Warum bekriegen wir uns?

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Hass Begehrlichkeit Verzweiflung Gesellschaft Wildenfels

Ich möchte beichten, dass ich einen unheimlichen Hass auf viele Menschen habe. Ich verstehe nicht, wieso es Menschen gibt, die in ihrer Freizeit nichts Besseres zu tun haben, als zu Randalieren und Sachen zu zerstören. Auch verstehe ich nicht, was einen Menschen dazu treibt, Krieg gegen andere Menschen zu führen. Ebenso finde ich es traurig, dass man alle Sachen wegsperren muss, damit nichts geklaut wird. Am Liebsten würde ich all diesen Menschen einmal kräftig meine Meinung geigen und mich danach irgendwo im Nirgendwo, tief in einem Wald, mit einem lieben Lebenspartner verschanzen.

Beichthaus.com Beichte #00036012 vom 23.06.2015 um 20:18:32 Uhr in Wildenfels (12 Kommentare).

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Meine persönliche Anti-ÖBB-Kampagne

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Geiz Rache Zorn Bahn & Co. Innsbruck

Ich (m/18/ohne eigenes Auto und daher von öffentlichen Verkehrsmitteln abhängig) boykottiere seit circa einem Jahr besten Gewissens die ÖBB (Österreichische Bundesbahnen). Ich benütze die Bahn so wenig wie möglich, da ich mit deren Dienstleistungen extrem unzufrieden bin und nur schlechte Erfahrungen gemacht habe. Zudem finde ich Bahnfahren ineffizient und zu teuer, um zum umweltfreundlichen Reisen gegenüber dem Autofahren anzuregen. Da ich lieber das Fahrrad nehme, zu Fuß gehe oder per Autostopp fahre, als den Zug zu nehmen, habe ich schon einige Termine verpasst, war verspätet oder bin irgendwo im Nirgendwo hängen geblieben, aber ich bin meinen Prinzipien treu geblieben und zu spät gekommen wäre ich ohnehin auch, wenn ich den Zug genommen hätte. Daher war es mir das auch meistens wert. Sollte ein harter Winter bevorstehen, denke ich ernsthaft an die Anschaffung eines Huskyschlittens um neben den Schienen mit meinem Hundegespann herzulaufen und den Zug zu überholen (so zumindest meine Illusion). Hiermit möchte ich aufzeigen, wie schlecht das Dienstleistungsangebot der Bahn ist und vielleicht auch Gleichgesinnte motivieren. Gleichzeitig möchte ich mich auch bei all jenen wenigen Schaffnern entschuldigen, die im Gegensatz zu den meisten ihrer Kollegen freundlich und hilfsbereit waren, und nun wegen Leuten wie mir womöglich noch Gehaltskürzungen bekommen.

Beichthaus.com Beichte #00028252 vom 30.10.2010 um 20:48:35 Uhr in Innsbruck (28 Kommentare).

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Skrupellos zur Schule gekommen

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Diebstahl Waghalsigkeit Verzweiflung Schule Auto & Co. USA

Mit 17 war ich in den USA als Austauschschüler. Da ich auf dem Land wohnte und natürlich auch keinen Führerschein besaß, war ich auf den Schulbus angewiesen, der mich täglich 12 Meilen in die Schule fuhr. Dummerweise war ich nicht gerade der Beste im Aufstehen und nach mehrmaligem Verschlafen, haben meine Gasteltern mir angedroht, restriktive Maßnahmen einzuführen, falls ich morgens nicht zeitig aus dem Bett kommen würde. Das Verschlafen an sich, hatte bereits unschöne Konsequenzen, jeweils Abends wurden meine Gasteltern von der Schule aus angerufen, um sie darauf hinzuweisen, dass ihr Sohn/Tochter nicht in der Schule gewesen sei. Das Donnerwetter ließ jeweils nicht lange auf sich warten. Ich wollte auf keinen Fall in einem schlechtem Licht erscheinen, war ja quasi der "Gast" und wollte meinen Eltern Zuhause zeigen, wie erwachsen und diszipliniert ich sein kann.

Die Situation hat sich dann nach etwa 5-6 mal Verschlafen gebessert und ich wähnte mich auf der sicheren Seite, endlich mein "Aufsteh-Problem" im Griff zu haben. Weit gefehlt! Das Schuljahr zog dahin und die Abschlussprüfungen standen vor der Tür: Sehr sehr wichtig, wenn man ein Diplom nachhause tragen will resp. seine Eltern stolz machen möchte!

Am Morgen der Abschlussprüfungen ist es dann geschehen: Verschlafen! Nein! Noch 3 Minuten bis zum Schulbus! Ich versuchte so schnell als möglich mich anzukleiden und meine Schulsachen zu packen, schwierig, wenn man so im Stress ist! Dann raus aus dem Haus, zur Strasse gerannt und nur noch die Rücklichter vom Schulbus gesehen!

Alle möglichen Pläne sind mir in dem Moment durch den Kopf geschossen:

In die Schule laufen? - Zu lange, 12 Meilen rennt man nicht eben mal schnell
Taxi rufen? - geht nicht! wir hatten kein Taxiunternehmen in der Umgebung!
Zuhause bleiben? - Unmöglich! Nicht noch einmal will ich mich von meinen Gasteltern demütigen lassen. Eine Ausrede erfinden - zu offensichtlich!

Es war mir klar, irgendwie muss ich in die Schule kommen, doch auch Öffentliche Verkehrsmittel gibt es keine im Mittleren Westen, irgendwo im Nirgendwo, wo ich zuhause war!

Also gab' es nur noch einen Plan: Ein Auto, ich musste mir ein Auto besorgen!
Der Plan war einfach, und die Ausführung noch einfacher, denn mein Gastvater war seit einigen Tagen auf Geschäftsreise und meine Gastmutter verließ das Haus immer vor mir, d.h ich hatte Zugriff auf ein Auto, besser gesagt, ich hatte Zugriff auf das Heiligtum meines Gastvaters: sein Chrysler Mini Van!

Die Liebe, die mein Gastvater für dieses Auto hatte war unbeschreiblich, er behandelte das geformte Blech, wie seine Religion! Waschen, saugen, Ölwechsel, Bremsen austauschen usw. hat er alles selber gemacht und mir lange Vorträge gehalten, wie viel besser amerikanische Autos sind, weil man an denen noch so viel selber rumschrauben kann.

Den weißen Van in der Garage und mein Herz in der Hose rannte ich zurück ins Haus und schnappte mir die Autoschluessel. Wie bereits erwähnt, ich hatte keinen Führerschein und auch überhaupt keine praktische Erfahrung, wie man ein Auto fährt. Öfters habe ich zugeschaut, wenn ich mit meinem Gastvater unterwegs war und dieses Wissen, hat sich dann auch als sehr hilfreich erwiesen. Das Fahren an sich war einfacher als ich dachte, hatte auch damit zu tun, dass es sich um ein Auto mit automatischem Getriebe handelte, die in Amerika sehr verbreitet sind.

Doch als ich bereits auf der Hauptstrasse war, kamen mir die Zweifel:
Was mache ich wenn mich die Polizei erwischt?
Was mache ich wenn mein Gastvater davon erfährt?
Wie werden meine Mitschüler reagieren, wenn sie mich plötzlich mit einem Auto einfahren sehen? Tja, die Konsequenzen sind klar gewesen, man hätte mich schnurstracks in das nächste Flugzeug gesteckt und nachhause geflogen!

Doch, irgendwie wollte ich beweisen, dass ich da alleine durchkomme und durchaus bereit bin die Konsequenzen zu tragen, falls mein Plan nicht aufgehen würde. Zuhause hätte ich wohl nie ein Auto geklaut, um in die Schule zu kommen.

Heute bin ich 25 und habe nach wie vor sehr guten Kontakt zu meinen Gasteltern in den Staaten, mein Gastvater hat bis zum heutigen Tag nicht erfahren, dass ich damals sein heiß geliebtes Auto geklaut habe, dass er übrigens immer noch hat! Beim nächsten Besuch, werde ich es ihm sagen, ich hoffe er wird es mir nicht übel nehmen nach so langer Zeit.

Beichthaus.com Beichte #00026421 vom 01.06.2009 um 17:53:19 Uhr in USA (Saint Paul, MN) (20 Kommentare).

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