Was bei einem Bewerbungsgespräch alles schiefgehen kann

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Peinlichkeit Verzweiflung Peinlichkeit Angermünde

Ich hatte heute ein wichtiges Bewerbungsgespräch bei einer renommierten Firma. Pünktlich, wie ich nun mal bin, war ich bereits 15 Minuten vorher da und wurde von einer Sekretärin in den Besprechungsraum gerufen, mit der Aussage, der Chef würde in zehn Minuten nachkommen. Ich solle doch so lange warten. Dann habe ich mich schon einmal hingesetzt und habe es mir einigermaßen gemütlich gemacht. Wahrscheinlich habe ich mich etwas zu wohl gefühlt, denn in der Hoffnung, der Chef würde erst in zehn Minuten eintreffen, ließ ich genüsslich einen fahren. Es war bestialisch. Zu meinem Glück brauchte der Chef, statt den angekündigten zehn Minuten nur zwei, weshalb der Raum bei seinem Eintreffen noch immer vollkommen abartig roch. Das bemerkte auch er sehr schnell, sparte sich aber einen Kommentar, sondern machte nur alle Fenster auf. Das Gespräch verlief dann recht gut, doch ich war am Schwitzen wie ein Schwein, weshalb mein weißes Hemd klatschnass an meiner Haut klebte. Ich hätte im Boden versinken können.


Doch das sollte noch nicht genug sein. Nach dem kurzen Gespräch machte ich mich wieder auf den Weg und setzte mich in mein Auto. Doch als ich grade losfahren wollte, gab mein Auto den Geist auf und ich blieb mitten auf dem Firmenparkplatz liegen. Super. Da viele Büroräume mit Fenstern Richtung Parkplatz ausgestattet waren, sah ich mich von einigen Augenpaaren beäugt, die sich ein mitleidiges Lächeln nicht verkneifen konnten. Ich wartete geschlagene anderthalb Stunden auf einen gewissen Pannenhelfer mit einem gelben Auto. Dass dieser erst mal zu einer komplett falschen Adresse in einem anderen Ort gefahren war, passte ja zu meinem Glückstag. Meine Aufenthaltsadresse konnte in seinem Navigationssystem nicht gefunden werden, weshalb ich 800 Meter zur nächsten Kreuzung laufen durfte, um dort eine Adresse abzulesen. Das Ende vom Lied war, dass ich vor allen Augen - mit klatschnassem Hemd - vom Parkplatz abgeschleppt und mit mitleidigen Winken verabschiedet wurde, nachdem ich anderthalb Stunden verloren auf dem Parkplatz gewartet hatte. Jetzt mache Ich mir erstmal ein Bierchen auf. Oder 12.

Beichthaus.com Beichte #00035533 vom 22.04.2015 um 20:54:39 Uhr in Angermünde (11 Kommentare).

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Mein Kollege und die Flüchtlingsdebatte

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Hass Aggression Dummheit Kollegen

Ich bin Maurermeister. Als wir die Tage während der Mittagspause auf der Baustelle Nachrichten gehört haben, war natürlich die Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer eines der Hauptthemen. Einer von den Hilfsarbeitern (52), ehemaliger Sonderschüler und wirklich dumm wie ein Stück Brot, sagte dann: "Finde ich gut, gibts ein paar weniger von denen, die zu uns wollen." Ich habe eine Wut verspürt, ich kann es euch gar nicht beschreiben. Ich bin ein Mensch, der Gewalt ablehnt und lediglich mit dem Mundwerk schlagfertig ist. Aber ich habe mir eine Antwort gespart. Bei dem ist eh Hopfen und Malz verloren. Am Abend habe ich mir die Boxhandschuhe meines Sohnes und dessen Boxsack ausgeliehen und mir beim Hauen vorgestellt, es sei die Visage dieses Typen. Ich beichte, dass ich diesen Menschen seit dieser Aussage definitiv für ein nutzloses Stück Dreck halte - und das ist der bisher erste und einzige Mensch in meinem Leben, bei dem es mir so geht. Bei der Arbeit nur Probleme, verhaltensgestört, von einer Dummheit, die mich daran zweifeln lässt, dass dieses Exemplar der Gattung Mensch angehört, unsympathisch. Aber demnächst muss er die Firma vermutlich eh verlassen.

Beichthaus.com Beichte #00035530 vom 22.04.2015 um 19:08:44 Uhr (31 Kommentare).

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Der Traummann aus dem Supermarkt

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Verzweiflung Begehrlichkeit Missbrauch Lügen Partnerschaft

Mein Freund und ich hatten ein erfülltes Liebesleben, in dem ich mich begehrt fühlte und ihm meine geheimsten Wünsche mitteilen konnte. Die Intensität und Leidenschaftlichkeit hat aber rapide abgenommen, seitdem ich im siebten Monat mit unseren Sohn schwanger war. Jetzt ist unser Sohn fünf Monate alt und der Beischlaf läuft immer nach dem gleichen, fantasielosen Muster ab. Wehe, ich äußere mal einen Wunsch wie: "Küsse meinen Hals" oder ähnlich Unverfängliches, denn dann versagt sofort seine Manneskraft und das Unterfangen wird abgebrochen. Ich bin frustriert und traurig. Ich habe schon mehrere Male mit ihm drüber gesprochen und er hat dann jedes Mal gesagt, es wird wieder besser, aber das ist es bisher nicht. Letztens, als er dann von einer Reise kam, fragte ich ihn, ob er sich etwas Erotisches im Internet reingezogen hätte. Er verneinte und sagte, ich solle ihm glauben und vertrauen. Als ich dann etwas völlig anderes an unserem Tablet machen wollte, bekam ich bei der Suchmaschine plötzlich viele Vorschläge für Seiten die sich nur ums Kopulieren drehen. Zu meinem Entsetzen waren die Damen, nach denen er suchte, das Gegenteil meiner Äußerlichkeit.

Ich war tief verletzt und fühlte mich billig, als er versuchte, mit mir zu verkehren. Letztendlich hat er mich so lange bedrängt, bis ich nachgab, obwohl ich öfters deutlich gesagt habe, dass ich das nicht möchte. Die Art und Weise wie er versucht hat, zu seinem Ziel zu kommen, war auch alles andere als romantisch. Er hat mir einfach die Beine auseinandergedrückt und mich festgehalten. Als ich meinte: "Küss mich wenigstens", antwortete er: "Wenn ich dich küsse, bekomme ich dann was ich will?" Ich hatte den Eindruck, dass er sich nach sieben Tagen Konsum von solchen Seiten einfach abreagieren wollte. Als ich ihn dann darauf ansprach, sagte er, das sei Quatsch. Eine Woche später waren wir dann in einem Supermarkt und ich bemerkte, dass mich ein großer, kräftiger Mann beobachtet. Ich wich seinen Blicken aus, aber ich spürte sein Interesse. Als mein Mann und ich dann ein paar Tage später miteinander schliefen, kam mir plötzlich ganz unvermittelt das Bild dieses Mannes in den Kopf und ich stellte mir vor, auf ihm zu sitzen. Es erregte mich so sehr, dass ich sofort kam. Seitdem stelle ich mir immer vor, wie mein Traummann so wäre, denn mein Mann behandelt mich nicht wie früher. Und seit dem unfreiwilligen Mal denke ich auch immer öfter darüber nach, mich von ihm zu trennen.

Beichthaus.com Beichte #00035529 vom 22.04.2015 um 16:02:29 Uhr (23 Kommentare).

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Die Grausamkeit der eigennützigen Offenheit

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Boshaftigkeit Falschheit Verrat

Ich weiß alles. Ich kenne all ihre schmutzigen Geheimnisse. Meine Freunde, meine Verwandten, Bekannte, Kollegen, ja manchmal sogar Fremde in der Bar. Sie alle erzählen mir ihre dunkelsten Geheimnisse, ihre schmutzigsten Fantasien, kranke Verlangen und jedes ungewöhnliche Erlebnis. Denn ich strahle eine selbstverständliche Offenheit aus und meine verständnisvolle Art gibt jedem Menschen in meiner Nähe das Gefühl, dass ich ihn/sie nicht verurteilen werde. Und natürlich verrate ich diese Menschen nicht. Aber ich muss beichten, dass ich das nicht ganz uneigennützig mache. Versteht mich nicht falsch, ich höre den Leuten furchtbar gerne zu, denn ich weiß, wie hart es ist, wenn man niemanden zum Reden hat.

Aber eigentlich warte ich stets darauf, dass einer von ihnen mich hintergeht oder mich genug verärgert, um mir eine berechtigte Gelegenheit zu geben, all das gegen ihn zu verwenden. Das habe ich bereits ein paar Mal gemacht. Ein lautes Streitgespräch, eine riesige Szene in einer Gruppe und sobald sie meine Familie oder Freunde in den Dreck ziehen, spreche ich plötzlich viel ruhiger und sage mit kalter und klarer Stimme nur ein Wort oder ein paar Sätze. Niemand anderes versteht den Sinn dahinter. Aber mein Gegenüber versteht den Fingerzeig auf ihre perversen Geheimnisse, die in meinem Kopf gespeichert sind und dass ich bereit bin, sie gegen ihn/sie zu verwenden. Das schockierte Gesicht, die plötzliche Stille, diese Angst vor meiner Macht - das erregt mich schon fast. Alle halten mich für einen wunderbaren und guten Menschen, dabei warte ich nur darauf, sie fertigzumachen. Es tut mir so schrecklich leid, aber ich weiß nicht, wie ich das kontrollieren kann und ich warte extra immer, bis sie sich wirklich aufs Extremste gegen mich und die Menschen, die ich liebe, wenden, bevor ich mir selbst die Erlaubnis gebe, so grausam zu werden.

Beichthaus.com Beichte #00035523 vom 22.04.2015 um 02:16:30 Uhr (12 Kommentare).

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Karneval als Frau

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Ekel Lügen Unreinlichkeit Last Night

Letztes Jahr zu Karneval hatte ich die Idee, mich als Frau zu verkleiden und habe mir unter anderem ein Haarteil von meiner Freundin ausgeborgt. Als ich dann mitten in der Nacht nach Hause gelaufen bin, habe ich auf einmal Durchfall bekommen und in den Straßengraben gekackt. Ich hatte nichts anderes zur Hand, deshalb habe ich mir den Arsch mit dem Haarteil abgewischt und das dann weggeschmissen. Ich weiß nicht, was es wert war, war wohl echtes Haar, meine Freundin war jedenfalls ziemlich sauer und ich habe ihr gesagt, dass ich es in der Kneipe verloren hätte. Es tut mir leid, dass ich ihr Eigentum zerstört habe, es war nicht meine Absicht, ich war bloß zu betrunken.

Beichthaus.com Beichte #00035512 vom 20.04.2015 um 19:16:36 Uhr (11 Kommentare).

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