. Jedenfalls befand ich mich an jenem Tag in einem Hostel in Auckland, in dem ich schon zwei Wochen verweilte und wachte vom Klingeln meines Handyweckers auf. Es war 9:45 Uhr morgens und ich hatte am Abend gut gefeiert, anscheinend zu gut. Mein Kopf dröhnte und ich hatte einen ekligen Geschmack aus Alkohol und Zigaretten im Mund, kurz gesagt: ich hatte den Kater meines Lebens. So fertig war ich am Tag danach noch nie und ich musste wohl ziemlich viel getrunken haben. Wilde Tanz- und Kussszenen mit dem Mädel im Bett gegenüber schossen mir durch den Kopf und ich musste grinsen. So lässt es sich leben.


Sie war Schwedin und hatte ein hübsches Gesicht, kleine straffe Brüste, die üppig abstanden, mit Nippeln, die einen sehr einladend anschauten (in Fachkreisen auch "Schlitten-Titten" genannt). Zwischen uns knisterte es schon seit ich im Hostel angekommen war und wir verstanden uns blendend - wir hatten sogar Pläne geschmiedet zusammen weiter zu reisen. Sie sah so unschuldig aus, war aber alles andere als das. Was für eine geile Sau. So sehr ich mich jedoch anstrengte, ich konnte den Abend nicht vollständig rekonstruieren und wusste nicht mehr, wie ich ins Bett gekommen bin.


Warum klingelte der Wecker? Ahja, um 10 Uhr ist Checkout-time und ich wollte noch eine weitere Woche bleiben und musste meinen Aufenthalt verlängern. Schlaftrunken stand ich auf und ging ins Bad, um mir die Zähne zu putzen und dachte mir noch "Hast aber gut geschwitzt in der Nacht!". Ich war in einem 4-Bett-Zimmer mit zwei Hochbetten. Der Typ im Bett unter mir steht jeden Morgen um 5:30 Uhr auf und geht zur Arbeit, er war also nicht da und die Schwedin war ebenfalls nicht im Zimmer - wahrscheinlich frühstücken - und der Typ unter ihr schlief noch tief und fest. Als ich von der Rezeption wieder kam und auf mein Bett klettern wollte, sah ich das Unglück: jeweils einen großen, nassen Kreis in meinem Bett und im Bett unter mir. Ich hatte ins Bett gepinkelt. Mich packte die Panik und ich wollte nur noch aus diesem Alptraum aufwachen, musste aber geschockt feststellen, dass das kein Traum war, sondern dass ich gerade wirklich mit 20 Jahren in einem Hostel ins Bett gemacht habe. Geht es noch peinlicher? Ich wollte nur noch sterben. Ich stand wie versteinert da und überlegte was ich tun sollte.


Nun zu meiner Beichte: ich ging zum Waschraum und nahm zwei frische Bettbezüge, ging zurück ins Zimmer und zog beide Betten ab, drehte die Matratzen um, bezog sie neu und brachte die nassen Bezüge zum Wäschekorb. Danach packte ich alle meine Sachen in Rekordzeit, ging zur Rezeption und versuchte mit irgendwelchen Ausreden mein Geld für die bezahlte Woche wieder zu bekommen, was auch klappte. Als das geschafft war, nahm ich ein Taxi ans andere Ende der Stadt und checkte in ein Hostel ein, um zu duschen und erst mal wieder runter zu kommen. Das Zimmer muss nach ein paar Tagen stark nach Urin gestunken haben und mir tun die unwissenden Menschen Leid, die in den beiden Betten schlafen mussten, bis irgendwann die Ursache für den Gestank rauskam. Aber mir war das so peinlich, dass ich mir sogar eine neue SIM-Karte fürs Handy kaufte, um mir Fragen nach meinem plötzlichen Verschwinden zu ersparen. Ich will mir gar nicht erst die Reaktionen auf dieses Missgeschick ausmalen.


Jetzt, ein Jahr später, bereue ich zutiefst einfach so weg gerannt zu sein. Sie war meine absolute Traumfrau und ich vermisse sie sehr. Sollte es so etwas wie Seelenverwandte geben, dann war sie meine. Ich habe bis heute vergeblich versucht die ganze Sache zu verdrängen, aber wenn ich abends versuche einzuschlafen, muss ich manchmal daran zurückdenken und werde vor Scham ganz rot und vergrabe mein Gesicht im Kissen. Ich hoffe ich kann irgendwann mal drüber lachen. Ich gelobe übrigens Besserung und habe danach nie mehr wieder so viel Alkohol getrunken und gehe nun jedes Mal vorm Schlafengehen brav aufs Töpfchen. Oh man, wie peinlich. Und das mit 21.


PS: Zum Glück ist der Typ unter mir schon um 5:30 Uhr aufgestanden und ich habe nicht ihn sondern nur sein Bett angepinkelt. Oder was noch schlimmer wäre: wenn sie unter mir geschlafen hätte und durch das Tröpfeln meines Weihwassers geweckt worden wäre. Oh Gott, ich hör lieber auf.

Beichthaus.com Beichte #00029786 vom 07.02.2012 um 12:27:56 Uhr in Neuseeland (Auckland) (12 Kommentare).

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“Beichte

Ich hasse Berlin!

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Hass Vorurteile Engherzigkeit Gesellschaft Berlin

Ich hasse Berlin!
Seit Februar 2011 wohne ich aus beruflichen Gründen in Berlin. Der Job ist eigentlich ganz gut. Aber ich verachte inzwischen die arroganten Berliner, egal ob zugezogen oder gebürtig. Jeder Berliner hat grundsätzlich Recht und alle Wessis erstmal nicht. Fehler machen ausschließlich die anderen, daran gibt es in deren Augen keinen Zweifel. Ich habe viel mit Menschen zu tun, aber ich habe noch keine Ausnahme getroffen. Erschreckend! Auch haben die Berliner immer noch die Mauer in den Köpfen. Es gibt Kunden, die nicht bei mir kaufen würden, wenn ich Ossi wäre – und umgekehrt. Auch gibt es Exemplare, die gar nicht in den Ost- oder Westteil Berlins fahren oder gehen und sich einfach weigern. Da sind Leute dabei, die nicht verstehen, wieso man nach Pankow oder Charlottenburg zieht. Tja, aber die Berliner sind ja so multikulti, so weltoffen, so vorurteilsfrei. Hallo? Die Mauer ist seit 23 Jahren verschwunden!

Ich habe sogar Personen getroffen, die stolz darauf sind, damals für die Stasi gearbeitet zu haben. Oder zumindest deren Ehepartner. Unfassbar. Jedenfalls erklärt sich damit, warum so viele Berliner so gerne bei Ämtern, Obrigkeiten und Chefs petzen gehen. Wie oft ich schon den Kopf deswegen schütteln musste. Ich kann es nicht beziffern. Mein Hausmeister sagte mir als erstes nach meinem Einzug: Erwarte von den Berlinern nicht zu viel. Damals habe ich gedacht, was er wohl für ein frustrierter Mensch sein mag. Tja, er hat absolut Recht. Die Berliner sind meist nur Blender und Schaumschläger. Es wird viel geredet und versprochen, was man könne und machen werde. Ist es dann soweit und fordert die Taten der voluminösen Worte ein, platzen die Luftblasen schneller als man blinzeln kann. Erbärmlich. In meiner Heimat sagt man: In Westfalen gilt sein Wort. Dort habe ich schon teure Premiumprodukte per Handschlag verkauft und jedes einzelne wurde pünktlich bezahlt. In Berlin werden 10 bis 15 Prozent der Aufträge storniert. Soviel dazu.

Sie bilden sich tatsächlich ein, in der tollsten Stadt der Welt zu leben und blenden die offensichtlichen Probleme und Missstände, die in Berlin existieren, vollkommen aus. Die extrem hohe Arbeitslosenquote und die mit sich bringenden Probleme an Gewalt- und Aggressionspotential. Man kann ja nicht mal mehr tagsüber in Sicherheit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, ohne von Betrunkenen, Asozialen, Obdachlosen, Bettlern und Jugendlichen angebettelt oder angepöbelt zu werden. Auch die Fußgängerbereiche rund um die Stationen und Bahnhöfe sind einfach nur furchtbar. Allein auf dem Weg vom S- und U-Bahnhof Friedrichstraße bis zur Nobel-Meile Unter den Linden wird man an guten Tagen von mindestens fünf Bettlern der Osteuropa-Mafia, von obdachlosen Verkäufern von Straßenmagazinen oder aufdringlichen Promotion-Teams, die sich einem frech in den Weg stellen, aufgehalten und belästigt. Durch diesen notwendigen Slalom-Lauf verlängert sich der Weg von 200 Metern ganz erheblich.

Von vielen Berlinern habe ich den Eindruck, dass sie entweder nur faul oder blöd sind. In vielen Fällen sind sie beides. Der Staat zahlt ja schön Hartz IV und man kann ja ganz gut leben. Deswegen ist in Berlin die Hartz IV-Quote auch doppelt so hoch, wie im Bundesdurchschnitt. Was man hier für asoziale Figuren trifft. In Hamburg ist das im Vergleich definitiv nicht so. Hinzu kommt, dass der Berliner Dialekt oder Slang auch noch unglaublich doof klingt und die Berliner eben dumm wirken lässt. Einigen von denen scheint es selbst auch schon aufgefallen zu sein, dass sie bemüht versuchen Hochdeutsch zu sprechen. Das ist traurig, aber wahr. Nur wenige schaffen es erfolgreich diesen Slang abzulegen.

Widerlich ist auch die extreme Verbreitung von Tattoos und Piercings bei jungen Leuten. Kaum einer, egal ob Männlein oder Weiblein, ist nicht zugehackt und gelöchtert. Weil es ja so cool und so schön ist. Habt ihr mal daran gedacht, dass der Mist im Alter einfach nur noch peinlich, billig und schäbig aussehen wird? Im Fitnessstudio bin ich als jemand, der keine Tätowierungen oder Piercings hat, ein absoluter Exot. Ach ja, ins Solarium gehe ich auch nicht. Hier scheint auch so selten die Sonne in Berlin. Trotzdem sieht man so viele Brathähnchen auf den Straßen.

Warum haben eigentlich alle jungen Männer bis 30 Jahre fast kahlrasierte Schädel. Soll das besonders männlich wirken? Blöd, dass viele einfach dumm aussehen mit Ihren noch sichtbareren Segelohren und Eierköpfen. Und warum müssen fast alle jungen Frauen bis 30 Jahre gefärbte Haare haben? Entweder ganz blond oder pechschwarz. Diese Färbungen sind übrigens die, bei denen man die Unnatürlichkeit sofort und schon aus der Ferne erkennen kann. Langweilig und billig. Auch der extrem verbreitete Tussi-Style mit langen, bunten und gemusterten Fingernägeln, hautengen Klamotten (auch bei Übergewicht!! Bäh!) und Schminke wie Kriegsbemalung ist doch einfach nur abstoßend und nicht sexy. Wie heißt es von offizieller Seite? Berlin arm, aber sexy! Wenigstens mit dem ersten Teil der Aussage hat der regierende (homosexuelle und Party-)Oberbürgermeister recht. Die Berliner lieben ihn. Obwohl er seit Beginn seiner Amtszeit 6.000 Polizisten eingespart hat und somit für die gefährlichen und gesetzlosen Zustände auf den Straßen unserer Hauptstadt verantwortlich ist. Unverständlich. Das zeigt einfach nur wie engstirnig und oberflächlich das Volk hier ist. Ich kann es als weltoffener und selbständig denkender Mensch nicht nachvollziehen.

Auch halten die Berliner nix von Pünktlichkeit. Weder privat noch beruflich. Dann beschweren sie sich aber noch, dass man bei ihrer 1,5-stündigen Verspätung keine Zeit mehr für sie hat. Vielleicht sollte ich lernen, dass sich jeder Berliner für den wichtigsten Menschen der Welt hält! (Ironie!) Die Straßen hier in Berlin sind allesamt, auch in den besten Gegenden, so schlecht, löchrig, wellig und ruiniert, dass ich manchmal Angst um mein sportliches und kultiges Auto habe. Vermutlich würde es deswegen in ein paar Jahren auseinander fallen. Außerdem ist es hier eine extrem gefährliche Unsitte, überall in zweiter Reihe zu parken. Die Leute sind einfach zu faul, sich eine Parklücke zu suchen oder zu blöd darein zu kommen. Ich vermute letzteres. Nervig ist das ständige Ausweichen und man muss eigentlich immer auf der linken Spur fahren, was natürlich die Staugefahr extrem erhöht. Wieder so ein eigenverschuldetes Ego-Problem der Berliner.

Was nutzen denn einem die hippen Clubs und Restaurants? Die obercoolen Veranstaltungen für die Prominenz und die, die sich in dessen Schatten ergötzen und scheinen möchten. Solche scheinheiligen Blender eben. Die Szene hier (beispielsweise in Kreuzberg oder Friedrichshain) ist ja so stolz auf ihren alternativen Anstrich. In manchen Clubs oder Konzert-Räumlichkeiten lässt sich der Ekel kaum beschreiben! Alles dreckig, vollgeschmiert und vollgesprayt, mit dämlichen Aufklebern zugepflastert, dass man die ursprüngliche Wandfarbe nur noch raten kann. Die sanitären Einrichtungen sind dann logischerweise nur noch gesundheitsgefährdend. Abartig. Ich weiß absolut nicht, was daran cool sein soll. Wohnen die regelmäßigen Besucher dieser Szene-Lokale auch zu Hause unter diesen Umständen? Das würde mancherorts in der Tat den desolaten Zustand der Gebäude erklären. Traurig.

ABER: Ich bin trotzdem glücklich! Ab April wohne ich wieder in meiner alten, westfälischen Heimat (kein Dorf), wo die Straßen sauber, sicherer und überwiegend im guten Zustand sind. Wo man sich auf die meisten Aussagen seiner Mitmenschen verlassen kann, wo man nur wenige Minuten fahren muss, um ins Grüne zu kommen. Und damit meine ich nicht diese Pseudostadtparks wie hier in Berlin, wo man hinter jedem Busch einen verendeten Junkie vermuten muss. Zwar gibt es dort weniger Clubs und Restaurants, in die man jedoch bedenkenlos reingehen kann. Meine Freude konnte ich gar nicht in Worte fassen, als mir mein zukünftiger Chef Ende Januar die Jobzusage gab und damit der Startschuss für meinen Wegzug aus Berlin fiel.

BERLIN: Einmal und nie wieder! Ich wünsche Dir alles erdenklich Schlechte. Du hast es Dir verdient! Hoffentlich erstickst Du in Deinem Dreck und Deinem Smog! Die Umzüge haben mich leider viel Geld gekostet. Aber egal. Ob John F. Kennedy heute immer noch sagen würde: Ich bin ein Berliner? Wohl kaum!

BERLIN. Ich hasse Dich!

Beichthaus.com Beichte #00029780 vom 06.02.2012 um 14:29:53 Uhr in 10117 Berlin (Friedrichstraße) (97 Kommentare).

Gebeichtet von Trigger77 aus Neuenkirchen
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Wand an Wand

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Neugier Morallosigkeit Familie

Ich (m/21) wohne noch zu Hause bei meinen Eltern. Aufgrund meines Studiums kann ich mir momentan keine Wohnung leisten. Mein Zimmer ist im Erdgeschoss. Mein ein Jahr jüngerer Bruder wohnt auch noch hier. Nicht mehr lange, denn mein Vater hat gedroht ihn rauszuschmeißen. Er ist zu faul, um sich eine Wohnung zu suchen. Geld genug hat er. Nun zu meiner Beichte: Unsere beiden Zimmer liegen Wand an Wand. Das Kabel meines Receivers zur Antenne läuft durch ein Loch in meiner Wand durch sein Zimmer und dann an der Hauswand entlang nach oben. Somit bekomme ich relativ viel mit, was in seinem Zimmer passiert. Er weiß davon nix, da das Kabel unter seinem Bett rauskommt und in der nächsten Wand wieder verschwindet. Jedenfalls übernachtet seine Freundin recht häufig hier. Und sagen wir es mal so: Sie sind durchaus sehr aktiv was den Matratzensport angeht. Ich muss mir das Gestöhne dann oft anhören, wenn ich abends einschlafen will. Manchmal ist es ganz lustig, vor allem wenn sie sich länger nicht gesehen haben und deswegen umso aktiver sind. Ich habe mich mittlerweile daran gewöhnt. Unser Haus ist ansonsten sehr schallundurchlässig, weswegen mein Bruder wohl denkt er könne schreien bis der Arzt kommt. Seine Freundin mit eingeschlossen. Ein paar Kumpels, die nach einer Tour um die Häuser am Wochenende bei mir ab und an übernachten, finden das Ganze jedoch total spannend und lustig. Manchmal knobeln sie sogar, wer auf meiner Couch übernachten darf. Ich beichte also hiermit, dass ich über die sexuelle Aktivität meines Bruders und seiner Freundin bestens Bescheid weiß - und der ein oder andere Kumpel von mir auch. Ich glaube, ich werde die Sache mit dem Loch in der Wand weiterhin für mich behalten. Würde er es wissen, er wurde mich hassen. Aber spätestens wenn er auszieht, wird er es bemerken. Da dies jedoch nicht sehr bald passieren wird, werde ich wohl noch oft das Gejaule aus dem Nebenzimmer mitanhören müssen. Meine Kumpels werden sich freuen.

Beichthaus.com Beichte #00029764 vom 01.02.2012 um 13:29:59 Uhr (17 Kommentare).

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“Beichte

Der Langeweile ein Ende gesetzt

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Dummheit Trunksucht Waghalsigkeit Sex Last Night Berlin

Ich (w/17) habe mich und eine gute Freundin vor drei Jahren wiederholt in Gefahr gebracht. Wir hatten mal wieder ordentlich getankt mit Substanzen, die unserem Alter nicht entsprachen. Wir hielten uns am Bahnhof Zoo in Berlin vor einer bekannten Fast-Food-Kette auf und wussten recht wenig mit uns anzufangen. Es dauerte auch nicht lange und unserer Langeweile wurde ein Ende gesetzt. Wir wurden von zwei südländisch aussehenden Männern (zwischen 23-25) ziemlich anzüglich angesprochen. Wegen unseres geistigen Zustandes und da wir eh nicht wussten, wo wir die Nacht verbringen sollten (nach Hause konnten wir so nicht), stiegen wir bereitwillig in einen schwarzen BMW. Wissentlich, wohin die Fahrt führen würde. Aus dem versprochenen Hotelzimmer wurde allerdings eine mit Doppelstockbetten und Gemeinschaftsduschen ausgestattete Jugendherberge. Auf dem Weg kauften die zwei netten Herren uns je eine Wodka-Flasche, um die Stimmung zu halten. Während die Zwei eincheckten überkamen uns dann doch leichte Zweifel an der Seriosität unserer Begleiter. Wir sprinteten zu einem naheliegenden U-Bahnhof. Tragischerweise fand kein U-Bahnverkehr mehr so spät statt. Nach kurzem Abwägen unserer doch sehr beschränkten Möglichkeiten, zogen wir das Jugendherbergezimmer der Straße vor. Dort angelangt freuten sich unsere Begleiter ihre Investition doch nicht umsonst getätigt zu haben. Wir kamen auch relativ schnell zur Sache. So kam es auch nach kurzer Zeit zum Verkehr zwischen mir und meinem Partner, wobei ich es als unangenehm empfand die entstehende Geräuschkulisse mit den anderen beiden zu teilen. Darum überredete ich ihn kurzerhand mit mir die Gemeinschaftsdusche auf dem Flur aufzusuchen und lies somit meine Freundin mit dem Anderen allein. Nach geschätzten 15 Minuten unter der Dusche fiel meinem Begleiter ein, dass er den Verkehr doch sehr gerne ohne Kondom weiterführen würde, was ich strikt aus Angst vor einer Schwangerschaft ablehnte. Woraufhin ihm die glorreiche Idee ereilte das Loch zu wechseln. Da ich mich weigerte sein Gemächt in den Mund zu nehmen, blieb nicht mehr viel Auswahl. Ich möchte hiermit beichten, dass ich mit 14 Jahren unter einer dreckigen Jugendherbergedusche ungeschützten Analverkehr hatte, während ein wildfremder Typ im Nebenzimmer alles mit meiner Freundin machen konnte, ohne dass ich darauf Einfluss gehabt hätte. Ich habe mich vor einem halben Jahr endlich zu einem HIV-Test durchringen können, der glücklicherweise negativ ausgefallen ist, obwohl dies nicht das einzige Ereignis dieser Art gewesen ist.

Beichthaus.com Beichte #00029761 vom 31.01.2012 um 21:21:45 Uhr in Berlin (Hotel Bärlin, Scharnweberstraße 17-20) (41 Kommentare).

Gebeichtet von missi aus celle
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