Liebesglück im Ausland

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Verzweiflung Begehrlichkeit Waghalsigkeit Schweden

Vor vier Jahren war ich (w/22) mit meiner besten Freundin in Dänemark im Urlaub. Dort hat sie sich in einen jungen Mann aus Schweden verliebt. Sie hat ihn dann immer wieder besucht, es kam auch vor, dass er nach Deutschland kam. Jetzt war sie für ein halbes Jahr in Stockholm und hat dies mit einem Praktikum verbunden. Sie kam zurück und hatte so viel zu erzählen. Sie war völlig glücklich und entspannt, ich habe sie zuvor niemals so locker gesehen. Sie ist immer noch bis über beide Ohren in ihren Freund verschossen. Sie hat ein Jobangebot auf dem Stockholmer Flugplatz angenommen und wird dort mit ihrem Freund zusammenziehen.


Jetzt wünsche ich mir sehnlichst, auch so etwas zu erleben. Denn meine Arbeitsstelle, meine Familie und den noch verbliebenen Freundeskreis finde ich ehrlich gesagt langweilig und öde. Meine Eltern waren schockiert, als ich ihnen berichtet habe, dass ich im Ausland mein Lebensglück versuchen möchte. Sie meinten, dass es mir hier an nichts fehlen würde. Wir sind recht wohlhabend, das allerdings brauche ich nicht zum Leben. Ich hatte bisher erst eine kurze Beziehung, daher erhoffe ich mir vor allem auch hier Erfüllung, wie meine Freundin. Mein Plan: Ich kaufe mir ein One-Way-Ticket nach Schweden und werde nach meiner Kündigung einfach fliegen. Als Handelsfachwirt werde ich dort auch unterkommen. Wohnen könnte ich bei meiner Freundin, sie meinte, dass ich in ihrer Mietwohnung auch noch Platz hätte. Ich kann auf nicht viel Ersparnisse zurückgreifen, denn bisher hatte ich nie Grund zum Sparen. Mein Großvater hat mir kurz vor seinem Tod zehn Krügerrand-Münzen geschenkt. Dies hat er mit der Voraussetzung verbunden, diese Münzen erst zu Geld zu machen, wenn ich heirate - praktisch als Startkapital. Ich werde diese Münzen jetzt verkaufen, habe aber ein wahnsinnig schlechtes Gewissen meinem Großvater gegenüber, deshalb möchte ich um Absolution bitten.

Beichthaus.com Beichte #00034728 vom 30.12.2014 um 17:20:09 Uhr in Schweden (Stockholm) (17 Kommentare).

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Mein Kind auf dem anderen Kontinent

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Lügen Verzweiflung Feigheit Kinder Gelsenkirchen

Ich (m/21) habe am heiligen Abend 2013 in der Disco eine wundervolle Frau kennengelernt. Es handelte sich um die Austauschstudentin meines besten Freundes. Sie war schon einige Zeit in Deutschland, konnte mehr oder weniger fließend deutsch sprechen und war offensichtlich auf der Suche nach einem Abenteuer. Wir haben uns etwa zwei Monate lang getroffen, allerdings sogar im Kino oder Restaurant. Will heißen: Es ging nicht ausschließlich um das Eine. Nachdem sie dann wieder in ihr Heimatland zurückgekehrt ist und klar war, dass wir uns niemals wieder sehen werden, vergaß ich sie und suchte mir eine feste Freundin.


Alles war völlig in Ordnung und die Geschichte mit ihr war trotz mehrmaligen Schreibens bald vergessen. Ich war etwa drei Monate mit meiner neuen Freundin zusammen, als ich plötzlich wieder von ihr hörte. Sie sagte mir, sie sei schwanger und ich sei mit absoluter Sicherheit der Vater. Es brach für mich im ersten Moment eine Welt zusammen, die Nachricht war wie ein Schock für mich. Da sie aus einem extrem gut betuchten Elternhaus kommt, bot mir die Dame an, auf Kosten ihrer Familie nach Südamerika in ihre Heimat zu ziehen, um dort den Vater zu spielen. Ich habe mir ihr Angebot wohl überlegt, mich aber letztlich dagegen entschieden. Mehrere Gründe spielten in diese Entscheidung mit rein, unter anderem liebte ich diese Frau nicht, hatte selbst extrem viele Verpflichtungen und nicht die Kraft, ohne Familie und Freunde nach Südamerika auszuwandern. Es kam zum Bruch und ich habe bis auf eine Ausnahme nie wieder von ihr gehört.


Mittlerweile bin ich Vater. Ich weiß bloß, dass ich eine Tochter habe und sie Sofia heißt. Bei der Geburt durfte ich nicht anwesend sein und auch in Zukunft werde ich sie niemals zu Gesicht bekommen. Ich habe diese Entscheidung hingenommen, da ich weiß, wie schwer die letzte Zeit für die Mutter meines Kindes war, und respektiere ihren Wunsch nach einem Neuanfang. Auch ich habe einen Neustart vollzogen: Ich bin in eine Großstadt gezogen und habe mittlerweile eine neue Beziehung mit einer Frau, die ich wirklich sehr liebe. An sich läuft mein Leben großartig, doch anstatt Freude zu empfinden, frage ich mich jeden Tag, jede Stunde, sowohl tagsüber in der Uni oder auf der Arbeit, als auch abends kuschelnd mit der Liebe meines Lebens, wie es Sofia wohl gehen mag.


Nun zu meiner Beichte: Ich habe mich auf den Wunsch der Mutter von Anfang an dazu bereit erklärt, meinem besten Freund bzw. ihrem Austauschbruder nichts von der Schwangerschaft zu erzählen. Aus Angst, dass es irgendwie trotzdem rauskommt, habe ich es auch niemand anderem erzählt. Irgendwann, als ich mich mit der Situation abgefunden hatte und verstand, was gerade überhaupt passiert, war es zu spät, um dies jemandem zu erzählen und so wissen nicht mal meine Eltern, dass ihr einziger Sohn eine Tochter hat und sie Großeltern sind. Meine geliebte Freundin hat mich schon so oft gefragt, was los sei, als ich abwesend und in Gedanken aus dem Fenster geschaut habe, doch aus Angst sie zu verlieren habe ich immer andere Gründe vorgeschoben. Ich belüge die Menschen, die mir am meisten im Leben bedeuten, somit jeden Tag. Weil ich selber zu schwach bin. Es tut mir sehr leid, aber es geht nicht anders.

Beichthaus.com Beichte #00034723 vom 29.12.2014 um 20:00:20 Uhr in 45886 Gelsenkirchen (Bergmannstraße) (12 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Dicke Menschen sind eklig!

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Hass Zorn Vorurteile Gesundheit

Ich (m/20) hasse fette Menschen! Sie widern mich einfach an. Abschaum der Gesellschaft! Ich rede dabei nicht von den kräftig gebauten, die einfach wie aufgeblasen aussehen oder wie kleine Berge, sondern von denen mit Speckrollen, dreifachem Doppelkinn und jedes zusätzliche Gramm gibt sich der Schwerkraft ohne Gegenwehr hin. Mir wird bei solchen Personen wirklich übel, als hätte ich etwas Falsches zu mir genommen. Ich war mein ganzes Leben lang schlank, sportlich und einigermaßen durchtrainiert, und wenn ich merkte, ich habe einige Kilo zugenommen, habe ich halt zwei oder drei Tage lang nichts bzw. sehr wenig gegessen oder wieder ein wenig mehr Sport gemacht. So habe ich allerdings immer einen gesunden Körper gehabt, den man auch allgemein als ästhetisch bezeichnen würde. Zu 100 Prozent kann ich mir den Hass nicht erklären. Natürlich habe ich "Gründe" dafür, wie der Ekel, der sich in mir aufbaut, wenn ein einen Fetten erblicke. Zudem haben dicke Menschen, die dick bleiben, zu 98 Prozent extrem schwache Charakterzüge (gibt natürlich die krankheitsbedingten Ausnahmen, die finde ich dann auch nicht so eklig warum auch immer). Und mir kann von den 98 Prozent keiner erzählen, er könnte nicht abnehmen.


Ich kenne so viele, die in jungen Zeiten 100 Kilo oder mehr gewogen haben und in wirklich kurzer Zeit auf 70-80 Kilo und damit ein normales, gesundes Gewicht gekommen sind. Natürlich ist das nicht leicht, aber man braucht nur ein wenig Disziplin und Konsequenz. Die Frage ist einfach: Kann man oder kann man nicht abnehmen? Und die Antwort ist immer "Ja man kann!" und nicht "Es ist schwer". Das macht mich wirklich wütend und ich kann beim Beichten kaum die richtigen Worte fassen, die meine Wut korrekt beschreiben. Und fast so sehr wie fette Menschen kotzt es mich an, dass man öffentlich nicht sagen darf, dass man etwas gegen fette Menschen hat, weil unsere "Akzeptiere und toleriere alles"-Gesellschaft keine Kritik an Randgruppen erlaubt, auch wenn diese unansehnliche und ungesunde Randgruppe von Jahr zu Jahr größer wird. Eigentlich müsste diese Gesellschaft ja meinen Hass auch tolerieren und akzeptieren, aber dem ist nicht so. Ich beichte hiermit meinen Hass, da dieser mir schwer auf die Seele drückt.

Beichthaus.com Beichte #00034722 vom 29.12.2014 um 15:43:39 Uhr (20 Kommentare).

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Halb nackt im Internet

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Eitelkeit Selbstsucht Schamlosigkeit Internet

Ich (w/20) will jetzt auch einmal etwas berichten, auf das ich absolut nicht stolz bin. Vor noch etwa zwei Jahren war ich für meine Größe ziemlich dick (95 Kilo auf 1,74 Meter). Ich habe es allerdings mit viel Disziplin geschafft, jetzt nur noch 66 Kilo zu wiegen. Das ist alles so weit ja in Ordnung - wäre da nicht die Unsicherheit, die ich immer noch habe. Mein Selbstbewusstsein und Vertrauen in mich selbst sind nahezu kaum vorhanden. Da ich nicht viele Freunde habe - und die paar, die ich habe, mir auch schon als ich noch sehr schwer war, sagten, dass ich hübsch sei - hole ich mir meine Bestätigung von meist fremden Männern aus dem Internet. Ich lerne über Single-Börsen Männer kennen, flirte mit ihnen und schicke ihnen leicht bekleidete Bilder, nur um von denen zu hören, dass ich gut aussehe. Ich ekele mich vor mir selbst. Ich mache immer mehr Sport, sehe aber selbst nie einen Unterschied. Hiermit beichte ich, dass ich solche Bilder Fremden schicke, nur um mich selbst besser zu fühlen.

Beichthaus.com Beichte #00034716 vom 28.12.2014 um 22:47:35 Uhr (9 Kommentare).

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Das Geldpaket vom Gras-Verkauf

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Waghalsigkeit Verzweiflung Drogen Familie Geld

Ich (m/18) stamme aus einer eher ärmeren Familie. Meine Eltern arbeiten beide in nicht besonders gut bezahlten Jobs und meine Kindheit war oft davon geprägt, zum Geburtstag oder zu Weihnachten eher "bescheidene" Geschenke zu bekommen. Allerdings kann ich ihnen deswegen keinen Vorwurf machen, da sie sehr fürsorgliche Eltern sind und mich und meine Geschwister (16 und 14) so gut es ging aufzogen, auch wenn sie an manchen Ecken und Enden sparen mussten. Seit zwei Jahren haben meine Eltern, besonders mein Vater, finanziell noch stärker zu kämpfen, da die Firma, in der er arbeitet, mehr oder weniger Konkurs gemeldet hat. Er geht zwar noch Vollzeit arbeiten, verdient aber nicht mehr ganz das, was er noch vor drei Jahren verdient hat. Um die fehlenden Finanzen auszugleichen, arbeitet er noch nebenbei am Wochenende in diversen Nebenjobs. Da ich noch zur Schule gehe und mich zurzeit vollkommen auf mein Abitur konzentriere - auf Wunsch meiner Eltern - habe ich auch keine Möglichkeiten, etwas dazu beizutragen. Nur mein jüngerer Bruder, der schon eine Lehre angefangen hat, bringt etwas Geld mit in die Familienkasse.


Nun zu meiner Beichte: Seit mehreren Monaten deale ich mit Gras auf der Straße und in versifften Pubs und Bars in der Innenstadt, um ebenfalls etwas Geld zu verdienen. Das Gras bekomme ich von einem Freund, der neben seinem Job etwas anbaut. Da er selbst hauptberuflich ziemlich gut verdient, schenkt er mir den "Stoff" immer, da er weiß, in welcher Situation ich und meine Familie stecken. An manchen Abenden kommen da schon 200 bis 300 Euro zusammen, da manche für zwei Gramm bis zu 50 Euro hinblättern. Mein Rekord liegt bei über 500 Euro an einem Abend. Das Ganze mache ich an bis zu vier Abenden im Monat, teilweise sogar öfter. Letzten Monat habe ich etwas über 2.100 Euro verdient. Nach monatelangem Ansparen habe ich Anfang Dezember knapp 7.000 Euro in ein Paket gesteckt und meinen Eltern zukommen lassen.


Als sie die Geldbündel im Paket sahen, dachten sie zuerst, irgendjemand spiele ihnen einen Streich. Vergeblich versuchten sie, irgendwie an Informationen über die Herkunft des Geldes zu kommen. Doch bis heute haben sie keine Ahnung, von wem das Geld gekommen ist. Zu den Geldscheinen habe ich noch einen Brief dazugelegt, in dem ich geschrieben habe, dass das Geld für ihre derzeitigen finanziellen Schwierigkeiten gedacht ist und sie sich die nächsten paar Wochen keine Sorgen mehr zu machen brauchen. Dank des Geldes konnten meine Eltern endlich das Auto reparieren lassen, welches sie schon seit mehreren Wochen mit kaputten Radlagern fahren mussten. Auch haben sie beschlossen, mit mir und meinen Geschwistern zum ersten Mal seit einem Jahr wieder essen zu gehen. Und mehrere Rechnungen konnten auch endlich bezahlt werden.


Ich beichte hiermit, dass ich meinen Eltern etwas Gutes tun wollte und deswegen beschlossen habe, Gras zu verticken. Ich frage mich auch, ob es richtig ist, was ich - der nette Drogendealer von nebenan - da getan habe. Allerdings merke ich, dass es meinem Vater mittlerweile so gut geht, wie schon lange nicht mehr und er auch wieder viel fröhlicher ist, als noch vor ein paar Wochen. Ich hoffe, ihr könnt meine Entscheidungen einigermaßen nachvollziehen.

Beichthaus.com Beichte #00034715 vom 28.12.2014 um 22:45:34 Uhr (13 Kommentare).

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