26201 Mein Leben mit Vater-Komplex

8

anhören

Begehrlichkeit Zwang Dummheit

Ich denke, ich habe so eine Art Vaterkomplex, aber ich muss ein Stück weit ausholen, damit ihr verstehen könnt, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Ich (w/22) komme aus einem relativ strengen Elternhaus. Meine Eltern verlangten von mir natürlich Mithilfe im Haushalt, aber auch bei der Landwirtschaft. Wenn die Arbeit passte, konnte man manchmal auch etwas erwarten, etwa, dass sie mich zu Freunden fuhren (als ich noch keinen Führerschein hatte) oder vom Fortgehen abholten. Allerdings war das nicht die Regel, weil meine Eltern der Meinung waren, gute Arbeit zu leisten sei eine Selbstverständlichkeit und man sollte nicht immer etwas im Gegenzug erwarten. So kam es, dass ich in meiner Jugendzeit nur wenige Freunde hatte und auch kaum unterwegs war. Die Öffi-Verbindungen in unser Kaff waren richtig schlecht, also war das auch keine Option. Das allerdings nur am Rande, das erklärt nur meine Naivität fremdem Männern gegenüber. Ich habe mich schon mehr als einmal in Gefahr gebracht, weil ich ohne böse Gedanken mit einem Fremden mitgegangen bin. Dass diese dann dachten, wir landen im Bett, war mir wirklich nicht klar. Und ich bin nunmal kein Typ für einen One-Night-Stand, für so etwas bin ich wohl einfach zu verklemmt und prüde.

Nun gut, da jedes Kind von seinen Eltern geliebt werden wollte, half ich mit, wo ich konnte. Dass meine schulischen Leistungen darunter litten, war meinen Eltern egal, immerhin wollte ich ja etwas erreichen, nicht sie, also sollte ich mich auch selbst darum kümmern. Manchmal sah man ihnen an, wie sehr sie sich freuten, wenn ich etwas gut gemacht hatte oder brav mitgeholfen hatte. Ich bemühte mich so sehr um ihre Anerkennung, aber damit gingen sie leider sehr sparsam um. Ich mache ihnen für all das allerdings keinen Vorwurf. Wir haben ein gutes Verhältnis, ich besuche sie fast einmal die Woche und heute erkenne ich, dass andere in meinem Alter weit nicht so selbstständig und unabhängig wie ich sind. Ich denke, das kommt von der Erziehung. Nun zu meiner Beichte: Seit etwa einem halben Jahr habe ich eine Affäre mit einem 16 Jahre älteren, verheirateten (!) Mann, der Vater von zwei Kindern ist. Wir haben uns kennengelernt, er hat mir bei einigen Problemen geholfen und war immer für mich da. Einmal, als ich beim Fortgehen mit einem fremden Mann mitging und beinahe vergewaltigt worden wäre, schimpfte er mich sogar aus. Er meinte, er wäre froh, dass mir nichts Schlimmeres passiert ist, aber dass er nicht glauben könnte, dass man in meinem Alter noch so dumm und naiv ist.

Für mich hat er etwas väterliches. Er freut sich mit mir, wenn ich einen Erfolg verzeichnen kann, er hat mir geholfen, mit meinem Ex Schluss zu machen und eine neue Wohnung zu finden und ich kann mit wirklich jedem Problem zu ihm kommen. Er ist einfach immer für mich da. Irgendwann entwickelte sich daraus besagte Affäre. Er weiß, dass er erst mein Zweiter ist. Ich habe mich bemüht und machte alles mit, was er wollte. Ich will doch nur seine Anerkennung und sein Lob. Dass es manchmal etwas wehtut, stört mich nicht. Ich sage ihm das auch nicht, weil ich nicht will, dass er zu viel Rücksicht auf mich nimmt - er soll selbst seinen Spaß mit mir haben. Einmal hat er gemerkt, dass es wehgetan hat und sofort aufgehört und mit mir gekuschelt. Das hat mich zwar glücklich gemacht, aber mittlerweile weiß ich, dass kein Mann mit einer Frau ins Bett geht, nur um zu kuscheln. Ich beichte also, dass ich mit einem verheirateten Mann schlafe, der beinahe mein Vater sein könnte. Ich habe schon versucht, das zu beenden. Aber ich schaffe es nicht. Dafür ist er mir zu wichtig.

Beichthaus.com Beichte #00040033 vom 12.07.2017 um 21:52:35 Uhr (8 Kommentare).

In WhatsApp teilen

26202 Die günstigen Artikel der Hilfsorganisation Brockenstuben

2

Vandalismus

Vor einigen Jahren ging ich als Teenie zum ersten Mal in einem HIOB Brockenstuben. Dazumal wusste ich noch nicht, dass die Schweizer Brockenhäuser von anderen Leuten die Artikel meistens gratis bekommen und der Verkaufserlös karitativ verwendet wird. Ich dachte irrtümlicherweise, dass die Ladenbesitzerin die Artikel gekauft hatte und sie aus Gutmütigkeit gegenüber den anderen versuchte, sie billiger zu verkaufen.

Jedenfalls wollte ich mir an besagtem Tag einige DVDs ansehen, da ich gehört hatte, dass man sie dort billig bekommt. Gleich nebenan war die Bücherabteilung, und aus reiner Neugier blätterte ich einige Exemplare durch. Die Preise überraschten mich: Viele guterhaltene Bücher zum Preis von bloss 1,00 Franken! Andere reichten von 3-5 Franken, was eher meiner Vorstellung von bereits gekauften Bücher entsprach.

Wegen meines im Vorfeld beschriebenen Fehlkonzepts tat mir die freundliche Besitzerin des Ladens leid. Wieso verkaufte sie Dinge so billig, wie konnte sie jemals Gewinn erzielen? Auch der Laden sah mit den alten Möbel irgendwie trübselig aus, dass ich plötzlich Mitgefühl empfand. Um irgendwie helfen zu können, holte ich den Minenbleistift aus meinem Etui raus und schnappte mir nach und nach und unbemerkt die 1-Franken-Bücher. Die Preise waren nämlich auf der ersten Seite des Buchs mit Bleistift notiert, und so radierte ich den alten Preis aus und schrieb einen neuen Beitrag. 5, 6 Franken, in etwa so, bei einem waren es sogar 10. Scheinbar bin ich nie erwischt worden. Schlussendlich diente mein Hilfsbeitrag weder den Käufern noch der Besitzerin. Vielleicht ist es auch aufgefallen. Aber wenn irgendein doofer Heini, wie ich, damals so ein überteuertes Buch dennoch gekauft hat, hat sich der Schwindel gelohnt. Es war für einen guten Zweck.

Beichthaus.com Beichte #00040167 vom 10.08.2017 um 14:39:22 Uhr (2 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“35.000

“Folge

26203 Ich mache den ganzen Tag nichts!

1

Faulheit Trägheit

Mir ist total langweilig, weil ich den ganzen Tag nichts mache. Aber ich denke gar nicht daran mir eine Arbeit zu suchen.

Beichthaus.com Beichte #00008476 vom 28.04.2006 um 00:24:58 Uhr (1 Kommentare).

In WhatsApp teilen

26204 Hausarbeit auf Kosten anderer

1

Habgier Engherzigkeit Geiz Studentenleben

Ich habe mich auf eine fremden Studiennr. eingelockt und drucke nun meine Hausarbeit auf der Rechnung einer anderen Person! Und morgen werde ich dasselbe noch einmal wiederholen, wenn ich gleich vier Exemplare von der Aufgabe brauche!

Beichthaus.com Beichte #00006970 vom 27.03.2006 um 23:20:06 Uhr (1 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

26205 Mein 14. Geburtstag in der Türkei

7

Waghalsigkeit Urlaub Türkei

Es war mein 14. Geburtstag. Ich (w/heute 29) hatte noch nie einen Urlaub außerhalb von Deutschland erlebt und meine Mutter wollte mir anscheinend eine Freude machen und schenkte mir eine Reise in die Türkei. Es war eine Überraschung und ich freute mich sehr. Da sie selber Flugangst hat und meine "Tante" (eigentlich nur eine sehr gute Freundin meiner Mutter) mit ihrem Freund und deren Tochter (glaube sie war 11 Jahre oder so) bereits gebucht hatten konnte ich mich dort anschließen, war ja alles vom Mutti vorher organisiert. Am frühen Morgen ging es los, ich war aufgeregt und hatte auf dem Flug schmerzen in den Ohren da ich zu spät den Druckausgleich gemacht hatte. Endlich angekommen, war ich überwältigt von der Freundlichkeit der Menschen und zugleich geschockt von den Zuständen (Shuttle zum Hotel fuhr mit geöffneter Tür hinten und vorn, vielleicht weil keine Klima?!) Auch egal, kommen wir zu der eigentlichen Geschichte:

Ich kann nicht sagen, wie viele Tage wir schon da waren (ist bereits knapp 15 Jahre her) aber einer der Mitarbeiter/Kellner des Restaurants, Anfang/Mitte 30 machte mir kleine Freuden zum Frühstück wie z. B. mit frisch gepressten O-saft (hätte man eigentlich für bezahlen müssen) und Rosen aus Servietten gefaltet. Er fragte (abseits des Frühstücks) meine Tante ob er mich einladen dürfe, denn gegenüber des Hotels war ein kleines Cafe, mit diversen kleinen Läden und da ich darauf bestand in meinem jugendlichen Leichtsinn, sage sie ja und wir trafen uns in besagtem Cafe. Meine Tante brachte mich noch und ich versprach ihr dort zu bleiben, in 2 Stunden könne sie mich wieder abholen.

Er setzte sich aber gar nicht mit mir in das Cafe sondern nahm mich in einen der kleinen Läden mit und dort sollte ich mir ein Armband aussuchen, was ich freudestrahlend tat. Ehe ich mich versah standen wir draußen an der Straße, er überredete mich in einen Bus zu steigen, denn er wollte mit mir etwas essen fahren. Wäre ich nur nie in diesen Bus gestiegen. Nach circa einer halben Stunde fahrt weit abseits von unserer Anlage, stiegen wir aus. Ich weiß bis heute nicht wo wir genau waren und in was für ein Haus er mich mitgenommen hat (sah von außen aus wie ein normales Haus) aber als wir dort eintrafen war mir schon etwas komisch, denn im ersten und zweiten Stock lag Geld vor den Wohnungen und nicht wenig...es waren Bündel!! Hier hätte ich spätestens reiß aus nehmen müssen wie mir heute klar ist.

Ich musste kurz vor seiner Wohnung warten, warum kann ich nur vermuten. Als ich dann eintrat nahm er mich mit in sein Zimmer, die anderen Räume waren verschlossen und es waren noch mehr Menschen in der Wohnung wie ich hören konnte. Wir redeten etwas, ein wenig englisch und wenig deutsch, da er beides nicht gut verstand und mein englisch zu der Zeit miserabel war. Doch lange wollte er nicht reden, er nahm meine Hand und zog mich zu sich ran, küsste mich und ich bekam von da an so richtig angst. Ich war Jungfrau, wie man sich vielleicht denken kann und versuchte ihn abzuhalten, weiter zu machen. Davon unbeeindruckt machte er aber weiter, wurde immer wilder, griff dann in meine Hose und wollte seine Finger in mich stecken. Bevor ihm das gelang und ich wollte seinen Zorn nicht erwecken, erklärte ich ihm das ich Jungfrau sei und es zu schnell ginge. Er verstand nicht oder wollte nicht. Ich wurde panisch und hatte angst er würde wütend werden.

Also nahm ich ein Deutsch-Türkisches Wörterbuch, welches zum Glück da lag und blätterte wild umher nach den Worten die ich brauchte, zeigte auf Worte wie "warten" und "zu schnell" und versuchte ihn zu linken in dem ich behauptete, in Deutschland wäre es erst beim zweiten Treffen "normal" sich näher zu kommen und wir können uns morgen wieder sehen. Doch er legte sich auf mich und küsste (eher sabbernd und leckend) mich weiter bis es ihm wohl zu langweilig wurde, denn ich war steif vor angst, wie ein Brett. Irgendwann ließ er von mir ab und sagte wir würden nun etwas essen gehen. Ich war so froh das "nichts weiter" passiert ist und bejahte. Im der Nähe gab es ein Restaurant in dem er etwas bestellte, ich bekam fast nichts runter und wollte nur zurück ins Hotel, musste aber weiter so tun als wäre alles okay um den Schein zu wahren nicht, das er mich nicht zurück bringt, denn ich hatte keine Ahnung wo wir waren und wie ich es allein schaffen könnte. Endlich fertig mit dem Essen musste ich ihm meine Telefonnummer geben. Ich tat es, um weiter an der Friede-Freude festzuhalten, damit er nicht bemerkt, dass ich es nicht ernst meinte. Als er diese hatte und einen Testanruf machte war es wohl okay für ihn mich zurück zu bringen. Zum Glück!! Die Rückfahrt war alles andere als angenehm, ich war immer noch hoch angespannt und musste mich weiter seinen schlabberigen Küssen hingeben, die ganze Fahrt über lies er kaum von mir ab. Aber der Gedanke gleich in Sicherheit zu sein, ließ es mich ertragen.

Der Bus hielt dann irgendwann wieder an dem Cafe vor unserem Hotel und ich musste ihm versprechen, uns morgen wieder zu sehen. Da sicher mehr als zwei Stunden in der ganzen Zeit vergangen sind (ich schätze wir waren 3-4 Stunden weg, genau weiß ich es nicht) war meine Tante nicht an dem Cafe aufzufinden und ich rannte rüber ins Hotel. Sie lag am Pool und war sauer, hatte keine Ahnung was mir passiert war und machte mir Vorwürfe ich hätte mich nicht an die Abmachung gehalten. Sie wäre in Gedanken schon alles mögliche durchgegangen, wo ich sein können und wollte schon die Polizei informieren. Im Hotel hat sie bereits gefragt ob mich jemand gesehen hat. Dadurch flog auf, dass der Mitarbeiter sich mit. mir getroffen hatte, was nicht gestattet ist. Er wurde noch am selben Tag entlassen, wie mir vom einem anderen Mitarbeiter berichtet wurde. Zu meinem Glück! Denn ich wollte ihn selbstverständlich nie nie wieder sehen und habe von dem Tag an seine Anrufe und SMS ignoriert, wovon massig kamen, besonders am nächsten Tag an dem wir uns eigentlich erneut treffen wollten.

Meiner Tante habe ich erst letztes Jahr von meinem Erlebnis erzählt. Nicht so detailliert wie hier aber ich musste es ihr einfach sagen was geschehen ist. Sie war natürlich schockiert und machte sich wahnsinnige Vorwürfe = verständlich, wenn man es aus heutiger bzw. aus Sicht eines Erwachsenen betrachtet! Nun ja, ich habe es bis heute nicht wirklich verarbeitet, daher diese Beichte über meine - ich nenn es mal jugendliche Naivität. Ich hoffe ich kann anderen damit die Augen öffnen, die Kulturen unterscheiden sich dermaßen und es ist saugefährlich sich jemanden in einem fremden Land anzuvertrauen.

Beichthaus.com Beichte #00041915 vom 05.09.2019 um 15:11:29 Uhr in Türkei (Kemer, Antalya) (7 Kommentare).

Gebeichtet von Kanaren2015
In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000