Eine Kiste Bier gegen den Stress

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Dummheit Trunksucht Verschwendung

Nach diversem privaten und beruflichen Stress habe ich mir eine Kiste Bier gekauft, um mich zu betrinken. Da das Geschäft noch drei Minuten geöffnet hatte, bin ich also reingestürmt und habe mir irgendeine Kiste gegriffen. Nach zehn Bier war ich immer noch nüchtern, ich sah mir die Flaschen genauer an und stellte fest, dass ich aus Versehen und in völliger Eile eine Kiste mit alkoholfreiem Bier gekauft hatte. Ich bin so wütend auf mich, weil ich mein Geld sinnlos für alkoholfreie Getränke ausgegeben habe.

Beichthaus.com Beichte #00040432 vom 07.10.2017 um 23:28:02 Uhr (15 Kommentare).

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Die Birnen aus dem Nachbardorf

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Morallosigkeit Diebstahl Maßlosigkeit Familie

Mein Bruder arbeitet in einem Büro. Wenn er abends im Herbst nach Hause kommt, schleicht er sich weg, um in einem benachbarten Dorf Birnen zu stehlen. Dazu zu sagen ist, wir haben selbst mehr als genug Birnen und einige Kisten faulen ohnehin, weil wir sie nicht schnell genug essen können. Er hatte so viele gepfückt, dass man eine ganze Apfelkiste vollhatte. Eines Abends nahm ich einen seiner gestohlenen Eimer voller Birnen und schüttete, sie bevor er schlafen ging, in sein Bett. Er hat nichts an seinem Verhalten geändert und meine Eltern kümmern sich nicht um das, was er tut, und nennen mich seitdem einen Moralapostel. Ich beichte, dass ich (m/25) ein Moralapostel bin und mir nicht anders zu helfen weiß.

Beichthaus.com Beichte #00040347 vom 22.09.2017 um 22:50:08 Uhr (7 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der Schatz unserer Kindheit

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Diebstahl Lügen Selbstsucht

Als Kinder im Alter zwischen 10 und 12 haben mein Freund und ich (m) eine veraltete Villa, die vor dem Abriss stand, immer wieder aufgesucht um darin Abenteuer und einen gewissen Gruselfaktor zu erleben. Das Gebäude stand mitten in einem sumpfigen Gebiet, wir mussten aus unserer Siedlung schon fast 30 Minuten laufen, um anzukommen. Ich kann mich erinnern, dass der Eigentümer verstorben war und das Gebäude in einem Gebiet stand, welches renoviert werden sollte, die Villa war dem Landkreis, meiner Erinnerung nach, schon länger ein Dorn im Auge.

Das alles ist jetzt knapp 18 Jahre her und ich kann mich wie heute an ein echtes Erlebnis erinnern. Als wir an der Kellertreppe angekommen waren, war die Türe dorthin verschlossen. Mehr oder weniger aus Zufall sind wir auf den Schlüssel gestoßen, der an einem Regal hing. Wir sind dann mit unseren Taschenlampen in den Keller gegangen, das war echt ziemlich gruselig. Im Grund genommen stand dort nur noch altes Gerümpel herum, wie leere Kisten, Fässer aber auch Teile von alten Kutschen und Ackergeräten. In einem alten Bauernschrank machten wir dann aber doch eine tolle Entdeckung und zwar war das eine runde sehr kunstvoll geschmiedete Plastik, es waren menschliche oder mystische Figuren mit Schwertern, alle Figuren waren in einen Kampf verstrickt und waren ausschließlich mit Tüchern bekleidet, teilweise nackt. Das Ganze war rundlich und wog etwa 3 bis 4 Kilo. Wir waren damals total glücklich über unseren Fund. Allerdings waren uns auch klar, dass wir irgendjemanden bestohlen haben, wobei wir nicht wussten, wie die Eigentumsverhältnisse waren. Aber egal, denn wir haben das Teil dann genommen und in etwa einem Kilometer Entfernung vergraben. Eingepackt in eine Kiste und gut geschützt. Die nächsten Bäume haben wir mit Zeichen angeritzt, um unseren "Schatz" jederzeit wieder zu finden.

Wir haben uns damals geschworen, die nächsten Jahre erstmal vergehen zu lassen um dann gemeinsam das Kunstwerk zu verkaufen, um uns dann alle Wünsche zu erfüllen. So tun das Kinder eben. Nach etwa vier Jahren musste mein Kumpel umziehen und wir haben uns aus den Augen verloren. Zwei Jahre später stand ich kurz vor der Volljährigkeit und ziemlich unter dem Einfluss von Alkohol und Zigaretten. Irgendwann hatte ich überhaupt keine Kohle mehr und erinnerte mich an unser gemeinsames Kunstwerk. Es war dann echt schwierig, das Teil zu finden, aber ich habe es ausgegraben und bin zum örtlichen Münzhändler gegangen. Der hat mir dafür so viel Geld gegeben, dass ich mich für eine Woche mit Bier und Glimmstengel eindecken konnte. Der Händler war damals nicht sonderlich interessiert, sondern hat das Geschäft nur gemacht um mir einen Gefallen zu tun. Zumindest hatte ich damals den Eindruck.

Jetzt ist hat mein früherer Freund sich bei mir gemeldet, weil er wieder zurückgezogen ist. Er hat mittlerweile Familie und wir haben die Freundschaft wieder aufgenommen. Ich hatte die Sache mit dem Kunstwerk fast vergessen, als er mich unlängst darauf angesprochen hat. Er meinte, ein solches oder ähnliches Stück bei einer Auktion gesehen zu haben, das für mehrere zehntausende Euro versteigert wurde und bei seinen Bauschulden wäre dies sicherlich eine große Hilfe. Da auch ich in ziemlich bescheidenen Verhältnissen lebe, war er der Meinung, wir sollten uns schnellstens auf die Suche machen. Ich sagte ihm, dass das Teil immer noch unter der Erde liegen müsste, da mir die Sache ziemlich unangenehm war. Seither sucht er jedes Wochenende nach dem Platz, denn die Landschaft hat sich sehr verändert und von den eingeritzten Kennzeichen ist wohl überhaupt nichts mehr zu sehen, wenn die Bäume überhaupt noch stehen. Er ist ziemlich besessen deswegen und rückt immer mit Schaufel und Hacke aus. Selbst einen Metalldetektor hat er sich jetzt zugelegt. Ich behaupt immer, keine Zeit zu haben, denke aber manchmal darüber nach, dass es schon sehr gemein ist, ihn in dem Glauben zu lassen. Die Wahrheit werde ich ihm aber auf keinen Fall sagen. Dafür möchte ich um Verzeihung bitten.

Beichthaus.com Beichte #00040232 vom 27.08.2017 um 11:28:49 Uhr (7 Kommentare).

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Parken nur für Bewohner des Hauses

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Zorn Auto & Co. Nachbarn

Schon über 30 Jahre lang wohne ich (m) jetzt in diesem Wohnblock. Vor fünf Jahren wurde extra ein Schild an jeder Parkbucht angebracht, auf dem die Nummer der Wohnung steht, welcher der Parkplatz zugeordnet ist. Ungefähr 15 Min. Fußweg von hier ist ein P&R Parkplatz, an dem Gäste ihre Fahrzeuge abstellen könnten. Aber nein, jeder der hier auf Besuch kommt, stellt seine Kiste einfach irgendwo hin, wo es gerade passt. Die wenigen freien Parkplätze sind immer belegt.

Seit einem halben Jahr wohnt eine Studentin unter mir, die andauernd Besuch hat. Auch sie hat nur einen Parkplatz und zwar genau neben meinem. Jetzt denken wohl ihre Besucher, man könnte das KFZ ständig auf den Platz neben ihr stellen - das ist aber falsch. Gestern ist mir der Kragen geplatzt und ich habe bei ihr geklingelt, als wieder ein Auto auf meinem Platz stand. Es öffnete aber niemand. Ich bin daraufhin im Schutze der Dunkelheit an das Auto gegangen und habe einen anonymen Zettel mit übelsten Beleidigungen angebracht. Dabei bin ich wohl etwas zu heftig am Spiegel angestoßen, sodass dieser abgebrochen ist. Möglicherweise hat auch der Lack Schaden genommen, da ich die Fahrzeugseite versehentlich mit dem Schlüssel berührt habe.

Heute Morgen konnte ich vom Fenster aus sehen, wie sich Menschen um das Fahrzeug sammelten. Vom Hausmeister erfuhr ich dann, dass das Fahrzeug dem Sachverständigen einer Versicherung gehört, der gestern zur Aufnahme eines Heizungsschadens vorbeikommen musste. Bei dem Termin ist wohl ein Unfall passiert und der Herr musste sofort mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus, wo er jetzt noch liegt. Zu allem Unglück ist dieses Fahrzeug noch mit einer Kamera ausgestattet, die hoffentlich im Stehen keine Aufnahmen macht. Wenn man mich darauf erkennt, könnte ich gewaltigen Ärger bekommen. Weil das Auto auf meinem Parkplatz stand, ist die Sache doch nur ins Rollen gekommen, daher möchte ich um Vergebung bitten.

Beichthaus.com Beichte #00039653 vom 21.04.2017 um 12:17:22 Uhr (17 Kommentare).

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Ja, ich bin ein Chemtrail-Pilot!

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Trunksucht Dummheit Lügen Falschheit

Ich (m/34) möchte beichten, dass ich den Cousin meiner Frau gründlich veräppelt habe. Er gehört einer Truther-Bewegung an, die an Chemtrails, die flache Erde, die NWO, und was weiß ich noch alles glaubt. Auf jeder einzelnen Familienfeier belehrt er uns nach zwei bis drei Bier, dass wir verseucht seien von Nanobots und Barium, und dass die Rothschilds hinter all dem steckten. Nun muss man wissen, dass ich Pilot bin und Linie fliege. Irgendwelches ominöses Zeugs in die Atmosphäre blasen können wir mit unseren Kisten rein logisch schon gar nicht, weil wir in keinster Weise die Lastkapazitäten für irgendwelche zusätzlichen Chemtrailtanks haben. Oft genug sind die Flugzeuge derart vollgestopft mit Passagieren und Gepäck, dass es an ein Wunder grenzt, wenn sie überhaupt abheben, überspitzt gesagt. Der ganze Spaß mit dem Hin- und Herfliegen für ein Appel und ein Ei muss sich schließlich irgendwie rentieren.

Er versteht auch nicht, dass Flugzeuge nun mal Kondensstreifen bzw. Wirbelschleppen erzeugen. Das sieht man auch sehr eindrucksvoll bei Kampfjets, wo mit Sicherheit zwischen all den Waffen und der Technik keinerlei Platz mehr für irgendwelche Chemtrailtanks ist. Einen derart großen Tank, dass man in der Lage wäre, über hunderte Kilometer irgendwelche Aerosole sichtbar auszubringen, kann man übrigens auch nicht einfach so unentdeckt in ein Passagierflugzeug schrauben. Außerdem müssten ja tausende Leute in das Programm involviert werden, da wären sicher schon genug Fakten und definitive Beweise durch undichte Stellen an die Öffentlichkeit gekommen. Sieht man ja bei Edward Snowden, beispielsweise. Naja, sei es drum. Er glaubt jedenfalls fest daran, und mit logischer Argumentation ist ihm auch nicht mehr wirklich beizukommen.

Ich hatte es auch schlichtweg irgendwann satt mit ihm darüber zu diskutieren, auch weil er so offensichtlich keinerlei Ahnung von diversen Abläufen und technischen Notwendigkeiten hat, die nunmal auf einem Flughafen zwangsläufig stattfinden, und es nahezu unmöglich machen, dort irgendwelche derart aufwendigen Dinge in großangelegter Manier zu vertuschen. Es kam also der Tag, an dem er wieder begann, mich über die Verwerflichkeit meines Tuns zu belehren, und mir zu erklären, dass ich es ja vermutlich gar nicht wirklich mitbekommen würde, wie mein Flugzeug Chemtrails versprühe.

Vollkommen genervt und leicht angetrunken ging ich darauf ein, und erklärte ihm, dass ich das durchaus mitbekäme und den Vorgang ja schließlich selbst einleiten müsste, aber ich um mein Leben und auch das meiner Familie fürchten müsse, würde ich das alles publik machen. Ich erzählte ihm die fantastischsten Märchen, wie riesig die Tanks voll mit dem toxischen Zeugs seien. Dass es dabei um Bevölkerungskontrolle und Geo-Engineering ginge, er das aber auf keinen Fall weitererzählen solle. Sonst wäre nicht nur ich dran, sondern er gleich mit. Was soll ich sagen? Er glaubte mir diesen Schwachsinn trotz der riesengroßen Logiklöcher in meinen Ausführungen vollkommen. Ich sagte ihm auch, dass er vermutlich schon Tag und Nacht vom BKA überwacht werde, und lieber den Ball flach halten solle. Außerdem solle er sich nicht erwischen lassen, wenn er Essig, seinen Worten nach angeblich das einzige wirksame Gegenmittel gegen Chemtrails, in den Garten kippe. Was ein halber Liter Essig auf dem Boden gegen zehntausende Liter Bariumlösung in der Luft ausrichten soll, ist mir übrigens auch wieder sehr schleierhaft.

Als ich dann wieder nüchtern war, wurde mir allerdings klar, dass ich seine Wahnvorstellungen jetzt noch richtig angeheizt habe, und er sich jetzt in seiner Truther-Gruppe sicherlich auch als der Held fühlen wird, weil er seiner Meinung nach über Insiderwissen verfügt. Natürlich wird er dort wahrscheinlich den ganzen Mist, den ich ihm erzählt habe, direkt weitertratschen, und die Leute dort werden noch tiefer in ihre wahnwitzigen Ideen abtauchen. Von der Warte aus tut mir die ganze Nummer auch echt leid, aber mir ging das hohle Gelaber mit der Zeit richtig auf den Senkel, und sein missionarischer Eifer erst recht. Vermutlich wird er mich außerdem weiterhin ausfragen wollen, wenn er mich trifft. Ich habe mir da wohl eher selber ein Ei ins Nest gelegt.

Beichthaus.com Beichte #00039582 vom 06.04.2017 um 12:53:31 Uhr (18 Kommentare).

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