5046 Warum unsere Kinder immer dümmer werden

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Zorn Dummheit Medien

Ich hasse Disney und besonders diesen oberbescheuerten "Frozen"-Film. Der fällt mit Story und Gesinge für mich unter kinderverdummende Medien. Noch dazu ist er überall! Auf jeder Internetplattform muss man mindestens pro Tag irgendein Bild aus dem Film sehen. Da möchte ich jedes Mal in den Bildschirm boxen. Besonders, wenn erwachsene Menschen aus unerklärlichen Gründen auf diesen Film samt seiner Musik abfahren. Einen richtigen Disneyklassiker, wie die alten Donald Duck-Sachen, finde ich okay und auch lustig. Aber dieses ganze neuere Gedöns, bei dem am Ende nach drei Jahren Gesinge doch nur wieder dieselbe Lovestory herauskommt, wie in den 397 anderen Formaten? Ich ertrage es nicht mehr. Dasselbe ist mir auch bei anderen Kinofilmen aufgefallen. Es scheinen nur noch Produktionen anzukommen, bei denen Teenies die Protagonisten sind. Und egal, in welcher Welt der Film spielt, ist am Ende wieder eine fade Liebesgeschichte. Wo sind die ganzen anspruchsvollen Kinder- und Jugendformate, bei denen sie auch mal (kindgerecht) aktuelles Zeitgeschehen vermittelt bekommen und selbst mitdenken und sich bei neuen Sachen und unbekanntem Verlauf nicht nur von Effekten berieseln lassen müssen?!

Beichthaus.com Beichte #00035893 vom 10.06.2015 um 07:00:31 Uhr (16 Kommentare).

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5047 400 Kilometer für Sex

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Verschwendung Begehrlichkeit Geld Herrstein

Ein Freund und ich fahren am Wochenende wahrscheinlich knapp 400 Kilometer, nur um zwei Mädels in Hamburg flachzulegen, obwohl wir sie noch nie live gesehen haben - einfach aus Spaß an der Sache. Bei derartig hohen Spritpreisen wäre eine Hure vermutlich billiger und ich denke, das ist allemal eine Beichte wert.

Beichthaus.com Beichte #00002793 vom 07.12.2005 um 03:57:49 Uhr in Herrstein (3 Kommentare).

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“Folge

5048 Bitte Zimmer aufräumen!

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Boshaftigkeit Urlaub Spanien

Ich bin (m/36), ein unverbesserlicher Frühaufsteher, der im Urlaub schon um vier Uhr wach liegt und raus muss. Letzten Sommer im großen Hotel-Resort auf Lanzarote, mitten in der Vulkanlandschaft bei Playa Blanca, hab ich es wieder getrieben. Morgens zwischen vier und sechs bin ich in leisen Turnschuhen durch die endlosen Flure geschlichen. An gefühlt jeder zweiten Türklinke baumelte so ein „Bitte nicht stören“-Schild. Ich hab es einfach mit zwei Fingern leise umgedreht, damit „Bitte Zimmer aufräumen“ oben stand – sonst nichts, nur dieses schnelle, lautlose Drehen. Warum ich das mache? Weil ich diesen zwanghaften Tick hab, dass die Reinigungsteams früh loslegen sollen, während ich schon allein am Buffet sitze und den Sonnenaufgang über den schwarzen Felsen genieße. Es gibt mir einen total absurden Kick, mir auszumalen, wie die Putzfrauen die Türen aufschließen und die noch schlafenden Gäste plötzlich hochschrecken, weil jemand mit Staubsauger und frischen Handtüchern reinkommt, total verwirrt und halb nackt, während sie eigentlich bis mittags pennen wollten. Ich habe später am Pool die zerzausten Paare gesehen, die sich gegenseitig fragten, ob sie das Schild falsch hingehängt hatten. Diesmal habe ich über dreißig Türschilder umgedreht, bevor die ersten Wecker überhaupt piepten. Ich schäme mich, weil es so ein hinterhältiger, kontrollfreakiger Eingriff in fremde Urlaubsruhe ist, aber gleichzeitig kribbelt es vor verrückter Genugtuung.

Beichthaus.com Beichte #00042335 vom 06.04.2026 um 08:53:40 Uhr in Spanien (Lanzarote) (3 Kommentare).

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5049 Enttäuscht von der besten Freundin

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Engherzigkeit Ignoranz Verzweiflung

Enttäuscht von der besten Freundin
Ich (w/18) habe einen ziemlich miesen Job bei der Justiz. Meine Arbeit besteht zu 90 Prozent darin, Protokolle abzuschreiben, in denen Frauen von ihren Männern verprügelt und Kinder von den Lebensgefährten ihrer Mütter vergewaltigt wurden. An sich eine interessante Arbeit und ich versuche, mich zu freuen, dass ich dadurch vielleicht etwas Gerechtigkeit in diese Welt bringen kann. Oder zumindest einen Teil dazu beitrage. Allerdings geht es mir manchmal schon ziemlich nahe. Letzten Sommer war eine Freundin bei mir und ich wollte mit ihr darüber reden. Ich hatte gerade mit einem wirklich ekelhaften Fall zu tun gehabt, der mich manchmal bis in meine Träume verfolgte. Leider habe ich ziemliche Hemmungen, anderen Menschen von meinen Gefühlen zu erzählen, deshalb haben wir zu zweit ganz schön was getankt, damit ich lockerer wurde. Die gewünschte Wirkung ließ nicht allzu lange auf sich warten: ich bekam einen depressiven Schub und habe ihr unter Tränen erzählt, was ich den ganzen Tag so mache, obwohl man eigentlich nicht zu viel davon erzählen darf. Ich dachte zuerst, sie würde mich trösten und für mich da sein. Aber was tat sie? Sie sagte, ich könne ja mit jemandem darüber reden. Sie checkte einfach nicht, dass ich genau das versuchte. Dann rief sie von meinem Handy aus meinen Freund an, drückte mir das Handy in die Hand und ging nach Hause. Sie wollte an diesem Abend noch Party machen. Mein Freund, der eigentlich auch auf einer Party war, hörte sich mein erbärmliches Gejammer an. Am nächsten Tag entschuldigte ich mich übrigens dafür, ihn vom Feiern abgehalten zu haben. Ich war total enttäuscht von besagter Freundin, weil ich ohnehin lange brauche, um jemandem zu vertrauen und ich sie zu diesem Zeitpunkt schon gut sechs Jahre kannte. Anscheinend war das immer noch zu wenig.
Der Vater dieser Freundin hat sich letzte Woche aufgehängt. Sie war natürlich total fertig mit den Nerven und echt am Ende. Ich wollte wirklich für sie da sein, aber ich bin weder auf dem Begräbnis gewesen noch habe ich versucht, sie aus ihrer Einsamkeit zu holen. Ich beichte, dass ich sie in der vermutlich beschissensten Situation ihres Lebens alleine lasse, weil ich noch immer so verletzt und enttäuscht von damals bin. Übrigens: Mein Freund und sein bester Freund hören mir zu und sie sind bis jetzt die einzigen zwei Menschen, von denen ich nicht enttäuscht wurde.

Beichthaus.com Beichte #00030806 vom 19.02.2013 um 19:20:48 Uhr (18 Kommentare).

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“Beichte

5050 Neid auf dicke Autos & Hartz-IV-Betrüger

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Neid Engherzigkeit Falschheit Sögel

Ich bin eine ganz, ganz schlechte Freundin. Nein, es geht nicht um Liebhaber und gescheiterte Beziehungen, aber ich habe zwei Freundinnen. Einer geht es, dank ihres fleißigen Mannes, der selbstständig ist, unglaublich gut. Dicke Autos, jetzt ein bombastisches Haus gemietet, man fährt ungefähr zehn Wochen im Jahr in den Urlaub, weil der Mann ja so ausgepowert ist, von seinem Job und so weiter. Die anderen - Hartz-IV-Sozialbetrüger, kaufen sich auch jedes Jahr ein Auto, fahren in den Urlaub und so weiter. Sie arbeiten beide schwarz und verdienen sich damit eine goldene Nase. Und was ist mit mir?

Mein Mann und ich arbeiten uns den Buckel krumm und sind froh, wenn wir die anfallenden Rechnungen bezahlen können. Ich tue so, als würde ich mich unglaublich mit meinen Freundinnen freuen. Aber ich freue mich nicht. Ich bin unglaublich neidisch und mir tut das nicht gut. Ich weiß, ich soll mich über das freuen, was ich habe - meine Ehe läuft gut, die Kinder sind gesund, wir haben einen Riesenberg Schulden durch unserer Hände Arbeit abgebaut. Aber ich könnte kotzen, wenn ich sehe, wie den beiden die gebratenen Tauben in den Mund fliegen. Bitte vergebt mir meine hässlichen Gedanken.

Beichthaus.com Beichte #00034588 vom 12.12.2014 um 23:41:40 Uhr in Sögel (9 Kommentare).

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