Assi-Content bei Youtubern

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Hass Zorn Dummheit

Ich (m) bin heute in der Innenstadt einem relativ bekannten jungen Mann begegnet, der seine Bekanntheit über die Plattform YouTube erlangt hat. Er hat auf seinem Kanal ca. 400.000 Abonnenten. Ich war früher sehr viel auf YouTube unterwegs und konnte so den "Absturz" der Plattform miterleben - so wurden aus guten Sketchen nur noch sogenannter "Assi-Content", also Videos, in denen man in Lebensmitteln badet und andere Leute verarscht. Der YouTuber, den ich getroffen habe, veröffentlicht ebensolche Videos und hat sich auch schon an Rap versucht, was für mich als Rap-Fan das viel größere Vergehen ist, da seine Musik schlichtweg schlecht ist.

Ich habe einfach einen Hass auf diese ganzen asozialen Menschen, die ihre Fans abziehen! Also kämpfte ich mich durch die kleine Menschentraube, um ihm das Wort "Hurensohn" und noch ein paar weitere ähnlich beleidigende Wörter an den Kopf zu werfen. Später habe ich auch drei weiblichen Fans von ihm, die sehr stolz auf ihre Begegnung mit dem Internetstar waren, erklärt, was ich von ihm halte. Ich bitte um Vergebung

Beichthaus.com Beichte #00038805 vom 08.10.2016 um 21:03:15 Uhr (18 Kommentare).

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110 Euro für Kinderrechte

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Dummheit Verschwendung Peinlichkeit Zorn

Ich bin gerade auf dem Weg von der Arbeit zu meinem Auto. Da wir hier momentan so ein beschissenes Wetter haben, musste ich statt dem üblichen Fußweg eine andere Straße der Innenstadt benutzen, damit ich mir einen Schirm kaufen konnte - und könnte mir für diese spontane Entscheidung jetzt gewaltig in den Arsch treten. Ich bin nämlich durch meine Unachtsamkeit in die Fänge eines Mitarbeiters geraten, der Spenden für eine Organisation für Kinderrechte sammelt. Mit dieser scheißfreundlichen Art und Best-Friend-Gehabe kam ich da so schnell nicht mehr raus zum Weitergehen. Natürlich waren wir auch gleich per Du, was alles so rasend schnell ging, dass ich keine Chance hatte, ihn abblitzen zu lassen.

Natürlich finde ich solche Organisationen gut, da ich auch finde, dass Kinder ein Recht auf ihre Kindheit haben. Ich würde mich aber niemals daran beteiligen, da ich nicht weiß, was die Organisation sonst noch mit meinem Geld anstellt. Außerdem finde ich es absolut lästig, nach der Arbeit direkt abgefangen zu werden und mir irgendein Gelaber von übermotivierten Rechtlern anzuhören, die meine Spende mit einer künstlichen Umarmung abschließen. Nach der Arbeit will ich meine Ruhe. Jetzt gehe ich beschämt und entsetzt von mir selbst zum Auto und ärgere mich dermaßen, dass ich nicht Nein sagen konnte. Eigentlich wurde ich auch dahin gedrängt, um nicht die spießige Alte zu sein, der Kinder, die in einer schlechteren Welt leben, völlig egal sind. Ich beichte hiermit, dass ich nicht den Mumm hatte, abzulehnen und meine Kontaktdaten weitergegeben habe. So viel steht fest: Ich werde, sobald ich zu Hause bin, den Vertrag widerrufen und meine 110 Euro im Jahr für etwas anderes ausgeben.

Beichthaus.com Beichte #00038803 vom 07.10.2016 um 18:42:29 Uhr (18 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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So sch?tze ich mich vor Taschendiebstählen

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Zorn Diebstahl Vorurteile Gewalt Gesellschaft

So sch?tze ich mich vor Taschendiebstählen
Ich beichte, dass ich mir aufgrund der steigenden Zahlen der Taschendiebstähle meine Jacken- und Manteltaschen und auch die leicht erreichbaren Außenfächer meines Rucksackes ziemlich fies präpariert habe. Feine Glasscherben, Reißzwecken und zerkleinerte Rasierklingen - also alles, das schön scharfkantig ist und gerade so empfindliche Regionen wie Fingerkuppen, Nagelbett und unter dem Nagel leicht verletzen kann. An Juckpulver habe ich auch gedacht, es aber noch nicht gekauft. Sollte mir also jemand in die Taschen greifen, wird es höchstwahrscheinlich blutig ausgehen, aber ich finde, das hat das Diebespack nicht anders verdient. All die Antänzer und die Klau- und Bettelbanden gehen mir so auf den Geist, dass ich mittlerweile fast einen tiefen Hass auf jeden entwickelt habe, der auch nur entfernt so aussieht. Manchmal habe ich noch einen Funken Mitleid mit den Klaukindern, weil die dazu ja gezwungen werden, doch dann denke ich wieder, dass Armut nicht zum Dieb machen sollte. Ich habe selbst auch kaum Kohle und greife anderen deswegen nicht in die Tasche.

Der Nachteil ist, dass man selbst dran denken muss, nur die Innentaschen der Jacken zu nutzen, aber das ist es mir wert. Dummerweise denke ich sogar, dass die deutsche Justiz im Ernstfall den Dieb noch schützen würde, weil ich die Taschen vorsätzlich präpariert und somit in Kauf genommen habe, dass jemand, der reingreift, sich verletzt. So wie der Fall mit dem Mann, der den Einbrecher in seinem Haus niedergeschlagen hat und dafür am Ende die Anzeige bekam. Aber nun, wenn man die Innenstädte nicht ausreichend mit Polizei oder Sicherheit bewacht und säubert, muss man sich halt selbst helfen. Stolz bin ich darauf absolut nicht.

Beichthaus.com Beichte #00038695 vom 04.09.2016 um 10:49:48 Uhr (32 Kommentare).

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Der nette Promoter vom SOS-Kinderdorf

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Begehrlichkeit Neugier Verzweiflung Herne

Ich stecke gerade in einer sehr schwierigen Situation zu meinem Freund, bei der ich überhaupt nicht mehr weiß, ob unsere Liebe zueinander ausreicht. Ich bin heute in der Fußgängerzone von einem Mann für das SOS Kinderdorf angesprochen worden. Super Sache - ich habe mich bisher noch nie dafür entschieden, zu spenden. Der junge Mann war unheimlich sympathisch und ich habe einfach mal zugehört. Letzten Endes habe ich mich auch wirklich auf eine regelmäßige Spende eingelassen, da die Sache auch sehr seriös und ernst gemeint rüber kam. SOS Kinderdorf spricht wohl für sich. Nun habe ich aber das Bedürfnis, mich noch einmal privat mit diesem jungen Mann einzulassen, da er eine unheimlich nette und soziale Art an sich hatte. Bestimmt ist einiges davon Masche - klar! Aber ich habe auch eine gute Menschenkenntnis, so etwas zu unterscheiden. Am Ende bot er mir noch eine Umarmung an und zitierte Erich Kästner, was mich echt bewegt hat.

Ich fühlte mich total hingezogen zu ihm und seiner Leidenschaft. Wohl weil mir privat derzeit nur Ignoranz und Ärger seitens meines Partners widerfährt. Ich bin drauf und dran, diesen Mann in den nächsten Tagen anzusprechen und auf ein privates Gespräch zu hoffen, weil ich so eine sympathische Art lange nicht mehr kennenlernen durfte. Ich glaube wirklich, er meint alles ehrlich und steht hinter dem, was er aussagt. Falls Du, C., heute in der Innenstadt dasselbe gefühlt hast, wäre das toll, aber sicher auch das Ende der Beziehung zu dem Mann, den ich fast schon vergöttert und über alles liebe. Ich weiß nur langsam nicht mehr warum, da er sich oft kalt und abweisend verhält, obwohl er angeblich das genaue Gegenteil fühlt. Ich bin hin und her gerissen und bitte um Absolution für meine Gedanken. Ich will eigentlich nur Liebe und dieser Mann von heute war so irre sympathisch, dass ich mich dem kaum entziehen kann, obwohl es vielleicht einfach nur Masche ist. Ich bin total durcheinander.

Beichthaus.com Beichte #00038645 vom 18.08.2016 um 21:54:46 Uhr in Herne (31 Kommentare).

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“Beichte

Die Drogensüchtige aus der Nachbarwohnung

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Verzweiflung Drogen Hass Aggression Nachbarn

Ich (m/28) wohne mitten in Köln. Ich bin vor sieben Jahren in die Innenstadt gezogen. Mein Bruder wohnte nebenan und hatte aus seiner Bude gesehen, dass dort eine Wohnung vermietet wird. Also Wohnung angesehen und es passte. Also zog ich dort ein. Alles in allem war es super. Bruder nebenan, aber nicht im gleichen Gebäude. Genug Abstand also. Dafür wohnt aber im gleichen Gebäude eine ältere Frau. Sie ist starke Trinkerin. Normalerweise interessiert es mich nicht, was die Menschen so treiben, außer, sie belästigen damit andere. Die ältere Dame ist nicht das eigentliche Problem. Das eigentliche Problem ist ihre heroinabhängige Tochter. Ich kann euch Geschichten erzählen...

Als ich ein gutes halbes Jahr dort wohnte, polterte es mitten in der Nacht. Die beiden streiten sich permanent, die Tochter bezeichnet die Mutter als "Fotze" und betitelt sie mit weiteren Nettigkeiten. Sollen sie machen. Aber das muss ja nicht die ganze Nachbarschaft mitbekommen. Leider ist genau das der Fall, denn das Fenster steht immer offen. Zurück zu meiner Geschichte: Es poltert also in der Nacht. Und das, als ob schwere Schränke umgeschmissen werden. Richtig laut und durch Mark und Bein. Dazu muss gesagt werden, dass die Häuser in der Innenstadt eine Bausubstanz wie ein Termitenhügel haben. Man hört alles. Vor allem, wenn es so laut zu geht. Am nächsten Tag, besser Abend - ich habe Besuch von einer anderen Nachbarin, mit der ich mich angefreundet hatte: Wir wollten einen Film schauen und einen durchziehen. Zum Film sind wir nicht gekommen. Denn es wurde wieder extrem laut. Mein Bruder schrieb mir, was dort abging, er konnte von drüben besser in die Wohnung schauen. Er erzählte, dass sie sich aus dem Fenster geschmissen hatte. Die Mutter wohnt übrigens im 3. OG.

Sie hing wohl nur noch mit dem Arm am Dach, welcher von ihrem Macker festgehalten wurde. Der zog sie wieder in die Wohnung. Dann war Stadtalarm bei uns. Feuerwehr, Polizei, Notarzt - richtig Party. Und weil wir dicht wie Harald waren, versuchten wir noch zu ihr zu gehen. Aber es war zu spät. Ich hatte zum Glück noch einmal durch die Jalousie geschaut und den Bullenwagen entdeckt. Meine Nachbarin, unglaublich schreckhaft, lief schon zur Eingangstür. Ich konnte sie gerade noch zurückpfeifen, bevor die Rettungskräfte im ganzen Haus herumliefen. Die wäre den Bullen voll in die Arme gelaufen. Und weil die Herospritze, so nennen wir die Tochter liebevoll, danach abgehauen war, wäre meine andere Nachbarin sicher erst einmal festgehalten worden. Also Paras vom Kiffen, Bullen, Panik - muss ja nicht sein. Wir blieben in der Wohnung und verhielten uns still, als wäre niemand da. Das Licht hatten wir ausgemacht und schauten durch den Spion, was da so passierte.

Das war aber nur eine Story. Ständig standen irgendwelche Macker high vor der Tür und brüllten nachts um vier Uhr die Nachbarschaft zusammen. Oder auch mal tagsüber, obwohl niemand zu Hause war. Zum Beispiel: "Du scheiß Fotze, mit dem Italiener fickst du!" Und sie selbst ist ja auch nicht besser. Sie brüllt rum, pisst vor die Tür, benimmt sich asozial, schlägt gegen die Tür, wenn sie nicht reingelassen wird, alle werden wach. Gespräche mit der Mutter verliefen ohne Ergebnis. Unterschriftenlisten der Nachbarn haben ihren Zweck auch verfehlt. Vor einigen Jahren, am 11.11. (Karneval in Köln), ging ich durch die Innenstadt. Auf dem Weg nach Hause sah ich eine ziemlich abgestürzte Person vor mir und dachte: "Ohje, wenn die hier jetzt kollabiert, mitten auf der Hauptstraße, mitten auf den Gleisen, nicht cool, der helfe ich." Doch als ich näher kam, sah ich, dass es die Hero-Spritze war. Ohne mit der Wimper zu zucken ging ich weiter und hoffte, sie würde sich aufs Maul legen und überfahren werden. Leider passierte das nicht. Ich wusste aber bereits, was uns erwartet.

Und genau so kam es: Sie legte wieder voll los, war endlos drauf. Ich hörte nur Gebrüll aus dem Treppenhaus, schaute durch den Spion. Dieses miese Dreckstück hatte ihre Mutter verprügelt und sie an den Haaren die Treppe hochgeschleift, um in die Wohnung zu kommen. Natürlich bin ich sofort dazwischen gegangen. Ich habe ihr angesehen, dass sie mich am Liebsten geschlagen hätte - sie hat sich aber nicht getraut. Besser war es, denn sonst hätte ich mal ausgeteilt. Nachdem ich zum hundertsten Mal die Polizei gerufen hatte, wurde ich vernommen, neben mir die Mutter. Die Tochter war mal wieder geflohen. Als die Polizistin die Mutter fragte: "Wollen Sie eine Strafanzeige stellen?", sagte diese nur: "Nein, nein, das arme Kind hat schon genug Probleme." Ich konnte mich gerade noch so halten vor Wut. Was höre ich da? Soll das ewig so weitergehen?! Nachdem ich zu ihr sagte: "Sie unterstützen so nur das Verhalten Ihrer Tochter. Sie wird damit nicht aufhören. Sie müssen einen Schlussstrich ziehen!", änderte sie aber ihre Meinung.

Also wurde doch eine Strafanzeige gestellt. Na prima, dachte ich. Endlich tut sich etwas. Doch falsch gedacht. Zwei Jahre später war das Gerichtsverfahren. Was war? Nichts. Sie ist nicht aufgetaucht. Zwei Monate später dann erneut. Sie war da. Nach über drei Stunden Wartezeit vor dem Gerichtssaal werde ich endlich aufgerufen. Und was sagt mir die Richterin? Das Verfahren sei eingestellt und meine Aussage werde nicht gebraucht. Na herzlichen Dank. Ich habe wahrlich Besseres zu tun, als auf eine unfähige Justiz zu warten, die sowieso nichts macht. Inzwischen bin ich aus dem Haus ausgezogen und wohne in der alten Wohnung meines Bruders. Zum Glück höre ich das Gepolter nicht mehr. Trotzdem ist es dasselbe Spiel. Mitten in der Nacht wird man von brüllenden Junkies geweckt. Ob nun die Herospritze, irgendein Macker oder auch mal die Mutter. Es ist zum Kotzen!

Was hab ich zu beichten? Nun, ich werde feiern, wenn die Heroinspritze sich endlich den Goldenen setzt. Obwohl ich immer predige, dass Drogenabhängige nur eine Umgebung brauchen, in der sie angenommen werden, quasi ein Ersatz-Zuhause. Das findet die leider immer noch bei ihrer Mutter. Und die ändert nichts. Rein gar nichts. Der Stress wird weiter auf den Nerven der Nachbarn ausgetreten. Was soll ich noch tun?! Ich kann ja schlecht hingehen und sie verprügeln, auch wenn ich es gerne tun würde, für all die schlaflosen Nächte. Aber so bin ich nicht. Unser Justizsystem ist unfähig und die Illegalisierung von Drogen stößt konsumierende Menschen vollkommen aus. Trotzdem muss die Bevölkerung die Folgen mittragen. Mein Bruder hat es zehn Jahre ausgehalten. Ich bin jetzt im achten Jahr. Langsam weiß ich nicht mehr weiter. Alle Nachbarn sind unglaublich genervt von der Situation. Und mein alter Vermieter kümmert sich auch einen Scheiß um die Lage. Hätte ich damals mal nur die Miete gemindert. Das hätte wenigstens ein wenig gezogen. Ich hoffe also weiter, dass sie sich endlich selbst umbringt. Dann hat sie es hinter sich und wir endlich auch! Ich denke, das Universum versteht mich.

Beichthaus.com Beichte #00038432 vom 29.06.2016 um 17:44:22 Uhr (31 Kommentare).

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