Sicherheitsdienst im Flüchtlingsheim

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Zorn Vorurteile Misstrauen Gesellschaft Berlin

Ich arbeite bei einem Sicherheitsdienst. Das ist wirklich viel spannender, als die meisten glauben. Die Bezahlung ist nicht die Beste, aber es ist wirklich schön. Ich arbeite neben meinem Studium, da ich vor diesem zufällig die nötige Ausbildung abgeschlossen habe. Vielmehr war sie das. Aufgrund gewisser aktueller Gegebenheiten arbeite ich, wie auch viele andere Kollegen, nun hauptsächlich in Flüchtlingsheimen. Es ist eine Katastrophe, diese Menschen sind unglaublich furchtbar. Es kommt auch auf das Heim selbst an, aber grundsätzlich ist es einfach so, dass ich mich völlig begeistert dafür gemeldet hatte. Ich dachte, ich könnte diesen Menschen helfen und bin positiv eingestellt zur Arbeit gegangen. Schon am ersten Tag hatten wir einen halbtoten Tschetschenen, der von einem Syrer verprügelt wurde, weil er ein Salamibrot im Zimmer neben dem Moslem gegessen hat. Nun ist natürlich nicht jeder Moslem so. Grundsätzlich verhalten sich die meisten Männer ab 50 Jahren, die Frauen und die weiblichen Kinder recht angemessen und die könnten auch hierbleiben.


Aber wirklich daneben benimmt sich die Mehrzahl der Männer zwischen vier und 40 Jahren. Sie missachten einfach so ziemlich alle Regeln. Es gibt Verfolgung anderer Flüchtlinge aufgrund von Religion und sie werden so oft in Handschellen zurück ins Heim gebracht, dass wir das schon gar nicht mehr aufschreiben. Ich muss es endlich einmal loswerden, denn ich komme gerade von der Nachtschicht. Ich musste heute ein Kind ins Krankenhaus begleiten, da sein einziger Verwandter hier in Deutschland, sein Vater, ihn so hart verprügelt hat, dass er operiert werden musste, weil er mit einem Nicht-Moslem gespielt hat - er meint ein asiatisches, buddhistisches Kind.


Zu dieser Familie sei gesagt, dass seine Mutter und seine beiden Schwestern noch in Syrien sind. Über die Männer aus den anderen Ländern will ich gar nicht erst sprechen. Die Toiletten sind ein Albtraum, das Verhalten unmöglich, die eigenen Kinder werden vernachlässigt und verprügelt. Vor allem die Frauen tun mir erst so richtig leid. Es geht immer erst los, wenn die Sozialarbeiter, die Verwaltung und diese dummen freiwilligen Helfer raus sind. Dass ich selbst mal so naiv war... Wir tun was wir können, aber wir haben mittlerweile 72 Stunden Wochen, weil es einfach nicht mehr genug Wachen gibt. Einige kündigen lieber, als dort noch weiter zu arbeiten. Vielleicht schließe ich mich dem an. Das ist es einfach nicht wert und Hilfe hat in den Heimen fast keiner verdient. Die Auftragslage für unsere Firma war noch nie besser und trotzdem sind die Hälfte der Kollegen weg oder dauerhaft krank.

Beichthaus.com Beichte #00037742 vom 03.03.2016 um 10:32:02 Uhr in 10365 Berlin (Ruschestraße) (31 Kommentare).

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Bin ich wirklich ein Rassist?

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Vorurteile Gesellschaft

Ich (m/38) möchte beichten, dass ich offensichtlich ein Rassist bin, denn ich stimme dem umstritten Twitterbeitrag von Frau Steinbach zu. Zur Erklärung: Erika Steinbach hat ein Bild gepostet, auf dem ein weißes, blondes Kind von vielen freundlich und neugierig dreinblickenden dunkelhäutigen Kindern umringt wird. Das Bild ist kommentiert mit: "Woher kommst du denn?", und "Deutschland 2030". Ich verstehe nicht, warum daraus jetzt ein Rassismusskandal gemacht wird. In manchen deutschen Schulen ist dies jetzt schon Realität. Denn, wenn die "deutsche" Frau gerade mal 1,4 Kinder bekommen und die Frauen anderer Herkunft 3-4, soll sich niemand drüber wundern. Aber ehrlich gesagt ist mir das egal. Ich bin deutsch und sehe auch so aus, und meine Frau ist auch gebürtige Deutsche. Dank meiner aus Ghana stammenden Schwiegereltern sehen allerdings weder meine Frau noch unsere beiden Kinder wirklich deutsch aus. Vielleicht sehe ich daher das umstrittene Bild nicht als Bedrohung an und erkenne daher auch keinen Rassismus.

Beichthaus.com Beichte #00037727 vom 01.03.2016 um 10:49:10 Uhr (25 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Ist mein Asylpaket da?

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Peinlichkeit Dummheit Engherzigkeit

Vor ein paar Tagen habe ich etwas im Internet bestellt und auf mein Päckchen gewartet. Eines Morgens klingelt es an der Haustür. Vom Fenster aus kann man ganz gut auf die Straße schauen und ich sah dort das Postauto. Ich ging also davon aus, dass ich mein Päckchen nun erhalten würde, zumal es ja per E-Mail auch für diesen Tag angekündigt wurde. Ohne an der Sprechanlage nachzufragen, öffnete ich daher die Haustür per Knopfdruck. Wir haben seit Jahren den gleichen Briefträger, man kennt sich und redet gelegentlich auch ein paar Worte miteinander. Ich befand mich zu diesem Zeitpunkt im oberen Stockwerk. Ich rief scherzhaft nach unten, ob er mir denn mein Asylpaket bringen würde. Komisch war nur, dass ich kein Lachen hörte. Normalerweise versteht unser Briefträger Spaß und ist auch selbst kein Kind von Traurigkeit. Als ich unten ankam, fiel ich fast in Ohnmacht.


Vor mir stand der Briefträger, aber nicht der, den ich erwartet habe. Er sah arabisch aus und schaute mich böse an. Er fragte mich, ob ich mich über Asylbewerber lustig machen würde. Ich verneinte das. Jedenfalls sagte er mir, dass er in Deutschland geboren sei, aber dass Verwandte aus Syrien derzeit auf der Flucht wären und wie unpassend er es fände, dass ich mich darüber lustig mache. Ich versuchte ihm zu erklären, dass es einfach nur ein Wortwitz sein sollte und dass es nichts gegen Flüchtlinge war. Scheinbar nahm er mir das nicht ganz ab. Am nächsten Tag erzählte ich unserem üblichen Briefträger die Geschichte. Dieser sagte mir, dass sein Kollege eigentlich ganz nett sei, aber beim Thema Flüchtlinge sehr reizbar ist. Dieser war jedoch nur zur Aushilfe eingeteilt und liefert normalerweise seine Post in einem anderen Gebiet aus. Jedenfalls werde ich bei der nächsten Lieferung nicht mehr nach einem Asylpaket fragen.

Beichthaus.com Beichte #00037711 vom 27.02.2016 um 14:53:43 Uhr (17 Kommentare).

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Mandy und die Stasi-Oma

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Vorurteile Engherzigkeit Boshaftigkeit

Mandy und die Stasi-Oma
Ich (m/27) bin in der Nähe von Hannover groß geworden. Nach der Ausbildung habe ich weiterhin in meinem Ausbildungsbetrieb gearbeitet. Ich sah keine Aufstiegsmöglichkeiten (Familienbetrieb) und es gab deutschlandweit nur wenig Stellen in meinem Ausbildungsberuf. Vor zwei Jahren hat mich mein Chef zu einem Gespräch gebeten und teilte mir mit, dass ich in einer anderen Filiale hoch aufsteigen könne. Diese liegt in einer Stadt, deren Name mir zwar bekannt war, ich aber ich dachte, sie würde in Baden-Württemberg liegen. Diese Chance wollte ich natürlich nicht ungenutzt lassen uns sagte halb zu. Später suchte ich die Stadt im Internet und landete in Ostdeutschland. Ich gab die gleiche Stadt noch einmal mit dem Zusatz "Baden Württemberg" ein. Kein Treffer. Nachdem ich noch andere Schreibweisen ausprobiert habe, habe ich akzeptiert, dass die Stadt wohl doch im Osten liegt.

Da mir meine Arbeit wirklich schon zu eintönig war, habe ich trotzdem zugesagt. Schon bald ging es nach Ostdeutschland. Ich habe mir eine kleine Wohnung in einem Dreifamilienhaus gemietet. "Wenigstens günstige Mieten hier", dachte ich völlig frustriert. Am Tag des Umzugs schaute eine ältere Dame aus dem Fenster, die ich schon nach wenigen Minuten "Stasi-Omi" taufte. Nachdem ich alle Möbel eingepackt hatte, klingelte es an der Haustür. Es war die Omi von eben. Sie lud mich auf Kaffee und Kuchen ein. Ich lehnte ab und sagte ihr, ich sei zu müde vom Umzug. Die erste Arbeitswoche überlebte ich erstaunlich gut. Am Wochenende wollte ich wieder in meine Heimat fahren, aber mein Auto streikte. Da schaute die Omi aus dem Fenster. Ich war auf 180, öffnete die Motorhaube und murmelte "Ja, guck nicht so doof, Stasi-Omi."

Kurz darauf verließ sie das Fenster und kam aus der Haustür raus. Sie erzählte mir, dass sie damals in der DDR mit Autos gearbeitet hätte und ihr Vater etwas vorlaut war und sie deswegen nicht studieren konnte. Sie fand heraus, dass es an einem oxidierten Massekabel lag. Sie holte ihr Auto und schleppte meinen Wagen in die Werkstatt. Ich war sehr überrascht über so viel Hilfsbereitschaft und bekam das schlechteste Gewissen meines Lebens. Ich lud sie am Tag darauf auf einen Kaffee ein und holte Kuchen beim Bäcker. Sie erzählte mir, dass ihre Enkeltochter Mandy am nächsten Tag zu Besuch kommt, und fragte mich, ob ich Lust hätte, auch vorbeizukommen. Da mein Gewissen immer noch nicht das Beste war, sagte ich zu, obwohl ich die Situation komisch fand.

Ich zog am Tag darauf nicht gerade meine besten Klamotten an, da ich mir von einer "Mandy" nicht allzu viel erwarte. Ja, da waren sie wieder, meine Vorurteile. Meine Nachbarin öffnete mir die Tür, wir unterhielten uns ein wenig und warten auf diese Mandy. Es klingelte und da stand sie, die Mandy. Wow, so eine beeindruckende Frau: Hüftlange knallrote Haare, grüne Augen, super Figur und nicht zu vergessen ist das schönste Gesicht, das ich je gesehen habe. Sie strahlte mich an und fragte mich ganz frech, ob ich sie denn gar nicht reinlassen möchte. Ich stammelte irgendwas und wir saßen nun gemeinsam am Tisch. Wir haben uns gut unterhalten. Dann musste Mandy nach Hause und ihre Oma fragte mich, ob ich verstehen könne, dass dieses Mädchen noch Single ist. Nein, das konnte ich wirklich nicht. Diese Frau ging mir nicht aus dem Kopf. An einem Tag traf ich sie im Treppenhaus und sie fragte mich, ob sie mir mal die Altstadt zeigen dürfte. Spontan ging ich mit.

Die Architektur war beeindruckend und ich verliebte mich, und zwar nicht nur in die Stadt. Sie war nicht nur verdammt heiß, sondern ich mochte auch ihre humorvolle, freche und irgendwie auch tiefgründige Art. Ein weiterer Pluspunkt: Sie ist Krankenschwester. Und wie auch immer habe ich es geschafft, dass Mandy nun mit mir zusammen ist. Ich finde sie immer noch so beeindruckend, an ihren Namen habe ich mich auch gewöhnt und ich möchte gar nicht mehr aus dieser Stadt weg. Meine anfänglichen Vorurteile tun mir leid, dabei hat auch der Osten verdammt viel Positives zu bieten.

Beichthaus.com Beichte #00037668 vom 22.02.2016 um 15:44:08 Uhr (22 Kommentare).

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Der beste Name für meinen Sohn

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Vorurteile Selbstsucht Engherzigkeit Kinder

Ich (m/32) möchte beichten, dass ich Vorurteile gegenüber Menschen arabischer Herkunft habe, obwohl ich eigentlich total gegen Vorurteile bin. Meine Frau und ich bekommen bald einen Sohn und sie möchte ihn Kaleb nennen, nach ihrem kürzlich verstorbenen Großvater, der jüdisch war. Ich finde den Namen eigentlich sehr schön und einzigartig, mal etwas anderes als Leon oder Lukas, aber das Problem ist, dass ich finde, dass er arabisch klingt. Ich möchte einfach nicht, dass die Leute später aufgrund des Namens denken, mein Kind sei arabisch. Hinzu kommt, dass ich westafrikanischer Herkunft bin (meine Eltern sind beide dort geboren) und unser Sohn somit dunkler sein wird, was diesen arabischen Eindruck verstärken könnte. Ich glaube zudem, dass man es in Deutschland mit arabischer Herkunft schwer hat, da muss man bei einem nicht-arabischen Kind nicht unbedingt dafür sorgen, dass es für arabisch gehalten wird.


Meine Frau findet das völlig blödsinnig und sagt, dass biblische Namen doch in Deutschland Tradition haben (Joseph, Jakob, Michael...) und gerade in letzter Zeit sogar besonders in Mode sind (Jonathan, Elias, Noah...), aber obwohl Kaleb genauso ein biblischer Name ist, wie die soeben genannten, gehört er für mich nicht in diese Kategorien und klingt einfach arabisch und nicht hebräisch. Ich beichte, dass ich mich zu sehr von meinem Umfeld und der Meinung anderer beeinflussen lasse und scheinbar (unterbewusste) Ressentiments gegenüber Menschen arabischer Herkunft habe. Es tut mir leid gegenüber meiner Frau, die ihren Großvater sehr geliebt hat und ihn mit dem Namen ehren will und auch gegenüber dem Großvater selbst, der immer sehr gut zu mir war.

Beichthaus.com Beichte #00037667 vom 22.02.2016 um 12:27:23 Uhr (25 Kommentare).

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