Extrawürste sind nur Kopfsache!

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Engherzigkeit Boshaftigkeit Zwietracht Ernährung

Gestern Abend habe ich mir noch schnell Essen vom Imbiss geholt. Da sehr viel los war, hat es etwas gedauert. Ich hatte etwas Zeit zum Beobachten des ganzen Geschehens und beichte, dass ich mich heimlich tierisch gefreut habe, als sie aus Zeitdruck die panierten Schweineschnitzel einfach unter die Frittiergitter mit den Pommes gelegt haben, um sie schneller fertigzumachen. Theoretisch sind also die veganen, vegetarischen, koscheren und halalen, und was weiß ich nicht alles, Fritten kontaminiert mit dem Fleisch bzw. dem unreinen Nahrungsmittel. Ich freue mich nicht, weil ich Menschen ihre Lebensweise oder Religion absprechen möchte, die sollen sie gestalten und ausleben, wie sie wollen.


Viel mehr nervt mich die Ablehnung aus solch nicht-medizinischen Gründen und die Extrawürste, die alle immer brauchen. Dies ist nicht bio, das nicht korrekt geschlachtet, das nicht aus liebevoller Streichelhaltung. Natürlich ist auch die Massentierhaltung nicht in Ordnung. Aber am meisten auf den Senkel gehen mir Menschen, die an jeder kleinen Ecke etwas zum Meckern finden, wie eben bei Grundbedürfnissen. Sie sind ja nicht krank oder so, das ist alles reine Kopfsache. Die Menschheit ist am Ende doch die größte Plage für diesen Planeten, und fairerweise schließe ich mich auch selbst mit ein.

Beichthaus.com Beichte #00037830 vom 14.03.2016 um 20:36:56 Uhr (14 Kommentare).

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Unser fast perfekter Schwiegersohn

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Völlerei Maßlosigkeit Falschheit Ernährung Familie

Ich (w/53) und mein Mann haben vor etwa drei Wochen den Freund unserer Tochter kennengelernt. Ein völlig sympathischer junger Mann. Doch leider sind wir beide zunächst erschrocken, als wir ihn gesehen haben. Bei einer Größe von etwa 185 Zentimetern wiegt er 150 Kilo oder sogar noch um einiges mehr, wie ich vermute. Wie gesagt, er ist total lieb, sehr intelligent, hat einen tollen Beruf, denn er arbeitet im IT-Bereich, oft auch von zu Hause aus. Aber gerade weil ich ihn mag, mache ich mir eben auch Sorgen. Um ihn, denn dieses Gewicht ist nicht gesund und ich habe den Eindruck, dass es wahrscheinlich noch mehr wird, da er wirklich sehr viel und ungesund isst und sich kaum bewegt. Und zum anderen bin ich natürlich auch um meine Tochter bzw. um ihr gemeinsames Leben besorgt, da seine Gesundheit und eben auch sein Leben so gefährdet sind. Meinem Mann geht es absolut genauso. Ich habe mal mit meiner Tochter telefoniert und sie meinte, dass sie selbst sehr besorgt sei. Sie hat auf seine Essgewohnheiten kaum Einfluss, da sie ebenfalls berufstätig ist.


Sonst ist er der liebevollste Mensch der Welt, rücksichtsvoll, um den Haushalt kümmern sie sich beide in einer Harmonie, um die sie viele beneiden würden - ihr einziges Problem ist sein Gewicht, doch das ist eben ein recht großes Problem. Meine Tochter hat mich gebeten, ihn nicht auf dieses Problem anzusprechen, doch ich beichte, dass ich es doch getan habe. Ich habe ihn mal zur Seite genommen und ein einfühlsames Gespräch mit ihm geführt. Er war ziemlich gerührt, dass mir auch so viel an ihm liegt. Er würde so gerne etwas ändern, aber scheint nicht die Kraft dafür zu haben. Gut, dann nehme ich das in die Hand. Wenn ihn überfordert, was er beispielsweise mittags essen soll, was satt macht, gut schmeckt und ihm trotzdem beim Abnehmen hilft, dann koche ich eben mittags für ihn. Zum Glück wohnen wir ja nicht sehr weit voneinander entfernt. Jetzt koche ich jeden Tag für ihn. Da ich selbst nur halbtags arbeite, kann er, wenn er Home Office hat, mittags zum Essen kommen, ansonsten koche ich vor und er nimmt es mit zur Arbeit. Frühstück für die Arbeit? Mache ich ihm auch, kein Problem, er holt es hier ab. Meine Tochter verlässt das Haus immer schon früher. Abendessen? Das nehmen die beiden zusammen ein, aber da weiß ich, dass meine Tochter durchaus auf eine gesunde Kost achtet. Ich gehe jetzt auch drei Mal die Woche mit ihm zusammen in ein Fitnessstudio.


Ihm tut es gut und mir auch, da ich zwar nicht dick bin, aber doch ein paar Problemzonen habe. Meine Tochter hat keine Ahnung, wie sehr ich ihren Freund unterstütze. Nur mein Mann weiß es und der findet es klasse. Meine Beichte ist also, dass ich mich doch eingemischt habe und bestimmt auch mehr mache, als ich tun müsste, aber ich merke, wie froh mein Schwiegersohn ist. Und ich stelle fest, was für ein klasse Team wir beide schon sind. Wir haben richtig viel Spaß beim gemeinsamen Sport.

Beichthaus.com Beichte #00037825 vom 14.03.2016 um 11:07:52 Uhr (17 Kommentare).

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Mein Kampf gegen Alltagsrassismus

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Vorurteile Ungerechtigkeit Zorn Gesellschaft

Ich (25) bin gebürtige Lateinamerikanerin mit europäischen und nordafrikanischen Vorfahren. Meine Mutter und ich leben seit 1998 in Deutschland, wir sind beide integriert, beherrschen die deutsche Sprache fließend und haben schon immer gearbeitet. Schon als Kind trug ich Zeitungen aus oder half in der Nachbarschaft gegen Geld aus, um meiner Mutter etwas unter die Arme zu greifen und mir selbst etwas leisten zu können. In der Nachbarschaft waren wir stets bekannt und wurden auch gemocht. Für unsere Nachbarschaft, die überwiegend Deutsche waren, spielte unsere Herkunft nie eine große Rolle und wir wurden auch so angenommen, wie wir sind. Dennoch habe ich bis heute mit Alltagsrassismus zu kämpfen. In der Schule, die zwar zum Großteil aus Migranten bestand, wurde ich häufig wegen meiner Herkunft auf das Übelste beschimpft, beleidigt und sogar geschlagen. Sowohl von Deutschen als auch von Migranten aus dem arabischen Raum oder dem Kosovo, die einen noch dunkleren Teint hatten.


Die Lehrer unternahmen jedoch nichts und dies ging bis zur weiterführenden Schule so weiter. Meine "Integration" ging sogar so weit, dass ich mich immer noch versuche, mich auch optisch anzupassen. Ich habe mir bereits als Kind schon die Haare chemisch geglättet, mich stets gut gekleidet und die Haare heller gefärbt. Glücklicherweise habe ich grünbraune Augen und durch meine europäischen Vorfahren einen mediterranen Teint, sodass viele denken ich sei Halbdeutsche. Wenn es nicht so wäre, hätte ich meine Haut wohl sogar mit kosmetischen Mitteln aufgehellt. Blöderweise habe ich die markanten Gesichtszüge meiner afrikanischen Vorfahren und fühle mich deshalb auch unwohl. Seitdem ich weiß, dass man durch einen chirurgischen Eingriff auch etwas daran ändern kann, spare ich für eine Rhinoplastik, um meine Nasenflügel verschmälern zu lassen. Das Mobbing hatte zwar aufgehört, da ich nach der 10. Klasse auf das Gymnasium ging und in der neuen Schule neue Freunde gefunden habe, jedoch geht der Alltagsrassismus weiter.


Ich werde weiterhin oft unterschätzt, falsch eingeschätzt oder sexualisiert - wegen meiner offensichtlichen Herkunft. Als ich nach dem Abitur eine Ausbildung gesucht hatte, musste ich in manchen Betrieben den Einstellungstest zwei Mal machen, weil ich des Betruges bezichtigt wurde! Ich bekam sogar Absagen, weil ich angeblich nicht ins Bild des Klientels passen würde. So stand es in einigen Absagensschreiben schwarz auf weiß! Dabei habe ich mich gepflegt und schlicht gestylt präsentiert. Hosenanzug, Schuhe mit leichtem Absatz, schlichte Hochsteckfrisur, schlicht geschminkt und zwei Spritzer Jasminparfüm. Glücklicherweise habe ich nach etwas über einem Jahr doch eine Ausbildung gefunden, diese erfolgreich beendet und ein duales Studium im selben Betrieb angefangen.
Privat ist es leider so, dass ich oft in eine Schublade gesteckt oder zwischendurch auf offener Straße beleidigt werde. Und das in einer westfälischen Großstadt!


Eine Liebesbeziehung ist auch nicht einfach, da Männer und Frauen mich für einen One-Night-Stand halten, obwohl ich noch nie einen hatte und bisher nur zwei längere feste Beziehungen hatte. Ich ziehe mich auch eher sportlich an, statt aufreizend, da ich in meiner Freizeit viel Sport betreibe und es praktischer ist. Auf Partys wurde ich auch begrapscht, oft mit der Begründung, dass "schwarze Frauen" eh immer willig sind und mein Körper für Sex gemacht sei. Wenn ich mich dagegen wehre, da ich schon seit 12 Jahren kickboxe, werde ich immer als aggressive "Schwarze" abgestempelt, obwohl ich keine bin. Oft werden mir Sachen zugesprochen, die gar nichts mit meiner Persönlichkeit zu tun haben. Beispiele dafür sind: Ich könne singen, beherrsche jeden Tanz der Welt, nehme Drogen, wäre gut im Bett und vieles mehr!


Meine Beichte ist, dass ich immer, wenn mir jemand mit irgendeinem rassistischen Mist ankommt, demjenigen am Liebsten die Fresse polieren möchte, aber meine Erziehung sagt mir, dass ich weder rechtliche Konsequenzen haben möchte, noch möchte ich mir meine Hände schmutzig machen. Glücklicherweise sind nicht alle Menschen so und ich bin froh und vor allem dankbar dafür, dass ich in Deutschland eine gute Zukunft habe, obwohl meine Mutter und ich von ganz unten anfangen mussten und dass ich offene und ehrliche Menschen als Freunde habe.

Beichthaus.com Beichte #00037824 vom 14.03.2016 um 10:37:42 Uhr (32 Kommentare).

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Das Geld des Pizzalieferanten

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Diebstahl Selbstsucht Engherzigkeit Geld

Ich hatte mir vor einiger Zeit eine Pizza bestellt, an der Haustür entgegengenommen, und als der Fahrer wieder in sein Auto gestiegen ist, habe ich gesehen, dass ihm beim Einsteigen sein großer Geldbeutel aus der Jackentasche gefallen ist. Er hat es scheinbar nicht mitbekommen und ist davongefahren. Ich habe ihn dann aufgehoben und mit dem Geld, fast 680 Euro, ein paar Schulden bezahlt. Es tut mir ja leid für den Lieferanten, aber Ehrlichkeit ist in der heutigen Zeit fehl am Platz. Jeder muss zusehen, wie er zurechtkommt. Traurig, aber wahr.

Beichthaus.com Beichte #00037820 vom 13.03.2016 um 13:25:45 Uhr (26 Kommentare).

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“Beichte

Das Versteck meines Dealers

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Drogen Diebstahl Gewalt Waghalsigkeit

Ich (m) habe vor knapp 20 Jahren durch Zufall den Erdbunker des örtlichen Dealers gefunden. Dieser hatte ganz klassisch sein Zeug in einem größeren Park an einer etwas einsameren Stelle vergraben. Zu jener Zeit war ich 17 Jahre alt, verdiente mir etwas mit dem Ausführen von Hunden dazu, und einer der Hunde war ein ehemaliger Drogenhund der damals noch existierenden Bahnpolizei. Dieser Hund wurde immer nervös, wenn wir an der entsprechenden Stelle vorbeikamen. Nach einem Regenschauer zog er mich dann zu der Stelle und fing an zu graben. Ich sah die Ecke einer Plastiktüte und zog sie heraus. Ich staunte, denn in der Tüte lagen nicht nur 200 Gramm feinstes Hasch, sondern auch noch 5.000 Mark in bar. Für jemanden, der gerne mal an einem Joint zog, eine Goldgrube. Den Hund, welcher am Abdrehen war, habe ich dann erst mal mit zu mir genommen, da sein Besitzer ja, wie bei ehemaligen Diensthunden normal, auch Polizist war und sicher gemerkt hätte, dass sein Hund die ganze Zeit anzeigt. Ich versteckte das Zeug und das Geld in meinem Bett, da ich wusste, dass meine Eltern da nicht rangehen, denn sie legten mir nur alle zwei Wochen demonstrativ frische Bettwäsche darauf. Dann brachte ich den Hund, welcher sich auch wieder beruhigt hatte, zu seinem Halter zurück.


Kurz darauf ging in meinem Bekanntenkreis herum, dass jemand, also der Dealer, etwas sehr Wichtiges verloren hätte und er verspricht, dass es keinen Ärger gibt, wenn er es freiwillig zurückbekommen würde. Dass er aber sehr sauer sein würde, wenn er es auf andere Weise herausfindet. Das sagte er mir genauso wie allen anderen, als er mich traf. Natürlich bekam er nichts zurück, ich dachte mir auch kaum etwas dabei. Circa zwei Wochen später lief er jedoch mit eingegipstem Arm, zwei blauen Augen, einer gebrochenen Nase und ohne Vorderzähne herum. Als er sich wieder etwas erholt hatte, konfrontierte er mich damit, dass er mich im Verdacht hätte, da ich nicht mehr bei ihm kaufte und mehr Geld zu haben schien als zuvor. Außerdem gehe ich ja immer mit den Hunden in dem Park. Er sagte auch, dass seine Hintermänner dasselbe mit mir machen würden, wie mit ihm. Kurz darauf gab es einen Einbruchsversuch in mein Elternhaus, welches aber mit einer zwar nicht sichtbaren, aber extrem lauten Alarmanlage gesichert ist, da meine Eltern seit der Wende eine fast schon paranoide Angst vor osteuropäischen Einbrechern hatten.


Danach lauerte er mir vor der Schule mehrmals auf. Immer mit demselben Satz: "Du hast es, gib es zu!", nervte er mich wochenlang. Er traute sich jedoch körperlich nicht an mich heran und ich hatte Angst, dass - wenn ich ihm gegenüber gewalttätig werde - seine Hintermänner sich um mich kümmern würden. Er wurde immer paranoider und aufdringlicher, lief in einem Abstand von knapp zwei Metern hinter mir und schrie im 10-Sekunden-Takt, dass ich es zugeben solle. Zermürbungstaktik sozusagen. Irgendwann reichte es mir, ich packte ihn und drückte ihn an die Wand. Ich sagte ihm dass, wenn ich seine ekelhafte Hackfresse noch lange sehen muss, ich sie ihm noch einmal umgestalten würde und dass ich ihm alles, was seine Hintermänner mir geben würden, zehnfach zurückgeben würde. Ab da hatte ich dann endlich Ruhe. Das Hasch hat etwa ein Jahr gereicht und von dem Geld kaufte ich hauptsächlich Geschenke für die ganze Familie zu Weihnachten. Ich bereue heute nur, dass der Kerl wegen mir solche Schmerzen erleiden musste.

Beichthaus.com Beichte #00037818 vom 13.03.2016 um 00:49:20 Uhr (7 Kommentare).

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