Patienten ohne Krankheit

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Zorn Hass Dummheit Gesundheit Unfall

Ich (w) arbeite beim Rettungsdienst. Ich könnte mir keinen schöneren Job vorstellen. Ich habe auch kein Problem damit, bei Nacht und Nebel, Regen und Eis auszurücken und nachts um 3 zermatschte Menschen aus den Autowracks zu ziehen. Ist halt mein Ding. Es gibt nur eine Sache, bei der ich und die Kollegen einen riesigen Hals kriegen, und zwar die Menschen, die aus Langeweile anrufen, und meinen, uns als Taxi benutzen zu müssen. Oder nachts um halb 2 glauben, sie bräuchten unbedingt jetzt einen Schwangerschaftstest. Diese Menschen nehmen eventuell wirklich kranken und verletzten Menschen die Möglichkeit weg, den nächstgelegenen Rettungswagen zu bekommen. Stattdessen muss dann einer aus der Nachbarstadt kommen. Das kostet Zeit, wenn auch nur wenige Minuten mehr, aber es kann über Leben und Tod bestimmen. Meine Beichte ist nun, dass wir manchmal, bei genau solchen Patienten, die meinen, sie müssten nach drei Wochen mit Bauchweh mal zum Arzt, obwohl es sich nicht verschlimmert hat, kleine Gemeinheiten machen. Da wird schon einmal der Zugang mit der größten Braunüle gelegt, die wir haben, und das ziept natürlich ordentlich, weil die Nadel nicht gerade klein ist. Dann werden auch mal gemeine Kommentare bei der Übergabe im Krankenhaus abgegeben, worauf die Schwestern und Ärzte ebenfalls eingehen, weil sie einfach nur noch derbe genervt sind. Wir machen natürlich nie etwas, was den Patienten wirklich schaden könnte, allerdings helfen uns solche Sachen den Frust abzubauen.

Beichthaus.com Beichte #00033377 vom 01.06.2014 um 17:50:22 Uhr (12 Kommentare).

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Modifizierte Pannenstatistik

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Morallosigkeit Falschheit Wirtschaft Auto & Co.

Ich (m/28) habe während meines Studiums einen Aushilfsjob bei einer großen Automobilzeitung angefangen. Ich war zwar nur eine Bürohilfe, dennoch kriegt man über die Jahre einiges davon mit, wie die Branche so läuft. Käufer von Automagazinen kann man grob in zwei Kategorien einordnen. Kategorie Eins: die Dauer-Abonnenten, die die Zeitschrift als Klo-Lektüre benutzen. Genannte Abonnenten bringen zwar einen konstanten Umsatz, doch kann keine große Zeitschrift von ihren Verkaufszahlen leben. Das Geld kommt über die Werbung. Und hier treffen wir auf Kategorie Zwei: potenzielle Autokäufer, die zur Zeitung greifen, weil sie in nächster Zeit planen, ein neues oder gebrauchtes Automobil zu erwerben. Diese Leser sind für die Autofirmen bares Geld wert, da sie so ihre Zielgruppe direkt ansprechen können. Einfach nur Werbung zu schalten genügt da aber natürlich nicht, schließlich kauft man das Heft nicht wegen der Werbung, sondern wegen der Testurteile. Für einen positiven Testbericht zu bezahlen geht natürlich auch nicht, ansonsten würde man sich ja unglaubwürdig machen. Das Geld kommt über andere Wege rein. So werden gerne Werbebudgets geschlossen, die jenseits von Gut und Böse liegen.


Auch exklusive Berichterstattung und Informationen sind teil der Bezahlung. Entsprechend lautet dann auch der Tenor von oben, wie kritisch oder positiv geurteilt werden soll. Rückrufaktionen anderer Hersteller sollen breitgetreten, Autos möglichst kritisch betrachtet werden. Ich möchte an dieser Stelle an einen Automobil-Club verweisen, der sicher nicht aus Nächstenliebe zur deutschen Wirtschaft Pannenstatistiken "modifiziert" hat - dahinter stecken exklusive Serviceverträge und Weiteres. So werden Autos mancher Marken bis Baujahr XY einfach nicht in die Statistik aufgenommen, weil man mit diesen Händlern Serviceverträge geschlossen hat und man den Wagen nicht als unabhängiger Dienstleister repariert oder abschleppt, sondern im Werksauftrag des Automobilherstellers XY. Ich kann wirklich jedem, der vor dem Kauf eines Autos steht, nur ans Herz legen, auch zu einem internationalen Automagazin beziehungsweise Test zu greifen.

Beichthaus.com Beichte #00033372 vom 01.06.2014 um 09:41:53 Uhr (8 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Manipulative Spielchen

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Rache Zorn Morallosigkeit Falschheit Ex

Vor einigen Jahren verliebte ich mich in ein junges und sehr hübsches Mädchen. Wir hatten zwar acht Jahre Altersunterschied, aber zunächst fiel das nicht weiter ins Gewicht. Sie hatte gerade angefangen zu studieren, während ich eine Doktorandenstelle am sportwissenschaftlichen Institut innehatte. Sie war wirklich ein absoluter Augenschmaus und sehr intelligent noch dazu. Leider aber auch in mancher Hinsicht noch ziemlich naiv, da sie überbehütet in einer ländlichen Idylle aufgewachsen war. Natürlich fiel sie auch einer Menge anderen Männern auf, die ständig an ihr herumbaggerten, aber sie hatte immer nur Augen für mich. Dachte ich zumindest. Wir zogen zusammen und waren zwei Jahre sehr glücklich. Eines Tages ließ sie sich von ihrer besten Freundin überreden, zu einer Party zu gehen, auf die ich nicht mitkommen konnte, weil ich am nächsten Tag früh schon wichtige Termine hatte. Sie ging als fröhliches, liebevolles Mädchen hin, und kam als abweisende, kaltherzige, herrische und egoistische Person wieder. Ich fragte sie mehrmals, was auf dieser Party vorgefallen war, aber sie bügelte mich einfach gnadenlos ab und ignorierte alles, was ich tat, um zu ihr durchzudringen. Die Beziehung schleppte sich dann noch zwei Monate so hin, in denen unsere Kommunikation nur aus unverständlicher Kritik ihrerseits bestand. Es gab keinen Sex mehr, keine Zärtlichkeiten, sondern nur noch Gemecker.

Als ich sie schließlich damit konfrontierte, dass ich dachte, auf der Party sei etwas mit einem anderen Mann vorgefallen, lachte sie mich höhnisch aus und beendete die Beziehung. Einige Wochen später meldete sich ihre beste Freundin bei mir und erzählte mir total aufgelöst, dass meine Ex sich auf der Party in einen Typen verliebt hatte, der gerne mit Mädchen spielte, ihnen eine Beziehung versprach, und sie dann, nachdem er sie einige Zeit im Bett gehabt hatte, stets wieder fallen ließ. Meine Ex hatte sich von ihm und seinen schnulzigen Liebesbekundungen wohl gründlich einlullen lassen, und war jetzt in der Phase, wo sie langsam uninteressant wurde und deswegen litt. Ihre beste Freundin sagte auch, dass meine Ex von allen Seiten gewarnt worden war, was ihn anging, aber auf niemanden gehört hatte. Ich nahm also wieder vorsichtig Kontakt zu meiner Ex auf, um sie zur Not auffangen zu können, falls sie wirklich in ein emotionales Tief stürzte, schließlich hatte ich ja noch immer Gefühle für sie. Sie verhielt sich jedoch vollkommen ambivalent mir gegenüber. Einerseits schrieb sie mir, die Trennung wäre ein Fehler gewesen, nur um wenige Stunden später aus heiterem Himmel zu schreiben, ich wolle sie ja nur manipulieren, und könne ihr gestohlen bleiben. Dennoch meldete sie sich immerhin in unregelmäßigen Abständen bei mir.

Eines Tages rief mich ihre beste Freundin vollkommen aufgelöst an, meine Ex habe versucht sich umzubringen, als herausgekommen war, dass der Typ mit mehreren Frauen parallel Affären hatte. Sie war dann anschließend lange in der Klinik und wollte niemanden sehen. Als ich sie dann schließlich nach einem halben Jahr traf, war sie nur noch ein Schatten ihrer selbst. Der Typ hatte sie mit seinen Lügen und manipulativen Spielchen komplett ruiniert. Damit sie die Klappe über die Affäre hielt, hatte er sie mit Aktfotos und Videos erpresst, und sie außerdem in eine zerstörerische "Freundschaft" gedrängt. Vermutlich, um sie seinem Harem anzuschließen, den er sich hielt, falls es mit neuen Aufrissen nicht so recht klappen wollte. Das ging bis dahin, dass er ihr Kontakte mit anderen Männern verbot, wenn sie eben nicht bestimmte Videos im Internet wiederfinden wollte. Sie war abgemagert, hatte Augenringe, konnte weder lachen noch weinen, ihre Haut war mehr grau als alles andere. Es war ein Bild des Schreckens. Sie schien völlig gleichgültig mir gegenüber, aber als ich gehen wollte, klammerte sie sich an meine Hand, und ihr Kinn zitterte. Mein erster Reflex war, ihm sein schmalziges Bubigesicht zu zertrümmern, und ihn irgendwo auf der Straße einfach liegen zu lassen. Mir war jedoch klar, dass mich das wohl in den Knast bringen würde. Ich musste mir also etwas einfallen lassen, was ihm psychisch an die Substanz ging, mir aber nicht allzu viel schaden würde, wenn der Verdacht auf mich fiel.

Ich bezahlte eine Professionelle, damit sie sich zum Schein aufreißen ließ, ihn abfüllte und mir dabei einen Abdruck seines Wohnungsschlüssels brachte. Dann ging ich immer mal in seine Wohnung, verrückte zunächst nur Gegenstände um wenige Zentimeter, stöpselte schließlich irgendwann Kabel aus und um, änderte das Hintergrundbild seines PCs, und verstellte allerlei Gerätschaften wie Fernseher und Spielekonsolen. Bald ging ich dazu über, Gegenstände direkt auszutauschen, ihm beispielsweise seine Call of Duty Reihe durch irgendwelche lustigen Spiele für Kinder zu ersetzen. Natürlich probierte er es mit Passwörtern, aber auch da hatte ich per befreundetem IT-Experten vorgesorgt, sodass ich trotzdem immer mal wieder seinen PC mit harmlosen Kleinigkeiten manipulieren konnte. Nachdem ich das einen Monat durchgezogen hatte, in dem er mir auch mehrmals vollkommen fruchtlose Fallen stellte, fing er an, sich auf der Straße paranoid umzusehen. Er ließ keine seiner Damen mehr mit nach Hause kommen, und vermutete offensichtlich hinter jeder Ecke Gespenster. Er legte sich ein weiteres Schloss zu, dem ich aber auch recht schnell beikommen konnte, und in seiner Wohnung wuchs die Unordnung. Er schlief nach zwei Monaten nachts nur noch mit Licht und Pfefferspray neben dem Bett, dessen Marke ich gelegentlich auswechselte, außerdem kontrollierte er frenetisch und neurotisch immer wieder seine Schlösser. Er war im Endeffekt sehr lange in Behandlung deswegen und ist jetzt mittlerweile wohl ziemlich geläutert, zumindest versucht er seit Jahren keine Aufrisse mehr. Sein ehemals hübsches Bubigesicht ist jetzt eine ungepflegte Ruine. Die ganze Sache ist für mich seit diesem Jahr strafrechtlich verjährt. Meine Ex hat allerdings einen dauerhaften Knacks davongetragen und ist leider immer noch ab und an depressiv.

Beichthaus.com Beichte #00033358 vom 29.05.2014 um 09:44:51 Uhr (24 Kommentare).

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Firmenwagen statt Existenz

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Hass Zorn Aggression Ungerechtigkeit Geld Baunach

Ich (m/24) arbeite in einem internationalen Unternehmen mit knapp 1.200 Mitarbeitern. Aufgrund schlechter Auftragslage und hauptsächlich durch die Folgen der Krim-Krise, Sanktionen und allgemeine Ungewissheit in dem Gebiet, wurden nun mehrere Beschäftigte entlassen. Das Unternehmen muss, angeblich, "Kosten sparen, wo es nur geht". Was ich dann aber absolut nicht nachvollziehen kann, ist, dass auf der einen Seite gesagt wird "Tut uns leid, wir müssen Stellen streichen", auf der anderen Seite bekommen dann diverse Abteilungsleiter neue Firmenwagen für unzählige Euros. Es werden Familienväter im Alter von 55 Jahren mit drei Kindern entlassen, die erst einmal nicht mehr wissen, wie es weitergehen soll und Mister Arrogantes-Arschloch bekommt einen neuen Geländewagen, von dem man mindestens drei Jahresgehälter bezahlen könnte! Diese Scheinheiligkeit kotzt mich dermaßen an. "Es tut uns so leid für Sie!", und ähnliche tröstende Worte vom Oberchef - dann aber im nächsten Augenblick mit einer neuen Limousine mit einem Stern auf der Haube um die Ecke kommen. Wie kann so etwas denn nur sein?! Ich selbst bin vom Stellenabbau nicht betroffen, aber ich bekomme einen richtigen Groll auf diese gefühlskalten Arschlöcher in der obersten Abteilung. Warum keinen normalen Wagen fahren, dafür aber fünf Existenzen zumindest für ein Jahr retten? Warum nicht?! Diese Unmenschlichkeit regt mich dermaßen auf. Das mit den Firmenwagen war natürlich nicht das Einzige, aber für mich ein treffendes Beispiel. Ich möchte beichten, dass ich diesen Arschlöchern da oben gerne richtig eins aufs Maul hauen würde - wobei ich sonst ein sehr friedlicher Mensch bin. Aber bei so etwas könnte ich einfach ausrasten! Das musste mal raus.

Beichthaus.com Beichte #00033354 vom 28.05.2014 um 10:31:43 Uhr in Baunach (19 Kommentare).

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Geschäft in fremden Gärten

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Boshaftigkeit Hass Unreinlichkeit Zorn Nachbarn Harpstedt

Geschäft in fremden Gärten
Hinter meinem Haus ist ein Veranstaltungsgelände. Jetzt, in der warmen Jahreszeit, finden dort jede Woche mehrere Open-Air-Veranstaltungen statt. Nun gibt es dort anscheinend zu wenige Toilettenhäuschen, weshalb sich viele der Besucherinnen dazu entschließen, über den Zaun auf mein Grundstück zu steigen und dort ihr Geschäft im Schutz meines Gartens und der Dunkelheit zu verrichten. Mein Rasen stinkt nach Urin und an bestimmten Stellen stirbt er sogar ab. Dauernd muss ich Damenhygieneartikel und Kackhaufen entfernen. Manchmal sogar Slips oder benutzte Kondome. Gespräche mit dem Veranstalter haben nichts gebracht. Jetzt habe ich mehrere 1.000 Watt Strahler sowie zwei Stroboskopblitzer und ein Signalhorn, welches wahrscheinlich sogar Tote aufweckt, montiert. Immer, wenn gerade fremde Personen bei mir im Garten zugange sind, starte ich die "Licht- und Soundshow". Was für ein Spaß, dabei zuzusehen, wenn die Mädels vor Schreck in ihre eigenen Pfützen und Haufen fallen, oder unfreiwillig einen Coitus interruptus haben, wenn das Spektakel losgeht. Sorry Leute, man verrichtet sein Geschäft nicht in fremden Gärten.

Beichthaus.com Beichte #00033352 vom 28.05.2014 um 09:10:33 Uhr in Harpstedt (25 Kommentare).

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